Bush verbietet Schwarzenegger & Kalifornien Klimaschutz – Der Gouvernator ist erbost

Arnold Schwarzenegger – gemeinhin auch als Gouvernator bekannt – prescht in Sachen Klimaschutz vor und verärgert so die Regierung Bush. Dise wünscht jedoch keine Alleingänge beim Klimaschutz. Die Anträge des Bundesstaat Kalifornien und 16 andere US-Bundesstaaten, eigene Grenzwerte für den CO2 Ausstoß von Autos festlegen, wurde durch die amerikanische Umweltbehörde abgewiesen.

Die Begründung der Umweltschutzbehörde lautet es müsse Einheitlichkeit in Sachen Klimaschutz in den USA geben. Die Regierung rund um George W. Bush strebt einenationale Lösung an und will verhindern, dass ein Gesetztes-Flickenteppich einzelner Bundesstaaten entsteht.

Wie so oft haben solche Meldungen aus den USA einen sehr faden Beigeschmack. Die latente Angst etwas an Wohlstand zu Gunsten des Klimaschutzes einbüßen zu müssen, ist offensichtlich tief im amerikanischen Volk verankert.

Kosten des Klimawandel: Klimafonds mit 60 Milliarden Euro durch Emissionshandel

Vermutet hatten es ja schon viele von uns, doch die Zahl die nun bei der Klimaschutzkonferenz in Bali genannt wurde, wirkt nicht wirklich (ausreichend) groß: ein Fond zum Zwecke der Bekämpfung des Klimawandels soll bald 60 Milliarden Euro im Jahr kosten. Die Finanzierung soll über Emissionshandel erfolgen.

„Die Armen dieser Welt können nichts für die Erwärmung. Die Industrieländer haben die Krise heraufbeschworen, und sie müssen ihrer Verantwortung jetzt gerecht werden“, wurde treffend auf der derzeit tagenden Klimaschutzkonferenz in Bali verkündet. Um hier einen Ausgleich zu schaffen, verpflichten sich die reichen Industrieländer bis spätestens 2015 pro Jahr 86 Milliarden Dollar (rund 60 Milliarden Euro) für die Folgen des Klimawandel aufzubringen.

Ehrlich gesagt bezweifel ich, dass man den Klimawandel mit einer solch lächerlichen Summe bekämpfen kann. Des Weiteren bleibt abzuwarten ob sich alle große Industrienationen (ganz vorne dabei die USA) an dieser Idee beteiligen werden. Die Amerikaner hatten schon zu Zeiten des Kyoto Protokolls gezeigt, dass ihnen wirtschaftliches Wachstum wichtiger sind als Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Die Zukunft wird zeigen ob ein solches Verhalten selbst in Amerika von Dauer sein wird.

100% Energieversorgung durch Windkraft für Großbritannien – Offshore Windkraftanlagen

Wenn es nach dem britischen Energieminister John Hutton geht, wird Deutschland die Vorreiter-Rolle auf dem Sektor der Erneuerbaren Energien bald los sein. Wo die deutsche Bundesregierung im Klimaschutzpaket „lediglich“ einen Ausbau des Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion auf >25% beschlossen hat, möchte die britische Regierung den konsequentesten aller Schritte gehen: 100% Stromversorgung durch Windkraft bis zum Jahr 2020.

Seit Jahrhunderten profitiert England / Großbritannien von seiner Insellage und auch im 21. Jahrhundert möchte man dies im Kampf gegen den Klimawandel weiter nutzen. Die Pläne von Energieminister Hutton sehen vor, den Strombedarf des Landes komplett aus der unerschöpflichen Kraft des Windes zu decken.

Die Inhalte des Plans:

  • Bau von 7.000 Windrädern an den Küsten Großbritanniens
  • Ausbau der Kapazität von Windkraft-Anlagen auf 33 Gigawatt
  • Theoretisch 100%-ige Abdeckung des Energiebedarfs der britischen Haushalte möglich
  • Rückgriff auf Atomenergie, falls Windenergie nicht ausreicht

 

Bei Umweltorganisationen und -aktivisten sorgte der Vorstoß von Hutton für Begeisterung, auch wenn eine allgemeine Skepsis bzgl. der Realisierbarkeit der Pläne vorherrscht. Ob die genannten Größenordnungen bzgl. der energetischen Kapazität und die zeitliche Dimension erreicht werden können, wird bezweifelt.

