Ozeane bald als Unterwasserwüsten? Klimawandel enzieht dem Meer Sauerstoff – sinkender Sauerstoffgehalt durch globale Erwärmung

Der Großteil unserers „Blauen Planeten“ ist von Wasser bedeckt und trotzdem machen wir uns zumeist nur Gedanken über das Leben auf der wesentlich kelineren Teil, der von Land bedeckt ist. Im Besonderen gilt dies bei der Erforschung und Diskussion der Folgen des Klimawandels für die Meere unserer Erde: eine jüngst in der Fachzeitschrift „Science“ veröffentlichte Studie zeigt, dass sich Wüsten in Folge der globalen Erwärmung nicht nur an Land ausbreten, sondern sehr wohl auch unter Wasser.

Was zuerst etwas paradox klingen mag, hat einen ganz einfachen Grund: durch den Klimawandel heizen sich auch die Wassermassen der Ozeane auf, wodurch im entsprechend warmen Wasser nicht mehr ausreichend Sauerstoff gebunden werden kann (ein simples physikalisches Gesetz: kaltes Wasser kann mehr Sauerstoff absorbieren als Warmes).

Der Meereswissenschaftler Lothar Stramma aus Kiel konstatiert in seinem Papier, dass die drohende Sauerstoffarmut einen weitreichend Einfluss auf unsere Ökosysteme haben können. eine Vielzahl der im Wasser lebenden Lebewesen brauchen Sauerstoff, der in Zukunft knapper werden könnte. So könnten sich die Lebensräume für bestimmte Tier- und Pflanzenarten drastisch ändern und somit auch die Verfügbarkeit der Nährstoffe ändern, was sich letzendlich auch auf die Fischerei auswirken würde.

Daten aus den vergangenen 50 Jahren sowie aktuelle Erhebungen sind in die Studie des Teams aus den USA und Deutschland eingeflossen. Ein Abgleich mit Modellberechnung ergab eine Übereinstimmung der Ergebnisse. Wie sich die Veränderung des Sauerstoffgehalts in den Weltmeeren ändern wird, kann nach Aussage der Wissenschaftler nicht eindeutig prognostiziert werden.

Energieausweis für Gebäude ab 01. Juli 2008 – Energieeinsparverordnung

Klimaschutz fängt in den eigenen vier Wänden an. Hausbesitzer sind ab dem 01. Juli 2008 gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV) dazu verpflichtet, neuen Eigentümern und Mietern vom Hausbesitzer einen Energieausweis vorzulegen, um diesen einen Einblick in den Energieverbrauch eines Gebäudes zu ermöglichen. Der Energieausweis enthält u.a. den Wert für den Energiebedarf des Gebäudes, eine wichtige Kenngröße zur Einstufung der Energieeffizienz. Die durchaus sinnvolle Regelung zur Erhöhung der Transparenz beim Energieverbrauch von Gebäuden besitzt für Käufer und Mieter jedoch auch eine Schwachstelle.


Musterenergieausweis für Wohngebäude
(Bildquelle: BMVBS)

Beim Erwerb der Immobilie bzw. beim Einzug als Mieter muss man sich im Klaren sein, dass der (vorherige) Hausbesitzer für falsche Angaben im Energieausweis nicht haften muss, da die Angaben über die Verbrauchswerte zunächst nur informativen Charakter haben. Wenn das Gebäude die beschriebenen energetischen Eigenschaften nicht besitzt, kann ein gutgläubiger Verkäufer nicht in Haftung genommen werden.
Da es für diesen juristischen Bereich noch keine Rechtsprechung gibt, kann selbst der Aussteller des Energieausweises kann nur unter Umständen haftbar gemacht werden. Käufern ist anzuraten, sich durch konkrete Angaben über Verbrachswerte und eine Gewährleistung dieser Angaben im Kaufvertrag / Mietvertrag abzusichern.

Geld vom Staat für mehr Energieeffizienz – Staatliche Förderprogramme beim ökologischen Wohnungsbau

Angesichts stetig steigender Öl- und Gaspreise und den damit verbundenen höheren Energiekosten rückt beim Bauen und Renovieren von Immobilien das Thema Energieeffizienz immer mehr in den Mittelpunkt. Wer weniger Strom durch eine energiesparsame Bauweise verbraucht, spürt dies am Ende des Jahres merklich im eigenen Geldbeutel.

Vor dem Energie sparen und vor allem auch dem Energiekosten sparen steht jedoch zunächst ein zum Teil beträchtlicher monetärer Mehraufwand im direkten Vergleich mit „herkömmlichen“ Baumethoden an. Eine umweltfreundliche Immobilie ist gut für das ökologische Gewissen, fordert aber zum Teil deutlich höhere Investitionen. Immobilienunternehmen und -verbände fordern darum von der Politik, die Weichen für höhere staatliche Subventionen beim ökologischen Wohnungsbau zu stellen.

Durch die Regelungen in der Energieeinsparverordnung (EnEV) sind bereits heute Grenzwerte beschlossen, die den maximalen Primärenergiebedarf von Gebäuden für Heizung und Warmwasser festlegen. Geplant ist, den Schwellenwert im Laufe der nächsten Jahre laufend zu senken, um den Ziel der Einführung des sogenannten KfW-60 Standards im Immobilienbau sukzessive näher zu kommen. Der Begriff KfW-60 bedeutet, dass der Primärenergiebedarf nicht höher als 60 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter liegen darf.

Die immer strikter werdenden baulichen Verordnungen sorgen dabei für ebenso stetig ansteigende Baukosten. Da für den Endverbraucher die Energieeffizienz gegenüber dem Kaufpreis eine nachrangige Rolle spielt, müsse die staatliche Förderung deutlich ausgebaut werden, fordern nun Verbände von Immobilienunternehmen.

Von größer dimensionierten staatlichen Förderprogrammen würden dabei nicht nur die durch die Verbände vertretenen Unternehmen profitieren, sondern auch die politischen Lenker des Landes. Schließlich haben sich diese vor nicht allzu langer Zeit beim Weltklimagipfel auf Bali zu ehrgeizigen Klimaschutz-Zielen bekannt. Staatliche Anreize zur Erhöhung der Energieeffizienz beim Immobilienbau könnten einen wesentlichen Anteil zur Erreichung dieser Ziele leisten.

CO2-Reduktion – Seen speichern CO2 besser als erwartet

Nicht nur die Weltmeere absorbieren große Mengen an CO2 aus der Atmosphäre. Diese Eigenschaft lässt sich auch auf stehende Gewässer wie Seen, Weiher oder gar Teiche übertragen.

So hat ein amerikanisches Forscherteam um John Downing von der Iowa State University das CO2-Absorbitonspotential von Seen untersucht. Stehende Gewässer sollen demnach Kohlendioxid mit hoher Geschwindigkeit aufnehmen können.

Könnten also künstlich angelegte Seen einen ernstzunehmenden Beitrag zur CO2-Reduktion leisten?

Nach Downings Meinung können mehr als 300 Millionen Seen des Planeten mit einer Gesamtfläche von 4,2 Millionen Quadratkilometern doppelt so viel CO2 aufnehmen wie bisher vermutet. Damit, so sagt der Forscher, könnten sie den Ozeanen den Rang als wichtigster Klimagas-Speicher ablaufen – und das, obwohl 90 Prozent der Seen kleiner als ein Hektar sind.
Doch gerade im kleinen Maßstab könnte der Schlüssel liegen. „Kleine Gewässer sind als Kohlenstoffspeicher lange unterschätzt worden“, bestätigt Katrin Wendt-Potthoff vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Magdeburg im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Downings Ergebnisse nennt sie „plausibel“.Ökologen wissen, dass in kleinen Seen der Stoffumsatz besonders schnell abläuft. Das liegt daran, dass dort Nährstoffgehalt und Temperatur meist deutlich höher liegen als in den Ozeanen. „Auf diese Weise wird mehr CO2 gespeichert“, sagt Wendt-Potthoff. Besonders interessant sei, dass auch Kohlenstoff von außen in die Seen hineingetragen werde, etwa durch Wasserabfluss von Ackerflächen.


Quelle: SpOn.de

 

Interessant ist diese Studie allemal, doch wie realistisch ist eine Umsetzung? Künstliche Seen brauchen Grund, viel Aufwand und vor allem sehr viel Wasser und kommen somit für viele Regionen dieser Welt nicht in Frage.

Deutsche Grundbesitzer würden sich wohl dennoch über ein KfW-Gartenteich-Subventionsprogramm freuen!

CO2 Steuer: schadstoffärmste Autos von Steuer befreit um Innovationen zu fördern

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat für die geplante Reform der Kfz-Steuer jetzt ein eigenes Konzept vorgelegt. Es sieht vor, neue Pkw ganz von der Steuer zu befreien, wenn deren Kohlendioxid-Ausstoß unter 100 Gramm CO2 pro Kilometer liegt. Fahrzeuge, deren Emissionen über 100 Gramm liegen, sollen mit stufenweise erhöhten Steuersätzen belastet werden. Ab Zulassungsdatum 1.1.2008 sollen alle neuen Pkw in das vom 1.1.2009 an geltende CO2-basierte Berechnungssystem einbezogen werden. Für ältere Autos soll es nach dem BUND-Vorschlag keine Änderungen geben. Im Gegensatz zum Konzept der Bundesregierung für eine CO2-bezogene Kfz-Steuer wollen die Umweltschützer, dass die sparsamsten Neufahrzeuge stärker entlastet und weniger sparsame entsprechend dem steigenden Spritverbrauch höher besteuert werden. Die in der EU künftig geltenden Grenzwerte für den Stickoxidausstoß von Pkw sollen ebenfalls einbezogen werden.

„Das längst überfällige Vorhaben der Bundesregierung, die Steuersätze für Autos an die Höhe ihres Schadstoffausstoßes zu knüpfen, darf nicht länger zwischen den widerstreitenden Interessen von Bund und Ländern oder verschiedener Lobbygruppen zerrieben werden“, sagte Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND. „Wir brauchen endlich Nägel mit Köpfen. Eine radikal vereinfachte Kfz-Steuer, deren Höhe vom CO2-Ausstoß und vom Einhalten der künftig geltenden Stickoxidgrenzwerte abhängt, hat eine hohe Lenkungswirkung bei der Anschaffung umweltfreundlicher Fahrzeuge. Ein potentieller Autokäufer bekommt das klare Signal: Wenn schon ein Auto, dann ein möglichst sparsames und in der Unterhaltung preisgünstiges. Das wird nicht nur dem Klimaschutz helfen, sondern es wird auch zu weniger Stickoxid-Emissionen und damit zu weniger Sommersmog führen.“

Die vom BUND vorgeschlagene Kfz-Steuer sieht sechs Tarifstufen vor: Bis zu einer CO2-Emission von 100 Gramm pro Kilometer gilt Steuerfreiheit. Zwischen 100 und 120 Gramm pro Kilometer werden Benzin-Pkw mit 50 Cent, Diesel-Pkw mit fünf Euro pro zusätzliches Gramm besteuert. Zwischen 120 und 160 werden bei Benzinern zwei Euro und bei Diesel-Pkw 7,50 Euro pro Zusatzgramm fällig. Zwischen 160 und 180 Gramm kostet jedes zusätzliche Gramm bei Benzinern fünf Euro, bei Diesel-Pkw 12,50 Euro. Zwischen 180 und 200 Gramm werden Benziner mit 7,50 Euro und Dieselfahrzeuge mit 15 Euro pro Zusatzgramm zur Kasse gebeten. In der sechsten Stufe bei einem CO2-Ausstoß über 200 Gramm pro Kilometer kostet ein zusätzliches Gramm bei Benzinern zehn und bei Diesel-Pkw 17,50 Euro. Fahrzeuge, deren CO2-Emissionen zwischen 120 und 160 Gramm liegen, dies betrifft etwa 40 Prozent der heutigen neuen Pkw-Modelle, werden demnach im Durchschnitt nicht höher besteuert als bisher.

Für einen benzingetriebenen VW-Golf 1.4 mit einem CO2-Ausstoß von 166 Gramm pro Kilometer würde die Steuer von derzeit 94 auf 120 Euro steigen. Beim Geländewagen Mercedes-ML-350-Benziner mit einem CO2-Ausstoß von 305 Gramm pro Kilometer würde die Steuer von heute 256 auf dann 1390 Euro angehoben. Beim besonders sparsamen Smart-fortwo-Benzin-Pkw, der pro Kilometer 112 Gramm CO2 ausstößt, würde die Steuer von derzeit 54 auf nur noch sechs Euro sinken. „Es gibt Gewinner und Verlierer sowohl bei Benzinern als auch bei Dieselfahrzeugen“, sagte Werner Reh, BUND-Verkehrsexperte. „Gewinnen werden die sparsamen und sauberen, verlieren die viele Schadstoffe ausstoßenden und Sprit fressenden Autos. Je sauberer ein Auto ist, umso günstiger wird sein Steuertarif, je klima- und gesundheitsschädlicher die Fahrzeugmotorisierung ausfällt, desto höher werden die Steuern. Ein solches Steuersystem wird nicht nur das Kaufverhalten beeinflussen, es wird auch Innovationen für mehr Umweltschutz bei den Pkw-Herstellern hervorrufen.“

Damit die Bundesregierung ihre steuerliche Zuständigkeit im Verkehrssektor ausbauen könne, wäre nach Auffassung der Umweltschützer ein Bund-Länder-Tausch der jetzt noch den Ländern zustehenden Kfz-Steuer gegen andere Steuereinnahmen in ähnlicher Höhe vorteilhaft. Zu empfehlen wäre auch eine Angleichung der Mineralölsteuer für Dieselkraftstoff an jene für Benzin. Die damit einhergehende Anhebung des Dieselpreises um rund 20 Cent pro Liter brächte dem Bund Mehreinnahmen in Höhe von rund drei Milliarden Euro pro Jahr. Damit ließe sich dann bei Dieselfahrzeugen die Senkung der Kfz-Steuer finanzieren, die derzeit höher ist als bei Benzinern.

Bundesregierung versagt beim Klimaschutz – Klimaschutzpaket erneut verschoben

Nicht einmal ein Jahr ist es her, da lobte sich die Bundesregierung selbst in den höchsten Tönen angesichts des damals beschlossenen Klimaschutzpakets. Wer im Sommer 2007 zu denjenigen zählte, die an der tatsächlichen Umsetzung der Pläne und Zielsetzungen in konkrete gesetzgebende Beschlüsse zweifelte, darf sich heute mehr als bestätigt fühlen.

Der selbsternannte Klimaschutz-Weltmeister hat Sand im Getriebe und dies nicht erst seit der abermals verschobenen Reformierung der KFZ Steuer. Vom Schwung vergangener Tage mit vollmundigen Versprechungen ist nichts mehr zu sehen, da nun Wirtschaft, Lobbyisten und Wahlkampf-Taktiken in die Gesetzgebung mit eingreifen möchten. Statt durchgreifender Beschlüsse wird es nun zumindest bis Mitte Juni dauern, bis das Energie- und Klimaschutzpaket der Regierung abgesegnet wird … dann wohl in einer noch weiter aufgeweichten Version.

Gesucht wird in und um Berlin also in naher Zukunft die eierlegende Klimaschutz-Wollmilchsau, die den CO2 Ausstoß drastisch reduziert, niemandem weh tut und am besten noch zusätzliche Einnahmen im Staatssäckel bringt. Wer sie findet, möge sich bitte vertrauensvoll an die Damen und Herren Merkel, Steinbrück, Glos und Gabriel wenden.

Werbung IBM – Der Energiesparplan – Energiekosten senken

Saving energy is only something for ecologists and muesli eaters, so it has eaten its way into the brain for years. For companies, an energy saving plan is initially just a nice thing for the image. In order to convince the decision-makers, who are essentially focused on shareholder value, to reduce energy costs, other goals have to be communicated. Above all, concrete figures have to be presented that record the benefits in monetary terms.

This is what the current TV campaign by IT giant IBM suggests, which is at the forefront, especially in connection with the topic of green IT. Here is the successful IBM commercial:

What advertising (unfortunately) sums up nicely: Saving energy is a great thing, but money rules the world. Enforcing climate protection works best by communicating the monetary benefits.

With this in mind: Don’t just talk about saving energy … do it!

Ps: The song at the end is from the movie „The Wizard of Oz“ (via  song from the commercial )

Gleichgültigkeit gegenüber Klimawandel – Wirtschaftliche Ausbeutung des Nordpols trotz Gletscherschmelze

Ein groteskes Treiben spielt sich derzeit ab in Ilulissat, der drittgrößten Stadt Grönlands mit knapp 5.000 Einwohnern. Die fünf Nordpol-Anrainerstaaten Dänemark, Norwegen, Russland, Kanada und USA treffen sich zur Nordpolkonferenz und Hauptthema wird die Ausgestaltung der wirtschaftlichen Ausbeutung der Öl- und Gasvorräte der Arktis sein. Zugänglich werden große Teile dieser Ressourcen erst durch das Abschmelzen von Gletschern als Folge des Klimawandels.

Während also in immer schnellerem Tempo Gletschereis abschmilzt und ins Meer treibt, startet das politische Kräftemessen und Tauziehen um die Rechte zur Erschließung von Öl und Gas, das dann in absehbarer Zeit nach der Verbrennung als Treibhausgas die globale Erwärmung weiter vorantreiben wird. Von einem Umdenken in den Industrieländern basierend auf den klar ersichtlichen Folgen des Klimawandels kann also keine Rede sein.

Die Gleichgültigkeit der führenden Köpfe hinsichtlich der ökologischen Folgen durch die Erschließung immer neuer Energiequellen (sei es Ölsand aus Alaska, die Abholzung des Regenwaldes oder eben die Ausbeutung der Arktis) ist absolut schockierend. Es scheint so, als ob man erst den letzten Tropfen Öl auf diesem Planeten verbrauchen muss, damit diese Personen aufschauen und feststellen, dass sie das Klima völlig ruiniert haben.

Werbung IBM – Der Energiesparplan – Energiekosten senken

Energiesparen ist nur etwas für Ökos und Müslifresser, so hat es sich jahrelang in die Gehirne eingefressen. Für Unternehmen ist somit ein Energiesparplan zunächst einmal lediglich eine schöne Sache für das Image. Um die Entscheidungsträger, die im Wesentlichen auf den Shareholder Value fokussiert sind, zum Energiekosten senken zu überzeugen, muss man andere Ziele kommunizieren. Es müssen vor allem konkrete Zahlen vorgelegt werden, die die Vorzüge in monetären Größenordnungen festhalten.

So suggeriert es einem die aktuelle TV-Kampagne des IT-Riesen IBM, der insbesondere im Zusammenhang mit dem Thema Green IT ganz vorne mitmischt. Hier der gelungene IBM Werbespot:

Was die Werbung (leider) richtig schön auf den Punkt bringt: Energie sparen ist eine tolle Sache, Geld regiert dagegen die Welt. Klimaschutz durchsetzen funktioniert demnach am Besten über das Kommunizieren der monetären Vorteile.

In diesem Sinne: Nicht nur über Energie sparen reden … machen!

P.s.: Der Song am Ende stammt aus dem Film „Der Zauberer von Oz“ (via Song aus der Werbung)

4 Gesetze für den Klimaschutz – Erster Teil Klimaschutzpaket verabschiedet

Nach zähen Verhandlungen innerhalb der großen Koalition wurde nun doch noch der erste Teil des Klimaschutzpakets verabschiedet. Ziel des Gesetzespakets ist es, den Anteil vom Ökostrom am Energiemix bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln und gleichzeitig den Ausstoß von Kohlendioxid um 40 Prozent zu reduzieren.

Hier die vier verabschiedeten Gesetze und was sich in den kommenden Jahren ändert:

– Verdopplung des Anteils erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2020

Durch Schaffung neuer bzw. verbesserter Anreize zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien soll der Anteil alternativer Energiequellen am Energiemix bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts auf dann 30 Prozent verdoppelt werden. Höhere Vergütungen für die Einspeisung ins Stromnetz erhält demanach Strom aus Windkraft und Biogasanlagen. Die Zuschüsse beim Solarstrom werden zwar weiter reduziert, gemäß Erneuerbar-Energien-Gesetz bleiben die Vergütungen mit 43 Cent pro Kilowattstunde aber immer noch die höchsten, die am Markt gezahlt werden.

– Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung: Anreize für Industrie und Haushalte

Durch eine Erhöhung der staatlichen Subventionen zum Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf dann eine Höhe von jährlich 750 Millionen Euro sollen sowohl für Haushalte als auch für die Industrie Anreize geschaffen werden. Bei der KWK wird die bei der Stromproduktion entstehenden Abwärme als Heizenergie (Fernwärme) genutzt und hilft somit, die CO2-Emissionen zu senken.

– Erneuerbare Energien Wärmegesetz (EEWärmeG)

Zukünftig wird es für Neubauten verpflichtend sein, die Wärmeversorgung zu einem Teil aus Ökostrom zu leisten. wer dies nicht erfüllen kann, der kann auch durch besonders effiziente Maßnahmen zur Wärmedämmung seine Pflicht leisten. Mit diesen Regelungen soll der Anteil von Biomasse, Geothermie und Solarthermie von derzeit 5 Prozent auf 14 Prozent fast verdreifacht werden. Damit auch bei Altbauten investiert wird und somit die Häuser allgemein weniger Energie verbrauchen, wird die staatliche Förderung von Gebäudesanierungsmaßnahmen, Energieerzeugung und Effizienz-Verbesserungen auf 500 Millionen Euro jährlich aufgestockt.

– Änderungen bei der Messung vom Stromverbrauch

Zukünftig wird das Ablesen des Stromzählers nicht mehr zwingend vom Stromversorger durchgeführt. Stattdessen müssen beginnend im Jahr 2010 solche Stromzähler installiert werden, die es dem Verbraucher ermöglichen, ihren Stromverbrauch anhand der tageszeitlich schwankenden Energiepreise zu optimieren.

Die Meinungen über die Tragweite der Beschlüsse gehen wie immer weit auseinander. Dem einen gehen die Gesetze im Sinne des Klimaschutzes nicht weit genug, die anderen beschweren sich über höhere Kosten für den Verbraucher. Unbestreitbar ist jedoch, dass es ein Schritt nach vorne ist … und sei es auch ein noch so kleiner.