Klimawandel Lüge? Klimawandelskeptiker ? Ist der Klimawandel Schwindel?

Bei Klimawandel Global sind wir auch bemüht kritisch mit dem Thema Klimawandel und dem Hype, der derzeit darum betrieben wird, umzugehen. Aus diesem Grund möchten wir auch die Ideen von den Sogenannten Klimaskeptikern bzw. Klimawandelskeptikern etwas näher betrachten.

Insbesondere möchten wir damit die Bezeichnung Vernunftsmensch auch als Gegenstück zum euphemistischen und gemeinhin negativ besetzten „Klimaskeptiker“ etablieren.

Vernunftsmensch dieser Woche ist: Dr. Jürgen Hambrecht

Zitat entfernt

Natürlich fordert Dr. Hambrecht in dem Interview auch Maßnahmen zur Energieeffizienz. Aber eben unter einer modernen Prämisse: Ökonomische Vernunft und technologische Innovation als Gegenstück zu ökologistischen Nachhaltigkeitsphantasien. Das Interview ist auch noch wegen seiner bemerkenswert klaren und realistischen Aussagen zu den sogenannten „nachwachsenden Rohstoffen“ lesenswert.

Jürgen Hambrecht ist Chemiker und Vorstandsvorsitzender der BASF AG, des größten Chemiekonzerns der Welt, der natürlich auch in vielen Produktsegmenten Weltmarktführer ist. BASF produziert nicht nur Güter, die uns allen das Alltagsleben mit Nutzen und Komfort erleichtern und verschönern, sondern gibt auch noch 95.000 Menschen Arbeit und damit auch deren Familien eine Perspektive. Kurz und bündig: Die BASF ist natürlich einer jener Vertreter der bösen, bösen Industrie, die Wertschöpfung erzeugen, mit der wir uns geistig und kulturell immer weiter von der Steinzeit entfernen.

Etwas, was in Ökologisten nur mehr Haß und Wut erzeugt.

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von „Der Physiker“.

Klimaschutz und Naturschutz widersprechen sich – Alles Lüge?

Heilsversprechen sind ein zentrales Element Moderner Mythen, erst das Heilsversprechen macht einen Mythos populär und einsetzbar. Ist es bei religiös-spirituellen Gedankengebäuden ein eher esoterischer Ansatz, der auf die tröstende Wirkung einer unsterblichen Seele und/oder den Eingang in ein Paradies mit ewiger Glückseligkeit bei entsprechend durch die Religion tolerierten Verhaltensweisen abzielt, so sind Moderne Mythen natürlicherweise auch „moderner“, will sagen „konkreter“, in ihrem Weltverbesserungsansatz. Rauchverbote, Asbestsanierung und der Verzicht auf gegrillte oder geröstete Speisen erscheinen so als die ultimative Waffe im Kampf gegen Krebs, ein Verbot bestimmter multimedialer Inhalte verspricht in erster Näherung eine zukünftige Abwesenheit von Amokläufern und darüber hinaus eine allgemein weniger gewalttätige Gesellschaft. Umweltmythen versprechen in erster Näherung glückliche Kühe und im globalen Maßstab gar die Rettung der Welt vor einer Vielzahl imaginärer Bedrohungen. In jedem Fall wird natürlich an gewisse Urängste der Menschen appelliert, und auch hier ist das Spektrum breit gefächert. Es reicht von der Angst, auf der Straße überfallen zu werden, über die Angst vor Krankheit und langem Siechtum bis hin zur Angst vor Naturkatastrophen wie Wirbelstürmen und Überschwemmungen.

Dieser Mechanismus sichert die Überlebensfähigkeit Moderner Mythen auch gegen Vernunft und wissenschaftlichen Erkenntniszuwachs. Das Waldsterben macht dies exemplarisch deutlich. Ist das Bild von saftigen, sattgrünen, sich sanften Hängen emporschwingenden Wäldern in uns verankert als archetypischer Ausdruck für Gesundheit, Kraft und Wohlgefühl, so ist das Gegenteil, eine karge, baumlose Ödnis ein sehr ursprüngliches Schreckensszenario. Und dieser Spannungsbogen wird ausgenutzt, immer noch werden regelmäßig Millionenbeträge aus Steuermitteln verschwendet und einige Beamte und Wissenschaftler beschäftigt, um den Waldschadensbericht zu erstellen, mit schöner Regelmäßigkeit festzustellen, daß etwa 30% des Waldes erkrankt sind (dramatisch), mit schöner Regelmäßigkeit vor dem Untergang deutschen, raumgreifenden Großgrüns zu warnen (die Apokalypse). In Wahrheit gibt es kein Waldsterben, hat es nie eines gegeben und geht es dem Wald heute nicht schlechter (aber besser) als vor 50 oder 100 Jahren.

Die Gefahr in solchen Mechanismen ist, daß die aus ihnen abgeleiteten Maßnahmen, die ja völlig anderen Partikularinteressen dienen, am Ende die Risiken nicht minimieren, sondern verstärken.

