Kritik an G8 Gipfel – Unzureichende Beschlüsse zur Reduktion der Emissionen

Wie auch schon vor zwölf Monaten beim letzten G8-Gipfel in Heiligendamm war beim diesjährigen Treffen der führenden acht Industrieländer der Klimawandel eines der wesentlichen Theman der Beratungen. Auch wenn uns Bundeskanzlerin Merkel die erzielten Ergebnisse medienwirksam als Erfolg verkaufen möchte, so sind die Resultate des G8-Gipfels aus der Perspektive des Klimaschutzes insgesamt als enttäuschend zu bewerten. Die grundsätzliche Vereinbarung der Halbierung der Emissionen von Treibhausgasen bis zum Jahr 2050 ist zwar an sich lobenswert, allerdings mangelt es bei dieser Übereinkunft an zwei wesentlichen Punkten.

Zum einen mangelt es an klaren Zwischenzielen, um auch heutige Regierungen zu effektiven Klimaschutz-Maßnahmen zu zwingen. Mit der Zielsetzung einer Reduktion der Treibhausgase, welche erst in über drei Jahrzehnten erreicht werden soll, macht man es den derzeitigen Machthabern leicht, beim Wähler unpopuläre Maßnahmen auf kommende Regierungen abzudrücken.

Zum anderen fehlt es an der konkreten Festlegung von Zielen, welche Staaten ihre Emissionen um wieviel Prozent reduzieren müssen. Industrieländer, Schwellenländer und Entwicklungsländer werden sich gegenseitig den schwarzen Peter beim Klimaschutz zuschieben. Am Trend der Zunahme der globalen Treibhausgasemissionen wird sich somit auf absehbare Zeit nichts verändern. Ob es mit einer solchen Entwicklung überhaupt möglich sein wird, den Klimawandel zu stoppen, darf stark bezweifelt werden.

Sehr schade, wieder wurde eine große Chance vertan, wirklich etwas für globale Initiativen für den Klimaschutz zu tun.

Dass man bei einer multinationalen Konferenz auch durchaus brauchbare Beschlüsse erarbeiten kann, zeigte sich übrigens in der parallel laufenden Konferenz der G5-Staaten (Brasilien, China, Indien Mexiko und Südafrika). Mehr dazu bei Klima der Gerechtigkeit.

Umwelttechnologie trifft auf IT – Fachtagung zum Thema Green IT und effizientem Energieeinsatz

Am 20. August 2008 findet in Frankfurt am Main die Fachtagung „Umwelttech meets IT – Green-IT und E-Energy in der Praxis“ statt. Mit dieser Veranstaltung möchten die beiden Aktionslinien Hessen-Umwelttech und Hessen-IT des Hessischen Wirtschaftsministeriums die großen Optimierungspotenziale an der Schnittstelle zwischen Umwelttechnologie und IT aufzeigen.

Hier die Pressemeldung:

Fachtagung: Dem Klimawandel mit energieeffizienten IT-Systemen begegnen
Die Aktionslinien Hessen-Umwelttech und Hessen-IT des Hessischen Wirtschaftsministeriums laden gemeinsam zur Fachtagung „Umwelttech meets IT – Green-IT und E-Energy in der Praxis“ ein. Am Mittwoch, 20. August, von 12.30 bis ca. 18 Uhr zeigen Experten Optimierungspotenziale an der Schnittstelle zwischen Umwelttechnologie und IT auf – von einer energieeffizienten Rechenzentrums-Infrastruktur bis zum E-Energy Marktplatz der Zukunft. Dabei geht es um die Fragestellungen: Welchen Beitrag kann die Umwelttechnologie für eine nachhaltige Gestaltung der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien leisten? Und wie kann die IT-Branche bei der Optimierung von energie- und umwelttechnischen Systemen helfen? Veranstaltungsort ist der e-shelter Campus in Frankfurt am Main – dem mit 60.000 Quadratmeter Rechenzentrums-Fläche größten Datacenter-Areal in Europa. Anmeldungen sind bis zum 08. August unter www.hessen-it.eu/umwelttechmöglich. Die Teilnahmegebühr beträgt 50 Euro pro Person.Die Veranstaltung „Umwelttech meets IT“ wird in einem Plenumsteil und zwei parallelen Workshops aktuelle Entwicklungen aufzeigen und Praxisbeispiele aus den Bereichen Green-IT und E-Energy präsentieren. Zielgruppe sind zum einen Anbieter und Betreiber von IT-Systemen, die ihre Produkte und Dienstleistungen ressourcen- und energieeffizienter gestalten wollen bzw. in der Kopplung mit umwelttechnologischen Anwendungen neue Geschäftsfelder sehen. Zum anderen sind Umwelttechnologieunternehmen angesprochen, die – etwa in den Bereichen Energieversorgung, Abfall- oder Wasserwirtschaft – mithilfe von IT-Lösungen ihre Systeme optimieren möchten oder aber Verfahren und Konzepte für eine nachhaltige Entwicklung der IT-Branche anbieten. Auch Interessierte aus dem europäischen Ausland sind bei der Fachtagung in einem der führenden Technologiemärkte willkommen. Alle Vorträge werden simultan ins Englische übersetzt.

