Kann Schwefel den Klimawandel bremsen?

Die Erderwärmung hat in den vergangenen Jahrzehnten nicht so stark zu genommen, wie es die Berechnungen von Wissenschaftlern und Experten vermuten ließen. Zwar enthält die Atmosphäre immer mehr Kohlendioxid, aber die Temperaturen sind seit dem Jahr 2008 nicht gestiegen. Die Abgase aus den chinesischen Kohlekraftwerken spielen dabei eine besondere Rolle. Laut Forschern soll der Schwefel, der bei der Verbrennung der schmutzigen Kohle in China entsteht, dafür sorgen, dass der Treibhauseffekt gebremst wird.

Schwefel gegen Treibhausgase

Ausgerechnet das Schwellenland China, einer der größten Umweltsünder der Welt, hat das Klima abgekühlt. Die durch die Verbrennung von Kohle erzeugten Schwefelemissionen sind für die mysteriöse Paus im Klimawandel verantwortlich. Die globalen Durchschnittstemperaturen blieben zwischen 1998 und 2008 fast unverändert gleich. Doch der vom Menschen zu verursachte Treibhausgas-Ausstoß nahm in diesem Zeitraum sogar weiter zu. Für viele Wissenschaftler ist dieser scheinbare Widerspruch ein Grund dafür, warum die Öffentlichkeit dem Klimawandel immer mehr mit großer Skepsis gegenübersteht.

Dabei sind für Forscher drei Faktoren entscheiden, die den zeitweise Stillstand der weltweiten Erderwärmung ausgelöst haben:

1. Hoher Schwefelgas-Ausstoß durch die überproporional große Steigerung der Kohleverbrennung in China
2. Verringerung der Sonneneinstrahlung auf die Erde durch eine geringere solare Aktivität.
3. Abkühlende Wirkung durch den La-Niña-Effekt im Pazifik

Chinas Energiehunger

Chinas steigendes Wirtschaftswachstum sorgt für den enorm gestiegenen Energiehunger des Landes. Vor allem der Verbrauch von fossilen Brennstoffen ist Umweltschützern ein Dorn im Auge. Eine aktuelle Analyse von Klimaforschern ergab, dass China in den Jahren 2003 bis 2007 seinen Kohleverbrauch verdoppelt hat, wohingegen diese Verdoppelung von 1980 bis 2002 noch ganze 22 Jahre gedauert hat.

Durch die Verbrennung von Kohle werden nicht nur Treibhausgase wie Kohlendioxid freigesetzt, sondern es entstehen auch Schwefelgase, die derzeit so abkühlend auf die Atmosphäre zu wirken scheinen. Die winzigen Schwebeteilchen sorgen dafür, dass das einfallende Sonnenlicht ins Weltall zurückgeworfen wird.

Es sind auch zwei natürliche Klimafaktoren für die Verlangsammerung der Erderwärmung auszumachen. Die in einem Zyklus von elf Jahren schwankende Sonnenaktivität hat ab 2002 nachgelassen. Dadurch lieferte die Sonne 0,18 W/m2 weniger Strahlungsenergie als zuvor. Verstärkt wurde dieser Trend durch eine regionale Abkühlung über dem Pazifik, durch den sogenannten La-Niña-Effekt.

Dennoch ist keine Entwarnung zu geben. Der Klimawandel ist in vollem Gange und wenn die Sonne ihre solare Pause eines Tages wieder beendet und China weiterhin ohne Skrupel zur Umweltverschmutzung beiträgt, könnte der Erde eine Periode von besonders schneller Erwärmung bevorstehen.

Ist der Klimawandel Ursache für das Wetter-Phänomen der Leuchtwolken?

In den nächsten Wochen können Nachtschwärmer Zeuge eins ganz besonders seltenen Naturschauspiels am Himmel werden: Mit etwas Glück kann man an einer sternklaren Nacht leuchtende Wolken beobachten.

Besonders in den späten Abend- und frühen Morgenstunden und unter Vorausstzung einer sternklaren Nacht, kann man sich die nachtleuchtenden Woken ansehen. Das Phänomen dieser besonderen Wolkenart – auch „noctilucent clouds“ genannt – kommt in unseren Breitengraden allerdings nur im Sommer vor.

Leuchtende Wolken durch angeleuchtete Eiskristalle

Die Wolken bilden sich in einer Höhe von etwa 85 Kilometern und damit weit über der normalen Wolkendecke. Dadurch befinden sie sich so weit oben in der Atmosphäre, dass sie die Eiskristalle in den Wolkengebilden die ganze Nacht von der Sonne angeleuchtet werden. Normale Wolken befinden sich in Deutschland auf einer Höhe von bis zu zwölf Kilometern, wohingegen sich die leuchtenden Wolken fast an der Grenze zum Weltraum befinden. Uns erscheinen daraufhin die leuchtenden Wolken.

Klimawandel gilt als Ursache für Wolken-Phänomen

Zum ersten Mal wurden nachtleuchtende Wolken schon im Jahr 1885 dokumentiert. Mittlerweile sind sie häufiger zu sehen als noch vor 20 Jahren. Deswegen vermuten einige Meteorologen und Forscher, dass das Phänomen der Leuchtwolken mit dem Klimawandel zusammenhängt. Der in den vergangenen Jahren gestiegende Methangehalt in der Atmosphäre könnte ein Grund dafür sein. Ein anderer könnte auch die durch den Klimawandel verursachte Abkühlung der sogenannten Mesosphäre in 85 Kilometern Höhe sein.

In ganz Deuschland sollen von Sonntag auf Montag die Wolken auflockern, so dass Nachtschwärmer das Phänomen der Leuchtwolken in einem Zeitraum um Mitternacht und in den frühen Morgenstunden sehen können!

Neuwagen Öko-Label: Kennzeichen für umweltfreundliche Autos ab Herbst 2011

Am 8. Juli 2011 hat der Bundesrat der Einführung einer farblichen Effizienzskala für Neuwagen (unterteilt in grün, gelb, rot und in 7 Energie-Effizienzstufen von „A“ bis „G“) zugestimmt. Allerdings nur mit Auflagen und das zu Recht. Die Eckdaten zur Einteilung von Neuwagen nach Effizienzstufen hat die am 3. Mai 2011 gegründete Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) vorgelegt – eine aus Autoindustrie, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammengesetzte Gruppe. Trotz massiver Kritik an der Effizienzskala von Umweltverbänden, sie lasse große und schwere Neuwagen viel zu gut abschneiden, werden Neuwagen in Deutschland ab Herbst 2011 mit Öko-Label nach Modell des Bundeswirtschaftsministeriums verkauft. Geführt wird die Verordnung unter dem Namen „Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung“ Pkw-EnVKV und gibt Auskunft darüber, wie effizient ein Neuwagen im Verhältnis zu seiner Masse und zum gesamten Automarkt aller in 2008 zugelassenen Neuwagen ist.

Grundsätzlich ist das Neuwagen Öko-Label zu begrüßen, denn es soll die Autokäufer besser, weil einheitlich und auf einen Blick erkennbar, darüber informieren, wie effizient / umweltverträglich das neue Auto ist. Wie das? Nach Vorbild der farblichen Energieeffizienzstufen von Elektro- und Haushaltsgeräten ist auch die Farbskala für Neuwagen in Effizienzstufen eingeteilt. Das „A“ kennzeichnet Neuwagen, die sehr gute Verbrauchs- und CO2-Werte haben. Das Öko-Label reicht bis „G“, was für einen hohen Verbrauch und schlechte CO2-Werte von Neuwagen steht. Denkt man im ersten Moment und so sollte es auch sein.