So wenig, wie die Religion ihre Aufgabe darin sieht, die Angst vor Tod und Krankheit durch die Bekämpfung der Ursache (man berücksichtige bspw. die Ablehnung der Stammzellforschung oder auch der Fortpflanzungsmedizin durch die meisten christlichen Kirchen) zu mindern, so wenig dienen Gesundheitsmythen der Gesundheit (sondern der Kontrolle), Kommunikationsmythen der Freiheit (sondern der Kontrolle) und Umweltmythen der Umwelt (sondern der Kontrolle).

Insbesondere haben Klimaschutz und Naturschutz nichts miteinander gemein. Im Gegenteil, sie widersprechen sich sogar in wesentlichen Punkten.

Der Klimaschutz in der aktuellen Debatte basiert auf einem kaum bemerkten Paradigmenwechsel. Eigentlich ist „Klima“ ein lokales, ortsabhängiges Konzept. Es ist definiert über die an einem Ort über einen längeren Zeitraum festgestellten Mittelwerte meteorologischer Daten wie Temperatur, Luftfeuchte oder auch Niederschlagsmenge. Änderungen derselben müßten eigentlich mit Hilfe lokaler Ursachen begründet werden. Ein „globales Klima“ existiert eigentlich nicht. Es ist mehr eine Hilfskonstruktion, es ist schlicht eine weitere zeitliche und räumliche Mittelung der verschiedenen lokalen Klimata. Änderungen in dieser Hilfsgröße sind daher wesentlich die Folge von den vielen kleinskaligen Änderungen auf lokaler Ebene, seien es Änderungen in der Bodennutzung, der Bebauung, der Vegetation und ähnliches. In diesem Ansatz ist natürlich das „Globalklima“ völlig unvorhersagbar und deterministisch chaotischen Schwankungen unterworfen, es entzieht sich jedem globalen Erklärungsmodell. Ähnlich wie die Durchschnittswerte aller an einem bestimmten Wochenende gezogenen Lotteriezahlen irgendwo auf diesem Planeten chaotisch innerhalb gewisser Grenzen schwanken und keine Rückschlüsse mehr auf eine einzelne Ziehung zulassen, so schwanken als Beispiel auch die globalen Mitteltemperaturen von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, von Monat zu Monat völlig willkürlich und lassen keinen Rückschluß mehr zu, was an einem bestimmten Ort genau passiert und warum.

Es ist genau dieses Verhalten, das die Temperaturkurven bei entsprechender zeitlicher Auflösung zeigen, wild springende Meßpunkte.

Über das IPCC als Kommission der natürlich an globalen Effekten interessierten UNO wurde aber das „Globalklima“ als eigentlich entscheidendes Konzept verankert. Änderungen des Globalklimas sind in diesem Weltbild auch Änderungen globaler Einflüsse wie der Zusammensetzung der Atmosphäre oder der Sonneneinstrahlung. Auch das ist natürlich ein vernünftiger Ansatz, denn selbstverständlich ist das Klima auch lokal abhängig von diesen Einflußgrößen. Ähnlich, wie man die Bandbreite der möglichen Lotteriezahlen begrenzen kann (in dem man eben nur Werte zwischen 1 und 49 zuläßt), so definieren diese globalen Einflußgrößen letztlich auch die Bandbreite der möglichen Temperaturschwankungen. Innerhalb dieser Bandbreite aber nutzen sowohl die Lottozahlen, wie auch die globalen Mitteltemperaturen, alle Möglichkeiten aus.

Der neue Ansatz wird dadurch unvernünftig, daß man die Änderungen globaler Einflußgrößen als entscheidend selbst für die Schwankungen auf kleinen Zeitskalen ansieht, als entscheidend selbst für die Änderungen auf lokaler Ebene. Das „Globalklima“ wird so nicht mehr die Summe vieler lokaler Klimata, sondern die Ursache für dieselben. Aus Änderungen im „Globalklima“ glaubt man so, auf Änderungen in den lokalen Klimata rückschließen zu dürfen. Es ist, wie wenn man sagen würde: „Durch die Änderung des Ziehungsverfahrens von „6 aus 49″ auf „5 aus 48″ werden in Zukunft häufiger Lottozahlen zwischen 1 und 9 als zwischen 10 und 19 gezogen“. Es wird Ursache und Wirkung miteinander vertauscht.

So kann man das Globalklima am Ende für alles heranziehen und damit einen Flußpegel in Deutschland, einen Gletscher in den Anden, einen Wirbelsturm im Südpazifik und eine eisbärenbesetzte Eisscholle im Nordpolarmeer miteinander in Verbindung bringen und alles gleichermaßen berücksichtigen. Das gefällt der UNO und macht sie einflußreicher.

Wenn man möchte, daß es so scheint, als hätte der Mensch einen wesentlichen Einfluß auf das Klima, dann allerdings muß man in diesem Modell einen bestimmten Effekt finden, der von allen Menschen auf diesem Planeten gleichermaßen ausgeht. Gleich, ob schwarz, weiß oder braun, gleich ob Wüstennomade oder Steuerberater, gleich ob am Nordpol, am Südpol oder im Dschungel umherschleichend: Sie alle nutzen das Feuer. Alle Menschen auf diesem Planeten zeichnen sich durch diese eine Gemeinsamkeit aus: Sie verbrennen Rohstoffe, die wesentlich auf Kohlenstoff basieren, ob nun Holz, Torf, Kohle, Öl oder Gas. Und sie produzieren damit alle dasselbe Abfallprodukt: CO2.