Wann: Mittwoch, 20. August 2008, 12:30 Uhr
Wo: e-shelter facility services GmbH, Eschborner Landstraße 100, 60489 Frankfurt am Main

Das Programm im Überblick:

Moderation:

  • Prof. Dr. Stefan Gäth,
    Hessischer Umwelttechnologiebeauftragter

Begrüßung:

  • Rupprecht Rittweger, Gründer und Geschäftsführer e-shelter facility services GmbH
  • Staatssekretär Klaus-Peter Güttler, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

Vorträge:

  • Vertreter der Europäischen Kommission: „Smart Grid – Kooperationen auf europäischer Ebene
  • Heike Kueck, Power Transmission and Distribution, Siemens AG: „E-DeMa – Entwicklung und Demonstration dezentral vernetzter Energiesysteme hin zum E-Energy Marktplatz der Zukunft“
  • Klaus Rudolph, Geschäftsführer e-shelter facility services GmbH: „Energieeffiziente Rechenzentrums-Infrastruktur“

Anschließend gibt es zwei parallele Workshops mit Experten zu den Themen Green-IT und E-Energy. Das ausführliche Programm steht unter www.hessen-it.eu/umwelttech zum Download bereit.

„Umwelttech meets IT“ ist eine von zahlreichen Veranstaltungen, die im Rahmen des Internationalen Jahres 2008 der Aktionslinie Hessen-IT stattfinden, um die Internationalität Hessens in der Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) deutlich zu machen. Den Höhepunkt bildet der internationale ITK-Kongress „iTEC08″ am 06. und 07. November 2008 in Darmstadt, den Hessen-IT gemeinsam mit der Europäischen Kommission ausrichtet.

 

Ausführliches Programm der Veranstaltung & Anmeldung:
https://www.hessen-it.eu/umwelttech

We can solve it – Neue Kampagne von Al Gore für 100% erneuerbare Energien in den USA bis 2018

Der ehemalige US-Vizepräsidenten Al Gore gab in der vergangenen Woche eine wegweisende Rede mit Vorschlägen zu einer revolutionären Umstellung der Energieproduktion in den USA bis zum Jahr 2018. Hintergrund eines derartig radikalen Richtungswechsels unter dem Motto „We can solve it“ sind die unzähligen Krisenherde, die sich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten im Laufe der letzten Monate und Jahre angesammelt haben: von der an mehreren Fronten siechenden Wirtschaft über die ökologische Krise bis hin zu Problemen in der nationalen Sicherheit.

Hinter all diesen zunächst unabhängig voneinander erscheindenen Gebieten identifiziert Gore einen gemeinsamen Treiber: die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Als Lösung schlägt Gore vor, innerhalb der nächsten 10 Jahre die Energieversorgung der USA komplett auf erneuerbare Energien umzustellen. Ein kühner Plan, doch ähnlich visionär waren einst Kennedy’s Pläne bzgl. eines bemannten Flugs zum Mond innerhalb eines Jahrzehnts (wie auch von Gore angesprochen).

