Aktuelle Studie: Klimawandel führt zu Konflikt und Krieg

Wie man einer aktuellen Pressemitteilung von presstext.at entnehmen kann, wurde erstmals eine Verbindung zwischen Kriegen und globalen Klimaveränderungen in einer aktuellen Studie nachgewiesen.

Klimaänderungen und Konflikte sind in den vergangenen 500 Jahren stets Hand in Hand gegangen. In war dies zumindest der Fall. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler vom Georgia Institute of Technology in Atlanta gemeinsam mit Kollegen in Großbritannien, Hongkong und China in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). Die Forscher hatten Aufzeichnungen über Lebensmittelpreise, Populationsdichten und Konflikte mit jenen der langfristigen Temperaturentwicklung verglichen.

„Unser Modell basiert darauf, dass Temperaturänderungen auch zur Verringerungen der Ernte führen können“, so Peter Brecke vom Georgia Institute of Technology in Atlanta. Diese Tatsache hat drei Effekte: teurere Lebensmittel, ein größeres Hunger-Risiko und daraus resultierend soziale Spannungen. Zwischen dem frühen 18. und dem frühen 19. Jahrhundert gab es vergleichsweise weniger Konflikte in Europa und China als die 250 Jahre davor. Diese 100-Jahr-Periode kam knapp vor dem Ende der kleinen Eiszeit, die von 1450 bis zum Ende des 19. Jahrhunderts dauerte. Die Forscher untersuchten die Temperaturaufzeichnungen und fanden heraus, dass sie mit der 100-Jahr-Wärmeperiode korrespondierten. Brecke glaubt zwar nicht, dass die Temperaturen der einzige Grund für Kriege sind, sie aber fördern. Am Ende der zwischenzeitlichen Wärmeperiode kam es nämlich erneut zu vermehrten Auseinandersetzungen. Die kühleren Temperaturen sorgten damals für schlechtere Ernten. Obwohl es auf der Erde nun wärmer wird – und nicht kälter wie damals in der kleinen Eiszeit – waren es vor allem die veränderten Wasserkreisläufe, die zu den Ernteausfällen geführt haben. „Moderne Gesellschaften haben mehrere Mechanismen um mit diesen Herausforderungen umzugehen“, meint Brecke. Aber die Warnungen, dass die Mechanismen versagen, wenn die Menschen mit einer Reihe von Umweltproblemen zur gleichen Zeit zu tun haben, würden von zahlreichen anderen Experten unterstrichen.

Der Wiener Humanökologe und Umweltethiker Peter Weish von der Universität für Bodenkultur in Wien, zitiert im pressetext-Interview den verstorbenen Philosophen Hans Jonas: „Die Bevölkerungsexplosion, als planetarisches Stoffwechselproblem gesehen, nimmt dem Wohlstandsstreben das Heft aus der Hand und wird eine verarmende Menschheit um des nackten Überlebens willen zu dem zwingen, was sie um des Glückes willen tun oder lassen konnte: Zur immer rücksichtsloseren Plünderung des Planeten, bis dieser ein Machtwort spricht und sich der Überforderung versagt. Welches Massensterben und Massenmorden eine solche ‚Rette sich wer kann‘- Situation, begleiten werden, spottet der Vorstellung. Die so lange durch Kunst hintangehaltenen Gleichgewichtsgesetze der Ökologie, die im Naturzustand das Überhandnehmen jeder einzelnen Art verhindern, werden ihr um so schrecklicheres Recht fordern, gerade wenn man ihnen das Extrem ihrer Toleranz abgetrotzt hat. Wie danach ein Menschheitsrest auf verödeter Erde neu beginnen mag, entzieht sich aller Spekulation.“ Die Art des Homo sapiens stünde nicht auf der Liste der gefährdeten Arten, es sei allerdings zu befürchten, dass eine Knappheit der Ressourcen eher zum Faustrecht führe als zu kontemplativer Askese, erklärt der Wissenschaftler abschließend.