Wenn man möchte, daß es so scheint, als hätte der Mensch einen wesentlichen Einfluß auf das Klima, dann muß man also das CO2 zentral dafür verantwortlich machen, daß die Temperaturen auf diesem Planeten sich sowohl lokal als auch global ändern. Wenn man den für das Konzept überlebenswichtigen emotionellen Mechanismus von Schreckensszenario und Heilsversprechen etablieren will, dann muß man den Temperaturänderungen apokalyptische Wirkung auf die Natur zuweisen. Dann muß man darum bemüht sein, eine globale Temperaturerhöhung als Ursache für eine lokale Gefährdung von Ökosystemen zu etablieren.

Dieser Mechanismus zeichnet die gegenwärtige Debatte um den Klimawandel aus und mit dem Aktionismus, der sich daraus ergibt, werden alle Naturschutzbemühungen konterkariert.

Es ist schon interessant, wie auf diese Weise CO2 in unser aller Bewußtsein als Gift, Dreck und Abfall verankert werden kann. So wie Pille und Kondom durch viele christliche Kirchen als Mordinstrumente gebrandmarkt werden können. In Wahrheit sind Pille und Kondom Hilfsmittel, die uns allen Freiheit verschaffen. In Wahrheit ist CO2 der Stoff auf diesem Planeten, der uns alle am Leben erhält.

CO2 ist ein farbloses, geruchloses und für Mensch und Tier völlig ungiftiges Spurengas. Subjektiv gesehen kann uns seine Konzentration (solange ausreichend Sauerstoff in der Atemluft vorhanden ist) erst einmal völlig egal sein. Aber CO2 ist die grundlegende Nahrung für alle grünen Pflanzen auf dieser Erde, für alle Lebewesen also, die Photosynthese betreiben. Und von diesem pflanzlichen Leben hängt letztlich alles ab: Nahrung und Atemluft für uns. CO2 ist kein Müll, sondern das Molekül des Lebens. Es liegt kein Naturschutzgedanke darin, CO2 als Gift zu betrachten.

Nehmen wir nun ein natürlich entstandenes Feuchtgebiet, meinethalben einen Teich, mit Amphibien, Insekten, Vögeln, Fischen, diversen Pflanzen ober und unter Wasser. Diesem kleinen Ökosystem ist es zunächst völlig gleich, ob in China ein Sack Reis umfällt oder ein neues Kohlekraftwerk gebaut wird. Der CO2-Gehalt der Atmosphäre ist für das Überleben dieses kleinen Stückes Natur völlig unerheblich (solange ausreichend CO2 und ausreichend Sauerstoff vorhanden sind). Die Temperaturschwankungen sind, solange sie sich in dem Rahmen abspielen, in dem sie zwischen Morgens und mittags, zwischen Tag und Nacht, zwischen Sommer und Winter ohnehin schwanken, für dieses System in keiner Weise bedrohlich. In der Realität wird das Maß, in dem die Temperaturen an diesem Teich schwanken, ohnehin nicht durch das Kohlekraftwerk in China bestimmt, sondern durch die Fragen wie: Gibt es einen Wald in der Nähe oder einen Acker? Ist dort eine Straße, eine Brücke, ein Berg? Wie weit ist die nächste Siedlung, das nächste Haus entfernt? Und so weiter.

Naturschutz bedeutet, sich exakt diese Fragen zu stellen. Sich zu überlegen, was mit dem Teich passiert, falls in der Nähe eine Straße oder ein Haus gebaut werden, falls in der Nähe ein Wald gepflanzt oder gerodet wird, falls in der Nähe von Weidewirtschaft auf Ackerbau umgestellt oder gar eine Ackerfläche stillgelegt wird. Naturschutz bedeutet, sich darüber Gedanken zu machen, was passiert, wenn die Zahl an Rehen oder Wildschweinen, oder auch Kaninchen, Hasen und Wühlmäusen in der Nähe abnimmt oder zunimmt und was passiert, wenn diese dann in der Nähe des Teiches nach Nahrung suchen, dort trinken oder auch dieses in Zukunft unterlassen. Naturschutz bedeutet sich zu fragen, ob es Sinn macht, diesen Teich an genau der Stelle zu erhalten oder nicht, ob es Sinn macht, diesen Teich gegen Veränderungen zu schützen oder ob man vielleicht spezielle Fische aussetzt, spezielle Pflanzen ansiedelt. Alles sehr komplex, alles in jedem Einzelfall aber individuell und auf die lokale Situation zu beziehen und ständig neu zu überdenken.

Hier sieht man die Differenz zwischen Klimaschutz und Naturschutz:

  • Naturschutz steht für den Erhalt und ggf. auch die Neuschaffung natürlicher Lebensräume für Pflanze und Tier (und natürlich auch dafür, diese dem Menschen zugänglich zu machen, und sei es nur als Besucher und Beobachter).
  • Klimaschutz steht für den Schutz globaler zeitlicher und räumlicher Temperaturmittelwerte vor Veränderung und die Reduktion des CO2-Ausstoßes.