Sicherlich sind diese Pläne außerordentlich ambitioniert, aber nichts anderes ist nötig, um glaubhaft den Kampf gegen Klimawandel aufzunehmen. Beide US-Präsidentschaftskandidaten äußerten ihre grundsätzliche Sympathie für die Inhalte der Rede. Wieviel von den Plänen nach dem Einfluss der unzähligen Lobbyisten übrig bleiben wird, ist offen. Ein sehr positives Zeichen ist das fortwährende Engagement von Al Gore aber in jedem Fall.

Klima 2008 / Climate 2008 – Die umweltfreundliche Klimakonferenz, 3. – 7. November 2008

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) organisiert Anfang November die wissenschaftliche Konferenz „Klima 2008 / Climate 2008“. Die bilinguale (deutsch/englisch) Veranstaltung kann dabei mit einem besonderen „Feature“ aufwarten: sie findet Internet-basiert auf Servern statt, die zu 100% mit Strom aus regenerativen Energien versorgt werden. Die energieintensive Anreisen der Teilnehmer wie beispielsweise bei der letzten UN-Klimaschutzkonferenz auf Bali entfallen somit bei dieser wissenschaftlichen Veranstaltung.

Die Teilnehmer erwartet eine auf hohem Niveau geführte wissenschaftliche Diskussion über neueste Erkenntnisse zum Klimawandel sowie den daraus abzuleitenden Folgen in ökologischer, sozialer, wirtschaftlicher und politischer Hinsicht.

Ziele der Konferenz Klima 2008 / Climate 2008:

  • Vorstellung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in Bezug auf den Klimawandel, einschließlich von Elementen in Zusammenhang mit den diesbezüglichen ökologischen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Aspekten
  • Vorstellung von Projekten und sonstigen Initiativen, die sowohl in Industriestaaten als auch in Entwicklungsländern von Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen, staatlichen Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und anderen Interessenvertretern durchgeführt werden
  • Diskussion über die Probleme, Hindernisse, Herausforderungen, Chancen und Potenziale in Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsprojekten in Europa im Allgemeinen

Weitere Informationen zur Konferenz und zum Ablauf können auf der Website von Klima 2008 / Climate 2008 abgerufen werden. Dort ist auch die kostenlose Registrierung zur Veranstaltung möglich.

Basteln für den Klimaschutz – Anleitungen zum Thema Energie sparen (& mehr)

Der deutschsprachige Raum ist ein Gebiet der Bastler & Tüftler. Der Menschen, die im eigenen Haushalt gerne selber Hand anlegen, wenn es ums Renovieren oder Verschönern geht. Und der kreativen Köpfe, die auch einmal mit neuen Ideen glänzen. Das Heimwerken ist (wieder) in, das belegen zahlreiche TV-Shows mit dem Thema Do-It-Yourself (DIY).

„Ich hab da mal was vorbereitet.“

So erklang es gut drei Jahrzehnte lang, wenn der fast schon legendäre Moderator Jean Pütz in seiner DIY Sendung „Hobbythek“ mal wieder handwerkliche Meisterleistungen vorstellte. Die Idee des Selber-machens im Fernsehen ist also nicht als neu zu bezeichnen, dennoch hat sie im TV gerade in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen.

Gäbe es die Hobbythek noch heute, würde wohl auch das Thema Energie sparen im Haushalt früher oder später behandelt werden. Private Haushalte haben in Mitteleuropa schließlich einen Anteil von rund 40% am gesamten Stromverbrauch. Die Energie-Einsparpotenziale durch Renovierung und Modernisierung im Haushalt sind immens hoch. In den meisten Bereichen des täglichen Lebens sind die Einsparmöglichkeiten auch vom Laien durchführbar, wodurch es jedem möglich ist, mit einfachen Mitteln einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Simple Maßnahmen wie das Austauschen von Glühlampen durch Energiesparlampen bzw. LED-Lampen oder der Einsatz von Energiespargeräten ist kinderleicht. Was aber, wenn es etwas komplizierter wird? Welche Materialien müssen beim Basteln genommen werden? Wie sind bestimmte Probleme Schritt für Schritt zu lösen? Und woher überhaupt die Ideen und Methoden nehmen?

EXPLI Startseite
Screenshot von der Benutzeroberfläche von www.expli.de

 

Eine Antwort auf diese Frage liefern Internet Communities, die sich explizit mit dem Thema Do-It-Yourself (DIY) befassen. Mittels bebilderter Anleitungen wird interessierten Bastlern aufgezeigt, wie man selber Hand anlegen kann. Auf dem Portal Expli.de werden neben zahlreichen Tipps aus dem Alltag bereits auch einige Ratschläge zum Energiesparen gegeben.

Ein Beispiel ist die folgende Anleitung zum Reduzieren der Heizkosten, welches in wenigen Monaten angesichts hoher Ölpreise sicher wieder zu einem Top Thema wird:

Wer mehr von diesen Anleitungen (den so genannte Explis) sehen will, sollte einen Blick auf die Webseite www.expli.de werfen. Das Besondere an dieser Community ist, dass die Inhalte komplett von den Benutzern der Seite erstellt werden. Jeder kann also mitmachen und selber Anleitungen erstellen. Natürlich sind auch solche Themen erlaubt und erwünscht, die sich nicht explizit mit dem Thema Klimaschutz & Energiesparen befassen.

P.S.: Es würde uns sehr freuen, wenn sich einige Leser/innen von Klimawandel Global mit ihrer eigenen Webseite oder Blog an der Verbreitung dieser Nachricht beteiligen würden.

Standby Verbrauch von Elektrogeräten reduzieren – Tipps zum Energie sparen / Stromkosten senken

Ein Großteil elektronischer Geräte verbraucht auch im ausgeschalteten Zustand Energie. Bei manchen Elektrogeräten ist das durch ein leuchtendes Licht wie etwa beim Fernseher leicht ersichtlich, bei anderen Geräten wie Netzteilen oder Ladestationen eher weniger. Die Liste an Verbrauchern ist dabei endlos lang: Fernseher, DVD Player, Hifi-Geräte, Netzteile, Ladegeräte, PCs, Monitore, Drucker und andere Peripheriegeräte, Kaffeemaschinen, elektrische Zahnbürsten und Rasierer, usw.

Nach Schätzungen des Bundesumweltamtes verbrauchen Elektrogeräte in Deutschland pro Jahr rund 22 Milliarden Kilowattstunden … im Stand-by Betrieb! Um sich die Größenordnung mal bildlich vorzustellen: Dies entspricht in etwas der Jahresleistung von drei Kernkraftwerken.

Die Ursache dafür, dass Elektrogeräte überhaupt einen Stand-by-Modus besitzen, ist bei den meisten Geräten bei den Kosten zu suchen. Möglichst billig zu produzieren heißt auf einen 230-Volt-Netzschalter im Gerät zu verzichten und stattdessen Standby-Knöpfe plus zumeist unhandliche (standardisierte) Netzteile zu verwenden. Da die meisten Kunden beim Kauf nur auf den Preis schauen und der Stromverbrauch im Stand-by-Modus keinerlei Gewichtung bei der Kaufentscheidung hat, wird bei der Produktion eben versucht, auch kleinste Cent-Beträge einzusparen. Folgekosten durch höheren Stromverbrauch bleiben außen vor.

Was kann man als Konsument also gegen den dauerhaften Stromverbrauch machen, der in einem Vier-Personen-Haushalt schnell einen dreistelligen Euro-Betrag pro Jahr an Stromkosten ausmachen kann?

1) Verwenden Sie eine Steckerleiste mit Schalter

Ganz sicher geht man mit einer Steckerleiste, die einen An/Aus-Schalter besitzt. Ist die Steckerleiste ausgeschaltet, sind auch alle daran angeschlossenen Elektrogeräte vollständig vom Strom getrennt. Gerade im Wohnzimmer oder Büro eignen sich die Steckerleisten im Praxiseinsatz, da hier traditionell mehrere Verbraucher zu finden sind.

2) Benutzen Sie den Hauptschalter oder ziehen Sie das Stromkabel

Nicht immer lohnt es sich, eine große Steckerleiste für einzelne Geräte einzusetzen. In einem solchen Fall stellt sich die Frage, ob ein Elektrogerät im ausgeschalteten Zustand Strom zieht oder nicht. Wenn ja, dann trennen Sie das Gerät vom Strom, indem Sie den Stecker aus der Steckdose ziehen. Auch wenn es praktisch ist, zum Beispiel Ladegeräte oder Netzteile dauerhaft an der Steckdose zu lassen, sollte dies vermieden werden, denn dies verbraucht zumeist Strom!