Es ist das erste Mal, dass eine deutliche Verbindung zwischen Kriegen und globalen Klimaveränderungen aus historischen Aufzeichnungen hergestellt werden konnte, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner Online-Ausgabe. So argumentiert auch der UN-Generalsekretät Ban Ki-Moon in einem Artikel in der Washington-Post, dass der Konflikt in der sudanesischen Darfur-Region auf Verwüstung, ökologische Degradation und damit einhergehend auf einer Verringerung der Ressourcen zurückzuführen sei. Andere Experten fürchten etwa, dass es in der Zukunft zu einer Zunahme von „Klimaflüchtlingen“ kommen werde, die in ihrer alten Heimat keine Lebensgrundlage mehr haben. Besonders betroffen davon werden die flachen Küstenregionen sein, die aufgrund der ansteigenden Meeresspiegel versinken werden.

Zunehmende Kritik an Biokraftstoffen – Schlechte Energiebilanz von Biosprit

Ständig neue Rekordstände bei den Preisen für (Roh-)Öl haben zu einem stetigen Ausbau der Anbaufläche für Produkte geführt, aus denen im Anschluss Biokraftstoffe gewonnen werden. Länder wie Brasilien, die seit der Ölkrise in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts voll auf Bio-Ethanol als Kraftstoff setzen, machen dies seit Jahrzehnten ökonomisch erfolgreich vor.

In Deutschland wurde durch die gesetzlich verpflichtende Beimischung von Biosprit in den „normalen“ Dieselkraftstoff ein Instrument geschaffen, um den Anbau von Biosprit-Pflanzen zu fördern. Fördermittel für wechselbereite Bauern sowie Automobilen mit speziellen Motoren haben für weitere Anreize gesorgt. Auch andere Länder haben angekündigt, in Zukunft verstärkt auf den nachwachsenden Rohstoff Biodiesel/Bioethanol zu setzen. Dazu gehören insbesondere die USA, China und Indien. Noch sind es Ankündigungen, aber wenn ein Riesenreich wie China bis zum Jahre 2030 zehn Prozent seines Kraftstoffverbrauchs durch Biosprit decken zu wollen, gilt es aufmerksam zu werden.

Als Hauptargument für Biosprit wird oft die CO2-Neutralität genannt. Beim Verbrennen des Kraftstoffes werden schließlich nur soviele Abgase in die Luft ausgestoßen, wie die Pflanzen zuvor durch Photosynthese der Luft entzogen haben. CO2-neutrales Autofahren mit einem nahezu unveränderten Motorenkonzept … diese Vorstellung wäre ein Segen für ökologisch mit schlechtem Gewissen gepflagte Autofahrer sowie vor allem für die Automobilindustrie.

Doch die einstmals ökologisch weiße Weste der Biokraftstoffe wird im Laufe der Zeit immer fleckiger. Kritik an Biodiesel/Bioethanol hagelt es von vielen Seiten:

    • Raubbau an der Natur: In Ländern wie Brasilien wird Regenwald dauerhaft gerodet, wodurch weniger CO2 von den neu gesäten Pflanzen augenommen wird

Belastung von Wasserversorgung und -reserven:

     Für die Herstellung von einem Liter Biosprit werden 3500 Liter Wasser verbraucht. Ein Problem, da in vielen Ländern in der Landwirtschaft auf Grundwasserreserven zurückgegriffen wird

  • Keine CO2-Neutralität: Aufgrund von Energie- und Benzinverbrauch bei der Produktion ist die Geschichte einer ausgeglichenen Umweltbilanz nur ein Märchen
  • Verlust von Anbaugebieten für Nahrung, die zur Bekämpfung von Hunger oder bei zur Senkung von Preisen für Agrarprodukte beitragen könnten
  • Verseuchung von Böden und Grundwasservorkommen durch den Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden beim Anbau

Die Biosprit-Technologie wird zwar oft als besonders ökologisch dargestellt, aber unter diesen Gesichtspunkten kann man wohl kaum von einer grünen Energiequelle reden. Die zahlreichen Belastungen für die Natur, die bei der Produktion entstehen, schädigen diese zum in vielerlei Hinsicht mehr, als durch den Einsatz eines nachwachsenden Rohstoffs gewonnen wird.

