Weltklimakonferenz in Kopenhagen: Greenpeace twittert Klimaschutzappelle

Zwei Tage vor Beginn der Weltklimakonferenz in Kopenhagen wird Greenpeace in über 80 Städten Nachrichten an die Bundeskanzlerin sammeln und diese über Twitter versenden. Die aus ganz Deutschland einfließenden Klimaschutz-Aufrufe der Bevölkerung erscheinen ab fünf Minuten vor 12 Uhr in Echtzeit auf einer vier mal drei Meter großen Leinwand auf dem Pariser Platz in Berlin und sind im Netz auf twitterwall.greenaction.de zu finden.

Mit dieser Aktionsform fordern wir die Bundeskanzlerin auf, sich in Kopenhagen für den Erfolg der Klimakonferenz einzusetzen. Die 140 Zeichen einer Twitter-Nachricht reichen dazu locker aus: ‚Retten Sie das Klima, Frau Merkel! Setzen Sie sich für konkrete Ziele in Kopenhagen ein. Der CO2-Ausstoß muss auf Null bis 2050. Als Hashtags in den Tweets sollen #merkel und #savetheclimate verwendet werden.

Mehr Informationen zur Klimakonferenz selbst gibt es auf greenpeace.de

Klimawandel Infosystem: Die wichtigsten Größen zum Klimawandel auf einen Blick

Dr. Holger Schäuble von TERRACS wies uns heute auf ein anlässlich des Weltklimagipfels in Kopenhagen fertiggestelltes Infosystem zu den Folgen des Klimawandels hin.

Mit diesem Tool können die wichtigsten Größen zum Klimawandel schnell und einfach abgefragt werden – und zwar für jeden einzelnen Punkt der Erde. Folgende Werte können abgefragt werden:

  • CO2 Emissionen je Ort
  • Änderung der Temperatur bis zum Jahr 2100
  • Gefährdete Küstengebiete

Ein kurzes Einführungsvideo findet man auf Youtube:

CO2-EmissionenKombinierte Darstellung von CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe (Ursprungsdaten des Carbon Dioxide Information Analysis Center) plus den CO2-Emissionen aus Wald-, Buschbränden und Brandrodungen (NASA-Satellitenmessungen von CO2-Emissionen durch Brände). Zur Beurteilung der Größenordnungen: In Deutschland werden pro Person durchschnittlich 2,7 Tonnen Kohlenstoff pro Jahr (oder 9,9 Tonnen CO2) durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe emitiert.

Temperatur bis 2100

Temperaturerhöhung bis zum Jahr 2100 nach dem neuesten Modell des Geophysical Fluid Dynamics Laboratory (GFDL). Angenommen wurde ein Szenario, wonach die Freisetzung von Treibhausgasen den bisherigen Trends folgt und bis 2100 auf einen Wert von 800 ppm CO2 steigt (IPCC SRES-A2). Die Temperaturen an Land beziehen sich auf die Lufttemperatur 2 m ü. NN., die Temperaturen über den Ozeanen auf die Wassertemperatur an der Oberfläche.

Gefährdete Küstengebiete

  • 1 m: Überflutung bei Flutwellen bis 1 m. Schwache Sturmfluten bzw. Meeresspiegelanstieg infolge des Klimawandels bis 2100/2150.
  • 5 m: Überflutung bei Flutwellen bis 5 m. Schwere Sturmfluten bzw. Abschmelzen des Grönlandeises.
  • 10 m: Überflutung bei Flutwellen bis 10 m. Mittelschwere Tsunamis bzw. Abschmelzen des Grönlandeises und des westantarktischen Eisschildes.
  • 30 m: Überflutung bei Flutwellen bis 30 m. Starke Tsunamis.
  • 70 m: Überflutung bei Flutwellen bis 70 m. Megatsunamis [z.T. bis über 120 m] bzw. vollständiges Abschmelzen des gesamten Festlandeises.

Das interessante Infosystem zum Klimawandel findet ihr auf www.terracs.com

Demokratie vs. Klimawandel: 7 Gründe an der Demokratie zu zweifeln

Die Nachwehen nach der Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen sind nachwievor sehr groß, wenn man sich die aktuelle Nachrichtenlage zum Ausgang des Klimagipfels zu Gemüte zieht. Anlässlich des „Scheiterns“ der Verhandlungen in Kopenhagen hat der Spiegel einen kritischen Artikel zur Vereinbarkeit von Demokratie und dem adäquaten Ergreifen von Klimaschutzmaßnahmen veröffentlicht. Folgende sieben Gründe werden dabei hervorgebracht, die aus Sicht von Klimaforschern und ernannten Experten, Zweifel an der Demokratie als Regierungsform aufbringen sollen:

  1. Trotz robuster wissenschaftlicher Erkenntnisse schafft es die Politik nicht die Handlungsbedarfe in Maßnahmen umzusetzen
  2. Keine Regierung sieht aktuell die Minderung des Wohlstandswachstums als Königsweg zur Emissionsbekämpfung
  3. Das demokratische System zum Ausgleich von Interessen ist ein zu langsames Verfahren zur Durchsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Sachen Klimaschutz
  4. Gerade Wissenschaftler ohne Reputation auf dem Gebiet der Politik- oder Kulturwissenschaften spekulieren besonders gern über das „Scheitern“ der Demokratie.
  5. Erkenntnisse aus den Naturwissenschaften sollen auf ganze Gesellschaften angewendet werden. Vorgeschlagen wird ein Top-down-Ansatz, der die Mitsprache des Einzelnen auf ein Minimum reduzieren sollen.
  6. Globale Erkenntnisse triumphieren über lokales Handeln.
  7. Die wachsende Ungeduld prominenter Klimaforscher drückt sich mehr und mehr durch eine unausgesprochene Vereinnahmung populärer, globaler Gesellschaftstheorien aus.

Daraus nun schließen zu wollen, dass nur autoritär geführte Regime adäquate Maßnahmen zur Abmilderung des Klimawandels entscheiden und umsetzen können, halte ich schlichtweg für Unfug. Es muss einen anderen Weg geben, die Massen für die Dringlichkeit des Handlungsbedarfes in Sachen Klimawandel zu sensibilisieren.

Den kompletten Spiegel Artikel „Wenn Forschern die Demokratie lästig wird“ finden Sie hier.

Ökostrom Vergleich: Test & Preisvergleich der Ökostromanbieter

Kaum eine Woche vergeht in der wir nicht mehrmals nach unserer Meinung bzgl. der „besten“ Ökostromanbieter gefragt werden. Leider müssen wir meistens antworten, dass wir in diesem Bereich nur wenig Wissen ansammeln konnten und meist auch nicht an geeignete Experten verweisen können. Aus gegebenem Anlass soll sich dies nun aber ändern: ich suche einen neuen Anbieter für Ökostrom und werde mich deswegen in den kommenden Wochen in das Thema Ökostrom Vergleich einlesen.

Was es bedeutet einen nützlichen Ökostrom Vergleich aufzusetzen, weiß ich noch nicht genau. Ziel ist es aber unabhängige Verbrauchermeinungen, einen Test und Preisvergleich der größten Ökostromanbieter anzubieten. Ökostrom Tarife zu fairen Preisen, so viel ist klar, muss nicht unbedingt ein Widerspruch sein.

Sofern Sie vertrauenswürdige Quellen bzgl. Ökostrom kennen, so würde ich mich über eine kurze Nachricht freuen. Sobald es neues von uns gibt, lassen wir es Sie in unserem Blog wissen.

Global Seed Vault: Arktischer Saatgut Tresor soll Kulturpflanzen vor Katastrophe schützen

Ein besonders bemerkenswertes Projekt, über das wir bislang noch nie berichtet hatten, ist der Global Seed Vault (GSV): Ein arktischer Saatguttresor, der die weltweiten Kulturpflanzensamen der Menschheit schützen soll, falls es auf der Erde zu einer Katastrophe kommt. Der Global Seed Vault befindet sich auf Spitzbergen im ewigen Eis und konnte bereits einen ersten Rekord vermelden: Inzwischen liegen mehr als ein Drittel der weltweit vorhandenen Varianten von Kulturpflanzensamen auf Eis.

Greenpeace Kampagne: Facebook betreibt Rechenzentrum mit schmutzigem Kohlestrom

Facebook ist bekanntlich das weltweit größte soziale Netzwerk mit über 500 Millionen Mitgliedern. Um diese unglaubliche Zahl an Mitgliedern bedienen zu können, muss Mark Zuckerberg Unmengen an Serverfarmen betreiben. Diese wiederum benötigen sehr, sehr viel Strom – doch woher stammt dieser im Falle Facebook? Antwort auf diese Frage gibt das folgende sympatische Greenpeace Video… unbedingt anschauen:

Offensichtlich will Greenpeace Facebook mit seinem CEO Mark Zuckerberg zum Umdenken bewegen. Anstatt schmutzigem Kohlestrom soll Facebook seinen Strombedarf über erneuerbare Energien decken.

Was meint ihr?

Mit einer Tasse auf den Klimawandel aufmerksam machen

Im Firmen Blog des Werbeartikel-Händlers Source bin ich auf eine sehr geniale Tasse gestoßen, die auf die Problematik Klimawandel auf ganz besondere Art aufmerksam macht.

Klimawandel Tasse

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen in der Menschheitsgeschichte.
Die bekanntesten Folgen sind das Schmelzen des Eises an den Polen und der damit verbundene Anstieg des Meeresspiegels. Schon heute gibt es Inselstaaten in der Südsee, die um ihre Existenz bangen müssen. Doch es gibt immer noch viele Menschen, die den Klimawandel ignorieren oder geringschätzen. Dabei wäre es wichtig, möglichst schnell zu handeln. Das ist aber nur möglich, wenn zumindest in den Industriestaaten eine breite Unterstützung für den Klimaschutz vorhanden ist.

Eine Voraussetzung dafür ist Aufklärung und die Folgen des Klimawandels immer wieder ins Bewusstsein der Leute zu rufen. In diesem Sinne leistet die Klimawandel Tasse Ihren Beitrag.

Es handelt sich um eine Tasse, die über eine interessante Eigenschaft verfügt. Durch eine sogenannte Wondermug-Beschichtung verändert sie, abhängig von der Temperatur, ihr äußeres Erscheinungsbild. In diesem Fall wird diese Technik genutzt, um die Folgen des Klimawandels drastisch zu illustrieren. Wenn ein heißes Getränk eingefüllt wird, steigt das Wasser an und der Eisberg schmilzt. Diese Klimaschutz-Tasse rückt den Klimawandel bei vielen Gelegenheiten in den Fokus und leistet so durch Ihren Beitrag zum Klimaschutz.

via im Blog der SOURCE GmbH

Wetterextreme im Winter 2010 / 2011 – Klimawandel ist real

Andauernde Schneefälle, Schneeverwehungen und Minusgrade bis in den zweistelligen Bereich – der Winter hat Deutschland weiter fest im Griff. Aber gerade dieses extreme Wetter zeigt: Der Klimawandel ist real. Genau so, wie das Hochwasser im Sommer, ist auch der schneereichste Dezember seit 50 Jahren in Deutschland ein Beleg für den Klimawandel. Die Winterextreme passen sich nun eben auch den Sommerextremen an. Ungeachtet der Minusgrade nehmen viele Deutsche die Erderwärmung wahr und meistens auch ernst.

Schneereicher Winter und Kälteschock

Es ist einer der schneereichsten Winter und kalt ist er auch noch. Zum Wochenanfang verkündeten einige Medien schockierende Tiefstwerte von 20, sogar 30 Grad unter Null. Besonders in den östlichen Bundesländern neigen die Temperaturen dazu unter die Minusgrenze zu fallen. So verwundert es auch nicht, dass die Nacht am 29. Dezember 2010 im sächsischen Dippoldiswalde am Erzgebirge frostige -22,2 Grad betrug. Und so mancher „Klimaskeptiker“ wurde dadurch munter.

Das subjektive Empfinden kann aber auch trügen.

Das Empfinden kalter Winter sei zum einen der Tatsache geschuldet, dass die vergangenen Winter eher zu mild gewesen und zum anderen ein regionales Phänomen seien. In Europa erleben wir dann besonders kalte Winter, wenn arktische Kaltluft einfließt. Das Abschmelzen der Eisfläche in der Barents-Kara-See nördlich von Skandinavien begünstige eine Luftströmung, die verhältnismäßig kalte Luft nach Europa bringe.

Auch angesehene Klimaforscher verweisen darauf, dass zumindest der vergangene Winter keineswegs so kalt gewesen sei, wie er von vielen subjektiv empfunden wurde. Der Winter 2009/2010 fällt dabei nicht einmal unter die 20 kältesten Winter insgesamt, und allein in den 80er Jahren gab es drei, die kälter waren. Wir Deutschen haben uns an eine ganze Serie sehr warmer Winter gewöhnt und wundern uns dann, wenn es mal wieder einen richtig eisigen Winter gibt. So war der Winter 2006/2007 in Potsdam mit einer Durchschnittstemperatur von 4,6 Grad der wärmste seit 1893, dem Beginn der Aufzeichnungen.

Winterextreme passen zu den beobachteten Sommerextremen.

So geht das Jahr 2010 als das wärmstes seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ein im 19. Jahrhundert ein. Nach den sommerlichen Rekordtemperaturen Mitte des Jahre, als jeder geschwitzt und gestöhnt hat, schließt ein frostiger Winter das Rekordjahr 2010 ab. Auch der starke Schneefall in den letzten Tagen und Wochen hängt mit dem Sommerwetter zusammen. Da sich die Meere durch die hohen Temperaturen in den Sommermonaten tendenziell erwärmt haben, ist dadurch auch mehr Wasser verdunstet. Dann wiederum enthält die Luft mehr Feuchtigkeit, die sich abregnet oder wenn es eben kalt genug ist, abschneit. Auf lange Sicht ist jedoch mit eher milderen Wintern zu rechnen. Wegen der Veränderung der Luftströmung in der Arktis wird es immer wieder auch Winter geben, die kälter als der Durchschnitt sind. In Zukunft wird sich jedoch auch die polare Kaltluft wegen des Treibhauseffektes erwärmen.

Klimawandel Global bei Facebook & Twitter verfolgen

Auch wir haben die Zeichen der Zeit erkannt und wollen unsere Nachrichten zum Thema Klimawandel und Klimaschutz einer möglichst großen Zahl an interessierten Menschen näherbringen. Immer mehr junge Menschen halten sich primär bei sozialen Netzwerken wir Facebook auf, so dass wir uns dazu entschieden haben nun auch unsere neuesten Meldungen dort anzubieten.

Was muss ich tun um Klimawandel Nachrichten bei Facebook zulesen?

Es ist kinderleicht. Alles was ihr dazu machen müsst, ist den „Gefällt mir“ Button auf unserer Facebook-Seite zu drücken. Ihr abonniert damit alle Meldungen die wir hier im Blog veröffentlichen und sie erscheinen komfortabel auf eurer Facebook Pinnwand.

Und wenn ich nicht bei Facebook Mitglied bin?

Auch kein Problem. Dazu gibt es auch noch unseren Twitter Stream und natürlich unseren RSS Feed, den ihr ebenfalls kostenlos abonnieren könnt.

Land unter – Australien und Kiribati versinken im Wasser

Flutkatastrophe in Australien

Durch die globale Erderwärmung steigt auch die Wahrscheinlichkeit für extreme Niederschläge. So könnte die Flutkatastrophe in Australien mit dem Klimawandel in Verbindung stehen.

Die globale Erderwärmung trifft Australien gleich Doppelt. Hat der Kontinent seit Langem schon mit dem Ozonloch zu kämpfen, haben nun enorme Niederschläge eine Fläche, die so groß ist wie Deutschland und Frankreich zusammen, unter Wasser gesetzt.

Schwerste Regenkatastrophe seit 50 Jahren

Die Situation im östlichen Bundesstatt Queensland ist dramatisch. Bei der schwersten Regenkatastrophe seit mehr als 50 Jahren sehen mehr als 200 000 Menschen ihre Existenz bedroht. Druch das tropsiche Wetter ist Queendland längst an hohe Flusspegel und Überschwemmungen gewöhnt, doch übertriftt diese Katastrophe alle Vorstellungen. Noch nie war es der Fall, dass alle Flüsse zur selben Zeit Hochwasser führten. Könnte diese extreme Naturkatastrophe bereits die Folge des Klimawandels sein?

Mehr Verdunstung, mehr Regen

Ein einzelnes Ereignis, wie die momentanen Überschwemmungen in Nordostaustralien kann man nicht eindeutig dem Klimawandel zuordnen. Jedoch lässt die globale Erwärmung die Temperaturen der Meeresoberfläche steigen, so dass dort auch mehr Wasser verdunstet. Und mehr Verdunstung bedeutet mehr Regen. Zu vermehrten Niederschlägen in Ostaustralien führt auch das Klimaphänomen La Niña. Dieser Effekt ist Teil einer Zirkulationsströmung im Pazifik, die durch starke Luftdruckunterschiede zwischen Südostasien und Südamerika gekennzeichnet ist. Starke Passatwinde in Richtung Südostasien sind die Folge. Diese Winde treiben auch warmes Oberflächenwasser von Südamerika nach Südostasien. Das kann zu mehr Niederschlag und Stürmen in der Region fürhen.

Es besteht also durchaus eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass der Klimawandel diese Ereignisse verstärken könnte.

Klimawandel versenkt Inselreich

Im Südpazifik hat der kleine Inselstaat Kiribati mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Doch diese erscheinen trotz der aktuellen Überschwemmungen in Australien viel akuter. Denn hier droht ein ganzer Staat sprichtwörtlich baden zu gehen.

Auf den ersten Blick sieht Kiribati zwar wie ein tropisches Inselreich aus. Jedoch ragen die Inseln der Republik meist nur noch ein oder zwei Meter aus dem Wasser. Die Menschen fühlen sich vom Rest der Welt im Stich gelassen und fürchten nun um ihre Zukunft. In schätzungsweise 25 Jahren wird das Meer die Inseln wohl endgültig überspült haben und die Industriestaaten sind daran nicht ganz unschuldig. Nehmen diese doch immer wieder die Verschmutzung der Umwelt in Kauf, um ihre wirtschaftliche Entwicklung nicht zu gefährden.

Treibhauseffekt und Tropenstürme

Währenddessen sorgt der Treibhauseffekt dafür, dass der Meeresspiegel Jahr um Jahr weiter steigt. Das merken vor allem die Einwohner Kiribatis, die am Strand wohnen. Erst versalzen die Brunnen, dann holt sich das Meer langsam aber sicher ihre Häuser und Besitztümer.

Das ist bei Weitem allerdings noch nicht das einzige Problem der Bewohner. Den ausgesprochen heftigen Tropenstürmen, die über Kiribati hinwegefegen, folgen oft
ungewohnt lange Dürreperioden. Das hat zur Folge, dass die Riffe, die bisher einen natürlichen Schutz gegen das Meer dargestellt haben, absterben. Die Inselbewohner verlieren langsam die Hoffnung. Viele Menschen, die hier keine Zukunft mehr sehen, haben die Inseln bereits in Richtung Togo oder Neuseeland verlassen. Irgendwann wird auch der Rest folgen müssen.

Kiribati wird wohl eines der ersten Länder der Welt sein, das im Meer verschwindet.