Ergo: Naturschutz ist eine lokale Strategie, Klimaschutz eine globale. Und beide Strategien haben völlig verschiedene inhaltliche Ausrichtungen.

Und daß damit der Klimaschutz zu Maßnahmen führt, die dem Naturschutz entgegenstehen, die bei konsequenter Durchführung Ökosysteme massiv gefährden, ist eine zwingende Folge dieser unterschiedlichen Ansätze…

Mythos Klimawandel? Der Fluch der Statistik am Beispiel Passivrauchen

Nein, Moderne Mythen werden nicht absichtlich, als Teil einer umfassenden Verschwörung, in die Welt gesetzt. Sie entstehen von selbst und breiten sich mit viraler Potenz in Gesellschaften aus. Zu den Antreibern, den Infektionsherden, zählen dabei natürlich Politiker, die sich auf diese Weise Wählerzuspruch sichern wollen, die Industrie, die auf diese Weise Märkte schafft und Bedürfnisse weckt, wo keine sind, und die Medien, die immer verzweifelter eigene Themen setzen müssen, um im Kampf um Aufmerksamkeit nicht unterzugehen.

Diese Gruppen bedienen sich alle einer besonderen Klientel von Zeitgenossen, nämlich gelangweilten Menschen, die sonst keine Aufgabe haben, und selbst den größten Mist als kreuzzugstauglich erachten. Es sind diese Mitglieder der Freizeitgesellschaft, die sich intensiv in Umwelt- und anderen Verbänden und Organisationen engagieren können und dadurch ehrenamtlich mit teils erheblichem Fanatismus ihre eigene Bußfertigkeit anderen aufzwingen können.

Es ist dabei ein wesentliches Merkmal Moderner Mythen, daß sie auf scheinbar gesicherter wissenschaftlicher Grundlage stehen, das macht sie ja in einer fortgeschrittenen Gesellschaft so attraktiv (religiös-esoterische Grundlagen sprechen heutzutage nur noch Minderheiten an, diese sind zwar lautstark, werden aber – anders als zu vorindustriellen Zeiten – nicht mehr wirklich als Instanzen akzeptiert).

Die scheinbare wissenschaftlich gesicherte Grundlage hat dabei immer zwei Merkmale:

1. einen logischen („dem gesunden Menschenverstand folgenden“) und offensichtlichen Wirkungszusammenhang

2. einen statistischen Beleg für das Auftreten dieses Wirkungszusammenhangs

Jede diese Bedingungen für sich genommen ist nur notwendig, hinreichend für einen Modernen Mythos ist immer das Auftreten beider Tatsachen.

Ein beliebtes Beispiel für Punkt 2 ist dabei die statistische Tatsache, daß in Gegenden mit mehr ansässigen Störchen auch mehr Kinder geboren werden. Da aber in diesem Fall der logische Zusammenhang fehlt, war nie das Potential für einen Modernen Mythos gegeben.

Das Standardbeispiel für Punkt 1 ist die Legende vom gefoulten Fußballspieler, der niemals selbst den Elfmeter treten sollte (denn er ist ja offensichtlich beeinträchtigt). Nun, in diesem Fall sagt die Statistik etwas völlig anderes, so daß wiederum kein wirkliches Mythenpotential entstanden ist.

Wie Moderne Mythen wirklich entstehen, läßt sich an einem Beispiel wunderbar erläutern: der mutmaßlichen Gesundheitsgefahr des Passivrauchens. Wer mit dem Rauchen aufhören schon mal wollte, weiss was wie meinen.

Im Jahr 2005 veröffentlichte das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg (DKFZ – eine scheinbar über jeden Zweifel erhabene Speerspitze der Anti-Raucher-Debatte) eine seitdem ständig zitierte Studie. Dieser Ausarbeitung zufolge sterben in Deutschland pro Jahr 3.301 Menschen an  den Folgen des Passivrauchens.

Interessante Aussage. Es sind also nicht 3.000 oder gar 4.000, es sind exakt 3.301 Personen. Das suggeriert, die Forscher hätten alle deutschen Leichen (so 800.000 bis 900.000 pro Jahr) detailliert untersucht (exhumiert, autopsiert, umfassende Interviews mit Freunden und Verwandten zu den Lebensumständen geführt), um die genaue Zahl zu ermitteln. 3.301 suggeriert dem unbefangenen Leser sogleich eine besondere wissenschaftliche Güte, eine besondere Exaktheit der Studie.

Das ist natürlich völliger Quatsch. Nein, in Wahrheit wurden lediglich eine Reihe statistischer Zusammenhänge a la „Störche und Geburtenrate“ geschickt miteinander verkoppelt.

