Studium Erneuerbare Energien – Eine Sammlung von Online Ressourcen zur Fortbildung und Ausbildung

Kaum eine Branche wie diejenige der Erneuerbaren Energien hat in den vergangenen Jahren eine derartig führende Rolle bei der Schaffung von Arbeitsplätzen gespielt. Unterstützt durch milliardenschwere staatliche und private Subventionsprogramme konnten sich Unternehmen aus Deutschland in vielen Sektoren der Branche zu weltweiten Marktführern entwickeln.

Mit dem Boom auf den Märkten für Produkte aus dem Erneuerbare Energien Bereich sowie dem Wachstum der dort agierenden Unternehmen ging ein stetig wachsender Bedarf nach qualifizierten Arbeitskräften einher. Genau dies ist mancherorts ein Problem – gut ausgebildetes Personal ist schwer zu finden.

Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakadamien haben auf diesen Engpass reagiert und so schossen gerade in den letzten 2-3 Jahren neue Studiengänge mit Schwerpunkten in Solarenergie, Windenergie, Bioenergie, usw. wie die Pilze aus dem Boden. Einen Überblick über die in ganz Deutschland verteilten Programme zur Fort- und Weiterbildung zu behalten, erweist sich hierbei als eine große Aufgabe.

Dieser Herausforderung haben sich die hier aufgelisteten Websites gestellt und informieren über die verschiedenen Möglichkeiten, an einer Hochschule oder in Unternehmen ein Studium / eine Ausbildung anzutreten.

Klimawandel und Gesundheit – Tipps vom Umweltbundesamt zum Verhalten bei Hitzewellen

In der ersten Augusthälfte 2003 suchte eine Hitzewelle weite Teile von Westeuropa heim. Die in ihrer Dauer und Intensität ungewöhnliche Hitzeperiode forderte mehr als 40.000 Todesopfer, in Deutschland rund 7.000. Zwar ist aus einem einmaligen Phänomen nicht direkt eine globale Erwärmung abzuleiten. Gesichert gilt allerdings, dass wir uns in Zeiten des Klimawandels zunehmend auf derartige Extremwetterverhältnisse einstellen müssen.

In einem neuen Hintergrundpapier stellt nun das Umweltbundesamt Ursachen und Symptome von hitzebedingten Krankheiten dar und welche Gesundheitsrisiken bei Hitzewellen bestehen. Dabei wird auch auf Risikogruppen wie kranke und alte Menschen sowie Kinder eingegangen, deren Körper eine geringere Anpassungsfähigkeit an solche Wetterphänomene besitzen.

Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz gegen Hitzekrankheiten sowie Tipps zum konkreten Handeln im Falle von hitzebedingten Erkrankungen liefern wertvolle Informationen zu Verhaltensmaßnahmen bei der nächsten Hitzewelle. Auch wenn diese nicht 2008 kommt… sie kommt bestimmt.

Das Hintergrundpapier des Umweltbundesamtes gibt es hier als PDF zum Download.

Erneuerbare Energien – Exportboom bei deutschen Windkraftanlagen lässt tausende neue Jobs entstehen

Die Nachfrage nach deutschen Windkraftanlagen im Ausland nimmt weiter zu.
Sowohl Bauteile als auch komplette Anlagen verkaufen sich besser als jemals zuvor. Laut dem Bundesverband Windenergie wird für das laufende Jahr eein Umsatzplus von 1,2 Milliarden Euro erwartet. Die Exportquote soll von 78 Prozent (2007) auf 84 ansteigen.

Positiver Nebeneffekt: Allein im Bereich Windkraft werden rund 10.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Nur der jährlich gemessene Wert für die zusammengefasste Leistung aller neu installierten Windkraftwerke in Deutschland geht weiter zurück. Nach den Rekordwerten der vergangenen Jahre werden 2008 nur etwa 1400 Megawatt Gesamtleistung für neue Anlagen erwartet. Im Jahr 2007 lag der Wert noch bei 1667 Megawatt, das Jahr davor bei 2233 Megawatt.