Aber es gibt Kritik am Neuwagen Öko-Label, seit es vor knapp einem Jahr von der Bundesregierung vorgestellt wurde. Der Grund für die Kritik an der Effizienzskala ist schnell gefunden: Große und schwere Autos wie SUVs und Geländewagen schneiden im Vergleich zu Kleinst- und Kleinwagen viel zu gut ab. Und das obwohl sie einen höheren Verbrauch und damit schlechtere CO2-Werte haben. Denn die Energieeffizienz der Neuwagen wird zusätzlich zur CO2-Emission auf Basis des Gewichts der Neuzulassung von 2008 berechnet. Die Folge: Das SUV Audi Q7 mit 195 g/km CO2-Emission würde auf dem Öko-Label ein grünes „B“ bekommen, ein Kleinstwagen wie der Toyota Aygo mit 106 g/km CO2-Emission würde auf der Effizienzskala für Neuwagen mit einem gelben „D“ abscheiden.

VW Tiguan 2011

Doch auch die SUVs werden effizienter gebaut. Allen voran das neue VW SUV Tiguan. Verkaufsstart für die neue Version des beliebtesten SUVs in Deutschland war im Juni 2011. Den Vorwurf Spritfresser muss der neue Tiguan 2.0 TDI BlueMotion mit 5,3 Litern Verbrauch auf 100 Kilometer, was einem kombinierten CO2-Wert von 139 g/km entspricht, auch nicht mehr auf sich sitzen lassen. Selbst die Allradversion mit 103 kW (140 PS) bringt es auf einen kombinierten Verbrauch von 5,8 l/100 km. Nicht wesentlich schlechter schneidet das neue Audi SUV Q3 ab. Das Kompakt-SUV ist erst seit kurzem auf dem Markt und macht dem Tiguan ordentlich Konkurrenz, auch was den Verbrauch und CO2-Wert betrifft. Den besten Wert auf der Neuwagen Öko-Skala wird der Audi Q3 2.0 TDI mit 103 kW (140 PS) und 5,2 l/100 km Verbrauch bzw. 138 g/km CO2-Emission erreichen. Rekuperationssystem (System zur Rückgewinnung von Bremsenergie) und Start-Stopp-System sind serienmäßig an Bord und sorgen für die positiven Verbrauchswerte.

Das jüngste Audi SUV Q3 oder das VW SUV Tiguan folgen dem Wunsch der Autokäufer nach einem kleineren und damit sparsameren Kompakt-SUV. Insbesondere durch Leichtbauweise und Motoren-Downsizing werden SUVs effizienter. Am Beispiel Ford Focus zeigt sich, dass Konkurrenten aus der Kompaktklasse trotz sparsamer EcoBoost Benzinmotoren, serienmäßiger Spritspartechnologie wie Start-Stopp-Automatik, Bremsenergierückgewinnung und Schaltempfehlungen (noch) nicht mitkommen. Der Ford Focus mit 1,6-l-EcoBoost-Benzinmotor, 110 kW (150 PS) Leistung und 6-Gang-Schaltgetriebe zum Beispiel hat einen kombinierten Verbrauch von 6,0 l/100 km und kommt auf einen CO2-Wert von 139 g/km.

Weil „die bei der Berechnung der Effizienzklasse zu berücksichtigende Masse der Fahrzeuge zu verzerrten Darstellungen und damit Verwirrung der Verbraucher führen kann“, hat der der Bundesrat dem Öko-Label für Neuwagen nur mit Vorbehalt für die nächsten drei Jahre und in Zusammenhang mit Auflagen zugestimmt. So sollen in Zukunft auch Kriterien wie der Nutzwert des Autos (hier ist zum Beispiel die Anzahl der Sitzplätze gemeint) berücksichtigt werden. Für den Bundesrat ist klar: „Dass zum Beispiel schwere Geländewagen unter Umständen einer besseren CO2-Effizienzklasse zuzuweisen sind als Kleinwagen, könne dauerhaft nicht zur Akzeptanz der Verbrauchskennzeichnung beitragen“.

Neues Waldgesetz in Brasilien vereinfacht Rodung des Urwaldes

Die Rodung des brasilianischen Regenwaldes wird unaufhaltsam fortgesetzt. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurde bereits eine Waldfäche von 900 Quadratkilometern vernichtet – das entspricht der Größe Berlins. In dem fruchtbaren Amazonasgebiet grasen nun Rinder oder es werden riesige Felder für Soja- und Zuckerrohrpflanzen bestellt. Die geschädigte Fläche hat sich damit seit 2010 wieder verdoppelt, nachdem seit 2004 die Einschlagrate stetig gesunken ist. Für Umweltschützer ist dies eine Katastrophe ungeahnten Ausmasses.

Doch anstatt bei dieser unkontrollierten Rodung der tropischen Wälder einzugreifen, erleichtert Brasiliens Politik das ungeheuerliche Vorgehen noch mit einer neuen Gesetzgebung. Das neue Waldgesetz wurde erst vor kurzem mit 410 zu 63 Stimmen im Abgeordnetenhaus verabschiedet. Das offensichtliche Bekenntnis hin zur Agrarindustrie soll dafür sorgen, die USA als größten Lebensmitelexpoteur der Welt zu überholen.

Die Agrarflächen des Südamerikanischen Staates sind in den letzten 10 Jahren um weit mehr als 20 Prozent ausgeweitet worden. Das ermöglicht Brasilien unter anderem die Steigerung des Getreideernte auf 160 Millionen Tonnen jährlich. In den 1970er Jahren waren es durchschnittlich noch etwa 20 Millionen Tonnen pro Jahr. Für die Bauern des Landes bedeutet das aber auch, dass Sie ständig neue Böden erschließen müssen, damit die Erträge pro Hektar die Produktionssteigerung auch decken.

Hier kommt das neue Waldgesetz ins Spiel. Die brasilianischen Politiker haben sich gedacht, dass Brasilien schließlich groß genug ist, um die Produktionssteigerung bewerkstelligen zu können. Bis Dato waren die Großgrundbesitzer des bewaldeten Amazonasgebietes verpflichtet, 80 Porzent des natürlichen Baumbestandes zu erhalten, wenn diese Fläche auf 50 Prozent verkleinert wird. Aus diesen Bestimmungen fallen nur Farmen mit bis zu 440 Hektar raus, die dann vollständig gerodet werden dürfen. An den Flüssen entlang wird der sogenannte Schutzgürtel von 30 Meter auf 15 Meter halbiert. Das hat zur Folge, dass im weltweit größten Flusseinzugsbebiet verstärkt Pestizide und Erdreich in die Wasserläufte geschwemmt werden. Und nicht zu vergessen ist, das illegalen Rodern sogar Amnestie verstprochen wird.

Zwar hat das neue Waldgesetz noch nicht den Senat passiert, und Präsidentin Dilma Rousseff hat ihr Veto gegen die Amnestie angekündigt. Doch es scheint als ob Brasilien, begeistert vom Aufstieg zur fünftgrößten Wirtschaftsmacht der Welt, stärker denn je auf ein Entwicklungsmodell setzt, in dem für Umweltbelange kein Platz ist.
Dem Bau eines gigantischen Wasserkraftwerks am Fluss Xingu hat die brasilianische Regierung trotz zahlreicher Klagen und Bedenken von Wissenschaftlern bereits zugestimmt. Der 17 Milliarden Dollar teure Staudamm, an dessen Bau auch deutsche Firmen beteiligt sind, wäre der drittgrößte der Welt: Mehr als 500 Quadratkilometer Regenwald würden überflutet und das indigene Volk der Kajapó vertrieben.