Effektiver Klimaschutz kann also nicht alleine durch einen Verzicht auf fossile Brennstoffe betrieben werden. Eine gesteigerte Effizienz der Autos und somit geringerer Energieverbrauch würde eine deutlich ökologisch höhere Wirkung haben. Oder noch einfacher: mal aufs Rad steigen und die Spritschleuder stehen lassen.

RWE gründet RWE Innogy – Ausgliederung der RWE Geschäfte in erneuerbaren Energien

Nach der vollmundigen Ankündigung von E.ON, massive Investitionen im Geschäftsbereich Erneuerbare Energien durchzuführen, legt nun Konkurrent RWE nach. Auch die Nummer 2 auf dem deutschen Strom- und Energiemarkt plant Investitionen in Milliardenhöhe, um den Anteil der Stromproduktion aus regenerativen Quellen bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts auf 20% hochzuschrauben. Zur Bündelung der Aktivitäten wird zudem eine neue Tochtergesellschaft namens RWE Innogy gegründet, die sich vornehmlich in den als wirtschaftlich betrachteten Geschäftsfeldern Windkraft, Wasserkraft und Biomasse engagieren wird.

Hier ist die Pressemitteilung:

Die RWE AG will ihr Geschäft mit erneuerbaren Energien massiv ausbauen. Dies kündigte der neue Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann am Mittwoch in Essen an. Hierzu will der Konzern die bisherigen Renewables-Aktivitäten in einer neuen Tochter bündeln, die am 1. Februar an den Start geht. Mindestens 1 Mrd EUR will der Konzern jährlich in die RWE Innogy investieren.Nach Angaben von Großmann soll der Anteil der erneuerbaren Energien an der RWE-Stromerzeugung bis 2020 von heute 5% auf über 20% steigen. „Wir verstehen die vermehrte Nutzung der erneuerbaren Energien auch als Werttreiber“, sagte Großmann. Dieser Bereich sei gemessen an seiner gesellschaftlichen Bedeutung, seinem ökologischen Potenzial und seinen Wachstumschancen in der Vergangenheit klar zu kurz gekommen. „Das wird sich nun ändern – und zwar tiefgreifend und schnell.“

RWE bestätigte, dass die neue Führungsgesellschaft von Fritz Vahrenholt geleitet wird, der bisher Vorstandsvorsitzender des Windanlagenbauers REpower war. Eine Berufung von Vahrenholt in den RWE-Konzernvorstand sei aber nicht vorgesehen, sagte Großmann.

Innogy soll vor allem organisch wachsen. Zusätzlich schloss RWE aber auch eine Verstärkung des Geschäfts durch strategische Zukäufe von Unternehmen und Anlagen nicht aus. Vahrenholt stellte am Mittwoch aber zugleich klar, dass RWE kein Anlagenbauer werde und nicht an Beteiligungen oder Übernahmen von Unternehmen wie Nordex oder REpower interessiert sei.

Vorgesehen ist, zum Start von Innogy Erzeugungskapazitäten von rund 1.500 Megawatt in der neuen Gesellschaft zu bündeln. Der Fokus des Unternehmens soll nach Angaben von Vahrenholt klar auf Windkraftprojekten im europäischen On- und Offshore-Bereich liegen. Wachsen wolle Innogy aber auch in den Bereichen Wasserkraft und Biomasse. Anders als Wettbewerber E.ON will RWE vorerst nicht in großem Stil in den US-Windenergiemarkt investieren.

Auch an Solarenergie-Projekten zeigte Vahrenholt auf Grund der zu geringen Wirtschaftlichkeit kein Interesse. Windenergie sei von allen Erneuerbaren am nächsten an der Wirtschaftlichkeit, sagte er. „Ich bin ganz sicher, dass sie in der zweiten Dekade zum Billigmacher im Strommix wird.“

Großmann sprach von einer „grundlegenden Weichenstellung“ für den Konzern. Dabei orientiere sich RWE an den ehrgeizigen politischen Zielvorgaben auf nationaler und europäischer Ebene. Dabei würden aber die üblichen Wirtschaftlichkeitskriterien im Konzern eingehalten. Als Möglichkeit bezeichnete Großmann ein späteres IPO von RWE Innogy. Dies sei zwar kein Ziel, sei aber auch nicht auszuschließen.

Aktionstag „Licht aus! Für unser Klima“ – Rette unsere Erde – Teilnahme & Info

Deutschland macht das Licht aus – ProSieben engagiert sich neben Galileo Contra auch sonst sehr für den Klimaschutz. Ohne weiter auf die Beweggründe des Senders eingehen zu wollen, wollen wir euch die Kampagne bzw. den Aktionstag „Rettet unsere Erde“ von BILD, BUND, Greenpeace, dem WWF, Google und ProSieben vorstellen.

Am Samstag, den 8. Dezember 2007 findet eine deutschlandweite Aktion statt: „Licht aus! Für unser Klima.“. Von 20 Uhr bis 20.05 Uhr sollen für fünf Minuten im ganzen Land die Lichter ausgeschaltet werden. Eine eindringliche Mahnung, die national und international zu mehr Klimaschutz aufruft.

Neben großen Denkmälern, wie dem Kölner Dom, das Schloss Neuschwanstein, das Heidelberger Schloß, die Alte Oper sowie die „Zeil“ in Frankfurt, können und sollen aber auch alle Privathaushalte mitmachen. Daneben aber auch Städte, Gemeinden, Unternehmen, Vereine und Organisationen. Die Teilnehmer können beispielsweise Fassaden-, Zimmer-, Landschafts- oder Weihnachtsbeleuchtungen abschalten. Für die Sicherheit notwendiges Licht, etwa Straßen- oder Notbeleuchtungen, bleibt natürlich eingeschaltet.

Die Bild hat passend zum Aktionstag „Licht aus! Für unser Klima“ die wichtigsten Fragen beantwortet:

 

  1. Was soll die Kampagne bewirken?
    Sie ist keine Energie-Sparaktion, sondern eine symbolische Mahnung, soll auf den Klimawandel aufmerksam machen und zu mehr Klimaschutz aufrufen.
  2. Wie kann ich mitmachen?
    Sie können am 8.12. um 20 Uhr z. B. Fassaden-, Zimmer- oder Weihnachtsbeleuchtungen abschalten.
  3. Ist es nicht gefährlich, wenn plötzlich überall das Licht ausgeht?
    Nein, das für die Sicherheit nötige Licht auf Straßen, Plätzen oder Bahnhöfen bleibt natürlich eingeschaltet!
  4. Was passiert mit dem Strom, der in den fünf Minuten nicht gebraucht wird?
    Hochspannungs-Experte Prof. Stefan Tenbohlen (42, Uni Stuttgart): „Damit es keine Überkapazität im Netz gibt, werden Pumpspeicherkraftwerke eingeschaltet. Die speichern überschüssige Energie, geben sie anschließend wieder ab. Dadurch bleibt das Stromnetz stabil.“
  5. Wie viel Strom wird durch die Aktion gespart?
    Klima-Experte Matthias Seiche (38) vom BUND: „Wenig. Bei einer ähnlichen Aktion in Frankreich machten zwar 7 Millionen Menschen mit, der Stromverbrauch sank aber nur um 1 %.“
  6. Kostet das Aus- und wieder Einschalten zusätzlich Strom?
    Prof. Tenbohlen: „Nein, Glühlampen benötigen keine zusätzliche Energie beim Einschalten.“
  7. Wo kann ich mich weiter über die Aktion informieren?
    Im Internet unter www.lichtaus.info.

 

Auch eines der größten Münchener Unternehmen nimmt bei dieser groß angelegten Klimaschutz-Aktion teil:  BMW wir seine nagelneue BMW Welt ebenfalls für ein paar Minuten nicht mehr mit futuristischem Licht bestrahlen.

EDIT:
Hier ist der TV-Spot von „Licht aus!“, der schon so manchen Werbeblock auf ProSieben & Co. verschönert hat:

Greenpeace warnt: Die CO2-Reduktionsziele der Regierung können nicht eingehalten werden

Eine von Greenpeace beauftragte Studie des Aachener Ingenieurbüros EU-Tech hat bei der Bundesregierung für Aufregung gesorgt. Laut dem Bericht schafft es Deutschland nicht, das selbstgesteckte Ziel, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren, einzuhalten.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass maximal 30 Prozent Reduktion gegenüber den CO2-Emissionswerten von 1990 erreicht werden können. Im Bericht wurde die Effektivität der bisherigen Klimapolitik der Regierung in Frage gestellt und der immer noch stattfindene Ausbau sowie Aufbau von Kohlekraftwerken kritisiert.

Zwei Wochen vor der UN-Klimaschutzkonferenz auf Bali war somit reichlich Öl ins Feuer gegossen worden. Bundesumweltminister Gabriel wirft Greenpeace vor, die Glaubwürdigkeit Deutschlands bei der Vorreiterrolle im Klimaschutz unnötig zu gefährden. Er sieht bei der Einhaltung der Klimaschutzziele keinerlei Bedenken.

Greenpeace kontert mit der Betonung auf die Wissenschaftlichkeit der Studie. Andree Böhling von Greenpeace: „[…] So lange in Deutschland der Bau von 25 Kohlekraftwerken weiterverfolgt wird, kann Gabriels Klimaschutzkonzept nicht funktionieren.“ Nach den offiziellen Informationen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft vom Frühjahr 2007, sollen bis 2012 in Deutschland 25 neue Kohlekraftwerke entstehen.

Wie es weitergeht, und ob die Pläne für 25 neue Kohlekraftwerke nach den zahlreichen Klima-Berichten dieses Jahr wirklich in die Tat umgesetzt werden, wird die Zukunft zeigen. Freuen wir uns erstmal auf einen ab 2008 hoffentlich funktionierenden Emissionsrechtehandel.

Schneegarantie: Wintersportorte rüsten sich mit Scheekanonen gegen den Klimawandel

Wintersportfreunde haben momentan gut Lachen. Der Wintereinbruch im November sorgt früher als erwartet für regen Betrieb in den Wintersportorten. Die Bedingungen sind optimal, nach starkem Schneefall sind die Pisten perfekt vorbereitet. Noch vor nicht ganz einem Jahr sah die Situation aber ganz anders aus. Kaum Schneefall und zu milde Temperaturen sorgten für eine katastrophale Saison in den Skigebieten.

Das Klima in den Bergen unterliegt immer mehr unberechenbaren Schwankungen, welche laut Experten dem fortschreitenden Klimawandel zuzuschreiben sind. Warme und kalte Winter werden sich in Zukunft häufiger abwechseln. Um diesen Klimaschwankungen vorzubeugen, fahren die Skigebiete jetzt schwere Geschütze auf.

An den Skihängen wird sich in Zukunft nicht auf den Schneesegen verlassen, Nachhelfen heisst die Devise. So flossen dieses Jahr enorme Geldmengen in die Anschaffung von Schneekanonen und Beschneiungssystemen.
Allein in Österreich wurden 127 Millionen Euro investiert:

  • Am Stubaier Gletscher werden die Beschneiungsanlagen mehrerer Pisten ausgebaut
  • Der Skiverbund Amadé bei Salzburg hat etwa 40 Millionen in neue Beschneiungsanlagen investiert
  • Die Skiwelt Wilder Kaiser hat die Beschneiungsanlage auf 110 Pistenkilometer ausgebaut.
  • In Ischgl wurden weitere Schneekanonen installiert
  • …die Liste ließe sich beliebig fortsetzen

Auch in Deutschland rüsten sich die Skigebiete, so plant beispielsweise Garmisch in Bayern die Verdreifachung der Kunstschneekapazitäten auf den angeschlossenen Pisten.

Es wird in Zukunft nichts mehr dem Zufall überlassen, denn der nächste schneearme Winter kommt bestimmt.

Klimaschutz jetzt! Klima-Allianz ruft auf zu Aktionen gegen den Klimawandel

Vom 3. bis 14. Dezember findet auf Bali die UN-Klimaschutzkonferenz statt, bei der eine Neuauflage des Kyoto-Protokolls beschlossen werden soll. Im Fahrwasser der Konferenz veranstaltet die Klima-Allianz am 8. Dezember 2007 einen Aktionstag, um jeden zu einem aktiven Klimaschutz aufzufordern.

Als Orte für die Demonstrationen wurden Berlin mit Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor sowie das Braunkohle- kraftwerk Neurath bei Düsseldorf gewählt. Unterstützung finden die Aktionen bei zahlreichen Gruppen wie Greenpeace, den Grünen, dem Bund Naturschutz und eigentlich dem gesamten Who is Who der Umwelt- und Klimaschutz-Szene.

Hier der Aufruf der Klima-Allianz zu den Aktionen:

Die Zeit ist reifKlimawandel geht uns alle an! Überschwemmungen, Dürreperioden und Krankheiten gefährden Millionen von Menschen, vor allem in den Entwicklungsländern. Wir müssen Druck machen, damit die Politik jetzt konsequent handelt.

Wenn auch Sie es satt haben, …

  • dass der Klimawandel die Armen noch ärmer macht,
  • dass die Politiker von Klimaschutz reden, aber nur halbherzig handeln,
  • dass in Deutschland über 25 neue Kohlekraftwerke geplant werden,
  • dass die Regierung vor den Automobil- und Energiekonzernen einknickt,

dann demonstrieren Sie mit uns für einen Aufbruch in der Klimapolitik! Hunderttausende Menschen gehen am 8. Dezember weltweit auf die Straße. In Deutschland setzen wir das Startsignal für eine neue Klimaschutzbewegung.

Machen Sie bei den Demonstrationen mit!

Quelle: Klima-Allianz

 

Hier auch noch der Spot von Greenpeace zu den Aktionen am 8. Dezember. Man sollte sich dabei nicht vom Vattenfall-Logo auf dem Preview-Bild täuschen lassen. Sollte mal jemand Greenpeace informieren, wie Youtube funktioniert. 🙂

Also: Wer am 8. Dezember noch nichts vor hat und es organisatorisch hinbekommt, sollte sich nach Berlin bzw. Neurath in Bewegung setzen. Und wer bereits diesen Tag verplant hat, sollte Termine mal Termine sein lassen und stattdessen mal was sinnvolles für den Klimaschutz tun. 🙂

The Path to Survival – Das neue Buch von Al Gore

Für alle, die sich beim Lesen des Buches „An Inconvenient Truth“/“Eine unbequeme Wahrheit“gefragt haben, was denn zum Kampf gegen den Klimawandel getan werden kann, liefert der Autor und Friedensnobelpreisträger Al Gore selbst bald die Antwort. Passenderweise erneut in Buchform.

Dieses neue Buch mit dem Titel „The Path to Survival“ (deutscher Titel noch nicht bekannt) wird am 13. Mai 2008 erscheinen. Der Nachfolger von „Eine unbequeme Wahrheit“ soll dort anknüpfen, wo das erste Buch aufgehört hat. Versprochen wird ein visionärer Plan, welche Veränderungen die Menschheit als Gesamtes durchführen sollte, um sich den Herausforderungen des Klimawandels entgegenzustellen.

Mit dem Mix aus Inhalten aus Wissenschaft, Gedankenanstoßen und Vision spricht Gore als Zielgruppe des Buches also durch „Eine unbequeme Wahrheit“ motivierte Leser an, welche sich für die Durchsetzung von Lösungen einsetzen wollen, die vor kurzer Zeit noch politisch und ökonomisch nicht durchsetzbar waren.

Nur für den lesefaulen Kinogänger gibt es jedoch einen Wermutstropfen: Bislang ist keine Kino-Umsetzung des Buches geplant. Doch sowas sollte Leute, die es ernsthaft mit dem Klimaschutz meinen, eh nicht abhalten. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was uns Al Gore im nächsten Mai zu erzählen hat.

Mehr Literatur zum Thema Klimawandel finden Sie in unserer Sektion Bücher & DVD.

Existenzielle Bedrohung durch Klimawandel – Folgen für Menschen und Natur am Polarkreis

Arved Fuchs ist ein bekannter Abenteurer und Buchautor, der vor allem durch Fernsehdokumentationen und Fotoreportagen bekannt wurde. In der Offenburger Ortenaualle referierte nun Fuchs über seine Polar-Abenteuer sowie über die Folgen des bereits heute realen Klimawandels an den Polarkreisen. Aus erster Hand konnten die 2.500 Zuhörer somit einen Einblick in die Veränderungen gewinnen, die durch die globale Erwärmung vonstatten gehen.

Hier einige inhaltiche Auszüge:

[…]Spektakulär war seine Durchquerung der legendären Nordwestpassage im Jahr 2004 – die Route per Schiff durch Eis entlang der Nordküste Kanadas. Dieser Reise war sein Vortrag gewidmet – das Thema von Fuchs war jedoch ein anderes: „Während wir in den Industrieländern noch diskutieren, ob wir überhaupt am Klimawandel schuld sind, ist er in der Arktis längst Realität“, sagt Fuchs. Er weiß es aufgrund eigenen Erlebens.

[…]

„Bislang hat der Permafrost das Land zusammengehalten. Die Häuser standen auf einem ständig gefroren Boden“, erläutert Fuchs. Doch der taut nun auf – und wird vom Meer Schritt um Schritt abgetragen. Fuchs: „Denn auch das Meer hat sich verändert. Die Küste friert weniger zu, dadurch ist stärker und häufiger Brandung.“

[…]

Quelle: Badische Zeitung Online

 

Wenn es also um die Gefährdung von Küstenregionen durch den Klimawandel geht, blickt man normalerweise vor allem auf untergehende Inseln in der Südsee oder durch Überschwemmungen und Sturmfluten exponierte Gebiete. Die Aussagen von Arved Fuchs tragen dazu bei, den Betrachtungshorizont zu erweitern.

Existenzielle Bedrohung durch Klimawandel – Folgen für Menschen und Natur am Polarkreis

Arved Fuchs ist ein bekannter Abenteurer und Buchautor, der vor allem durch Fernsehdokumentationen und Fotoreportagen bekannt wurde. In der Offenburger Ortenaualle referierte nun Fuchs über seine Polar-Abenteuer sowie über die Folgen des bereits heute realen Klimawandels an den Polarkreisen. Aus erster Hand konnten die 2.500 Zuhörer somit einen Einblick in die Veränderungen gewinnen, die durch die globale Erwärmung vonstatten gehen.

Hier einige inhaltiche Auszüge:

[…]Spektakulär war seine Durchquerung der legendären Nordwestpassage im Jahr 2004 – die Route per Schiff durch Eis entlang der Nordküste Kanadas. Dieser Reise war sein Vortrag gewidmet – das Thema von Fuchs war jedoch ein anderes: „Während wir in den Industrieländern noch diskutieren, ob wir überhaupt am Klimawandel schuld sind, ist er in der Arktis längst Realität“, sagt Fuchs. Er weiß es aufgrund eigenen Erlebens.

[…]

„Bislang hat der Permafrost das Land zusammengehalten. Die Häuser standen auf einem ständig gefroren Boden“, erläutert Fuchs. Doch der taut nun auf – und wird vom Meer Schritt um Schritt abgetragen. Fuchs: „Denn auch das Meer hat sich verändert. Die Küste friert weniger zu, dadurch ist stärker und häufiger Brandung.“

[…]

Quelle: Badische Zeitung Online

 

Wenn es also um die Gefährdung von Küstenregionen durch den Klimawandel geht, blickt man normalerweise vor allem auf untergehende Inseln in der Südsee oder durch Überschwemmungen und Sturmfluten exponierte Gebiete. Die Aussagen von Arved Fuchs tragen dazu bei, den Betrachtungshorizont zu erweitern.