Nichtsdestotrotz setzt die Bundesregierung weiterhin auf Windkraft als einen der Erfolgsgaranten für die deutsche Klimaschutzpolitik. Bis 2020 müssen 20 Prozent der Energie mit regenerativen Energiequellen gedeckt werden. Deutsche Anlagenbauer werden in diesem stark wachsenden Markt stark profitieren.

Kurzsichtiger Klimaschutz – Biosprit sorgt für Nahrungsmittelverknappung

Angesichts der globalen Hungerkrise fragt man sich, welchen Anteil der Anbau von Energiepflanzen an den weltweit steigenden Lebensmittelpreisen hat. Nach Angaben der Weltbank haben sich Nahrungsmittel in den letzten drei Jahren um etwa 83 Prozent verteuert. Davon sind je nach Land 30 bis 70 Prozent der Biospritproduktion zuzurechnen. Da Mais, Weizen und Soja immer häufiger im Tank landen, entstehen so weitreichende Nahrungsmittelengpässe.

„Mit 300 Kilogramm Getreide kann man zwei Tankfüllungen Sprit produzieren oder einen Menschen ein ganzes Jahr ernähren, sagt Greenpeace-Agrarexperte Alexander Hissting. Es kann nicht angehen, dass wir zu Lasten der Hungernden dieser Welt mit grünem Gewissen und 250 Kilometern pro Stunde über die Autobahn brettern.
In Deutschland werden Agroenergiepflanzen bereits auf rund 17 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen angebaut. In den USA ist sogar ein Drittel der Anbauflächen für die Produktion von Agrotreibstoff reserviert. Auch in Ländern wie Brasilien und Argentinien wird Soja und Zuckerrohr für die Weiterverarbeitung zu Biosprit gepflanzt.Um die Anbauflächen zu vergrößern, wird dort immer mehr Urwald gerodet. Dadurch wirkt sich die Produktion von Agrosprit in doppelter Weise negativ auf die globale Nahrungsmittelsituation aus. Zum einen gelangen weniger Nahrungsmittel auf den Markt. Zum anderen wird durch Abholzung und Brandrodung des Urwaldes der Klimawandel vorangetrieben. Die durch den Klimawandel verschärften Dürreperioden und Überschwemmungen wirken sich wiederum schlecht auf die Ernten aus.


Quelle: Greenpeace.de

 

EInige EU-Regierungen äußerten bereits erste Bedenken bei der Entscheidung, an Biospritbeimischungen festzuhalten. Neben der schlechten Energiebilanz ist die Nahrungsmittelkrise ein weiterer Grund, von dieser kurzsichtigen Klimaschutzmaßnahme abzulassen. Vielmehr sollten alternative Antriebskonzepte gefördert werden. Doch bis dahin ist wohl noch ein weiter Weg.

Klimawandel zum Anfassen – Das Klimahaus Bremerhaven öffnet im März 2009 die Pforten

Was würde man von der Erde sehen, wenn man sich in Bremerhaven befindet und von dort aus einmal entlang des achten östlichen Längengrades (d.h. in Nord-Süd-Richtung) die Erdkugel umrundet? Genau diese Frage wird ab dem 01. März 2009 im derzeit im Bau befindlichen Klimahaus in Bremerhaven beantwortet. Auf dem Hafengelände der Hansestadt soll das Klimahaus zum Highlight der „Havenwelten“ werden.

Das futuristische Gebäude soll ein interaktives Wissenschaftsmuseum werden, das den Besucher auf einer virtuellen Reise um den Globus durch insgesamt neun verschiedene Klimazonen führt. Neben den unterschiedlichen klimatischen Bedingungen in Europa, Afrika oder der Antarktis werden auch die Folgen des Klimawandels beleuchtet, die je nach Klimazone eine andere Qualität für Menschen, Flora und Fauna besitzen.

Auf der Reise werden zahlreiche Experimentierstationen einen Einblick ermöglichen , welche Möglichkeiten existieren, einen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel zu leisten. Insbesondere soll auf die Möglichkeiten eingegangen werden, den individuellen CO2-Ausstoß im täglichen Leben zu reduzieren.

Einziger Wermutstropfen im Klimahaus Bremerhaven erscheint auf den ersten Blick der hohe Energieverbrauch des hochtechnisierten Gebäudekomplexes. Doch zum einen soll die Hälfte des Energiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden, zum anderen kann das vermittelte Wissen dafür sorgen, dass die Besucher in Zukunft einen klimafreundlicheren und nachhaltigeren Lebensstil einschlagen.

Ob die hoch gesteckten Ambitionen erfüllt werden, zeigt sich dann spätestens im März nächsten Jahres, wenn das Klimahaus Bremerhaven fertiggestellt sein wird.

Solarthermie Kraftwerke für die Energiewende – Saubere Energie aus der Wüste

Die Kraft der Sonne gilt unter den regenerativen Energiequellen als diejenige Energiequelle mit dem größten Potenzial. Das größte Manko dabei ist jedoch, dass die Sonne genau dort am Schwächsten ist, wo eigentlich der größte Energiebedarf vorhanden wäre. In den technologisch und wirtschaftlich am höchsten entwickelten Regionen herrscht angesichts zumeist eher gemäßigten klimatischen Bedingungen eher ein Mangel an Sonne. Dahingegen knallen z.B in den Wüsten Nordafrikas gigantische Mengen an Sonnenenergie auf die Erde, ohne genutzt zu werden.

Dabei würde bereits ein Bruchteil der in den Sonnenstrahlen gespeicherten Energie reichen, um die gesamte Erde mit ausreichend Strom zu versorgen. Das Problem ist es also, die Energie dort zu speichern, wo sie im Überfluss vorhanden ist, und dann möglichst verlustfrei dorthin zu transportieren, wo sie gebraucht wird. An der Lösung dieses Problems wird bereits weltweit gearbeitet.


Quelle: Wikipedia Commons

In Nordamerika entwickeln Wissenschaftler den „Great Solar Plan“, der für eine Autarkie gegenüber Erdölimporten sorgen könnte. Wie wichtig insbesondere in den USA das Thema Energie-Unabhängigkeit ist, lässt sich aktuell im Wahlkampf um das nächste US-Präsidentenamt ersehen. Auch in Europa ist ein internationales Netzwerk aus Politikern und Wissenschaftlern dabei, die Vision „Desertec“ voranzutreiben. Hierbei handelt es sich um eine ganz auf der Solarthermie beasierende Idee, die eine Energiewende in Europa herbeiführen könnte.
Die beiden Konzepte ähneln sich und haben nicht einmal einen Bedarf nach herausragenden technologischen Innovationen. Mittels Parabolspiegeln werden Sonnenstrahlen gebündelt und damit Wasser erhitzt. Der entstehende Dampf treibt Turbinen an, die dann Strom erzeugen. Über Hochspannungs-Gleichstrom-Leitungen könnte der Strom ohne nennenswerte Verluste über einige Tausend Kilometer dorthin gebracht werden, wo er gebraucht wird. Dazu müsste man nicht einmal ganz Nevada oder die Sahara mit Spiegeln vollpflastern. Wollte man den Strombedarf der gesamten Erde decken, wäre hierfür ein Gebiet nötig, dass in etwa der Fläche Österreichs entspricht.

Auch dies klingt noch immer nach viel Platzbedarf, aber die Vorzüge einer Versorgung der gesamten Menschheit mit sauberer Energie wären dies auf jeden Fall wert. Studien haben bereits die technische Machbarkeit sowohl vom Great Solar Plan als auch von Desertec ergeben. Nun liegt es an Politikern und Investoren, die Visionen in die Tat umzusetzen.

Umfrage Ergebnis: Menschen verursachter Klimawandel oder alles nur ein Schwindel?

Unsere Umfrage zum Thema „Menschen verursachter Klimawandel oder Klimaschwindel? Befinden wir uns mitten in einem Klimawandel?“ ist beendet und wir wollen Sie in gewohnter Manier über den Ausgang dieser Befragung informieren. Teilgenommen haben an dieser Befragung insgesamt 274 unserer Leser.

Umfrage Ergebnis: Ist der Klimawandel menschenverursacht?