So ist ja bekannt, daß Lungenkrebs häufig bei Rauchern auftritt. Es gibt sogar einen klaren, auch von mir nicht bezweifelten Wirkungszusammenhang zwischen den Inhaltsstoffen einer Zigarette und dem Lungenkrebs. Ja, Tabak kann Lungenkrebs auslösen, daran ist nicht zu zweifeln. Ja, eine einzige Zigarette kann Lungenkrebs auslösen (wenn auch mit sehr, sehr geringer Wahrscheinlichkeit).

Man muß allerdings konstatieren, daß Lungenkrebs eine eher seltene Krankheit ist. 90% der Raucher erkranken nicht an ihr.

Trotzdem wurden alle Lungenkrebsfälle bei Nichtrauchern in dieser Studie den Folgen des Passivrauchens zugewiesen. Obwohl man in der Wissenschaft mittlerweile weiß, daß auch andere Stoffe und nicht zuletzt genetische Dispositionen Lungenkrebs auslösen können.

Bei den Herz-Kreislauferkrankungen (eine breite Spanne von möglichen Diagnosen) geht das DKFZ in der Studie ähnlich vor, und gelangt zu dem fantastisch genauen Wert von 2.148 Todesfällen pro Jahr, bei denen die Herz-Kreislauferkrankung erstens die Todesursache und zweitens die Folge von Passivrauchen ist.

Was bleibt, ist die Tatsache, daß die 3.301 Todesfälle nicht mehr als eine metastatistische Angabe darstellen, ein grober Schätzwert, der lediglich auf vereinfachten Annahmen beruht, und dessen fehlende Fehlerangabe („3.301 +/- x“) deutlich darauf hinweist, daß hier nicht Wissenschaft, sondern politische Agitation den Kugelschreiber geführt hat.

Übrigens:

  • 2.108 (ca. 64%) der 3.301 Todesfälle in diesem Papier ereigneten sich nach dem 75. Lebensjahr.
  • Das statistische Bundesamt ermittelt für die Sterberate von Menschen im Alter zwischen 65 und 85 einen Wert von 53%.
  • Für die Passivraucher im Alter zwischen 65 und 85 ergibt die DKFZ-Studie ebenfalls eine Sterberate von 53%.

Ich könnte daraus locker folgern, daß Passivraucher offensichtlich nicht häufiger früher sterben, als die Gesamtbevölkerung und daß Passivrauchen damit völlig ungefährlich ist. Ich hoffe, Sie erkennen den Mechanismus: Dieselben Zahlen, ein anderer Blickwinkel -> ein völlig entgegengesetztes Resultat.

Man muß sich am Ende auch noch fragen, wie das DKFZ eigentlich einen Passivraucher definiert. Und das ist der Hammer:

„Ein Passivraucher ist jemand, der sich tagsüber oder abends häufiger in Räumen aufhält, in denen geraucht wird.“

Da lacht der Wissenschaftler und Laie sollte beginnen, sich zu wundern. Weder wird „häufiger“ definiert, noch die Größe der Räume (und deren Lüftungssituation), noch die Menge dessen, was da jeweils genau geraucht wird. Daß es sich hier nicht um exakte Wissenschaft handeln kann, sollte doch klar sein.

Aber es ist eben so bestechend einfach und logisch, was das DKFZ da schreibt. Rauchen ist irgendwie „gesundheitsgefährdend“ (was ist eigentlich die „Gesundheit“?), also ist es Passivrauchen auch.

Nun ja, mehrere hundert verschiedene Stoffe entstehen bei der Verbrennung von Tabak, diese verteilen sich in nicht berechenbarer Weise (Turbulenz, chaotische Strömungen) in einer Vielfalt möglicher Umgebungen. Sie werden eingeatmet, klar, aber in unterschiedlichsten Konzentrationen. Und dann wissen wir bei den meisten Inhaltsstoffen nicht mal genau, wie diese durch den Körper (der ebenfalls ein unglaublich komplexes Gebilde mit unglaublich komplexen Prozessen darstellt) aufgenommen und verarbeitet werden.

Die meisten der im Zigarettenrauch enthaltenen Gefahrstoffe sind übrigens bereits anderweitig erfaßt. Es handelt sich schlicht um chemische Verbindungen, für die Grenzwerte in der Arbeitsschutzverordnung, in der Gefahrgutverordnung und anderen gesetzlichen Regelwerken vorgegeben werden. Diese gesetzlichen Grenzwerte sind weitaus höher als die Konzentrationen, die in einer Kneipe mit rauchenden Gästen jemals erreicht werden könnten.

Die Welt ist komplex, ob Klima, ob Rauchen, ob alle möglichen anderen Prozesse. Diese Komplexität (und die dahintersteckende Dynamik der Vorgänge) können wir nicht erfassen. Deswegen lieben wir Moderne Mythen. Sie machen – scheinbar – Komplexität ganz einfach. Daß das nicht funktionieren kann, ohne die Realität grob zu verfälschen, sollte klar sein. Wir müssen lernen, Komplexität hinzunehmen und lernen, unsere Unwissenheit zu akzeptieren.

Und dies bedeutet, wann immer Sie auf eine Aussage treffen, die einerseits einfach und logisch erscheint, und andererseits statistisch belegt werden kann, seien Sie mehr als skeptisch: Es gibt keine Vorgänge in der Realität, die sich auf diese Weise erfassen lassen. Jede gegenteilige Aussage ist – einfach und kurz – eine Lüge, ein Moderner Mythos.

P.S.: Als Ergänzung hierzu noch die Aussage des wissenschaftlichen Dienstes des deutschen Bundestages aus dem Jahr 2006 (Dokumentation WF IX G – 147/06)

„Aus der Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes lässt sich die

Zahl von 3.300 jährlichen Todesfällen durch Passivrauchen bedingt nicht ableiten.

[…]

Festzuhalten bleibt, dass es sich bei den Berichten um Schätzungen und Hochrechnungen handelt. Valide statistische Daten stehen nicht zur Verfügung, da diese Todesursachen im Rahmen der amtlichen Statistik nicht erhoben werden.“

(Ausarbeitung WD 6 – 3000 – 175/06, Deutscher Bundestag, 2006)

Globale Erwärmung – Sind Aerosole für den globalen Temperaturanstieg verantwortlich?

Nach den Klimaflüchtlingen und den Hurrikans gibt es wieder eine Veröffentlichung, die die offiziellen IPCC-Modelle wenn nicht als fehlerhaft, so doch zumindest als grob ungenau erscheinen läßt.

Nachdem bereits im letzten Spektrum der Wissenschaft (4/07) ein längerer Artikel mit einer sehr kritischen Bestandsaufnahme über die Aussagekraft der durch das IPCC herangezogenen Computermodelle erschienen war, wird in der aktuellen Nummer (5/07) nachgelegt.

Aerosole sind ein bedeutender Klimafaktor, der durch das IPCC nicht hinreichend berücksichtigt wird.

Aerosole, also kleine Staubpartikel in der Luft, beeinflussen das Klima möglicherweise nicht nur lokal, sondern über ein globales Strömungssystem sogar weltweit. Insbesondere die Sahara als größte (im übrigen natürliche) Staubquelle des Planeten kann erhebliche Fernwirkung ausüben.

Aerosole wirken dabei eben nicht nur, wie durch das IPCC zwar akzeptiert aber nur unzureichend modelliert, in Bodennähe abkühlend, sondern in höheren Luftschichten erwärmend. Sie haben einen erheblichen Einfluß auf die Wolkenbildung (und damit auf den Strahlungshaushalt der Erde) und die Niederschläge.

Fazit der neuen Studie: Viele durch das IPCC als Hinweise auf die Apokalypse gewertete Indizien lassen sich zwanglos durch den Einfluß von Aerosolen erklären. Sie sind damit die Folge lokaler Klimaveränderungen und keinesfalls Indikatoren einer globalen Erwärmung. So kommen die Autoren in der Untersuchung unter anderem zu dem Schluß, daß der Saharastaub eine Erwärmung Sibiriens um bis zu 1° hervorrufen kann. Ebenfalls kann die Erwärmung in der Arktis auf  die induzierte verstärkte Wolkenbildung zurückgeführt werden. Die Autoren sprechen von einer Zunahme der Infrarot-Rückstrahlung durch die Wolken in dieser Region von 3,4 Watt/Quadratmeter, das ist in der Größenordnung des Wertes, den das IPCC als Folge der CO2-Zunahme angibt. Ach ja, verstärkte Monsunregen in Indien ergeben sich ebenfalls aus dem neuen Modell und sind also auch nicht zwangsläufige Vorboten des menschgemachten Weltuntergangs.

Der durch die Wirkung der Aerosole in Europa und Asien im neuen Modell hervorgerufene Trend ansteigender Temperaturen entspricht den Messungen. Viel Saharastaub, verstärkt durch anthropogene Luftverschmutzung, und die Temperaturen steigen. CO2 wird dabei nicht benötigt.

Forschung auf der Zugspitze – Deutschlands höchster Berg wird angebohrt

Die Zugspitze ist mit knapp 3.000 Metern Deutschlands höchster Berg. Doch auch (oder gerade) in diesen Höhen bleibt man vom Klimawandel nicht verschont. Schon seit einigen Jahren werden im Sommer großflächige Matten ausgelegt, um das Abschmelzen von Eis und Schnee zu vermindern.

Vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) wurde die Zugspitze nun zum Forschungsobjekt erklärt. Das LfU wird dabei bis zu 60 Meter tiefe Löcher in den Boden bohren. In diese Bohrungen werden anschließend Sensoren eingebaut, die über die nächsten 15 Jahre Veränderungen an den Permafrostböden erfassen sollen.

Ziel der Forscher ist es, Erkenntnisse über die Entwicklung des Permafrostbodens zu gewinnen. Denn auch in 3.000 Metern Höhe ist das wärmere Klima zu spüren und man vermutet nun, dass durch die höheren Temperaturen der
Boden langsam aber stetig auftaut.

Dies ist nur ein Teil des größeren EU-Projektes PERMANET, dass alpenweit Untersuchungen an den Permafrostböden sammelt.

Anthropogener Treibhauseffekt vs. Atmosphärischer Treibhauseffekt – Globale Erwärmung

Der Treibhauseffekt erhielt seinen Namen, als es den Effekt in Gewächshäusern zu beschreiben galt, bei dem dort die Temperaturen durch Sonneneinfall gegenüber der Außentemperatur deutlich ansteigen. Die heutige Definition des Begriffes wird weiter gefasst und spaltet sich in atmosphärischen Treibhauseffekt und anthropogenen Treibhauseffekt.

Wenn Sonnenstrahlen auf die Erde treffen, werden sie entweder absorbiert oder reflektiert. Die zurückreflektierte langwellige Strahlung wird in der Erdatmosphäre überwiegend absorbiert, während kurzwellige Strahlung zum Teil wieder ins Weltall abprallt. Von der Beschaffenheit der Atmosphäre hängt es ab, wie groß der Anteil dieser kurzwelligen entweichenden Strahlen ist. Auf der Venus gibt es beispielsweise eine sehr dichte Atmosphäre, sodass einfallende Sonnenstrahlen fast komplett absorbiert werden und somit sehr hohe Temperaturen herrschen. Man spricht hierbei von einem atmosphärischen Treibhauseffekt, den es auch ohne Einfluss des Menschen auf jedem Planeten mit einer Atmosphäre gibt.

Ist das Verhältnis von eingefangener Sonnenstrahlen-Energie zu dem Energieverlust der Erde (z.B. durch Wärmeabstrahlung) im Gleichgewicht, dann bleibt die globale Temperatur konstant. Durch den Eingriff des Mensch hat sich jedoch die Zusammensetzung der Erdatmosphäre verändert. Der höhere Anteil von Treibhausgasen (z.B. Kohlendioxid, Methan, FCKWs) sorgt dafür, dass mehr Sonnenstrahlen in der Atmosphäre bleiben und sich dadurch das Klima aufheizt. Dies wird als anthropogener (= vom Mensch geschaffener) Treibhauseffekt bezeichnet.

Der große Betrug mit der globalen Erwärmung – Der Klimaschwindel Dokumentarfilm

Am 11. Juni 2007 strahlte RTL den britischen Dokumentarfilm „The Great Global Warming Swindle“ in einer überarbeiteten Fassung unter dem deutschen Titel „Der Klimaschwindel“ aus. Kernaussage des Films war es, den Zusammenhang von globaler Erwärmung und den erhöhten Werten an Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphöre zu widerlegen.

Der anthropogene Treibhauseffekt wird außerdem als Produkt von Medien, Politik und Wirtschaft dargestellt, die gleichermaßen ein Interesse daran haben, aus dem Klimawandel mehr zu machen, als eigentlich dran ist.

Überall wo der Film ausgestrahlt, hagelte es im Anschluss heftige Kritik. Schwere Fehler, veraltete Graphiken, fahrlässige oder bewusste Missachtung bzw. Fehlinterpretation von Daten und das Herausstreichen von kritischen Fakten sind die wesentlichen Kritikpunkte. Insbesondere wird einhellig die Hauptaussage des Films als falsch bezeichnet.

So, genug der Vorrede. Wer den Dokumentarfilm damals nicht gesehen, hat, kann es hier nachholen. In voller Länge (75 Minuten) mit deutschen Untertiteln!

Weltweiter Treibhauseffekt – Welche Rolle spielen die CO2-Emissionen des Menschen?

Kohlenstoffdioxid (umgangssprachlich häufiger als Kohlendioxid bezeichnet) ist ein farb- und geruchsloses Gas mit der chemischen Formel CO2. Es ist auf der Erde ein Bestandteil der Luft mit einem Anteil von ca. 0,04%. Es entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Verbindungen wie z.B. Holz, Kohle, Gas oder Benzin. In der Natur wird CO2 durch Pflanzen im Rahmen der Photosynthese wieder abgebaut. Besondere Bedeutung hat Kohlendioxid heutzutage dadurch erlangt, dass es als einer der Verursacher des Treibhauseffekts gilt.

Die Krux an der Sache ist, dass ohne Kohlendioxid das Leben, so wie wir es heutzutage auf der Erde kennen, überhaupt nicht existieren würde. Sämtliche Treibhausgase (neben Kohlendioxid auch z.B. Methan oder Ozon) sorgen für eine Erwärmung der Erdoberfläche um ca. 30°C, wodurch man von einem natürlichen Treibhauseffekt spricht. Der Anteil von CO2 an diesem Phänomen beträgt nach Schätzungen zwischen 10 un 25 Prozent. Man kann sich leicht vorstellen, dass es bei einer durchschnittlichen Temperatur von -15°C auf der Erde keinen Siegeszug des Menschen an die Spitze der Evolution gegeben hätte.

Doch beginnend mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert begann der Mensch, fossile Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle zunehmend zu verheizen und somit immer mehr Treibhausgase (insbesondere CO2) zu produzieren. Pflanzen können die enormen Mengen an CO2 nicht abbauen und so verbleibt ein Großteil der vom Menschen produzierten Kohlendioxid-Mengen in der Atmosphäre. Damit erhöht sich auch der Treibhauseffekt.

