Entstehen durch Klimawandel mehr Wirbelstürme? Ursache von Hurrikan Anstieg

Über das Korallensterben und den Zusammenhang mit der globalen Erwärmung, hatten wir Ende letzten Jahres berichtet.

Viel diskutiert ist aber auch der Zusammenhang von Wirbelstürmen bzw. Hurrikans, die pünktlich jedes Jahr zur Hurrikan Saison wieder auflebt. Bewiesen ist genau dieser Zusammenhang zwar noch nicht, doch Forscher haben nun herausgefunden, dass Korallen die Geschichte von Hurrikans erzählen. Der durch den Austoß von Treibhausgasen verursachte Klimawandel steht im Verdacht für die steigende Zahl und Intensität tropischer Wirbelstürme verantwortlich zu sein. Dieser Argumentation liegt ein simples physikalisches Phänomen zugrunde: wenn die Wassertemperatur an der Meeresoberfläche steigt, werden die Hurrikane mit mehr Energie versorgt und legen an Zerstörungskraft zu.

Zumindest die Skeptiker sollten nun überzeugt sein, dass ein Einfluss des Menschen auf die Zahl der Wirbelstürme identifizierbar ist. Allerdings muss man korrekterweise zugeben, dass der Einfluss des Menschen weiterhin nicht quantifizierbar ist.

Neue Klimastudie: Ostsee erwärmt sich um mehrere Grad – Klimawandel Deutschland

Nach einer Studie des Instituts für Küstenforschung am GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht (Schleswig-Holstein) könnte sich die Wassertemperatur der Ostsee bis 2100 um bis zu vier Grad erwärmen. Diese Schlüsse zogen die Wissenschaftler aus der überdurchschnittlich gestiegenen Erwärmung der Ostseeregion im vergangenen Jahrhundert. Dieser Trend soll sich im 21. Jahrhundert noch deutlich beschleunigen.

In einem Nachfolgebericht zum Weltklima-Report des IPCC wurden diese Ergebnisse nun veröffentlicht. Das Paper mit dem Titel „Assessment of Climate Change for the Baltic Sea Basin“ dokumentiert den Klimawandel in der Ostsee und ist vom Detailgrad vergleichbar mit dem Bericht des Weltklimarats. Die beschriebene Erwärmung der Ostsee hätte gravierende Folgen für das gesamte Ökosystem.

Flora und Fauna der Ostsee würden sich durch mildere Winter, trockenere Sommmer sowie einen geringeren Salzgehalt des Wassers radikal ändern. Auch oberhalb des Wasserspiegels könnten die Temperaturen um 4-5 Grad ansteigen, wodurch ebenfalls massive Änderungen vorprogrammiert wären.

Klimawandel schadet den Ärmsten – Ernteausfälle bedrohen Entwicklungsländer

Der Klimawandel wird bereits in den kommenden Jahren für geringere Ernteerträge weltweit sorgen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Stanford in Kalifornien unter der Leitung von David Lobell. Demnach werden besonders die ärmsten Länder der Erde in den nächsten 20 Jahren unter Nahrungsknappheit leiden.

Das Ergebnis der Studie basiert auf 20 unterschiedlichen Klima-Prognosen für das Jahr 2030 mit dem Fokus auf besonders verarmte Regionen. Der Einfluss veränderter klimatischer Bedingungen auf die verschiedenen Anbaupflanzen war zentraler Punkt der Untersuchung.

Nutzpflanzen wurden aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegenüber geänderten Witterungsbedingungen in drei Klassen unterteilt:

  • Klasse Eins umfasst alle Pflanzen mit hoher Temperaturempfindlichkeit. Die Erderwärmung bedroht demnach Weizen und Mais aus Anbaugebieten in Südafrika sowie Reis aus Südasien.
  • Klasse Zwei beinhaltet Pflanzen, welche auf veränderte Niederschlagsmengen empfindlich reagieren, wie beispielsweise Hirse im Süden Afrikas oder Erdnüsse in Südasien.
  • Pflanzen der dritten Klasse hingegen zeigen sich weitgehend unempfindlich gegenüber Klimaschwankungen, wie Weizen in West Asien und Maniok in West Afrika.