Der Großteil der Befragten (45 Prozent) sieht es als erwiesen an, dass der aktuelle Klimawandel vom Menschen verursacht ist. Eine ähnliche, wenngleich nicht ganz so eindeutige Meinung vertreten weitere 19 Prozent unserer Leser: Sie halten die obige These für wahrscheinlich richtig – allerdings denken sie, dass bei uns die Folgen relativ mild ausfallen und die Entwicklungsländer am stärksten betroffen sein werden.

Dass der Klimawandel nur die Folge natürlicher Klimaschwankungen ist sehen 17 Prozent der Klimawandel-Global Leser so. Noch eine extremer Position vertreten letztlich 14 Prozent der Umfrageteilnehmer: Sie halten das meiste nur für Panikmache der Medien.

Da die Teilnehmer der Befragung auch eine freie Antwort geben konnten, wollen wir Ihnen diese nicht vorenthalten:

  • Wahrscheinlich ist eher ein natürlicher Klimawandel, der durch den Menschen nur
  • es gibt keinen treibhauseffekt
  • sowohl punkt eins als auch punkt zwei
  • Ich glaube das sich das Klima grade in einen Wandel befindet. Doch ob daran wirk
  • Nein. Wir befinden uns erst in der „Anfangsphase“ der richtige Klimawandel kommt
  • Wir sind nur zu eunem kleinen Teil erantwortlich, denn die Erde hat sich immer e
  • mal so mal so
  • nun ja wenn wir jetzt nichts tund ann wird es bald so weit sein
  • Vermutlich ja. Und was in anderen Ländern passiert, trifft uns indirekt.
  • Ich Glaube es wird alles genau so eintreffen wie dort beschrieben wird
  • Klimawandel gab es schon immer Klimaschutz=Blödsinn, Umweltschutz ja!
  • Ja, und wir sind selber Schuld
  • Der sog. Klimawandel ist nur eine PR-Aktion von diversen Unternehmen, wohlbemerk

Hiermit wollen wir allen Lesern und Teilnehmern für die rege Beteiligung danken. Gerne können Sie hier mittels der Kommentarfunltion über die Ergebnisse dieser Befragung diskutieren.

Diskussion: Verzicht auf Bequemlichkeiten im Sinne des Kampfes gegen den Klimawandel?

Ob die Fahrt mit dem Sprit fressenden Oberklasse-Auto zum Bäcker oder der Spaß bringende Wochenendtripp mit dem Billigflieger in eine europäische Großstadt … der Mensch hat über die Jahre viele Gewohnheiten liebgewonnen, die alles andere als klimafreundlich zu bezeichnen sind. Diesen Bequemlichkeiten zu entsagen fällt vielen Menschen trotz des sich anbahnenden Klimawandels sichtlich schwer.

Über den Klimawandel und entgegenwirkende Maßnahmen reden – das kann jeder. Den inneren Schweinehund zu bezwingen, wirklich zu handeln und vor der eigenen Haustür zu kehren ist dagegen eine wesentlich höhere Hürde dar.

Darum möchten wir von den LeserInnen von Klimawandel Global wissen, ob Sie sich dazu aufraffen können, im Sinne des Klimaschutzes den inneren Schweinehund zu bezwingen. Würden Sie im Kampf gegen den Klimawandel auf ein Stück Mobilität verzichten, um mit einer Verringerung des CO2-Fußabdruckes einen Beitrag zu leisten?

Würden Sie aus Sorge vor dem Klimawandel ihre Gewohnheiten beim Autofahren / Fliegen verändern?

Wir freuen uns über eine rege Anteilnahme an der aktuellen Umfrage.

Klimawandel in Europa – Warme Ozeanströmungen nehmen ab und sorgen für Abkühlung

Die Wintersportler unter uns können es bestätigen: Im Vergleich zum Vorjahr war dieser Winter einigermaßen schneereich. Während 2007 einige Liftbetreiber aufgrund der ausbleibenden Schneefälle und milden Temperaturen noch um ihre Existenz bangen mussten, zogen die Wintersportverbände für dieses Jahr eine positive Bilanz.

Auch der April machte wieder „was er will“ und war regenreich und durchwachsen. 2007 drohte in manchen Regionen wegen der über Wochen ausbleibenden Regenfälle sogar Wasserknappheit.

Man könnte meinen, der Klimawandel hat in unseren Breiten eine kleine Pause eingelegt.

Laut eines australischen Forschers könnte dies für Europa und den Nordatlantik wirklich zuzutreffen. Demnach sollen die warmen Ozeanströmungen (u.a. Golfstrom, Nordatlantischer Strom) Richtung Nordatlantik etwas nachlassen und für Abkühlung auch auf dem Festland sorgen.

„In Kiel wird es im kommenden Jahrzehnt etwas kühler, ist Noel Keenlyside überzeugt. Und nicht nur dort: In ganz Europa, Nordamerika und im Nordatlantik werde der Klimawandel eine Pause einlegen, sagt er.
Dabei gehört der Australier nicht zu jenen Skeptikern, die den Klimawandel bestreiten. Er ist Mitarbeiter von Mojib Latif vom Institut für Meereswissenschaften der Universität Kiel und betont, „dass die natürlichen Veränderungen des Klimas nicht aufhören, weil Menschen die Erde aufheizen“.Seit Jahren bemüht sich der Physiker, den Effekt von Ozeanströmungen zu erfassen und vorherzusagen. Sie sind, speziell in Europa, für das Klima entscheidend. Die Strömung durch den Nordatlantik bringt dem Kontinent große Mengen Wärme.

Wie das wirkt, erfassen Klimamodelle nur ungenügend, weil Details der Meeresströmungen fehlen, zum Beispiel Messungen der Wassertemperaturen aus größerer Tiefe. Das Forscherteam hat nun erprobt, ob Daten von der Oberfläche helfen: Es hat den Wärmegehalt tiefer Schichten einfach anhand gemessener Oberflächentemperaturen geschätzt (Nature, Bd.453, S.84, 2008).

Zunächst standen „Hindcasts“ an, nachträgliche Voraussagen. Der Computer wurde mit Daten der Vergangenheit gefüttert, die Ergebnisse der Simulation mit dem bekannten Verlauf der Klimas verglichen. Dabei zeigte sich, dass die Prognosen vor allem für Mitteleuropa, Nordamerika und -atlantik besser wurden. Die letzte der Rechnungen ergab dann, dass sich die Strömungen im Rahmen einer natürlichen Variation in der kommenden Dekade abschwächen werden, wodurch auch die Temperaturen in den genannten Regionen leicht sinken.
[…]

Keenlyside möchte nicht missverstanden werden. „Wenn es in den kommenden zehn Jahren nicht wärmer wird, bedeutet das nicht, dass es keine vom Menschen ausgelöste globale Erwärmung gibt“, sagt er. „Der Effekt wird nur durch natürliche Fluktuationen überdeckt.“ Sobald das Pendel zurückschwingt, heißt das, spürt Europa den Klimawandel umso deutlicher.


Quelle: sueddeutsche.de

 

Laut Aussagen von Mojib Latif gegenüber Spiegel Online könnte das Klima in unseren Breiten aufgrund dieser natürlichen Temperaturschwankungen die nächsten 10 bis 15 Jahre in etwa gleich bleiben. Der Bewerbung Münchens für die olympischen Winterspiele 2018 kommt diese Prognose sicher zugute.

Trotz dieser Nachricht darf man allerdings nicht vergessen, dass der Klimawandel in anderen Teilen der Welt keinerlei Pause einlegen wird.

TV-Tipp: ZDF Abenteuer Wissen spezial: Bienen in Gefahr (07.05.2008)

Am Mittwoch, 07. Mai 2008, strahlt das ZDF eine neue Ausgabe von Abenteuer Wissen aus. Unter dem Titel „Bienen in Gefahr“ führt Karsten Schwanke durch die Sendung, die sich mit dem drohenden massenhaften Sterben von Bienen oder sogar dem Aussterben ganzer Bienenvölker befasst. Das Artensterben zählt mit zu den gravierendsten Folgen des Klimawandels und betrifft auch den Menschen. Auch wenn man nicht sofort daran denkt, aber die Biene ist nach Rind und Schwein das bedeutendste Nutztier für den Menschen.

Gehäufte Todesfälle Dr. Christoph Otten ist einer der Verantwortlichen für das Projekt „Deutsches Bienenmonitoring“. Sein Ziel: Beziffern, wie groß die Gefahr eines Bienensterbens bei uns wirklich ist. Hunderte von Imkern liefern seit Jahren Daten über Zustand und Zahl ihrer Bienenvölker. Diesen Winter waren die Verluste besonders groß, 21 Prozent weniger Kolonien. Im aktuellen Fall haben die gefürchteten Varroa-Milben zugeschlagen, wie in vielen anderen Fällen auch. Christoph Otten sieht Grund zum Handeln. Im Garten des FBI in Mayen macht eine Gruppe rund um Otten gerade ihre ersten Schritte in Richtung eigener Bienenzucht. FBI steht für Fachzentrum Bienenkunde und Imkerei. Anders als z.B. in den USA machen bei uns Hobby-Imker die überwiegende Zahl der Bienenhalter aus. Das Bienensterben ist vor allem auch ein Imkersterben, sprich: ein massives Nachwuchsproblem. Das gehen die Leute vom FBI erfolgreich an.Der Kollaps
Ganze Völker sind verschwunden, und gleich mehrere Millionen davon. Ein Fall für das ARS Maryland, das älteste und größte Landwirtschafts-Forschungszentrum der USA. Die Wissenschaftler hier haben noch nie eine Bienenkrankheit wie „Colony Collapse Disorder“ erlebt, kurz CCD. Dreißig bis vierzig Prozent der US-Bienenvölker verschwanden letztes Frühjahr plötzlich spurlos, ohne erkennbaren Grund. Der amerikanischen Landwirtschaft drohte eine Katastrophe, denn für den intensiven Obst-, Gemüse- und Mandelanbau von Florida bis Kalifornien sind Bienen als Bestäuber unerlässlich. Deshalb verfrachtet David Hackenberg zigtausende Bienenvölker quer durch die USA, um sie pünktlich zurregionalen Obstblüte fliegen zu lassen. Es ist eine Industrie, milliardenschwer und hochtechnisiert – und extrem anfällig, wie sich jetzt zeigt. Nun machen Bienenforscher nicht nur Milben und Viren als Ursache für das Massensterben CCD ausfindig, sondern auch die Imkerei selbst.Superorganismus Bien
Ein seltsames Lebewesen hat sich neben dem Büro von Jürgen Tautz eingenistet: Knapp vier Kilo schwer, seine Körpertemperatur liegt knapp unter der von Tautz und es verlässt selbständig das Haus, um draußen nach Nahrung zu suchen. Und wenn es Sommer wird, wird es einen, vielleicht zwei Nachkommen haben. Bis dahin sitzt es schnurrend in seinem hölzernen Kasten. Es ist ein Bien – sozusagen ein Säugetier mit vielen Körpern. Professor Tautz ist Zoologe. Mit Thermovisionskameras, Mikrochips, Infrarot-Scanner und Genetiklabors will er die Geheimnisse der Bienen lüften. Wie kommunizieren sie miteinander, was hält sie beim Ausschwärmen zusammen, und wie können die Völker so erfolgreich auf Veränderungen der Umwelt und auf Krankheiten reagieren?


Quelle: Abenteuer Wissen Newsletter

 

„Abenteuer Wissen: Bienen in Gefahr“ wird am 07. Mai um 22:15 im ZDF ausgestrahlt. Wer die Sendung um diese Zeit verpasst, hat die Möglichkeit, sich einer der Wiederholungen am Tag darauf anzuschauen:

  • ZDF am 08.05.2008 um 2.15 Uhr
  • ZDF dokukanal am 08.05.2008 um 19.30 Uhr/li>
  • ZDF infokanal vom 08.05. bis 14.05.2008 täglich

Wir wünschen viel Spaß!