4 Gesetze für den Klimaschutz – Erster Teil Klimaschutzpaket verabschiedet

Nach zähen Verhandlungen innerhalb der großen Koalition wurde nun doch noch der erste Teil des Klimaschutzpakets verabschiedet. Ziel des Gesetzespakets ist es, den Anteil vom Ökostrom am Energiemix bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln und gleichzeitig den Ausstoß von Kohlendioxid um 40 Prozent zu reduzieren.

Hier die vier verabschiedeten Gesetze und was sich in den kommenden Jahren ändert:

– Verdopplung des Anteils erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2020

Durch Schaffung neuer bzw. verbesserter Anreize zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien soll der Anteil alternativer Energiequellen am Energiemix bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts auf dann 30 Prozent verdoppelt werden. Höhere Vergütungen für die Einspeisung ins Stromnetz erhält demanach Strom aus Windkraft und Biogasanlagen. Die Zuschüsse beim Solarstrom werden zwar weiter reduziert, gemäß Erneuerbar-Energien-Gesetz bleiben die Vergütungen mit 43 Cent pro Kilowattstunde aber immer noch die höchsten, die am Markt gezahlt werden.

– Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung: Anreize für Industrie und Haushalte

Durch eine Erhöhung der staatlichen Subventionen zum Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf dann eine Höhe von jährlich 750 Millionen Euro sollen sowohl für Haushalte als auch für die Industrie Anreize geschaffen werden. Bei der KWK wird die bei der Stromproduktion entstehenden Abwärme als Heizenergie (Fernwärme) genutzt und hilft somit, die CO2-Emissionen zu senken.

– Erneuerbare Energien Wärmegesetz (EEWärmeG)

Zukünftig wird es für Neubauten verpflichtend sein, die Wärmeversorgung zu einem Teil aus Ökostrom zu leisten. wer dies nicht erfüllen kann, der kann auch durch besonders effiziente Maßnahmen zur Wärmedämmung seine Pflicht leisten. Mit diesen Regelungen soll der Anteil von Biomasse, Geothermie und Solarthermie von derzeit 5 Prozent auf 14 Prozent fast verdreifacht werden. Damit auch bei Altbauten investiert wird und somit die Häuser allgemein weniger Energie verbrauchen, wird die staatliche Förderung von Gebäudesanierungsmaßnahmen, Energieerzeugung und Effizienz-Verbesserungen auf 500 Millionen Euro jährlich aufgestockt.

– Änderungen bei der Messung vom Stromverbrauch

Zukünftig wird das Ablesen des Stromzählers nicht mehr zwingend vom Stromversorger durchgeführt. Stattdessen müssen beginnend im Jahr 2010 solche Stromzähler installiert werden, die es dem Verbraucher ermöglichen, ihren Stromverbrauch anhand der tageszeitlich schwankenden Energiepreise zu optimieren.

Die Meinungen über die Tragweite der Beschlüsse gehen wie immer weit auseinander. Dem einen gehen die Gesetze im Sinne des Klimaschutzes nicht weit genug, die anderen beschweren sich über höhere Kosten für den Verbraucher. Unbestreitbar ist jedoch, dass es ein Schritt nach vorne ist … und sei es auch ein noch so kleiner.

Jobmotor Klimaschutz – 500.000 zusätzliche Arbeitsplätze in Deutschland durch Klimaschutz Maßnahmen

Oftmals werden Maßnahmen für den Klimaschutz ausschließlich als Kostentreiber und Arbeitsplatzvernichter dargestellt. Vornehmlich aus Industrien, deren Absatzpotenziale maßgeblich von den Energiekosten abhängen, werden politische Initiativen zum Erreichen ambitionierter Klimaschutzziele mit großer Ausdauer als Standortnachteil und Jobkiller diskreditiert. Am Ende werden diese Initiativen zumeist gar nicht mehr umgesetzt oder (wenn überhaupt) weichgespült und ihrer ursprünglich angedachten Wirkung beraubt verabschiedet.

Nach einem Beispiel muss nicht lange gesucht werden: das Geeiere der Bundesregierung bei der Einführung einer CO2 Steuer (d.h. der emissionsbasierten Besteuerung von Kraftfahrzeugen) hat unlängst gezeigt, welche Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei der Verabschiedung von konkreten Klimaschutz-Maßnahmen auf höchster politischer Ebene besteht. Wann tatsächlich die gesetzliche Grundlage für die CO2 Steuer festgezurrt wird, bleibt zunächst offen. Ob sich die Lobbyisten aller beteiligten Interessensgruppen damit einen Gefallen getan haben, muss stark bezweifelt werden.

Dass gesetzliche Bestimmungen zum Umweltschutz und Klimaschutz nicht zwingend Konjunkturbremsen sind, stellt nun eine vom Umweltministerium in Auftrag gegebene Studie fest. Statt massiv Arbeitsplätze zu vernichten, würden dagegen bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts in der Endabrechnung satte 500.000 Jobs zusätzlich vorhanden sein. Sicherlich werden einige Industrien zu den Verlierern zählen, was jedoch durch das Schaffen neuer Arbeitsplätze an anderer Stelle mehr als kompensiert werden dürfte.

Die nötigen Investitionen in den Klimaschutz im Milliardenbereich, zum Teil staatlich gefördert, werden sich als wahrer Jobmotor für Deutschland erweisen, so die Studie. Neue Arbeitsplätze entstehen beispielsweise durch die gesetzlich geforderten Klimaschutz-Maßnahmen im Hausbau bzw. der Gebäudesanierung sowie durch den Ausbau erneuerbarer Energien. Tatsächlich ist es bereits heute so, dass in zahlreichen Branchen ein großer Mangel an Fachkräften herrscht. Erst langsam wächst die Zahl von Absolventen eines Studiums oder einer Ausbildung mit einem Hintergrund in erneuerbaren Energien.

Bewahrheitet sich die Studie des Bundesumweltministeriums, braucht sich dieser Nachwuchs in Zukunft keine Sorgen um einen Arbeitsplatz zu machen.

Kampf gegen Klimawandel – Internationale Energieagentur fordert Revolution der Energieversorgung

Vom 07. – 09. Juli findet im japanischen Toyako, Hokkaido, der G8-Gipfel statt, bei dem sich die führenden Köpfe der größten achten Industrienationen unter anderem über die Zukunft der globalen Energieversorgung beraten werden. Einen Monat vor Beginn des G8-Gipfels bringen sich Politik, Wirtschaft und Verbände in Position, um die öffentliche Meinung in ihrem Interesse zu verändern und daraus resultierend politischen Druck aufzubauen.

Den Anfang machte nun die Internationale Energieagentur (IEA), die in einer Studie aufzeigte, dass nicht weniger als eine Revolution der Energietechnik nötig sei, um effektiv den Kampf gegen den Klimawandel aufzunehmen. Zum Erreichen der Klimaschutz-Ziele, wie sie vor allem beim letzten G8-Gipfel in Heiligendamm vorgestellt wurden, müssten bis zum Jahr 2050 nicht weniger als 30 Billionen Euro in die Modernisierung und Erneuerung der Energieversorgung investiert werden. Statt der derzeit formulierten Reduktion der Produktion von Treibhausgasen würden sich angesichts eines ungebremsten Wirtschaftswachstums in Schwellen- und Entwicklungsländern sonst die Emissionen mehr als verdoppeln.

Die Investitionen im zweistelligen Billionenbereich muten zwar zunächst wie eine gigantische und unfassbare Summe an, könnten aber durch den vergleichsweise geringen Anteil von 1,1 Prozent des Welt-Bruttosozialprodukts über den Zeitraum von über vier Jahrzehnten relativ leicht gestemmt werden.

Erneuerbare Energien und Kernkaft zur Revolution der Energieversorgung

Ein wichtiges Element der Strategie der IEA wäre der massive Ausbau der Energieproduktion mittels Kernkraftwerken, die dann ein Viertel des Energiebedarfs decken sollen. Die Zahl von derzeit rund 450 in Betrieb stehenden Kernreaktoren müsste sich bis zur Mitte des Jahrhunderts vervierfachen. In Zeiten, in denen man weltweit über eine Renaissance der Kerntechnik spricht, werden solche Visionen sicherlich in Kreisen der Politik mit offenen Armen empfangen. Über Krsko spricht dann in wenigen Wochen bestimmt niemand mehr.

Zum umfassenden Umbau der globalen Energieversorgung sollen aber auch erneuerbare Energien einen großen Beitrag leisten. Die Kraft von Sonne, Wind und Wasser müsste nach Ansicht der Internationalen Energieagentur bis 2050 zur CO2-freien Deckung von rund der Hälfte des globalen Energiebedarfs genutzt werden. Die Energieproduktion aus der Sonnenenergie müsse um den Faktor 200 steigen, beim Wind wurde der Faktor 50 genannt.

Es ist klar, dass sich die Internationale Energieagentur hauptsächlich für den Ausbau der Kapazitäten bei der Energieproduktion stark macht, dann dies entspricht schließlich den Interessen deren Mitglieder. Ob alle Elemente der vorgelegten visionären Strategien (wie z.B. die Pläne zum Ausbau der Kernenergie) auf dem richtigen Weg liegen, kann durchaus bezweifelt werden. Dass ein grundsätzliches Umdenken beim Umgang mit Energie nötig ist im Kampf gegen den Klimawandel, sollte aber unbestritten sein. Zum Klimaschutz zählt nicht nur ein Umdenken beim Verbrauch von Energie, sondern diese muss vor allen Dingen sauber produziert werden.

Ökostrom Anbieter Lichtblick unter Beschuss – Zukauf von Strom an der EEX

Der Ökostromanbieter Lichtblick hat eingeräumt, an der European Energy Exchange (EEX) zusätzlichen Strom eingekauft zu haben. Pikant ist diese Vorgehensweise, da an der Strombörse EEX vor allem Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken gehandelt wird. Von einem Anbieter, der von sich selber behauptet, 100% seines Energiemixes aus regenerativen Energien zusammenzustellen, sollte man ein solches Handeln eigentlich nicht erwarten. Nachdem seit einiger Zeit Anschuldigungen gegenüber Lichtblick bzgl. eines solchen Vorgehens seitens des Unternehmens abgestritten wurden, hat man sich bei Lichtblick nun entschlossen, doch reinen Tisch zu machen.

Gegenüber der [Financial Times Deutschland] räumte Lichtblick nun ein, Strom am EEX-Spotmarkt einzukaufen. Dies sei nötig, da es bei der Versorgung „Abweichungen zwischen Kurzfristprognose und zum Teil langfristig im Voraus vertraglich gesicherten regenerativen Strommengen“ gebe. Der Zukauf könne aber „nicht in ,grüner‘ Qualität erfolgen“. Das Vorgehen sei „breit akzeptiert“.


Quelle: FTD

Die Argumentation, dass dies unter den Profis akzeptiert sei, soll an dieser Stelle gar nicht angegriffen werden. Allerdings dürfte es den Kunden weniger bekannt sein, dass in ihren Ökostrom von Zeit zu Zeit auch etwas „schmutziger“ Strom untergemischt wird. Dass dies zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit vonstatten geht, ist zwar nachvollziehbar, stellt aber dennoch keine Grundlage für ein solches Verhalten dar.

Wenn man als ein gewichtiges Verkaufsargument die 100%ige Freiheit des Energiemixes von Strom aus Kohle-/Atomkraftwerken einsetzt, dann ist ein extrem negative Echo in den Medien und der Öffentlichkeit vorprogrammiert, wenn am Ende Gegenteiliges ans Tageslicht kommt. Zwar handelt es sich nicht um einen Imageverlust in der Dimension wie jüngst bei der Telekom, ein dauerhafter Schaden durch das schlechte Reputationsmanagement wird aber dennoch bleiben.

Energiesparlampen für den Klimaschutz – Neuseeland will Glühlampen verbieten

Die Glühbirne hat schon bessere Zeiten erlebt. Die Regierung von Neuseeland will die traditionelle künstliche Lichtquelle ab Oktober nächsten Jahres aus den landesweiten Fassungen verbannen und durch Energiesparlampen ersetzen. Ziel ist es, den CO2 Ausstoß landesweit zu verringern und Stromkosten zu sparen.

Die Entscheidung von Neuseeland ist kein Einzelfall. In Australien wurde bereits im vergangenen Jahr die Verwendung von herkömmlichen Glühlampen verboten. Im US-Staat Kalifornien wird ab 2012 Schluss sein. Auch EU-weit wird über ein Verbot von Glühlampen nachgedacht.

Ausschlaggebendes Kriterium für diese Abkehr ist die schlechte Energiebilanz der Lichtquelle. Nur fünf Prozent der Energie werden in Licht verwandelt, der Rest geht durch Wärmeentwicklung ungenutzt verloren. Energiesparlampen arbeiten da weit effizienter.

Energieausweis wird Pflicht in Deutschland – Der Countdown läuft…

Jetzt wird’s ernst – ab 1. Juli 2008 wird der Energieausweis für Altbauten (Baujahr bis einschließlich1965) Pflicht. Der Energieausweis dient als Nachweis für die energetische Bilanz eines Gebäudes und muss potentiellen Käufern und Mietern der Immobilie vorgelegt werden. Bisher galt die Pflicht zur Vorlage des Energieausweises ausschließlich für Neubauten. Ab Januar 2009 rücken dann alle nach 1965 erstellten Häuser nach. Somit wird die Energiebilanz auf dem Immobilienmarkt zu einem wichtigen Kaufkriterium.

Potentielle Käufer und Mieter sollen mittels Energieausweis einen Einblick in den Energieverbrauch des in Frage kommenden Gebäudes erhalten. Für Verkäufer und Vermieter einer Immobilie ist die Energieausweispflicht ein ausschlaggebender Anreiz zur Durchführung einer energetischen Sanierung. Adäquate Wärmedämmung und effiziente Heizsysteme können den Energieverbrauch des Gebäudes maßgeblich senken.

Gerade im Bereich der Altbausanierung besteht auch in Deutschland enormer Nachholbedarf. Über 22 Prozent des gesamten deutschlandweiten Energieverbrauchs wird für die Beheizung von Gebäuden verbraucht. Das geschätzte Einsparpotential liegt bei mehr als 50 Prozent.

Der energetischen Sanierung fällt deshalb gerade in Zeiten des fortschreitenden Klimawandels eine wichtige Rolle zu. Doch auch monetäre Kriterien spielen eine besondere Rolle. Staatliche Förderprogramme sollen deshalb die dafür notwendigen Anreize zur energetischen Sanierung von Altbauten herstellen.

Heizkosten senken durch Erneuerung der Heizungsanlage – Brenner Erneuerung

Der Sommer hat begonnen. Endlich steht die Heizung still, nur das Brauchwasser bedarf zusätzlicher Erwärmung. Genau in diesen Tagen bietet sich die Erneuerung eines in die Jahre gekommenen Heizsystems oder die Zusatznutzung von Solarthermie zur Warmwasserbereitung an. So kann die Heizung in den heißen Monaten den Jahres sogar komplett aus bleiben, die über Solarkollektoren eingefangene Wärme reicht für das Brauchwasser meist aus.

Wer meint, Heizungsinstallateure haben im Sommer frei, irrt gewaltig. Deutschlandweit werden in den warmen Monaten tausende von Heizungsanlagen erneuert und/oder mit Solarthermie Systemen ergänzt. Hausbesitzer sollten jetzt über eine Heizungserneuerung entscheiden, der nächste Winter kommt bestimmt. Dann nämlich kann der Austausch von Brenner und anderen Heizkomponenten deutlich unangenehmer ausfallen.

Neben der Verbesserung der Energiebilanz leistet man zusätzlich einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.

In deutschen Kellern heizen noch etwa vier Millionen hoffnungslos veraltete Brenner, was etwa 25 Prozent aller privat verbauten Heizungen in Deutschland entspricht. Schlechter Wirkungsgrad, unnötig hoher Stromverbrauch und überdimensionierte Kapazität, die Liste der Negativfaktoren ist lang. Es besteht dringender Handlungsbedarf.

Moderne Brenner sorgen für eine energetisch optimierte und gleichzeitig klimaschonende Wärmebilanz. Die Investition lohnt, zudem locken interessante Förderangebote der KfW Bank.

Bau von 30 Offshore Windparks in der Nord-/Ostsee – Bekenntnis zur Windkraft in Deutschland

Derzeit findet im japanischen Toyako der G8-Gipfel der führenden Industrienationen statt, bei dem unter anderem über die Zukunft der weltweiten Energiepolitik im Zuge von Klimawandel und Energiekostenexplosion gesprochen wird. Unter den G8-Staaten ist Deutschland das einzige Land, das weiterhin auf den Ausstieg aus der Kernenergie setzt.

Italien war das letzte Land aus der Gruppe der führenden Industrieländer, das nach dem kürzlichen Regierungswechsel aus der Riege der Atomkraftgegner ausscherte. Die energiepolitische Antwort auf den Klimawandel durch eine emissionsarme Erzeugung von Strom kann nur durch den Bau hunderter neuer Atomkraftwerke vonstatten gehen, so der einhellige Tenor. Nur Deutschland setzt weiter auf vornehmlich auf regenerative Energien, um die ehrgeizigen Klimaschutz-Ziele zu verfolgen.

Um mit der gesteigerten öffentlichen Aufmerksamkeit durch den G8-Gipfel den deutschen Sonderweg in der Energiepolitik weiter zu betonen, kündigte Wolfgang Tiefensee (Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung) den Bau von 30 Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee an. Innerhalb der nächsten 20 Jahren sollen einige Tausend Windräder aufgestellt werden, die mit Hilfe der Kraft des Windes eine Kapazität von 25.000 Megawatt Strom erzeugen können.

Zum Vergleich: Der derzeitlich im Bau befindliche moderne Druckwasser-Atomreaktor in Flamanville (Frankreich) wird eine Kapazität von rund 1.600 Megawatt besitzen. Grob gerechnet ersetzen die gemäß derzeitigem Raumordnungsplan angepeilten Offshore-Windkraft-Anlagen 15 Kernreaktoren, die im Laufe der nächsten Jahre stillgelegt werden können bzw. nicht neu gebaut werden müssen.

Im Sinne einer Abkehr von der riskanten Kernenergie und einer umweltfreundlichen, CO2-freien Stromerzeugung ist zu hoffen, dass die ambitionierten Pläne des Bauministeriums auch in die Tat umgesetzt werden.

Emissionshandel im Luftverkehr ab 2012 – Klimaschutz in der Luftfahrt

Der Weg für einen Emissionshandel im Luftverkehr ist frei: das EU-Parlament segnete mit großer Mehrheit die in monatelangen Verhandlungen ausgearbeiteten Gesetzentwürfe für eine Deckelung der Kohlendioxid-Emissionen von Flugzeugen ab. Somit wird es den Fluggesellschaften nicht mehr möglich sein, ohne Rücksicht auf ökologische Verluste ihre Flugstreckennetze auszubauen.

Die Obergrenze wird auf Basis der durchschnittlichen CO2-Emissionen der Luftfahrt in den Jahren 2004 – 2006 festgesetzt. Ab 2012 dürfen die Airlines nur mehr 97% an Emissionen gegenüber diesem Richtwert ausstoßen, im folgenden Jahr bereits nur noch 95%. Weitere Absenkungen in den Jahren darauf sind angedacht.

Die Fluggesellschaften erhalten gemäß bestimmter Faktoren (wie z.B. des Marktanteils) Emissionsrechte in Form von Zertifikation zugeteilt. 15% dieser Zertifikate müssen zur Einführung des Emissionsrechtehandels in einem Auktionsverfahren erworben werden, der Rest wird kostenfrei verteilt. Wer mehr Abgase produziert als anhand des individuellen Grenzwerts erlaubt wäre, muss Zertifikate hinzukaufen und somit mehr Geld ausgeben. Somit entsteht ein Anreiz, möglichst wenig Emissionen zu erzeugen, um so keine zusätzlichen Kosten zu vermeiden bzw. eigene zustehende Zertifikate zu verkaufen. Durch die erzwungene Verknappung der Zertifikate in den Folgejahren entsteht sukzessive mehr Druck auf die Airlines, auf moderne umweltfreundlichere Flugzeuge umzurüsten bzw. Flugrouten effizienter zu gestalten.

Die entstehenden Mehrkosten durch den Emissionsrechtehandel im Luftverkehr werden die Verbraucher tragen müssen. Je nach Interessensgruppe schwanken hier die Prognosen zwischen wenigen Prozent bis zweistelligen Prozentbeträgen des heutigen Ticketpreises.

Entscheidend für den kommerziellen und vor allem auch ökologischen Erfolg des Emissionshandels in der Luftfahrt wird sein, ob es gelingt, die außereuropäischen Staaten mit ins Boot zu holen. Insbesondere aus den USA wurde Widerstand gegen die derzeitige europäische Insellösung angekündigt. Ob es hier zu Komplikationen kommen wird, hängt maßgeblich von der Einstellung zum Klimaschutz des zukünftigen Präsidenten nach der Wahl ab.

Sprit sparen mit Eco Tuning – Beitrag zum Klimaschutz durch Chiptuning am Auto

Spätestens mit dem großen Erfolg der Serie „Pimp my ride“ erlangte das Auto Tuning den großen Durchbruch auch in Deutschland. Leider sind Auto Tuner im Allgemeinen nicht gerade für ihre herausragenden Aktivitäten in Sachen Klimaschutz bekannt. Das Aufbohren der Motorleistung zum Herauskitzeln zahlreicher PS oder für den Spritverbrauch schädliche Zusatzausstattungen wie dicke und schwere Soundsysteme dienen aus ökologischer Perspektive nur der Verschlechterung der Umweltbilanz.

In Zeiten von Klimawandel und explodierenden Benzinpreisen nimmt sich die Tuning-Branche jedoch einem Thema an, das in die komplett andere Richtung geht: Eco Tuning

Ziel des ökologischen Tunings ist es, durch Eingriffe in die Motorsteuerung für eine Senkung des Spritverbrauchs zu sorgen, ohne dabei auf Leistung verzichten zu müssen. Hintergrund ist, dass Autos so produziert werden, dass sie ab Werk grundsätzlich überall auf der Welt mit jeder Sorte von Benzin einsatztauglich sind. Auch bei extremen Wetterbedingungen und Temperaturen soll die Nutzbarkeit garantiert werden.

Damit entstehen automatisch Leistungsreserven, sobald man sich mit dem Auto ausschließlich in gemäßigten Klimazonen wie Mitteleuropa aufhält. Beim Eco Tuning werden diese Potenziale erschlossen und somit diesselbe Motorleistung bei geringerem Einsatz an Ressourcen erzeugt.

Die Intention ist klar: Spritkosten senken und dadurch Geld sparen. Bei horrenden Kraftstoffpreisen ist jeder eingesparte Tropfen Benzin oder Diesel ein Segen für den Geldbeutel. Natürlich ist aber auch jeder Liter, den man nicht verbraucht, ein Beitrag zum Klimaschutz, denn mit geringerem Spritverbrauch sinken natürlich auch die Emissionen von Treibhausgasen.

Auf spritspar-technische Wunder sollte man vom Eco Tuning zwar nicht einstellen, jedoch kann man ohne Veränderung der Fahrweise den Verbrauch an Benzin oder Diesel zwischen 5 und 20% senken. Beachten sollte man dabei auch, dass man das Eco Tuning nur durch eine Werkstatt durchführen lassen sollte, bei der die Garantie für das Auto erhalten bleibt.

Der beste Tipp zum Klimaschutz und Sprit sparen ist natürlich, das Auto ganz stehen zu lassen und auf ökologisch besser Verkehrsmittel umzurüsten. Wem dies nicht möglich ist, hat mit dem Eco Tuning eine Möglichkeit, die persönliche Umweltbilanz aufzubessern.