Um sich den Herausforderungen des Klimawandels zu stellen und um die Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen zu senken, ist das konsequente Setzen auf eine saubere Energiequelle wie Windkraft ganz klar die richtige Richtung. Auch wenn die Energie-Revolution in Großbritannien ein paar Jahre länger dauern sollte, so kann man hier nur applaudieren und hoffen, dass sich andere Länder ein Beispiel nehmen.

Keine Einigung auf Bali? – EU droht mit Boykott des US-Klimagipfels im Januar

Gegen Ende der Klimakonferenz auf Bali wurden noch einmal scharfe Töne gegen die Klimapolitik der Vereinigten Staaten angeschlagen.
Die Europäischen Staaten drohen damit, von den USA geführte Klimagespräche im nächsten Monat zu boykottieren, falls die Bush Administration keiner Ausarbeitung eines Fahrplans zur Verringerung der Treibhausgase zustimmen werde.

Am 30. und 31. Januar 2008 veranstalten die USA auf Honolulu einen eigenen kleinen Gipfel zur Klimaproblematik und haben zu den Gesprächen sechzehn der führenden Nationen weltweit eingeladen. Präsident Bush scheint seine eigene Klimakonferenz eher als Instrument zur Festlegung von Klimaschutzmaßnahmen geeignet.

Sofern es aber auf Bali zu keinen Ergebnissen kommen sollte, wird das Treffen dann wohl ohne die europäischen Nationen stattfinden.

Die momentane Blockadehaltung der USA bei der Ausarbeitung eines Nachfolgers des Kyoto-Protokolls ließ etliche meist europäische Delegationen zum Ende der aktuellen Verhandlungen auf Bali sauer aufstoßen.

Neben Japan, Russland weigern sich die Vereinigten Staaten weiterhin, strikte Zielwerte für die Reduzierung der CO2-Emissionen einzuführen. So wurde ein neuer Entwurf eines Dokuments, welches die Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes um 25 bis 40 Prozent bis zum Jahr 2020 vorschrieb, entschieden zurückgewiesen.

Alle Seiten sind sich dagegen einig bei der Wichtigkeit der Rolle, welche die USA im Kampf gegen den Klimawandel einzunehmen haben. Ohne Mithilfe des Landes mit dem höchsten CO2-Ausstoß weltweit kann der Klimawandel nicht gestoppt werden.

Wir werden sehen was die Zukunft bringt, die Klimakonferenz auf Bali ist nun ja bald vorbei, vielleicht kommt es (wider erwarten) doch noch zu einer Einigung. Die Ära Bush neigt sich ebenso langsam dem Ende entgegen, vielleicht wird eine zukünftige Regierung dann mutiger an das Thema herangehen.
Auch sind zahlreiche weitere Klimagespräche geplant, das Thema wird so schnell nicht in der Versenkung verschwinden. Hoffen wir, dass das weltweite Handeln nicht allzu lange auf sich warten lässt.

Klima-Keilerei auf Bali – Einigung zum Abschluss der Konferenz

Richtig rund ging es in den letzten Momenten der großen UN-Klimaschutzkonferenz auf Bali. Wie im besten Schmierentheater kam es zum Eklat: Wutausbrüche und Drohungen prägten die letzte Sitzung. Schliesslich erlitt der Leiter des UN-Klimasekretariats, Yvo de Boer, sogar einen kleinen Nervenzusammenbruch und musste kurz durchschnaufen.

Der Grund für das Gefetze war die Uneinigkeit über den Nachfolger des Kyoto-Protokolls. Das in der Nacht zum Samstag ausgehandelte Kompromisspapier wurde seitens China und Indien im letzten Moment doch noch abgelehnt, das Scheitern der Verhandlungen war zum Greifen nah.

Am Samstagmorgen, 20 Stunden nach dem geplanten Ende der Konferenz hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in einer Rede nochmals auf die dringende Notwendigkeit hingewiesen, einen gemeinsamen Kompromiss zu finden.