In den betroffenen Gebieten resultieren die geringeren Ernteerträge der Bevölkerung nicht nur in Nahrungsmittelknappheit, sondern auch an in Kaufkraftverlust. Bislang wurde ein Teil der Erträge meist gewinnbringend veräußert, um andere lebensnotwendige Waren kaufen zu können.

Um der drohenden Katastrophe noch einigermaßen Herr zu werden, muss schnellstmöglich gehandelt werden

Zum einen müssten Bauern und Bevölkerung technisch unterstützt werden, um beispielsweise mittels Düngern oder Bewässerungssystemen die Ernteerträge zu steigern. Eine weitere Möglichkeit wäre das Anpassen an die geänderten klimatischen Bedingungen durch Wahl einer anderen Anbaupflanze. So wäre Hirse beispielsweise wärmeunempfindlicher als Mais und für manche Regionen zukünftig die richtige Wahl.

Die Studie ist im US-Fachjournal „Science“ (Bd. 319, S. 607) erschienen.

Klimawandel Tipping Points: Forscher identifizieren neun kritische Klima Krisenzonen der Zukunft

Im Jahre 2000 erschien das Buch „Tipping Point – Wie kleine Dinge Großes bewirken können“ von Malcolm Gladwell und machte den Begriff Tipping Point populär. Das in dem Buch beschriebene Phänomen, dass kleine Dinge riesige Folgen haben können – bekommt nun auch im Zuge des Klimawandels eine neue Bedeutung.

Die als Tipping Points bezeichneten kritischen Stellen auf der Welt, an denen das Klima schlagartig umschlagen könnte, wurden nun erstmals von einem Forscherteam benannt. An diesen kristischen Stellen unserer Erde sollen schon winzige Veränderungen ausreichen, um global einen unabsehbaren, unumkehrbaren Klimawandel auszulösen.

Insgesamt wurden neben den „üblichen Verdächtigen“ wie das Arktis- und das Grönlandeis, sowie den Amazonaswäldern auch sechs weitere Problemzonen unseres globalen Klimasystems identifiziert.

  1. Meereis der Arktis
  2. Grönländisches Eisschild
  3. Borealwälder im Norden der Erde
  4. Regenwald im Amazonas
  5. Wüste Sahara
  6. Trockene Sahelzone
  7. Klimaphänom El Nino
  8. Indischer Sommer Monsun
  9. Wasserkreislauf im Atlantik

Zusammengetragen wurden die neun akuten Tipping Points unseres Weltklimas von Klimaforschern aus Potsdam und Großbritannien. Dieses Team wertete die Ergebnisse eines Workshops mit weltweit führenden Klimaforschern, eine groß angelegte Befragung von 52 Experten sowie wissenschaftliche Veröffentlichungen zum Thema aus und leiteten so ihre Hypothesen ab.

Stellt sich letztlich die Frage, ob wir den „Point of no return“ schon erreicht haben, oder ob wir tatsächlich noch eine Chance in der Bekämpfung der globalen Erwärmung haben.

Waldsterben in China – Kältester Winter seit 50 Jahren zerstört Baumbestände

Dass nicht nur Feuer den Wäldern zur Gefahr werden kann, lässt sich zurzeit eindrucksvoll in China beobachten. Durch den anhaltenden Frost und die andauernden Schneefälle sind mittlerweile zehn Prozent der chinesischen Waldflächen zerstört worden. 17 Millionen Hektar sind diesem Winter bisher zum Opfer gefallen, das entspricht mengenmäßig etwa 50 Prozent der jährlich durch Abholzung und Brandrodung zerstörten Wälder weltweit .

Besonders betroffen sind die östlichen und südlichen Regionen Chinas, wo die Vegetation nicht für derartig kalte Wetterverhältnisse angepasst ist. Im Süden mit dem normalerweise eher milden Klima droht ein Verlust an Waldbestand von bis zu 90 Prozent.

Das in China durchgeführte Aufforstungsprogramm zur Vorbeugung von Wüstenbildung wird die nächsten Jahre vor neue Herausforderungen gestellt werden. Sonst drohen wertvolle fruchtbare Regionen schnell zu erodieren.

Wassermangel könnte globale Energiekrise verursachen – Stromerzeugung ohne Wasser kaum möglich

Kaum jemand diskutiert aktuell über die Verkettung des zunehmenden Wassermangel auf unserer Erde, der zu einer ernsten Gefahr für die weltweite Energieversorgung werden kann. Dies wollen nun aber Forscher aus den USA ändern, indem sie nach Auswegen aus dem Teufelskreis der doppelten Versorgungskrise suchen.

Was bei dieser Entwicklung des zunehmenden Wassermangels in Kombination mit der Abhängigkeit der Energieerzeugung von der Verfügbarkeit von Wasser besonders fatal ist, ist eine gefährliche Rückkopplung: Wasser wird nicht nur zur Erzeugung von Strom gebraucht, sondern eben auch Strom um Frischwasser zu gewinnen… der Teufelskreis beginnt. Sobald Wasser nicht mehr ausreichend zur Verfügung steht, kann auch nur noch weniger für die Stromerzeugung abgezweigt werden. Um die Wasserknappheit zu bekämpfen, muss nun aber immer mehr Energie in die Wasserversorgung gesteckt werden – etwa für den Wassertransport in austrocknende Gebiete.

Doch wie kann man aus diesem Teufelskreis entkommen? Ist unser System aktuell überhaupt dazu fähig?

Einschlägige Meinung der Experten ist, dass man in Zukunft sparsamere mit den Ressourcen umgehen muss und diese auch effizienter nutzt.

Artensterben Antarktis: Schlagartige Vermehrung von Krabben bedroht Unterwasserwelt der Antarktis

Die Flora und Fauna der kalten Gewässer der Antarktis waren Jahrmillionen von fremden Tierarten und Räubern frei, da diese warme Gewässer bevorzugten. Durch die globale Erwärmung droht diese größtenteils noch heile Welt von Eindringlingen überrannt zu werden: Die Invasion der Krabben hat in der Antarktis begonnen!

Die Königskrabben könnten aber nur der Anfang vom Ende der Tier- und Pflanzenwelt des antarktischen Meeres sein: Meeresbiologen vermuten, dass selbst Haie sich eines Tages in die nahrungsreichen Gewässer der Antarktis ansiedeln könnten.

Klimawandel Folgen: Totaler Zusammenbruch der marinen Ökosysteme – Zusammenbruch der Fischbestände

Die Uno und ihr Umweltprogramm Unep veröffentlichen einen dramatischen Bericht über die Folgen des Klimawandels und die Auswirkungen auf die maritimen Ökosysteme unserer Erde. Die ohnehin schon stark geschrumpften Fischbestände der Weltmeere sind durch Überfischung stark bedroht. Der Klimawandel soll diese Situation aber signifikant verschlimmern. Die Autoren der Studie warnen vor einem totalen Zusammenbruch der weltweiten Fischbestände.

Wenn man sich vor Augen führt, dass Fisch zur wichtigsten Nahrungsquelle der Menschheit zählt – 2,6 Milliarden Menschen weltweit ernähren sich hauptsächlich von Fisch – dann sollten die Ergebnisse der Uno Studio umso alamierender sein! Christian Nellemann vom Uno-Umweltprogramm Unep bringt es auf den Punkt: „Wir befürchten in absehbarer Zukunft einen völligen Zusammenbruch der Fischbestände in den wichtigsten Fischfangzonen ohne Chance auf Erholung.“

Auswirkungen des Klimawandels auf die Tourismus Branche – Studie von Deutsche Bank Research

Während man sich derzeit in Hannover auf der CeBit mit dem Thema Green IT hauptsächlich mit dem Klimaschutz befasst, zählen bei der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin die Folgen des Klimawandels auf die Tourismusindustrie zu den Hauptthemen.

