CO2 Neutral – WWF Studie vergleicht Gütesiegel von CO2- Kompensationsangeboten

Anbieter für CO2-Kompensationszahlungen gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Mittels dieser Kompensationszahlungen können eigene CO2-verursachende Tätigkeiten quasi ausgeglichen werden (wir berichteten). Das gespendete Geld fließt dann in Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländer.

Verschiedene Qualitätssiegel bescheinigen diesen Projekten effektiven Klimaschutz, doch wie aussagekräftig sind diese Standards? Der WWF bringt mit einer aktuellen Studie nun Licht ins Dunkel.

„Die Studie hat eindeutig das beste Siegel identifiziert: den so genannten „Gold Standard.“, so WWF-Klimareferentin Juliette de Granbdpré. Das Siegel garantiere, dass die Projekte nur dank der zusätzlichen Gelder aus dem Kompensationsverfahren entstehen. Die lokale Bevölkerung ist stets eng in die Projektentwicklung eingebunden, so dass die Projekte auch der nachhaltigen Entwicklung dienen. Zudem akzeptiert der Gold Standard nur Projekte aus den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz, denn nur die tragen dazu bei, dass Entwicklungsländer in Zukunft weniger auf die Klimakiller Kohle, Öl und Gas setzen.
Bei den anderen untersuchten Standards sind diese Kriterien oft nicht erfüllt. So erfordern mehrere der untersuchten Standards, etwa das Voluntary Carbon Standard (VCS), Chicago Climate Exchange (CCX), oder VER+ nicht, dass das geförderte Projekt zur nachhaltigen Entwicklung beiträgt. Auch Technologien, die langfristig nicht zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft führen oder hohe negative Umweltauswirkungen haben wie z.B. Atomenergie oder große Wasserdämme sind in anderen Standards zugelassen. Auch Waldprojekte seien für Kompensationsprojekte bislang schwierig. Wenn eine Anpflanzung abbrenne, sei der Klimaschutzeffekt dahin. Ähnlich schwierig ist es, wenn Holzkonzerne zwar bestimmte Wälder verschonen stattdessen aber in anderen Gegenden abholzen. Auch das bringe für den Klimaschutz nichts. Trotzdem vergeben der Voluntary Carbon Standard (VCS) oder das Siegel Climate, Community and Biodiversity Standards (CCBS) Kompensations-Zertifikate, deren Dauerhaftigkeit nicht gesichert ist.Der Kompensationsmarkt leide insgesamt darunter, dass es kein einheitliches, sondern eine Reihe konkurrierender Angebote sehr unterschiedlicher Qualität gebe, heißt es im Vergleich des WWF. Wer z.B. die Emissionen seines Urlaubsflugs kompensieren wolle, sollte daher genau die Projektbeschreibungen des Anbieters studieren. Mindestens genauso wichtig wie die Auswahl eines seriösen Anbieters ist nach Meinung des WWF, dass Verbraucher CO2-Kompensation nur als Ergänzung nutzen. Kompensation dürfe nie eigene Reduktionsbemühungen ersetzen. „Erst vermeiden und verringern, dann kompensieren.“, betont Juliette de Grandpré. „Nur wer seinen Geländewagen durch einen kleineren Wagen ersetzt hat und möglichst oft auf das Fahrrad umsteigt, sollte ans Kompensieren unvermeidbarer Fahrten denken.“


Quelle: WWF.de

Die englischsprachige Studie kann hier auf der Webseite von WWF Deutschland angesehen und heruntergeladen werden. Ein deutschsprachiges Positionspapier zum Thema findet sich hier, ebenfalls auf der Webseite des WWF.

CO2 Gebäudesanierung Förderung – Heizkosten sparen mit dem CO2 Gebäudesanierungsprogramm der KfW

Heizkosten sparen heißt bares Geld sparen! Wichtiger Nebeneffekt: Durch CO2-Gebäudesanierung leistet man einen nicht unerheblichen Beitrag zum Klimaschutz.

Die Zahlen klingen überzeugend: Durch effektive Wärmedämmung lassen sich bis zu 50 Prozent an Heizkosten sparen. Bei einer zusätzlichen Verwendung von modernen Heizkonzepten erhöht sich das Einsparpotential um weitere 10 bis 20 Prozent.

Um die notwendigen Anreize für Hausbesitzer zu schaffen, wurde das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW Förderbank ins Leben gerufen. Das Förderprogramm unterstützt mittels Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Reduktion des CO2-Ausstoßes in Altbauten. Ziel ist, den Energieverbauch von Altbauten mindestens auf Neubau-Niveau (nach Energiespar-Verordnung EnEV 2007) zu reduzieren. Fast 80 Prozent aller in Deutschland bestehenden Wohnhäuser sind Altbauten und kommen für diese Förderung in Frage.

Im Allgemeinen gilt: Je mehr Energie eingespart wird, desto günstiger fällt die Finanzierung durch die KfW Bank aus.

Der Antragsteller hat die Wahl zwischen zinsgünstigem Kredit mit Tilgungszuschuss und einmaligem Zuschuss bei Eigenfinanzierung der Sanierung des Altbaus. Voraussetzung für die Förderung ist die Fertigstellung des Wohngebäudes vor 1984.

Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Effektivität der Sanierung:

    • Sofern bei der energetischen Sanierung des Wohngebäudes Neubau-Niveau nach EnEV 2007 erreicht wird, kann je Wohneinheit entweder ein zinsgünstiger Kredit von bis zu 50.000€ mit einem Tilgungszuschuss von 5% (bis zu 2500€) oder ein einmaliger Zuschuss von bis zu 5000€ bezogen werden.

 

    • Sollte das Neubau-Niveau um mindestens 30 Prozent unterschritten werden (mehr Energieeinsparung), besteht für jede Wohneinheit Anspruch auf einen zinsgünstigen Kredit von bis zu 50.000€ mit einem Tilgungszuschuss von 12,5% (bis zu 6250€) oder wahlweise einen Zuschuss von bis zu 8750€.

 

 

    • Sollte Neubau-Niveau nicht erreicht werden, besteht trotzdem die Möglichkeit zur Förderung von sog. Maßnahmenpaketen zur Energieeinsparung. Hier wird ein zinsgünstiger Kredit mit einer Höhe von bis zu 50.000€ vergeben. Ein weiterer Zuschuss entfällt. Die Förderung für Maßnahmenpakete gilt auch für etwas jüngere Häuser, errichtet vor 1995.

 

Die Beantragung der Förderung von CO2 Gebäudesanierung mittels eines einmaligen Zuschusses erfolgt direkt bei der KfW-Förderbank. Die Kreditvariante muss dagegen (für Privatpersonen) über eine Hausbank beantragt werden.

Informationen über die Maßnahmen bei der Thermischen Sanierung finden sich in Teil Zwei unseres CO2 Gebäudesanierung Special:

CO2 Gebäudesanierung Maßnahmen – Heizkosten sparen durch effektive Wärmedämmung und moderne Heizsysteme

Wir kommen zu Teil Zwei unseres Specials über CO2 Gebäudesanierung. In diesem Teil gehen wir kurz auf die Möglichkeiten zur thermischen Sanierung von Altbauten ein.

Bis zu 50 Prozent der Heizenergie kann durch schlecht gedämmte Wände, Dächer und Fenster verloren gehen. Wer effektiv dämmt, spart nicht nur Geld sondern schont auch die Umwelt durch wesentlich weniger CO2-Emissionen. Durch Nutzung einer modernen da effizienteren Heizung können auf Dauer weitere Einsparungen realisiert werden.

Je nach Alter des Gebäudes sind die Schwachstellen des Hauses unterschiedlich. Mittels einer thermografischen Aufnahme (Wärmebild) können Energieverlustpunkte am Haus sichtbar gemacht werden. Dann können die in Frage kommenden Stellen gezielt gedämmt werden.

Folgende Dämmungsmaßnahmen werden bei der thermischen Sanierung von Altbauten durchgeführt:

    • Stärkere Dämmung von Dach und Geschossdecken: Bei unzureichender Dämmung können 10 bis 20 Prozent Energieverluste entstehen
    • Aussenwanddämmung: Alte Fassaden verursachen einen Wärmeverlust von bis zu 25%
    • Dämmung der Kellerdecke: Bis zu 10 Prozent der Wärme geht durch den Fußboden verloren
    • Erneuerung der Fenster/Türen: Alte Fenster sind oft die größten Schwachstellen im Haus. Die Beseitigung von Undichtheiten und der Einbau von modernen Fenstern sparen am meisten Energie
    • Erreichen von Winddichtheit: Vom kalten Wind durchblasene Bauteile verringern die Dämmwirkung und erhöhen die Heizkosten
    • Erkennen und Dämmen von Wärmebrücken wie Balkonplatten, Fenstersimmse, etc.

 

Soviel zur Wärmedämmung. Eine weitere Senkung der Energiekosten kann durch Erneuerung bestehender Heizanlagen erreicht werden. Dabei kommten vermehrt zum Einsatz:

    • Brennwertkessel, Wärmepumpe, Biomassekessel (z.B. Holzpelletsheizungen) aber auch die Nutzung von Fernwärme
  • Einbau thermischer Solaranlagen zur Unterstützung der Heizung

LKW müssen effizienter werden – Geplante Bemessung der LKW-Maut nach CO2-Ausstoß

Es ist viel los auf Deutschlands Strassen. Trotz Einführung der LKW Maut und einer Zunahme des Schienentransports prägen LKW das Bild auf den bundesweiten Autobahnen und Landstrassen. Laut einer Prognose der EU-Kommission wird sich der LKW-Verkehr bis 2020 im Vergleich zum Jahr 2000 fast verdoppeln.

In Anbetracht der Klimaschutzziele der Bundesregierung, die CO2-Emissionen in Deutschland bis 2020 um 40 Prozent zu senken, muss auch der Güterverkehr einen entscheidenden Beitrag leisten. Anreize für die Nutzung effizienterer LKW müssen von der Regierung geschaffen werden.

Wenn es nach den aktuellen Plänen geht, soll zukünftig die LKW-Maut am CO2-Ausstoß bemessen werden. Schadstoffarme LKW mit vier oder mehr Achsen werden wie bisher 11,6 Cent pro Kilometer zahlen, wohingegen Luftverpester mit bis zu 21,7 Cent pro Kilometer zur Kasse gebeten werden. Bei Zwei- oder Dreiachsern wird die Maut zwischen 10,6 Cent pro Kilometer und maximal 20,7 Cent pro Kilometer betragen.

Empfindliche Mehrkosten kommen dann auf viele LKW-Modelle zu. Ob sich das obige Modell letztendlich in dieser Form durchsetzt, muss erst noch geklärt werden. Fakt ist, dass der LKW-Verkehr als einer der Hauptemittenten von CO2 eine wesentliche Rolle bei der Reduktion der CO2-Emissionen spielen muss.

Energieberatung Information – Geld und Energie sparen durch intelligente Planung einer CO2 Gebäudesanierung

Zertifizierte Energieberatung (nach BAFA) hilft, bei der CO2 Sanierung eines Altbaus und bei der Planung eines Neubaus die richtigen Entscheidungen bezüglich Wärmedämmung und Einsatzmöglichkeiten alternativer Energiekonzepte zu treffen.

Eine unabhängige Energiesparberatung von zertifizierten Energieberatern mit BAFA-Zulassung garantiert eine energetisch und ökonomisch optimale Lösung. So werden auf Dauer nicht nur Energiekosten gesenkt, sondern auch CO2-Emissionen deutlich verringert. Eine Investition in einen Energieberater lohnt sich, außerdem sind die entstehenden Kosten förderfähig.

Ablauf der Energieberatung
Begonnen wird mit der Bewertung und Beschreibung des Ist-Zustands des Gebäudes. Dabei werden die gefundenen Energieverlustpunkte erfasst und beurteilt. Anhand der gesammelten Daten entwickelt der Energieberater erste konkrete Sanierungsvorschläge, welche den möglichen Umfang einzusetzender Wärmedämmungsmaßnahmen und Energietechnik beinhalten. Im Anschluss werden Kosten geschätzt und die Rentabilität sowie Fördermöglichkeiten der Maßnahmen ermittelt. Anhand der Informationen findet schließlich die Beratung des Kunden statt.

Wann lohnt sich eine Energieberatung?
Im Allgemeinen lohnt eine Energieberatung dann, wenn Energie gespart werden will. Besonders bei geplanter Renovierung und Durchführung von größeren Umbaumaßnahmen greift man besser auf das Fachwissen der Energieberater zurück, um Energieverlustpunkte im Gebäude effektiv zu beseitigen. Dies gilt auch für die geplante Nutzung alternativer Energien mittels beispielsweise einer Solarthermie Anlage oder Holzpellets Heizung.

Bei vor 1984 errichteten Altbauten lockt außerdem eine umfassende Förderung durch die KfW Förderbank. Auch für neuere Wohngebäude bis Baujahr 1994 winken interessante Förderungen.

Weitere Informationen zu Förderung und Maßnahmen bei CO2 Gebäudesanierung finden Sie in unseren CO2 Gebäudesanierung Specials:

 

Mini Atomkraftwerke für Deutschland – Ein neues Mittel gegen den Klimawandel ?

Dass der Ausstieg aus der Kernenergie eine politisch wacklige Angelegenheit werden sollte, prophezeiten nicht wenige bereits beim Beschluss der rot-grünen Regierung in deren erster Legislaturperiode. Man kann sich leicht vorstellen, dass eine eher atom-freundliche und nicht unrealistische schwarz-gelbe Bundesregierung ab 2009 einen Ausstieg vom Ausstieg auf ihre Agenda schreiben wird. Und falls sie dies nicht selber vollzieht, wird die hiesige Energie-Lobby im Hintergrund Druck machen und längere Laufzeiten für die alternden Atommeiler herausschlagen.

Der Neubau von großen Atomreaktoren wäre damit zwar noch lange nicht durchsetzungsfähig, aber ein paar Schuhnummern kleiner könnte die Nutzung der Kraft des atomaren Zerfalls zu einer Renaissance der Nutzung der Kernenergie in Deutschland führen. Statt eines großen Reaktors setzt die hierfür federführende Temme AG auf im Erdboden eingegrabene Mini-Atromkraftwerke in der Dimension 3×3 Meter. Wie das funktionieren soll, erklärt folgender Artikel auf heise.de.

Möglich wird das nicht durch eine geringere Reaktorgröße, sondern im Grunde durch das gänzliche Fehlen eines Reaktors. Stattdessen nutzen die Kraftwerke die Abwärme des natürlichen Zerfalls eines radioaktiven Isotops zur Energiegewinnung – und sind damit nicht einmal auf einen bestimmten Typ festgelegt, sondern können sich ganz nach beispielsweise logistischen Faktoren richten.


Quelle: heise.de

Da die Atomkraft weiterhin viele Gegner in Deutschland hat, sollen solche Kraftwerke nur außerhalb von Ballungszentren im Boden verbuddelt werden, damit gar nicht erst genügend Unterschriften von Gegnern gesammelt werden können.

Weiter im Text zur Gefahr von Katastrophen:

Der größte Sicherheits-Nachteil des Kraftwerk-Konzepts ist rein statistischer Natur: So plant die Temme AG eine dreistellige Anzahl solcher Kraftwerke über Deutschland verteilt – und erhöht damit die Chance auf den Ausfall eines der Kraftwerke, woraus Temme auch gar keinen Hehl macht. „Aber sie müssen bedenken, dass unsere Anlagen im Vergleich zu einem großen Kernkraftwerk potentiell nur ein sehr viel kleineres Gebiet bedrohen.“


Quelle: heise.de

Na prima, das soll also ein Lösung im Kampf gegen den Klimawandel sein? Im Falle der Fälle ist ja schließlich alles nur halb so schlimm, weil ein Mini-AKW ja auch einen Mini-Super-GAU verursachen kann? Wieviele der Dinger (sofern sie denn gebaut werden), müssen eine atomare Verseuchung des Umlandes verursachen, damit es tragisch wird? Das Ganze stinkt irgendwie zum Himmel und der Protest der Atomkraft-Gegner lässt sicher nicht lange auf sich warten.

Energiekosten senken – Ökologisch und energieeffizient bauen

An den Rohstoffmärkten steigen die Preise für Rohöl & Co. quasi täglich und somit nehmen auch (mit etwas Verzögerung) die Kosten für Energie stetig zu. Energie sparen im Haushalt ist die oberste Maxime bei der Reduktion der Stromrechnung. Da Nachbesserungen z.B. bei der Dämmung hohe Kosten verursachen, ist bereits beim Bau eines Hauses auf Energieeffizienz zu achten. Die gesetzlichen Regelungen zu Niedrigenergiehäusern tun ihr Übriges, um Bauherren ein Behandeln dieses Themas unumgänglich zu machen.

Doch bei aller Fokussierung auf Einsparpotenziale im Unterhalt des Hauses darf dabei nicht vergessen werden, die gesamte Ökobilanz zu betrachten. Manche auf den ersten Blick besonders energieverbrauchsarme Werkstoffe sind in der Herstellung energieintensiv und erfüllen somit gar nicht die gewünschten und angepriesenen ökologischen Zielsetzungen. Analog verhält es sich beim Abriss des Hauses, wo natürliche Materialien einen klaren Vorteil haben. In Zeiten von immer weiter verbreitenden Allergien ist ebenso auf die Verträglichkeit des Gebäudes und den Baumaterialien mit der Gesundheit der Bewohner zu achten.

Als Laie ist man schnell überfordert mit der Vielzahl an Begriffen, die einen in diesem Themenkomplex erwarten. Was ist denn genau ein Niedrigenergiehaus? Und was ein Passivhaus? Wo ist der Unterscheid zwischen KfW-40-Haus und KfW-60-Haus? Wie sind „nachhaltig bauen“, „energieffizient bauen“ und „ökologisch bauen“ abzugrenzen?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, reicht ein Blick in Wikipedia alleine lange nicht aus. Bauherren ist zu empfehlen, sich mit professionellen Planern und Architekten über das gewünschte Konzept und Budget auseinanderzusetzen, um nicht am Ende ein böses Erwachen im neuen Eigenheim zu haben.

Green IT – Greenpeace veröffentlicht aktuellen Elektronik Ratgeber

Spätestens seit der CeBIT 2008 wissen wir Technikfreunde Bescheid, die Zukunft gehört ganz klar der Green IT. Doch von echter Green IT sind wir noch meilenweit entfernt. Zwar präsentierten die meisten Firmen auf der weltgrößten Computermesse einzelne nachhaltig produzierte Produkte, bei Betrachtung der kompletten Produktpalette schneiden die Unternehmen dann aber nicht wirklich „grün“ ab.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace bewertet IT Hersteller nach „grünen“ Aspekten wie beispielsweise nachhaltiger Produktionsmethodik und Verwendung umweltschonender Materialien. Die Ergebnisse werden vierteljährlich im Elektronik Ratgeber veröffentlicht und geben einen interessanten Überblick.

Die Bewertungsstufen reichen von 0 (rot) – für negativstes Ergebnis bis hin zu 10 (grün) für bestmögliche Produktion.

Zunächst: Grün sind sie alle nicht – PC, Notebook, Handy Vergleich und Co. Aber es gibt grünere und weniger grüne und leider auch immer noch knallrote. Von zehn Punkten, die zu vergeben sind, erreichen Samsung und Toshiba 7,7. Nokia patzt bei der Rücknahme seiner Altgeräte in Indien und Russland: zurück auf Platz 3! Gleichauf: Sony, Lenovo und Dell.
Auf den hintersten Plätzen tummeln sich außer Nintendo noch Panasonic, Philips, Microsoft, Sharp und Acer. Apple? Na, immerhin schon orange. Mittelfeld.[…]

Der Vierteljahres-Guide hat die Branche ganz gut durchgeschüttelt. Viele Hersteller haben reagiert und ihre Umweltvorgaben erheblich verbessert. Viermal gab es einen Wechsel an der Spitze, die durchschnittliche Punktzahl ist deutlich gestiegen. 14 der 18 getesteten Unternehmen erreichen fünf von zehn Punkten.

[…]

Beim nächsten Guide legen wir die Messlatte höher: Dann gelten erweitere Kriterien für die Verwendung von Chemikalien und den Umgang mit E-Schrott. Außerdem wollen wir in Zukunft auch einen strengen Blick auf den Energieverbrauch der Geräte werfen. Immerhin ist dieser Industriezweig bereits für schätzungsweise zwei Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich.

Die Branche muss auf einen ganzheitlichen Ansatz umstellen. Sie muss die Verantwortung für den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte übernehmen – von der Herstellung bis zur Entsorgung. Die Devise heißt: nachhaltig, umwelt- und menschenfreundlich. Es ist immer noch viel zu tun.


Quelle: greenpeace.de

Einzelheiten zur Bewertung und eine animierte Darstellung gibt es auf der Seite von Greenpeace International (englisch).

Klimaschutz Studie – Negative Umweltbilanz deutscher Dieselkraftstoffe

Die Umweltbilanz deutscher Dieselkraftstoffe fällt weitaus negativer aus als bisher angenommen. Eine aktuelle Analyse der Umweltschutzorganisation Greenpeace zeigt auf, dass der Biosprit-Anteil bei Diesel nicht nur aus heimischem Rapsöl, sondern zu fast 20 Prozent aus Sojaöl hergestellt wird.

Der Anbau von Sojabohnen weltweit gilt nicht nur energetisch als sehr bedenklich. In den Ländern Südamerikas werden gigantische Regenwaldflächen gerodet, um Anbauflächen zu erhalten. Somit gehen natürliche CO2-Speicher und wertvolle Lebensräume für immer verloren, gleichzeitig werden Unmengen an CO2 in die Atmosphäre freigesetzt.

Der von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und Landwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) gemeinsam vorgelegte Plan sieht vor, die Beimengung von Agro-Diesel bis 2020 auf 17 Prozent zu steigern. Da der Rapsanbau für Agro-Diesel an seine Grenze gestoßen ist, muss der prozentuale Anteil an Soja-Diesel entsprechend vergrößert werden.
Nach Berechnungen von Greenpeace bedeutet jedes Prozent mehr Beimischung von Agro-Diesel in Deutschland über 700.000 Hektar zusätzlichen Sojaanbau im Jahr. Sollen 17 Prozent Beimengung erreicht werden, müssten voraussichtlich 4,9 Milliarden Liter Soja-Diesel importiert werden. Die Sojaplantagen hierfür würden ein Ausmaß von fast 10 Millionen Hektar einnehmen und damit einer Fläche von Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zusammen entsprechen.Wer das Klima schützen will, muss die letzten Urwälder schützen, betont Alexander Hissting. Die Beimischungsquote ist ein Irrweg. So haben wissenschaftliche Untersuchungen, beispielsweise der renommierten Zeitschrift Science Magazin ergeben, dass es 319 Jahre dauern würde, bis der Einsatz von Soja-Diesel die Menge an Treibhausgasen eingespart hat, die durch eine Abholzung des Amazonas für die Sojaplantage zuvor freigesetzt wurde. Im argentinischen Chaco-Urwald würde es 176 Jahre dauern.


Quelle: Greenpeace.de

 

Ein Blick über den Tellerrand ist dringend anzuraten. Die Reduktionsziele der Bundesregierung sollten keinesfalls zu Lasten anderer Regionen gehen. Bundesumweltminister Gabriel hat vor einem Monat angekündigt, eine Art Gütesiegel für nachhaltig produzierten Biokraftstoff einzuführen. Hoffen wir, dass die nächste Studie dann positiver ausfällt.

Job- und Bildungsmesse Erneuerbare Energien 2008 in Gelsenkirchen (30. und 31. Mai 2008)

Am 30. und 31. Mai 2008 findet in den Arkaden des Wissenschaftspark Gelsenkirchen die Job- und Bildungsmesse Erneuerbare Energien 2008 statt. Der Veranstalter „Wissenschaftsladen Bonn“ lädt bereits seit 2004 Unternehmen, Hochschulen und Jobsuchende zum gegenseitigen Austausch ein. Im vergangenen Jahr nutzen rund 2.000 Besucher die Möglichkeit, sich über Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt der Branche zu informieren.

Für die umsatzstärksten und wichtigsten Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien ist die Job- und Bildungsmesse Erneuerbare auch in diesem Jahr eine Pflichtveranstaltung. Neben umfangreichen Informationen zu Produkten und Zukunftsvisionen haben die Unternehmen auch zahlreiche Jobangebote mit im Gepäck. Mit dem Boom der Erneuerbaren Energien hat sich die Branche auch zu einem wahren Jobmotor entwickelt. Folglich sind dringend Arbeitskräfte gefragt, die im Idealfall bereits Vorwissen mitbringen.

Entsprechend qualifizierte Interessenten können sich also schon vor Ort über konkrete Stellenangebote der Unternehmen informieren. Auch für diejenigen, die eine Ausbildung / ein Studium im Sektor der Erneuerbare Energien anstreben, gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich über Fortbildungs-Optionen zu informieren. Zahlreiche Universitäten und Fachhochschulen präsentieren auf der Messe Inhalte der zumeist in den letzten Jahren geschaffenen neuen Studiengänge.