Brasilien will den Aufstieg zu einem der größten Exporteure mit allen Mitteln vorantreiben. Dabei wird nicht nur keine Rücksicht auf die Umwelt genommen, sondern es wird auch harsch gegen deren Beschützer vorgeganen. Es kommt schon mal vor, dass Aktivisten im Amazonasgebiet verschwinden und umgebracht werden. Der Landkonflikt hat in Brasilien bisher mehr als 200 Menschen das Leben gekostet. Und die sogenannte Agrarmafia hat noch weitere Personen auf ihrer Abschussliste stehen.

Bisher ist bereits mehr als ein Drittel des Waldgebietes zu Schaden gekommen. Und der Konflikt um den erhalt des Amazonaswaldes nimmt so schnell kein Ende.

Bedroht der Klimawandel den Weltfrieden?

Der Klimawandel stellt sich nicht nur als Gefahr der allerhöchsten Stufe für die Umwelt dar, sondern gefährdet auch den internationalen Frieden. Zu dieser Erkenntnis ist der UN-Sicherheitsrat nach zähen Verhandlungen gekommen. Damit einigten sich die rund 15 Staaten auf eine von Deutschland vorgelegte Erklärung, dass die globale Erwärmung eine Bedrohung für den Weltfrieden darstellten könnte.

Langanhaltende Dürren und verzögerte Hilfeleistung könnten zu ausartenden Kämpfen um Wasser und Nahrung führen. Auf Diplomaten Ebene wird diese Formulierung als Durchbruch angesehen, den USA hingegen ist sie noch zu vorsichtig. Der deutsche Außenminister Westerwelle spricht dennoch von einem „wichtigen Erfolg der deutschen Klimadiplomatie“.

Künftig müssen also Ban Ki-moon und sein Gremium auch Klimaaspekte bei Ihren Berichten berücksichtigen. Extreme Wetterlagen, wie derzeit die Dürre am Horn von Afrika, nehmen koninuierlich zu und bedrohen die internationale Sicherheit.

Diese präsidentielle Stellungnahme entspricht zwar keiner offiziellen Resulotion, da aber auch für diese Erklärung unter den 15 Staaten abgestimmt wurde, hat sie ein gewisses diplomatisches Gewicht. Insbesondere um die endgültige Formulierung wurde hart gefeilscht. Einwände kamen vor allem von russicher und chinesischer Seite, doch der deutsche Vorschlag konnte sich letztendlich durchsetzen.

Angesichts der zu erwartenden Millionen von Klima-Flüchtlingen war die Anerkennung der Bedrohung durch den Klimawandel und die Berichtspflicht des Generalsekretärs ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Schon seit Jahren warnen Wissenschaftler davor, dass die vom Klimawandel besonders schwer betroffenen Länder auf eine instabiele Zukunft zusteuern. Bereits heute haben mehr als eine Milliarde Menschen keinen dauerhaften Zugang zu ausreichendem und sauberen Trinkwasser. Nach Experten-Meinung könnten schwankende Niederschläge die Situation noch verschärfen und über kurz oder lang zu Chaos in den betroffenen Ländern führen. Auch der Anstieg des Meeresspiegels wird als kritisch angesehen. Durch Naturkatastrophen oder Monsterstürme verlieren Menschen ihr zu Hause und sind meist sogar gezwungen ihre Heimat ganz zu verlassen. Eine daraus resultierende Klimaflüchtlings-Wanderung könnte zu Konflikten zwischen Staaten führen.

Das Great Barrier Reef kann trotz Klimawandel überleben – Aber es müssen Maßnahmen getroffen werden!

Bisher sind Wissenschaftler davon ausgegangen, dass das Great Barrier Reef vor der Ostküste Australiens in 20 bis 30 Jahren ausgestorben sein wird. Doch nun räumt eine neue Studie dem größten Korallenriff der Welt wieder Chancen auf ein Überleben ein – allerdings muss dazu auch der Treibhauseffekt gezügelt werden. Laut Forschern wird das gesamte Riff zwar anders aussehen als bisher und auch an Qualität einbüssen, aber es wird so schnell nicht vollständig verschwinden. Die Korallen sind im Stande sich den schwankenden Temperaturveränderungen besser anzupassen, als so manch ein Experte es für möglich hielt.

Mit der Reduktion der Treibhausgasemissionen und einem verlangsamten Klimawandel könnten weitere große Schäden am Great Barrier Reef verhindert werden. Weitere wichtige Aspekte, die zur Rettung des Korallenriffs beitragen würden, sind der Schutz vor Umweltverschmutzung, besonders auf lokaler Ebene und eine Regulierung der Fischfangquote. Somit erhält es eine größere Chance, dem Temperaturanstieg und der zunehmenden Versauerung des Meeres stand zu halten.

Schon zu Beginn des Jahres haben Korallen-Experten Alarm geschlagen, dass steigende Treibhausgasemissionen das Great Barrier Rief bis Mitte des Jahrhunderts ausgestorben sein könnten. Bei Korallen handelt es sich nicht nur um Pflanzen, wie häufig angenommen wird, sondern um Tiere, die eine enge Symbiose mit Algen eingehen. Die beiden trennen sich, wenn das Wasser zu warm wird. Dann bleiben nur noch die weißen Korallenstöcke übrig, deshalb sprchen Forscher auch von einer Korallenbleiche.

Das Great Barrier Reef vor der australischen Ostküste ist das größte seiner Art und zieht sich über eine Länge von rund 2600 Kilometern entlang der Nordküste Australiens bis nach Papua-Neuguninea.

Wie gefährlich ist der Klimawandel für unsere Gesundheit?

Ein heißes trockenes Frühjahr, verregnete Sommer und milde Winter – Die Auswirkungen des Klimawandels sind inzwischen deutlich zu spüren. Dabei hat das sich verändernde Klima nicht nur Einfluss auf das Wetter und die Tier- und Pflanzenwelt, sondern auch auf uns Menschen und unsere Gesundheit. Allergiker haben das ganze Jahr über keine Ruhe mehr und müssen sich mit intensiven Phasen des Pollenflugs und den daraus resultierenden Symptomen rumschlagen.

In den Sommermonaten vergeht kein Tag ohne dass man ein neuer Mückenstich juckt. Allein in den letzten Jahren hat die Zahl exotischer Stechmücken und tropischer Viren in Deutschland enorm zugenommen. Doch nicht nur die Anzahl der Mücken steigt. Es werden inzwischen sogar ausländische Mückenarten heimisch, wie der japanischen Buschmoskito oder die Malaria-Mücke Anopheles.

Durch die anhaltende Globalisierung und den internationalen Reise- und Güterverkehr haben es die kleinen Tierchen nicht schwer in neue Länder einzureisen. Und ein immer wärmeres und feuchteres Klima in Deutschland sort erst Recht dafür, dass sie sich heimsich fühlen. Doch neue Arten bringen neue Krankheiten. Tropische Krankheiten, wie Malaria, Dengue oder West-Nil-Fieber sind auf dem Vormarsch.

Die erste Hälfte des Jahres 2011 ist exemplarisch dafür. Hat der Frühling noch vor allem durch längere Trockenperioden von sich reden gemacht, ist der Sommer gerade dabei regelrecht ins Wasser zu fallen. Wissenschaftler sprechen zwar davon, dass ein nasser und kühler Sommer immer wieder mal vorkommt und noch keine Abnormalität darstellt, doch das diesjährige Wetterphänomen hat dazu geführt, dass sich gerade jetzt mehr Wespen als sonst tummeln. Auch mehrere Pflanzenarten, darunter einige sehr aggresive Exemplare, tauchen nun plötzlich da auf, wo sie früher nie hätten exestieren können.

Die Klimaveränderung bringt nicht nur mehr Pollen, sondern auch einen früheren Pollenflug. Allergologen beobachten mit Sorge, dass Allergiker immer früher im Jahr Probleme bekommen und dass die Pollenbeschwerden immer später zu Ende sind.

Die durchschnittliche Jahrestemperatur ist im vergangen Jahrhundert um rund ein Grad Celsius gestiegen. Es sind nicht nur Mücken, die sich dank des veränderten Klimas ungestört ausbreiten können. Auch andere Insektenarten wie Zecken bedrohen die Gesundheit des Menschen. Insektenkundler prognostizieren, dass FSME und Borrliose immer häufiger auftreten.

Deswegen ist es auch wichtig Vorsorge zu treffen! Eine regelmäßige Auffrischung einer Impfung kann nie schaden!

Neue Studie belegt: Metropolen der Welt stehen vor enormer Wasserkrise

Es droht eine internationale Wasserkrise in den Großstädten

Die Anzeichen sind schon heute in vielen Teilen der Erde zu beobachten. Vor allem Dritte Welt Länder müssen sich mit der Problematik von Wassermangel und unzureichender Qualität des Trinkwassers herumschlagen. Dabei wird es aber nicht bleiben.

Auch Megastädten wie zum Beispiel Mexico City droht in den nächsten Jahren eine enorme Wasserkrise. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser mit akzeptabler Qualität wird eine Herausforderung für die Großstädte der Erde darstellen. Marode Leitungen und ein unzureichend ausgebautes Kanalisationssystem stellen zu dem weitere Gesundheitsrisiken für die Menschen dar.

Neue Studie vorgestellt

Eine neue Studie des WWF bestätigt all das. Das Werk „Big Cities. Big Water. Big Challenges“ wurde am Sonntag zu Beginn der Internationalen Weltwasserwoche in Stockholm veröffentlicht und zeigt mit realitätsnahen Fallbeispiel eine unangenehme Zukunft auf. Dabei spricht die Umweltorganisation eine Empfehlung zu nachhaltigem Wassermanagement in den Städten aus.

Zugang zu sauberem Trinkwasser ist kaum vorhanden

Derzeit haben fast 50 Prozent der Bevölkerung in einigen städtischen Regionen Schwarzafrikas keinen Zugang zu sauberem Wasser und bis zu 60 Prozent hätten keine ausreichenden sanitären Anlagen.

Die Situation in vielen Mega Metropolen ist schon heute erschreckend und stellt eine akute Bedrohung für die Zukunft der Bevölkerung dar. Besonders die Auswirkungen auf das Beispiel Mexico City sind die alarmierend. Die Hauptstadt Mexikos sinkt wegen der Übernutzung der Grundwasserreserven jährlich um 5 bis 40 Zentimeter ab. Die Stadt ist mittlerweile abhängig von Wasserreserven in 150 Kilometer entfernten Regionen.

Und es gibt noch weitere erschreckende Fallbeispiele:

Die Flüsse in Buenos Aires nennt der WWF eine „öffentliche Kloake“. Kaum ein Fluss ist stärker mit Blei, Zink und Chrom verschmutzt als der Riachuelo.

Der nicht vorhandene Zugang zu qualitativem Trinkwasser kostete bisher fast 30.000 Menschen in der südpakistanischen Hafenstadt Karachi das Leben.

Shanghai hingegen kämpft trotz ausreichendem Süßwasservorkommen mit Wasserknappheit.

Wassersituation in Deutschland

Würde man die aktuellen Zustände der Metropolen aller Entwicklungsländer auf deutsche Verhältnisse übertragen, dann würde jeder dritte Einwohner Berlins keinen Wasseranschluss haben. Extreme Wetterlagen würden dazu führen, dass das Wasser über Wochen abgekocht werden müsste. Die umliegenden Flüsse wie Spree, Havel und natürlich die im Umkreis gelegenen Seen wären alle verschmutzt.

Zukunft der Metropolen hängt vom Zugang zu sauberem Trinkwasser ab

Um eine sichere Zukunft der Mega Städte zu gewähren ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser unablässig. Außerdem benötigt die Bevölkerung sanitäre Anlagen und Kläranlagen, damit sich keine gefährlichen Krankheiten ausbreiten. Besonders wichtig ist es auch, dass Ökosysteme geschützt werden. Um den Wasserverbrauch zu reduzieren, sei auch eine Verbesserung der Leitungsnetze nötig.

Deutscher Wein profitiert vom Klimawandel

Der Klimawandel ist für steigende Temperaturen und erhöhte Niederschläge bekannt, aber dass es so manch einen Bereich gibt, der vom veränderten Klima profitiert, ist noch nicht allzu verbreitet. Das der Klimawandel auch seine guten Seiten hat, wissen vor allem die Winzer. Verhilft er doch dem deutschen Wein zu seiner Vollreife.

Frühere Rebblütezeit bedeutet kürzere Weinlese und höhere Mostgewichte.
Ihren Ursprung haben Weinreben primär in südlicheren Gefilden wie Italien und Spanien. Und so ist es nicht verwunderlich, dass ein wärmeres Klima nun auch in Deutschland für reife Trauben und gute Weinqualität sorgen.

Doch selbst diese positiven Entwicklungen kommen nicht ohne Probleme. Eine besondere Herausforderung für Winzer und Weingüter stellen neue Schädlinge dar. Und auch das schöne warme Wetter wird irgendwann von Unwettern mit Regen und Hagel abgelöst. Neue Bewässerungspläne müssen zudem ausgearbeitet werden, da die Trauben nicht nur mit Sonnenschein gedeihen.

Welche Folgen hat der Klimawandel auf die menschliche Psyche?

Der Klimawandel hat nicht nur Auswirkungen auf das Wetter und die Natur, sondern kann laut neuesten Untersuchungen auch psychische Störungen beim Menschen verursachen. Forscher des Hirnforschungsinstituts der Universität von Sydney in Australien berufen sich dabei auf Ihre Forschungsergebnisse. Demnach beschwören Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Dürren oder Wirbelstürme bei vielen Menschen Depressionen, Angst- und Stresszustände oder sogar Traumata herauf. Laut Studie soll sogar die Selbstmordrate nach solchen Umweltkatastrophen um fast acht Prozent gestiegen sein.

Australien leidet unter Naturkatastrophen

Die Forscher der Universität von Sydney konzentrierten sich bei Ihrer Arbeit dabei weitestgehend auf Australien. Der auf der Südhalbkugel gelegene Kontinent plagt sich seit einigen Jahren mit immer wiederkehrenden starken Dürreperioden, Waldbränden und enormen Überschwemmungen herum.

Darunter hat auch die Wirtschaft zu leiden. Die extremen Wetterbedingungen haben zur Folge, dass Ernten vernichtet werden, Häuser und ganze Ortschaften zerstört werden und die Ökonomie einer ganzen Gegend für unvorhersehbare Zeit brach liegt. Das alles geht nicht spurlos an einer Menschenseele vorbei. Nicht nur Menschen, die einer lebensbedrohlichen Situation entkommen sind, sind von psychischen Auswirkungen betroffen. All diejenigen, die durch Naturkatastrophen oder den Folgen eines veränderten Klimas, wie zum Beispiel dem steigenden Meeresspiegel, Ihr zu Hause verlieren, leiden besonders unter den Umständen.

Psychische Belastungsstörungen werden zunehmen

Die australischen Forscher stehen mit Ihren Beobachtungen nicht alleine da. Am Institut für Psychiatrie am Londoner King´s College sind die dort ansässigen Forscher zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Über kurz oder lang wird der Klimawandel auf die psychische Gesundheit einen negativen Einfluss haben. Nicht nur psychisch kranke Menschen werden die Auswirkungen spüren, sondern auch die psychisch gesunden.

Posttraumatische Belastungsstörungen und schwere Depressionen werden zu nehmen und die Psyche des Menschen destabilisieren.