Unter dem Titel „Klimawandel und Tourismus – Wohin geht die Reise“ wurde heute im Rahmen der ITB von Deutsche Bank Research eine Studie veröffentlicht, die sich mit den unterschiedlichen Auswirkungen des Klimawandels auf die Tourismus Branche beschäftigt. Die Nachfrage nach Reisen und Urlaub wird sich nicht grundlegend ändern, jedoch werden sich durch klimatische und regulatorische Änderungen erhebliche regionale und saisonale Verschiebungen in der Nachfrage ergeben.

Hier die Zusammenfassung der 31-seitigen Studie:

Neue Herausforderung Klimawandel:
Der Klimawandel bedeutet für die globale Tourismusindustrie mehr Risiken als Chancen. Die regionalen und saisonalen Touristenströme werden sich verschieben; daher gibt es Gewinner und Verlierer. Unbestritten bleibt allerdings, dass die Tourismusindustrie trotz der Herausforderung Klimawandel weiterhin eine Wachstumsbranche ist.Mittelmeeranrainer besonders betroffen:
In Europa werden die Mittelmeeranrainer besonders unter dem Klimawandel leiden. Höhere Temperaturen und Wassermangel können in der Hauptreisezeit Touristen abschrecken. Dies gilt vor allem für die Länder am östlichen Mittelmeer. Gewinnen können dagegen die Benelux-Länder, Dänemark, Deutschland und die baltischen Staaten. Frankreich und Italien sind aufgrund ihrer diversifizierten Tourismusstruktur leicht begünstigt. Unsere Ergebnisse beruhen auf einem detaillierten Scoring-Modell.Arme Länder auf Verlierseite:
Außerhalb Europas werden die meisten Länder unter dem Klimawandel leiden, wenngleich unterschiedlich stark. Gerade für die ärmeren Staaten in unserer Untersuchung, die große Hoffnungen auf den Tourismus als Entwicklungsmotor setzen, bedeutet der Klimawandel in erster Linie Lasten. Mit Kanada, Neuseeland sowie den USA gibt es nur noch drei weitere Länder außerhalb Europas, deren Tourismusindustrie auf der Gewinnerseite steht.

Hohe wirtschaftliche Abhängigkeit verschärft Problematik:
Besonders gravierend wirken sich negative Klimaeffekte immer dann aus, wenn der klimasensible Tourismus ein großes wirtschaftliches Gewicht hat: In Europa gilt dies für Malta, Zypern, Spanien, Österreich und Griechenland. In der Karibik sind z.B. die Bahamas und Jamaika überproportional betroffen; in Asien Thailand und Malaysia und in Afrika Tunesien und Marokko. Besonders abhängig vom Tourismus sind die Inselstaaten im Südpazifik und im Indischen Ozean. Bleiben hier die Touristen aus, sind die wirtschaftlichen Einbußen besonders gravierend.


Quelle: Deutsche Bank Research

 

Die gesamte Studie kann man sich hier auf der Webseite von Deutsche Bank Research ansehen und herunterladen.

Klimawandel in Deutschland – Der Klimawandel bedroht Fischbestände in Nord- und Ostsee

Den Fischen vor Deutschlands Küsten geht die Luft aus. Diese Erkenntnis resultiert aus einer aktuellen Studie von Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven. Das Ergebnis zeigt einen nachweisbaren Zusammenhang zwischen steigender Wassertemperatur und dem Rückgang der Fischbestände.

Die durch den Treibhauseffekt steigende Wassertemperatur beeinträchtigt die Sauerstoffzufuhr der Fische erheblich, besonders in den Sommermonaten gilt das Überleben von vielen Fischarten deshalb als sehr gefährdet. Bereits ab 17 Grad Celsius Wassertemperatur konnte ein verringertes Wachstum und eine erhöhte Sterblichkeit festgestellt werden.

Die Folge ist ein Abwandern der Fischbestände, weg von der Deutschen Küste, hinauf in nördlichere, kältere Gewässer. Beliebte Speisefische wie Hering oder Kabeljau werden somit immer seltener in Deutschen Gewässern anzutreffen sein.