Mit diesen zwei einfachen Tipps lassen sich ohne großen Aufwand große Mengen an Energie sparen. Auch der Stromverbrauch im Standby Betrieb eines einzelnen Geräts gering erscheint, so macht die Summe der Maßnahmen einiges aus. Die einmaligen Anschaffungskosten für Steckerleisten oder Funkschalter amortisieren sich schnell. Ein gutes Gewissen gibts sowieso, denn Strom sparen heißt auch Klima schützen.

Prüfen Sie die Wirkung der Energiespar-Maßnahmen mit einem Wattmeter, d.h. einem Gerät zur Messung der Leistung, vor und nach Durcführung der Maßnahmen zum Energiesparen.

Standby Verbrauch von Elektrogeräten reduzieren – Tipps zum Energie sparen / Stromkosten senken

Ein Großteil elektronischer Geräte verbraucht auch im ausgeschalteten Zustand Energie. Bei manchen Elektrogeräten ist das durch ein leuchtendes Licht wie etwa beim Fernseher leicht ersichtlich, bei anderen Geräten wie Netzteilen oder Ladestationen eher weniger. Die Liste an Verbrauchern ist dabei endlos lang: Fernseher, DVD Player, Hifi-Geräte, Netzteile, Ladegeräte, PCs, Monitore, Drucker und andere Peripheriegeräte, Kaffeemaschinen, elektrische Zahnbürsten und Rasierer, usw.

Nach Schätzungen des Bundesumweltamtes verbrauchen Elektrogeräte in Deutschland pro Jahr rund 22 Milliarden Kilowattstunden … im Stand-by Betrieb! Um sich die Größenordnung mal bildlich vorzustellen: Dies entspricht in etwas der Jahresleistung von drei Kernkraftwerken.

Die Ursache dafür, dass Elektrogeräte überhaupt einen Stand-by-Modus besitzen, ist bei den meisten Geräten bei den Kosten zu suchen. Möglichst billig zu produzieren heißt auf einen 230-Volt-Netzschalter im Gerät zu verzichten und stattdessen Standby-Knöpfe plus zumeist unhandliche (standardisierte) Netzteile zu verwenden. Da die meisten Kunden beim Kauf nur auf den Preis schauen und der Stromverbrauch im Stand-by-Modus keinerlei Gewichtung bei der Kaufentscheidung hat, wird bei der Produktion eben versucht, auch kleinste Cent-Beträge einzusparen. Folgekosten durch höheren Stromverbrauch bleiben außen vor.

Was kann man als Konsument also gegen den dauerhaften Stromverbrauch machen, der in einem Vier-Personen-Haushalt schnell einen dreistelligen Euro-Betrag pro Jahr an Stromkosten ausmachen kann?

1) Verwenden Sie eine Steckerleiste mit Schalter

Ganz sicher geht man mit einer Steckerleiste, die einen An/Aus-Schalter besitzt. Ist die Steckerleiste ausgeschaltet, sind auch alle daran angeschlossenen Elektrogeräte vollständig vom Strom getrennt. Gerade im Wohnzimmer oder Büro eignen sich die Steckerleisten im Praxiseinsatz, da hier traditionell mehrere Verbraucher zu finden sind.

2) Benutzen Sie den Hauptschalter oder ziehen Sie das Stromkabel

Nicht immer lohnt es sich, eine große Steckerleiste für einzelne Geräte einzusetzen. In einem solchen Fall stellt sich die Frage, ob ein Elektrogerät im ausgeschalteten Zustand Strom zieht oder nicht. Wenn ja, dann trennen Sie das Gerät vom Strom, indem Sie den Stecker aus der Steckdose ziehen. Auch wenn es praktisch ist, zum Beispiel Ladegeräte oder Netzteile dauerhaft an der Steckdose zu lassen, sollte dies vermieden werden, denn dies verbraucht zumeist Strom!