Es gibt immer noch einige Vertreter der Klimaschwindel-Theorie, die vehement abstreiten, dass die erhöhten CO2-Werte in der Erdatmosphäre einen Einfluss auf das globale Klima haben. Doch die Mehrheit der Wissenschaftler ist davon überzeugt, dass der Mensch durch den Ausstoß der Treibhausgase einen großen Anteil an einenm un-natürlichen Treibhauseffekt hat, dem sogenannten anthropogenen Treibhauseffekt.

Wie man den in Gang gesetzten Klimawandel aufhalten oder zumindest mildern kann, darüber wird heftig debattiert. Sicher ist, dass zahlreiche Maßnahmen im Rahmen des Klimaschutz nötig sind, um dem von Menschenhand erzeugten Treibhauseffekt entgegenzusteuern.

Klimaveränderung in der Arktis – Klimaerwärmung bedroht grönländischen Eisschild

Die Arktis erstreckt sich rund um den geographischen Nordpol und umfasst Teile von Alaska, Grönland, Kanada, Lappland, Russland und Spitzbergen sowie das Nordpolarmeer. Bemessungsgrundlage ist dabei nicht ein spezifischer nördlicher Breitengrad. Stattedessen wird auf klimatische und vegetationgsgeographische Faktoren (z.B. die Baumgrenze) zurückgegriffen. Im Gegensatz zur Antarktis gibt es in der Arktis keinen eigenständigen Kontinent, sondern „nur“ eine ganze Menge Eis.

In den vergangen 50 Jahren ist die Eisfläche der Arktis messbar geschrumpft und dieser Trend führt sich durch die globale Erwärmung weiter fort. In aktuellen Modellen wird davon ausgegangen, dass sich die mittlere jährliche Ausdehnung der Meereseisfläche bis zum Jahr 2100 um bis zu 50% reduzieren könnte. Durch die geringere Fläche kommt es zu einer geringeren Abstrahlung der Sonnenstrahlen. Somit bleibt mehr Wärmeenergie in der Erdatmosphäre und die Klimaerwärmung wird zusätzlich unterstützt.

Steigt die Erdtemperatur weiter an und schmilzt genügend Eis ab, verliert der grönländische Eisschild einen wichtigen selbsterhaltenen Mechanismus (sogenannte Albedo-Rückkopplung). Ist dieser Punkt überschritten, ist das Abschmelzen des Eises nicht mehr aufzuhalten und das gesamte Eis würde wegschmelzen.

Dadurch entsteht ein globales Problem, da durch die enorme Masse des Eises der Meeresspiegel um mehrere Meter ansteigen würde. Küstenregionen und sogar ganze Inseln würden im Laufe des 21. Jahrhunderts vom Erdboden verschwinden. Da gerade an den Küsten überproportional viele Menschen leben, müssten Hunderte Millionen von Menschen umsiedeln. Doch damit nicht genug. Experten befürchten extreme Klimaveränderungen, wovon auch höher liegende Regionen betroffen wären. Sollte es zu einem Versiegen des Golfstroms kommen, ist davon ganz Europa betroffen und nicht nur Länder wie die Niederlande.

Wer also glaubt, die Klimaveränderung in der Arktis wäre ein lokales Phänomen, der täuscht sich gewaltig. Insbesondere wäre es ein Fehler, das Problem auszusitzen. Die Fehler von heute könnten sich möglicherweise in Zukunft nicht mehr ausbügeln lassen.

Wein in Schweden, Wüste in Spanien – Folgen der globalen Erwärmung für die Landwirtschaft in Europa

Wer versuchen würde, jemandem einen schwedischen Wein verkaufen zu wollen, der würde wohl bei den meisten Menschen nur Hohn, Spott und Gelächter als Reaktion bekommen. Doch in dem Land im Norden Europas, das bis vor Kurzem in Klischees nur mit ABBA und IKEA aufwarten konnte, haben nun die ersten Weinbauern erfolgreich ihre Weinstöcke angebaut. Vor ein paar Jahrzehnten wäre dies undenkbar gewesen, da es dafür zu kalt gewesen wäre.

Leider ist dies eine Seite der Medaille des Verschiebens der Vegetationszonen nach Norden. Während man in kühleren und gemäßigten Regionen sich über eine Verbesserung der Anbaubedingungen freuen kann, leidet man in subtropischen und tropischen Regionen. In Mittel- und Südeuropa ächzt man unter den erhöhten Temperaturen und geringeren Niederschlägen. Ernteausfälle in Milliardenhöhe trotz verbesserter Technologie oder sogar Verlust von Anbaugebieten durch Desertifikation sind die Folge.

Zu früh darf man sich in Nordeuropa jedoch auch nicht freuen, denn bei gravierenden Klimaveränderungen könnten sich die heute gespürten Vorteile schon bald ins Gegenteil umdrehen. Insgesamt ist mit einer negativen Bilanz der Nahrungsmittelproduktion auszugehen, wodurch insbesondere in Kombination mit steigenden Bevölkerungszahlen Gefahren für den europäischen Wohlstand entstehen. Hunger oder Engpässe bei der Nahrungsmittelversorgung nicht nur in der 3. Welt, sondern auch in Europa? Ein Horrorszenario, das man lieber nicht in der Realität sehen möchte.