Wende beim Klimaschutz in Australien – Bald Ratifizierung von Kyoto-Protokoll

Australien war bislang ein Mitglied der Achse des Bösen, zumindest wenn man es um die Einstellung zum Klimaschutz ging. Neben den USA ist Australien das einzige Industrieland, das die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls zur Reduzierung vehement verweigerte. Unter bem bisherigen Regierungschef Howard wurde der internationale Vertrag vor allem deshalb abgelehnt, weil Entwicklungsländern keine Auflagen gemacht werden.

Doch mit einem Mal soll in Australien eine radikale Kehrtwende beim Klimaschutz vollzogen werden und dies ist auf den Wahlsieg der Labor-Party bei der Parlamentswahl zurückzuführen. Der künftige Premierminister Kevin Rudd kündigte in seiner Siegesrede an, „die alten Grabenkämpfe zwischen der Wirtschaft und der Umwelt zu beenden“. Den Klimaschutz erklärte Rudd sogleich zum zentralen Thema seiner Poltik. Eine Ratifizierung des Kyoto-Protokolls steht genauso auf dem Programm wie eine Teilnahme an der Klimaschutzkonferenz auf Bali im Dezember, bei der über ein Nachfolgeprorgamm der Beschlüsse in Kyoto verhandelt wird.

Verbraucher sind bereit, Klimasünder abzustrafen – Energieversorger wechseln

In einer aktuellen Umfrage der IT-Beratung Accenture wurde die Einstellung von Bürgern zum Klimawandel untersucht. Insgesamt 7.500 Verbraucher aus 17 Ländern, davon 3.500 in Europa bzw. 500 in Deutschland wurden befragt. Die Studie belegt unter anderem, dass der überwiegende Teil der Stromkunden bereit wäre, den Energieversorger zu wechseln, wenn sich dieser überzeigend für die Reduktion von Treibhausgasen einsetzt.

Die Ergebnisse der Studie:

  • Rund 90% der Stromkunden würden in Erwägung ziehen, den Energieversorger zu wechseln, wenn der neue Anbieter für eine Verringerung von Treibhausgasen steht
  • Mehrheit ist überzeugt, dass durch die Erdwärmung direkte Konsequenzen für die Lebensumstände entstehen
  • Kein großes Vertrauen in Lösungen von Politik und Wirtschaft. Stattdessen wird persönliches Engagement jeder einzelnen Person gefragt sein, um die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen
  • 80% der Befragten halten einschneidende Maßnahmen wie eine drastische CO2-Reduktion für notwendig und sind auch bereit, z.B. für klimafreundliche Technologien mehr Geld auszugeben
  • 80% der Befragten sind mit der Kommunikation der Energieversorger unzufrieden. Sie fordern mehr Informationen sowie mehr Klarheit und Transparenz von den Energieunternehmen
  • Klares Bekenntnis zum Kampf gegen den Klimawandel von den Konzernen wird gefordert

 

Die gravierendste ökonomische Konsequenz ist sicherlich, dass Energieversorger noch mehr als bisher auf ein umwelt- und klimafreundliches Image Wert legen müssen. Wer als Klimasünder abgestempelt wird, muss mit massiven Verlusten am Kundenbestand rechnen. Dagegen werden Energiekonzerne mit einem nachhaltigen Image vom Klimabewusstsein der Verbraucher profitieren können.

Dass dabei die Glaubhaftigkeit eine große Rolle spielt, zeigt die derzeitige Unzufriedenheit der Befragten über die Kommunikations-Methoden der Energiekonzerne. Die Intransparenz bei der Preisfindung auf dem Strommarkt sowie offensichtliche Greenwashing-Aktivitäten mancher Versorger können hier als mögliche Gründe genannt werden.

Klimaschutz powered by Google – Günstiger Strom aus Erneuerbaren Energien

Die Zeiten, in denen Google bloß eine Suchmaschine war, sind längst vorbei. Google hat sich im Laufe der letzten Jahre zu einem der am höchsten bewerteten Unternehmen im IT-Bereich entwickelt. Zu Beginn dieser Woche verkündete Google zur großen allgemeinen Überraschung, dass das Unternehmen Geschäftstätigkeiten auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien aufnehmen will.

Unter dem Kürzel „Re < C“ fasst Google zusammen, sollen in den nächsten Jahren Millionenbeträge in die Forschung & Entwicklung von Technologien auf dem Sektor der erneuerbaren Energien investiert werden. „Re < C“ steht dabei grundsätzlich für die Vision, Strom aus erneuerbaren Energieträgern günstiger zu gewinnen als über den herkömmlichen Weg über fossile Brennstoffe wie Kohle – ein absolutes Novum im Energiesektor, wo bislang Stromproduktion aus Kohle als unumstößlich günstigste Möglichkeit angesehen wurde.

Entgegen anderen Unternehmen aus dem Silicon Valley, die ebenfalls erneuerbare Energien als Investitionsprojekte entdeckt haben, geht es dabei nicht nur um das massenhafte Aufstellen von Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Firmengebäuden. Ein Beispiel wäre hier Hewlett-Packard, die ebenfalls in dieser Woche verkündeten, ein 1-Megawatt-Solarkraftwerk zur jährlichen Einsparung von 450.000 Tonnen CO2 (und ein paar Millionen Dollar Stromkosten) errichten zu wollen. Andere Unternehmen wie Walmart investieren nur indirekt in den Klimaschutzdurch den Kauf von CO2-Äquivalenten, die Investments in saubere Energieprojekte repräsentieren.

Google’s Visionen liefern dagegen neue Ansätze und auch Größenordnungen. Durch die Investition in Unternehmen mit Geschäften in den Bereichen Solarthermie, Windenergie und Geothermie sowie der eigenständigen Entwicklung von Technologien in einer noch aufzubauenden Abteilung für saubere Energien strebt Google eine Kapazität von 1 Gigawatt aus erneuerbaren Energien an. Zum Vergleich: Das derzeit größte im Bau befindliche Photovoltaik-Kraftwerk in Waldpolenz bei Leipzig bringt es gerade mal auf 40 Megawatt. Der Clou an der Sache ist aber nicht nur die reine Kapazität, die in etwa der Leistung eines modernen Atomkraftwerks entspricht. Das wirklich herausragende Feature soll sein, dass diese Energie zu einem geringeren Preis produziert werden soll als die derzeit kosteneffizienteste Produktion von Strom aus Energieträgern wie Kohle (ca. 2 Cent pro Kilowattstunde). Der Zeitraum für das Vorhaben dafür beträgt dabei nicht Jahrzehnte, sondern nur wenige Jahre.

Nun könnte man natürlich die Frage stellen, welchen Einfluss ein einzelnes Unternehmen selbst mit einem solch ambitionierten Projekt haben kann. Doch Google steht nicht alleine da. Weitere Unternehmen investieren schließlich auch in die Firmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien, wenn solch ein Gigant wie Google Geld reinschießt. Genauso wie bekannte Kapitalinvestoren für Vertrauen schaffen, sorgt auch Google für den nötigen katalytischen Effekt bei der Investitionsentscheidung. Darüber hinaus könnte die Entscheidung von Google ein Indikator sein, auf welche Weise sich Firmen den Herausforderungen der Energieversorgung und des herannahenden Klimawandels stellen.

Was bringt aber solch ein Unterfangen für ein IT-Unternehmen wie Google? Klar, Google hat (zu)viel Geld auf der hohen Kante und muss irgendwo investieren, verbessert darüber hinaus das Image durch die Verringerung der Treibhausemissionen und kann außerdem sicherlich ein paar Dollar an Stromkosten sparen. Gerade für letzten Punkt braucht man keine großen Phantasien, um das Einsparpotenzial zu erkennen, denn neben Personalkosten dürften Stromkosten der größte Kostentreiber bei einem Unternehmen wie Google sein. Doch letzten Endes gehören grüne Technologien nicht zum Kerngeschäft eines IT-Unternehmens und die Investition von Millionenbeträgen in IT-fremde Projekte werden viele Stakeholder und Marktbeobachter eher skeptisch betrachten.

Google-Mitgründer Larry Page brachte die Beweggründe in aller Sachlichkeit in einem Satz unter: Für Google als einem der weltweit größten Stromverbraucher war schlichtweg der Bedarf nach sauberer Energie vorhanden. Die Rechenzentren fressen Unmengen an Strom, der nicht alleine durch die bestehenden Projekte gedeckt werden kann. Um nicht als Heuchler in Sachen Klimaschutz dazustehen, mussten Alternativen her. Im klassichen amerikanischen Sinne des „thinking big“ kommt dann sowas dabei raus. Soweit wir das beurteilen können: Daumen hoch!

DHL reduziert CO2 – Klimaneutral Pakete verschicken mit dem GoGreen Versand

Weihnachtszeit ist Geschenke-Zeit und so werden auch in diesem Jahr unzählige Briefe und Pakete quer durch Deutschland und die Welt verschickt. Da beim Versand auch immer große Mengen an Treibhausgasen in die Atmosphäre emittiert werden, hat sich DHL einen neuen Service namens „GoGreen“ einfallen lassen. Für einen Aufpreis von gerade mal 10 Cent pro Päckchen bis 20kg wird es dem Kunden ermöglicht, klimaneutral Waren von A nach B von dem Tochterunternehmen der Deutschen Post transportieren zu lassen. Die durch den freiwilligen Aufpreis erzielten Erlöse werden vom DHL in Klimaschutzprojekte investiert.

Um die beim Transport entstehenden Emissionen auszugleichen, investiert DHL u.a. in folgende Projekte.

  • Ausbau der Fahrzeugflotte mit Alternativen Kraftstoffen
  • Kleine Solarenergie-Projekte in Indien und Sri Lanka
  • (Wieder-) Aufforstung in Costa Rica
  • Solarenergieanlage des DHL Luftdrehkreuzes in Leipzig
  • Biogasanlage in Gundorf bei Leipzig

 

Ich muss zugeben, dass ich kein großer Fan dieser Ablasszahlungen für CO2-Emissionen bin. Doch gerade zu Weihnachten muss man sich zwangsläufig mal bei Freunden und Verwandten per Post melden. Wenn es also durch ein nachhaltiges Produkt die Möglichkeit gibt, klimaneutral und emissionsarm seinen Liebsten etwas Gutes zu tun, dann ist das zumindest lobenswert. 🙂

Umfassende Informationen zur UN Klimaschutzkonferenz auf Bali

Germanwatch hat ein 55-seitiges Hintergrundpapier zur UN-Klimaschutzkonferenz auf Bali vom 3.-14. Dezember 2007 veröffentlicht. Unter dem Titel „Klimagipfel in Bali: Startpunkt für entschiedene Schritte zu einem emissionsarmen Wohlstandsmodell?“ stellt Autor Christoph Bals sehr detailliert wichtige Fakten zu den bevorstehenden Verhandlungen über einen Nachfolger des Kyoto-Protokolls zusammen. Wer sich also umfassend über die Anforderungen und die notwendigen Zielsetzungen der Klimakonferenz informieren möchte, ist hier an der richtigen Stelle.

Hier die Kurzzusammenfassung:

Der UN-Verhandlungsprozess, der beim Klimagipfel in Bali (Dezember 2007) beginnt und 2009 abgeschlossen sein soll, ist eine zentrale Weichenstellung, die über die Zukunft dieses Planeten mitentscheidet. Werden wir auf ein unkontrolliertes Großexperiment mit Mensch und Natur zulaufen? Auf eine Klima-Apartheid, in der emissionsreicher Wohlstand zum Privileg für eine globale Minderheit wird? Auf eine globale Klimapartnerschaft, die eine gerechte Strategie zur Bekämpfung eines in großem Maßstab gefährlichen Klimawandels und zur Teilung der Lasten der Anpassung erreichen wird? Oder auf den Versuch der großtechnischen Steuerung des Planeten Erde?Germanwatch präzisiert in diesem Papier die Anforderungen an den Klimagipfel in Bali, wenn er ein Einstieg in eine globale Klimapartnerschaft sein soll, und stellt zentrale Eckpunkte eines wegweisenden, bis 2009 zu verhandelnden Abkommens zur Diskussion.

Quelle: Germanwatch.org

 

Das komplette Hintergrundpapier kann man sich hier bei Germanwatch.org durchlesen. Absolut lesens- und empfehlenswert.

Tipp zum Energiesparen: Elektronisch geregelte Heizungspumpe / Umwälzpumpe

Wer würde im Auto immer 100% Gas geben und zur Regulierung der Geschwindigkeit immer wieder mal bremsen? Vermutlich niemand, doch genau nach diesem Prinzip funktionieren gemäß einem Video des Pumpenherstellers Grundfos Heizanlagen mit ungeregelter Heizungspumpe / Umwälzpumpe im Haushalt. Dass dies nicht sonderlich effizient sein kann, dürfte jedem ersichtlich sein.

Im (Werbe-)Video der Firma Grundfos wird das Prinzip einer elektronisch geregelten Umwälzpumpe auch für Laien verständlich illustriert:

Kleine Maßnahme, Geld sparen, Umwelt entlasten… klingt alles super. Bis zu 80% weniger Energieverbrauch sind insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass die Heizung generell der größte Stromverbraucher in einem privaten Haushalt ist, gleichbedeutend mit einer ganzen Menge Einsparpotenzial. Die 80% sind vermutlich ein Laborwert, aber selbst wenn nur die Hälfte an Strom gespart wird, ist das ein ordentlicher Beitrag zum Klimaschutz.

Neben den Umweltaspekten wird durch die niedrigeren Stromkosten auch der Geldbeutel des Verbrauchers weniger belastet. Die Anschaffungskosten dürften sich bei entsprechendem Minderverbrauch an Energie schnell amortisieren.

Deutschland schaltet das Licht an – „Licht an! Für unser Klima.“

Die Kampagne „Licht aus! Für unser Klima.“ schlägt immer höhere Wellen. BILD und ProSieben nutzen wie erwartet ihre geballte Medienpräsenz zur Promotion der deutschlandweiten Aktion, bei der am 8. Dezember an zahlreichen Orten die Lichter als Zeichen für den Klimaschutz ausgeschaltet werden sollen. (Klimawandel Global berichtete). Abseits der Massenmedien bleibt die Aktion nicht von massiver Kritik verschont, da man bei genauerer Betrachtung keinen nennenswerten Nutzen erkennen kann.

Ein Zeichen wird gesetzt … dabei bleibt es aber auch, wenn nach fünf Minuten die Lichter wieder angeschaltet werden, der Stromverbrauch den Status quo ante erreicht hat und die erneut erleuchteten Gebäude durch das Kontrastprogramm in noch imposanterem Glanz erstrahlen. Die Adressaten der Aktion, die Teilnehmer der Klimaschutzkonferenz auf Bali, liegen um diese Uhrzeit vermutlich eh im Bett, sofern sie sich nicht an der klimatisierten Hotelbar auf Kosten des jeweiligen Staates versumpft sind.

Nur ein Zeichen zu setzen ist wahren Klimarettern nicht genug und so hat sich eine neue Gruppierung formiert, von der die Aktion „Licht an! Für unser Klima.“ gestartet wurde. Auch hier handelt es sich um eine deutschlandweite Aktion am 8. Dezember 2007. Dabei geht es keineswegs um eine Verhöhnung der ursprünglichen Kampagne, sondern um eine konsequente Fortsetzung der Klimaschutz-Ideen, um mit einfachsten Mitteln einen echten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Zu den Vorschlägen zählen unter anderem, in den fünf Minuten alte stromfressende Glühbirnen durch Energiesparlampen zu ersetzen. Durch den gesenkten Energieverbrauch wird der Ausstoß von Kohlendioxid bei der Stromproduktion gesenkt und die Stromrechnung fällt um viele Euro geringer aus. Die Anschaffungskosten amortisieren sich hier binnen kürzester Zeit.

Wenn dann mal wieder das Licht brennt und die Dunkelheit nicht zum nächsten Babyboom nach dem Stromausfall im November 2005 genutzt wird, soll man sich an den PC setzen und einen Wechselantrag zu einem Anbieter von (echtem) Ökostrom ausfüllen. Hier gilt es zu beachten, dass Ökostrom nicht gleich Ökostrom ist . Auf der sicheren Seite ist man bei den Anbietern Greenpeace EnergyLichtblickNaturstrom und den Elektrizitätswerken Schönau. Bei diesen Energieversorgern wird Ökostrom wirklich als solcher produziert und nicht mittels RECS-Zertifikaten im Nachhinein zu solchem umetikettiert.

Mehr Informationen zur Klima-Aktion sowie weitere Vorschläge zum Klimaschutz gibts hier.

Studie zur Frage: Was versteht man eigentlich unter Nachhaltigkeit?

Die Zukunftsforschungsinstitut Sensonet sowie die Fachzeitschrift Marketing Morgen haben insgesamt 204 Personen aus dem deutschsprachigen Raum über deren Einstellung und Meinung zum Themenkomplex Nachhaltigkeit befragt. Neben der Frage, was für die Menschen eigentlich Nachhaltigkeit bedeutet, wurden auch die Beziehungen zum Klimawandel oder den immer bedeutender werdenden Themen LOHAS und LOVOS geknüpft.

Die als Fragen gestellten Überschriften der Kapitel lauten:

  • Kommt der Klimawandel?
  • Wie ist Nachhaltigkeit zu verstehen?
  • Wer ist für Nachhaltigkeit verantwortlich?
  • Was trägt man persönlich zu einer nachhaltigen Entwicklung bei?
  • Was spricht für und gegen einen nachhaltigen Lebensstil?
  • Gibt es nachhaltige Unternehmen?
  • Gibt es genügend Informationen über Nachhaltigkeit?
  • Was hält man von LOHAS und LOVOS?

Die interessanten Ergebnisse der Umfrage kann man auf der Seite von Sensonet finden.

Klimaaktionstag – Zusammenfassung der Aktionen für den Klimaschutz

Am 8. Dezember, dem Weltklimatag, zog es deutschlandweit tausende Menschen auf die Straßen, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Über 40 Organisationen hatten dazu aufgerufen, anlässlich der derzeit stattfindenden Klimaschutzkonferenz auf Bali Aktionen für den Klimaschutz durchzuführen. Durch die medienwirksame Verbreitung der Kampagnen (insbesondere der „Licht aus!“-Aktion) in den vergangenen Tagen konnte mit einer breiten Unterstützung der Aktionen gerechnet werden.

Hier eine Liste der wohl größten Klimaschutz-Aktionen:

  • „Licht aus! Für unser Klima.“:
    In vielen Städten wurde an bekannten Plätze und Bauwerke für 5 Minuten die Beleuchtung ausgeschaltet. Zu dem befürchteten Stromausfall im Anschluss an das Wiedereinschalten der Lichter kam es nicht.
  • „Licht an! Für unser Klima. Aber richtig.“:
    Blogger und Internet-User mit Weitsicht beteiligten sich dagegen an der „Licht an“-Kampagne
  • München:
    Tausende Anwohner des Flughafen Franz Josef Strauß protestieren gegen den geplanten Bau der dritten Landebahn. Neben der steigenden Belastung durch Lärm und Abgase warnten die Demonstranten vor dem klimaschädigenden Effekt von einer Zunahme des Luftverkehrs
  • Grevenbroich-Neurath:
    3.000 Menschen demonstrieren gegen die Erweiterung des Braunkohlekraftwerks Neurath. Durch den Neubau eines 2.100 Megawatt Doppelblocks stiege die Emission von CO2 auf 30 Millionen jährlich.
  • Berlin:
    5.000 Menschen versammelten sich vor dem Brandenburger Tor und forderten mehr Engagament für den Klimaschutz und eine Abkehr von fossilen Brennstoffen
  • Google.de
    Google schaltete die Hintergrundfarbe der Webseite für einen Tag auf schwarz um, da dies den Energieverbrauch von Röhrenmonitoren senkt

Über die Nachhaltigkeit der einzelnen Aktionen kann man geteilter Meinung sein, aber ein gesteigertes Bewusstsein für die Notwendigkeit für Klimaschutz kann in jedem Fall nicht schaden. Wer auf weitere bedeutende Aktionen hinweisen möchte, kann gerne einen Kommentar hinterlassen.

Klimaschutz Ranking – Deutschland auf Platz zwei unter den Klimaschützern

Im alljährlichen Klimaschutz Ranking der Umweltorganisation Germanwatch konnte Deutschland in diesem Jahr zwei Plätze gut machen und landet nun hinter Schweden auf Platz zwei. Zu den Kriterien bei der Bewertung im Index zählen die Emissionsmengen der klimaschädigenden Treibhausgase sowie Trends bei der Klimapolitik.

Was folglich allen voran Politiker zum Frohlocken bringt, wird jedoch gleichzeitig von Germanwatch kritisch gesehen. Die gute Platzierung Deutschlands rührt nicht unbedingt von herausragenden Leistungen im Klimaschutz, sondern an den mangelhaften Bemühungen der Konkurrenz. Befriedigend ist im Vergleich eben besser als ausreichend. Insgesamt hätten alle Länder noch reichlich Nachholbedarf.

Zu den Schlusslichtern im Ranking zählen alte Bekannte: die Verweigerer des Kyoto-Protokolls USA sowie der Golf-Staat Saudi-Arabien. Dort wird weiter fleißig und rücksichtslos mit Energie um sich geschmissen und an politischen Initiativen mangelt es weit und breit.