Mit diesen zwei einfachen Tipps lassen sich ohne großen Aufwand große Mengen an Energie sparen. Auch der Stromverbrauch im Standby Betrieb eines einzelnen Geräts gering erscheint, so macht die Summe der Maßnahmen einiges aus. Die einmaligen Anschaffungskosten für Steckerleisten oder Funkschalter amortisieren sich schnell. Ein gutes Gewissen gibts sowieso, denn Strom sparen heißt auch Klima schützen.

Prüfen Sie die Wirkung der Energiespar-Maßnahmen mit einem Wattmeter, d.h. einem Gerät zur Messung der Leistung, vor und nach Durcführung der Maßnahmen zum Energiesparen.

WWF Schweiz sucht die faulsten Ausrede zum Klimaschutz – Klima-Ausreden-Wettbwerb

Der World Wide Fund For Nature (WWF) zählt zu den größten international aktiv Naturschutzorganisationen. Das WWF-Logo mit dem Pandabär kennt wohl jeder. Die Schweizer Fraktion des WWF hat nun zu einer interessanten Aktion aufgerufen: Noch bis zum 18. September 2008 werden die faulsten Klima-Ausreden gesucht.

Die Ausreden folgen dabei einer sehr leicht einprägsamen Struktur mit zwei Sätzen. Der erste Satz muss beginnen mit „Ich würde ja sofort …“, der zweite Satz dann mit „Aber …“.

Einige Beispiele aus den mittlerweile über 1.000 Einsendungen, die es momentan in die Top 10 der am besten bewerteten Ausreden geschafft haben:

  • Ich würde ja sofort aufs Auto verzichten. Aber ohne Navi finde ich das Büro nicht.
  • Ich würde ja sofort mehr fürs Klima tun. Aber ich beziehe den Strom bereits ausschließlich aus der Steckdose.
  • Ich würde ja sofort mehr fürs Klima tun. Aber solange die Luftqualität in der Schweiz so gut ist, sehe ich keinen Handlungsbedarf.
  • Ich würde ja sofort etwas gegen die Klimaerwärmung tun. Aber ich mag Schnee nicht so.
  • Ich würde ja sofort ein sparsameres Auto kaufen. Aber ohne meinen Geländewagen komme ich nicht über die Temposchwellen.
  • Ich würde ja sofort Sonnenenergie nutzen. Aber ich bin ein Nachtmensch.

Wer einen eigenen Spruch beitragen möchte, kann dies auf der Seite des Ausreden-Wettbewerbs vom WWF Schweiz tun. Als Anreiz zur Teilnahme winken Sachpreise im Wert von rund 15.000 Franken (ca. 9.200 Euro). Teilnahmeberechtigt ist jeder, ein Ausschluss von Nicht-Schweizern ist nicht vorgesehen (zumindest habe ich nichts dergleichen in den AGBs gefunden).

Die sechs originellsten Ausreden werden im im Oktober auf Plakaten an verschiedenen Schweizer Bahnhöfen zu sehen sein und so einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Ökologischer und nachhaltiger Möbelkauf – Möbel aus Holz gegen den Klimawandel

Obwohl Themen wie Klimawandel und Klimaschutz in den Medien immer wieder angesprochen werden, mangelt es doch an vielen Stellen an der konkreten Umsetzung der Denkansätze in konkretes ökologisches und nachhaltiges Konsumieren. Ein gutes Beispiel aus dem Konsumgüterbereich hierfür liefert das Verhalten beim Möbelkauf.

Darum möchten wir zunächst Sie konkret fragen: Wann haben Sie beim letzten Besuch eines Einrichtungshauses an die ökologische Bilanz der ausgestellten Möbel gedacht? Macht es einen Unterschied, ob ein Möbelstück aus Holz oder Kunststoff ist? Ob die verarbeiteten Werkstoffe aus fossilen Rohstoffen oder aus nachwachsenden Rohstoffen stammen? Ob es aus Deutschland, Europa oder Übersee stammt? Oder ist das wesentliche Merkmal eines Produkts das Preisschild?