Die Inder forderten eine kleine aber wesentliche Änderung im Kompromisspapier, um die Industrienationen zu „messbarenmeldepflichtigen und überprüfbaren“ Technologie- und Finanzhilfen für Entwicklungsländer zu verpflichten. Im Zuge dessen sollten diese drei Begriffe an der ursprünglichen Stelle des Dokuments entfernt werden, wo von Treibhausgas-Reduktionszielen für Entwicklungsländer die Rede war.

Nach etwas dramatischer und nervenaufreibender Zankerei (siehe oben) wurde dieser Vorschlag von den Abgeordneten (inkl. der Amerikaner) akzeptiert und das abgeänderte Mandat verabschiedet.

Bis 2009 sollen auf Basis des Kompromisses der Nachfolger des Kyoto-Protokolls ausgehandelt werden. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, sieht die Sache optimistisch: „Dies ist der Anfang, nicht das Ende.“

Erfolgreicher war die Konferenz für die Unterzeichner-Staaten des Kyoto-Protokolls, so wurden für die kommenden Jahre durchaus herausfordernde Ziele gesteckt.

Wunderbare Sache, manch einer hat nicht mehr mit einem doch positiven Ausgang gerechnet. Obwohl keine Optimallösung erreicht wurde, sind wir immerhin weiter als vorher, und selbst ein kleiner Fortschritt ist ja immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.

Aktuelle Umfrage: Klimawandel für Mehrheit der Deutschen ein ernstes Problem

Das der Klimawandel auch in der Bevölkerung einen immer höheren Stellenwert einnimmt, zeugt eine aktuelle Umfrage des ZDF-Politbarometer. Eine große Mehrheit der Bundesbürger hat demnach große Sorge vor den unumkehrbaren Folgen des Klimawandels. Satte 83 Prozent der Befragten halten die Globale Erwärmung für ein ernstzunehmendes Problem. Dabei sehen gerade einmal16 Prozent ein weniger großes oder überhaupt kein Problem.

Hätte man eine solche Umfrage noch vor zwei Jahren gemacht, so hätte sich ein komplett anderes Bild ergeben. Laut dem ZDF-Politbarometer erhoffen sich von der Klimaschutz-Konferenz auf Bali nur wenige wirksame Lösungen: gerade mal ein Prozent meint, dass dort für den Klimaschutz sehr viel erreicht wird, und nur zehn Prozent sagen, es werde viel erreicht. Die Mehrheit der Befragten (66 Prozent) sind hingegen der Meinung, dass die Klimaschutz-Konferenz nur wenig bringen wird.

Ergebnisse der UN Klimaschutzkonferenz auf Bali 2007 – Bali Roadmap

Am 15. Dezember 2007 endete auf der indonesischen Insel Bali die 13. UN Klimaschutzkonferenz. Ursprünglich war das Ende einen Tag früher geplant, jedoch fanden die Teilnehmer nicht rechtzeitig einen Konsens über ein weiteres Vorgehen bei der Novellierung des Kyoto-Protokolls, was genau das Kernthema der Konferenz war.

Nach zähen Verhandlungen konnte man sich jedoch trotz heftiger Widerstände von Ländern wie Russland, USA oder Kanada auf die sogenannte Bali Roadmap bzw. Bali Action Plan einigen. Diese stellt eine Art Mandat zu Verhandlungen für ein Nachfolger des Kyoto-Protokolls dar. Dabei konnten nicht wie u.a. von der deutschen Delegation gewünscht konkrete Ziele für die Treibhausgas-Reduktion fixiert werden. Dennoch konnte man durchsetzen, in dieser Erklärung auf die Reporte des Weltklimarates IPCC zu verweisen.

Dieses Ergebnis wird naturgemäß von vielen Teilnehmern als Erfolg gewertet, während Umweltverbände den erreichten Kompromiss im Allgemeinen als zu wenig umfassend bezeichnen.

Weitere wichtige Vorkommnisse und Beschlüsse, die während der Klimakonferenz gefasst wurden:

  • Australien bekannte sich zu einer neuen Umweltpolitik und verkündete die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls
  • Technologietransfer von Industrieländern zu Entwicklungsländer zur Umsetzung von Klimaschutz-Programmen und Erhöhung der Energieeffizienz
  • Einführung eines Anpassungsfonds zur Unterstützung von Schwellenländern. Der Fonds mit einem Umfang von bis zu 500 Millionen US-Dollar pro Jahr soll aus Erlösen beim Treibhausgas-Emissionshandel gespeist werden
  • Schutz der Tropenwälder im Nachfolger-Protokoll, um 20% der Treibhausgas-Emissionen zu vermeiden

Meeres Algen als Lösung für alle Probleme der Menschheit – Algen im Kampf gegen den Klimawandel

Wie ich heute dazu lernen durfte, könnten Algen viele Probleme der Menscheit in naher Zukunft lösen. Meeresalgen sollen Energie in Form von Gas oder Strom und Proteine zur Ernährung von Menschen und Tieren liefern.

Diese in den letzten drei Jahren entwickelte Technologie des weltweit führenden Algenexperten Dr. Bernd Kroon könnte somit den Durchbruch im Kampf gegen den Klimawandel bedeuten. Autor Axel Limberg hat mit seinem neuen Buch „Das Plankton-Manifest – Wie ein neuer Rohstoff die Welt verändern wird“ diese Geheimnisse jetzt gelüftet.

Das Plankton-Manifest - Wie ein neuer Rohstoff die Welt verändern wird

Laut Dr. Bernd Kroon soll nur ein Prozent der weltweiten Wüstenfläche ausreichen, um darauf klimaneutralen Sprit, Strom und Gas für die gesamte Menschheit zu produzieren. So könnte die Abhängigkeit der Weltwirtschaft vom Öl um ein erhebliches Maß reduziert werden und ein nachhaltiges Wirtschaften in greifbare Nähe kommen.

Hat einer der Klimawandel Global Leser das Buch „Das Plankton-Manifest“ schon gelesen?

Einführung CO2 Steuer – Das Dilemma der deutschen Automobilindustrie am Beispiel Porsche

120 Gramm Kohlendioxid-Ausstoß pro Kilometer, dies soll nach Plänen der EU-Kommission ab 2012 der Grenzwert für Neuwagen werden. Diese Richtlinie stellte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas am Mittwoch in Brüssel vor. Pro zusätzliches Gramm CO2 werden dann in 2012 zunächst 20 Euro fällig. Diese Strafzahlung soll stufenweise bis 2012 auf 95 Euro angehoben werden. Details dazu gibt es nachzulesen in einer beliebigen Tageszeitung.

Der Aufschrei über die Pläne der EU-Komission unter betroffenen Herstellern, Automobil-Verbänden und Politikern ist in Deutschland besonders hoch, da hier die Dichte der Premium-Hersteller u.a. mit BMW, Mercedes, Audi & Porsche besonders hoch ist. Das Worst-case-Szenario kann in dieser Liste sicherlich Porsche für sich verbuchen, da der durchschnittliche CO2-Ausstoß über die gesamte Produktpalette in 2006 satte 295 g/km betrug. Unseriöse Boulevard-Blätter würden an dieser Stelle die Differenz aus Durchschnittswert und Grenzwert mit den erwähnten 95 Euro multiplizieren und plakativ schreiben: „CO2 STEUER: JEDER PORSCHE WIRD 16.625 EURO TEURER!“. Auch Oberschichtler sind Menschen, also wäre hier tatsächlich Mitleid angebracht. Auf Konsequenzen für die rund 10.000 Mitarbeiter sei nur am Rande verwiesen.

Nun hat die Wiedeking-Piech-Connection natürlich noch einige Jährchen Zeit, bis die Strafzahlung voll durchschlägt, um den mittleren Verbrauch und damit die Emissionen ihrer Sportwagen-Flotte zu verringern. Sei es durch sparsamere Motoren, gesteigerte Effizienz, Hybrid-Antriebe oder was auch immer den Ingenieuren aus dem Schwaben-Ländle so alles einfällt. Dass vier (bzw. acht) Jahre jedoch kaum ausreichen werden, die Modellpalette auf EU-Richtlinien-Tauglichkeit zu trimmen (ohne auf das sportliche Image zu verzichten), sollte aber jedem ersichtlich sein.

Notorische Kleinbürger werfen an dieser Stelle gerne ein, dass man auf Modelle jenseits der gehobenen Mittelklasser mit hunderten von PS eh verzichten kann. Dabei vergessen diese jedoch, dass es die Premium-Autos sind, die den Grad der technischen Innovationen hoch halten. Schließlich zählen heutige Neuheiten in Oberklasse-Modellen in ein paar Jährchen zum Standard auch in den spritsparenden Kleinwagen. Wer würde schon heute noch auf Features in Sachen Komfort (z.B. ferngesteuerter Schließmechanismus, elektrische Fensterheber, …) oder Sicherheit (z.B. ABS, ESP, …) freiwillig verzichten? Wohl niemand, der sich daran gewöhnt hat. Man braucht sie also, die Autos der Kategorie 7er, S-Klasse & A8. Ja, selbst einem 911er könnte man mit sicherheitsrelevanten Aspekten eine Berechtigung zuweisen.

In der aktuellen Situation steht Porsche mit dem Rücken zur Wand, da im gesteckten Zeitrahmen keine vernünftige Anpassungsstrategie vorhanden ist. Es rächt sich jahreslanges Nichstun, denn einen freiwilligen Grenzwert von 160 Gramm CO2 pro Kilometer gibt es schließlich schon seit Jahren. Da hilft nur die Flucht nach vorne und in diesem Falle die Mobilisierung sämtlicher verfügbarer Optionen wie z.B.:

  • Mobilisierung aller möglichen Lobbyisten aus der Wirtschaft
  • Gewinnung der Politik durch das Ziehen der Arbeitsplatz-Vernichtungs-Karte
  • Schmieden einer deutsch-britisch-schwedischen Allianz gegen die bösen intrigierenden Verschwörer aus Frankreich, Spanien und Italien

 

Betrachtet man die Reaktionen insbesondere der Politiker aus deutschen Ländern, können Porsche & Co. hier schon deutliche Erfolge verweisen. Da knickt der wenige Tage zuvor als weltweiter Vorreiter für den Klimaschutz bezeichnete Umweltminister Gabriel vor der Autolobby ein und wirft den Südeuropäer eiskalte Industriepolitik vor. Eigentlich hätte man das eher von Wirtschaftsminister Glos erwartet, der sich aber anscheinend schon im Winterschlaf befindet. Der Verband der Automobilindustrie kritisiert die völlig überzogene Dimension der Strafzahlungen gemessen an anderen Branchen und auch ADAC & Co. rühren kräftig Lobby-Trommel, um die öffentliche Meinung in die „richtige“ Richtung zu lenken.

Was auch immer die nächsten Monate in dieser Diskussion bringen werden, eines ist sicher: Die letzte Schlacht in Sachen CO2 Steuer ist noch lange nicht geschlagen. Genau genommen geht der Krieg jetzt erst richtig los …

Bush ist für den Ausbau der Atomkraft – Mit Kernenergie gegen den Klimawandel

Laut Aussagen von US-Präsident George W. Bush ist Atomkraft die beste Lösung, um Treibhausgas Emissionen in hohem Maße zu reduzieren. Auch verdeutlichte er vergangenen Donnerstag während einer Pressekonferenz seine Einstellung zum Klimaschutz.

In einem Gespräch mit Nobelpreisträger und Ex-Vize Präsidenten Al Gore versicherte er, die Treibhausgas Problematik sehr wohl ernst zunehmen und zusammen mit seiner Administration eine effektive Klimaschutzstrategie umzusetzen.

Im Zuge der Pressekonferenz gab sich Bush unmissverständlich: Laut seinen Aussagen ist effektive Reduktion von Treibhausgasen nur mittels Kernenergie zu bewerkstelligen. Er begrüße alle Anstrengungen von Kongressabgeordneten, neue Anreize für den Bau von Atomkraftwerken einzubringen. Atomkraft sei die beste Lösung, um das Klima zu schützen und gleichzeitig das wirtschaftliche Wachstum voran zu treiben.

Kernenergie in Verbindung mit Klimaschutz ist und bleibt ein beliebtes Diskussionsthema, zu dem auf Klimawandel Global bereits mehrere Artikel sowie ein aufschlussreicher Poll veröffentlicht wurden: