Vor einiger Zeit berichteten wir über die Länder mit den größten CO2-Emissionen. In der Statistik fanden sich vor allem populationsstarke Nationen auf den forderen Rängen. Eine aktuelle Statistik zeigt nun den CO2-Ausstoß pro Einwohner, was die Rangfolge der Länder durchaus ändert.
- Platz 1: Qatar (40,6 T)
- Platz 2: Vereinigte Arabische Emirate (28,2 T)
- Platz 3: Kuwait (25 T)
- Platz 4: Bahrain (20 T)
- Platz 5: USA (19,6 T)
- Platz 6: Luxemburg (17,9 T)
- Platz 7: Kanada (17,0 T)
- Platz 8: Trinidad & Tobago (Karibik) (16,8 T)
- Platz 9: Australien (16,5 T)
- Platz 10: Singapur (13,8 T)
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- Platz 16: Russland (10,7 T)
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- Platz 20: Deutschland (9,9 T)
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Aufgrund der hohen Bevölkerungszahl kommen Länder wie China (3,9 T CO2 pro Kopf) und Indien (1,1 T) trotz zahlreicher CO2-Dreckschleudern im Land vergleichsweise gut weg.
In Anbetracht der Ergebnisse ist die von Politik und Wissenschaftlern geforderte Beschränkung der CO2-Emissionen auf 2 Tonnen pro Kopf weltweit wohl Zukunftsmusik. Es wird mehr als deutlich, dass eine Gleichsetzung des erlaubten CO2-Ausstosses pro Einwohner von Industrie- und Entwicklungsländern auf die Schnelle nicht realisierbar ist. Das Ergebnis zeigt aber auch, dass bezüglich Energieeffizienz und Klimaschutz bei vielen Ländern noch enormer Nachholbedarf besteht.
Wassersparen schont den Geldbeutel? Das ist wohl näher betrachtet ein gezielt gepflegtes Gerücht. Viele Kommunen haben sich doch beim Bau der meisten Kläranlagen völlig verschätzt und bei der Kapazitätsplanung eben nicht mit der brav wassersparenden Bevölkerung gerechnet. Um nun die horrenden Fixkosten für die oft völlig überdimenensionierten Anlagen decken zu können werden diese Kosten auf die insgesamt sinkende Wassermenge umgelegt – ergo, der Preis pro Liter steigt.
Noch schlimmer ist, dass es immernoch Internetseiten gibt, die zum Wassersparen auffordern.
So ein Irrsinn im Punkt 26 (Toilettenspühlkasten umrüsten lassen) gerade dann, wenn nur mit 3-5 Litern gespült wird, treten Verstopfungen in der Kanalisation auf. Um diese zu beseitigen, mussen Einsatzfahrzeuge zum Einsatzort heranfahren. Bei der Fahrt wird unnötig CO2 ausgestoßen. Dieses CO2 könnte man einsparen, indem man die ganze Spülkraft der Toilette nutzt, und hinterher nocheinmal, damit es zu solchen Verstopfungen gar nicht erst kommt.
Ebanfalls verringert sich die Geschwindigkeit des Trinkwassers durch das Wassersparen in den Trinkwasserrohren, und braucht deshalb länger vom Wasserwerk bis zum Konsumenten. Dadurch entstehen Keime.
Schuld daran ist die ständige Wasserpreiserhöhung. Einmal erhöht, und die Verbraucher sparen, den Wasserbetrieben fehlt das Geld, und es wird immer wieder erhöht, um die Fixkosten zu bezahlen.
Erforderlich ist ein neues Wasserpreissystem, oder noch einfacher Aufklärung der Verbraucher, dass sie mehr Wasser verbrauchen sollen.
Immerwieder wird hingewiesen, dass nicht soviel Abwasser ins Gewässer gelangt, dabei kenne ich kein Gewässer, wo das Abwasser direkt ins Bach fließt, sondern zuerst durch eine Kläranlage.