Bei aller „Geiz ist geil“ Mentalität sollte beim Möbelkauf auch immer auf die Ökobilanz eines Möbels geachtet werden. Möbel aus Kunststoffen werden in den allermeisten Fällen in energetisch aufwändigen Prozessen erzeugt. Zudem werden bei der Produktion der synthetisch erzeugten Stoffe in der Regel Rohöl / Erdöl verwendet. Spätestens bei der Entsorgung des Möbels am Ende der Lebensdauer auf der Mülldeponie werden bei der Verbrennung Treibhausgase wie CO2 erzeugt.

Eine sinnvolle und ökologisch besser Alternative stellen dagegen Möbel aus nachwachsenden Rohstoffen dar. Die Hauptrolle spielt hierbei ganz klar das Holz. Auch hier entstehen zwar bei der Verbrennung Emissionen, allerdings nur in der Größenordnung, wie die ursprüngliche Pflanze vormals der Luft diese Treibshausgase entzogen hat.

Es ist jedoch bei Holzmöbeln auch darauf zu achten, woher das Holz stammt und auf welchem Weg es in das Möbelhaus gelangt ist. Wenn es sich beispielsweise um ein Tropenholz aus Südamerika oder Asien handelt, für das Regenwald abgebaut wurde, bringt der Verzicht auf synthetisch erzeugte Werkstoffe keinen Vorteil. Dasselbe gilt für jede andere Form von Möbeln, deren Herkunft gegenenfalls weit entfernt von Deutschland ist. Niedrige Produktionskosten in Niedriglohnländern mögen sich in einem niedrigen Preis niederschlagen, ökologisch betrachtet ist dies jedoch verheerend.

Ein Hinterfragen der Ökobilanz eines Möbelstücks ist also angebracht, egal wie sehr einen der Preishammer anlockt. In vielen Fällen wird dies unmöglich sein, insbesondere bei den großen Möbelhaus Ketten wie IKEA, Segmüller, XXXLutz & Co, bei denen der Bezug des Verkaufspersonals zum individuellen Möbelstück sehr gering ist. Für Abhilfe sorgen kann hier der Besuch eines kleineren, mittelständischen Betriebes, welcher die Herkunft des Holzes aus der näheren Umgebung nachweisen kann.

Für den Geldbeutel mag dies anfangs eine größere Belastung sein, dafür erhält man jedoch in den meisten Fällen Qualität made in Germany … vom Anfang bis zum Ende des Wertschöpfungsprozesses. Einen Beitrag gegen den Klimawandel erreicht man durch die Vermeidung unnötiger Treibhausgasemissionen allemal.

Folgen des Klimawandel auf den Energiesektor / Erneuerbare Energien: Zusammenfassung & Ausblick

3. Zusammenfassung und Ausblick
Der Klimawandel wirkt sich signifikant auf die Zukunft des Energiesektors aus. Ein Paradigmenwechsel weg von fossilen und damit endlichen Energieträgern hin zu regenerativen Energien zeichnet sich ab. Erneuerbare Energien werden in naher Zukunft weiterhin von klimapolitisch motivierten Förderprogrammen profitieren, wohingegen fossile Energieträger durch staatliche Maßnahmen tendenziell verteuert werden. Getrieben von Energieinnovationen in den Bereichen Energieeffizienz, Energieeinsparung und Nutzung erneuerbarer Energien hat sich die Windenergie mit 45 Prozent Anteil an den erneuerbaren Energien in 2007 zu einem Grundpfeiler der Energieversorgung entwickelt.

Windenergie wird aktuellen Prognosen zu Folge bis 2015 den Aufwärtstrend fortsetzen und weltweit um etwa 20 Prozent pro Jahr expandieren können. Das Wachstum der Windenergie soll dabei durch die Emerging Markets China und Indien erfolgen (Wachstumsraten von 30 Prozent bzw. 23 Prozent jährlich). Europa entwickelt sich mit 15 Prozent Wachstum pro Jahr unterdurchschnittlich, was durch eine erste Sättigung in Ländern mit langer Windenergiehistorie zu erklären ist (z.B. Dänemark). Deutschland wird seine Vorreiterrolle in Sachen Windkraft sowohl in Sachen Installation als auch Produktion beibehalten können.

Lesen Sie auch die weiteren Teile der Arbeit „Die Auswirkungen des Klimawandels auf den Energiesektor“: