General Electric Ecomagination Kampagne – Models machen Kohle sexy?

General Eletric zählt zu den größten Mischkonzernen der Welt. In zahlreichen zumeist technik-lastigen Geschäftsfeldern spielt GE dabei eine führende Rolle im globalen Wettbewerb mit Konkurrenten wie Siemens oder Philips. Auch im Energiesektor und hier auch im Bereich der erneuerbare Energien mischt General Eletric mit. Dieses Engagement möchte GE zum Anlass nehmen, dem Unternehmen einen grünen Anstrich zu verpassen.

Dabei gibt es im Rahmen der „General Electric Ecomagination“ Kampagne einige gelungene Werbspots wie z.B. den folgenden Clip, bei dem die Kraft des Windes eingefangen wird.

Um aber auch die Förderung von fossilen Brennstoffen positiv zu beleuchten, möchte General Electric in derselben Kampagne auch die Entwicklung neuer Technologien bei der Kohleförderung hervorheben. Dabei räkeln sich dann in einem Werbe-Clip einige Models in anrüchig-verschmierter Bergbau-Kluft um die Wette. Wer seine Hormone im Griff behält, erkennt schnell die mangelnde Praxis-Relevanz dieser Aufnahmen.

General Electric möchte einem also weiß machen, dass die Kohle-Förderung mit jedem Tag attraktiver wird? Und dies alles nur durch neue Technologien von GE Energy zur Reduktion der Emission von Treibhausgasen? Nun gut, wenn man es tatsächlich schon geschafft hätte, durch CO2-Abscheidung ein Kohlekraftwerk mit null Emissionen zu bauen, dann könnte man GE & Konsorten durchaus gratulieren. Selbst wenn man bereits heute soweit wäre, macht es den Kohle-Bergbau als eine sehr schmutzige und gefährliche Industrie noch lange nicht sexy. Von ehemaligen Kohle-Kumpeln mit schweren gesundheitlichen Folgeschäden durch ihre Arbeit wird diese Verharmlosung ihrer Tätigkeit sicherlich auch alles andere als erfreulich aufgenommen.

Schade, dass es General mit diesem Spot schafft, ihre sonst gelungene GE Ecomagination Kampagne zu belasten. Ein effektiver Klimaschutz kann nur durch den Verzicht auf Kohlekraftwerke funktionieren. Alles andere ist Greenwashing.

Reduktion der CO2 Emissionen: Stopp der kostenlosen CO2 Zertifikate für Energiewirtschaft

Eigentlich sollte es noch über zwei Wochen ein Geheimnis der EU-Kommission bleiben, aber nun sickerten doch bereits Details durch, wie man in Brüssel Industriebetriebe und Energiewirtschaft zu verstärkten Anstrengungen für den Klimaschutz zwingen möchte. Um die von den europäischen Regierungen gesteckten ambitionierten Ziele für den Klimaschutz durchzusetzen, versucht die EU-Umweltkommission diese nun mit Härte zu forcieren. Um den CO2-Ausstoß der Industrie bis zum Jahr 2020 um 21% zu senken (verglichen mit 2005), soll insbesondere die derzeitige Praxis der kostenlosen Vergabe von CO2 Zertifikaten an die Energiewirtschaft ab 2013 gestoppt werden.

Bei der Einführung des CO2-Handels in der Europäischen Union im Jahr 2005 wurden sehr viele CO2-Zertfikate kostenlos an Industrie und Energieversorger ausgegeben. Diese Zertifikate ermöglichen es den Unternehmen, eine bestimmte Menge an Treibhausgasen zu emittieren. Beim Überschreiten dieser festgelegten Menge müssen auf dem Emissionsrechte-Markt weitere Zertifikate hinzugekauft werden. Wer besonders sauber arbeitet, kann mittels diesem Emissionsrechtehandel überschüssige CO2 Zertifikate auch verkaufen.

Durch den kräftigen Einsatz der Lobbyisten in Brüssel konnten Industrie und Energiewirtschaft jedoch großzügige Kontingente an kostenlosen Zertifikaten einheimsen. Damit soll sukzessive Schluss sein, um größere Anstrengungen für die Reduktion der Emission von Treibhausgasen zu erzwingen. Statt der kostenlosen Vergabe sollen dann die Zertifikate per Auktionsverfahren verkauft werden. Die Erlöse in zweistelliger Milliardenhöhe sollen dann in Forschung und konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz fließen.

Gegen CO2 Steuer – Neue Technologie ermöglicht Autofahren mit Luft – Air Car Video

Eine fiktive Zukunftsvision: Abertausende Autos rollen durch die Strassen einer beliebigen asiatischen Stadt, Verkehrsknotenpunkte sind verstopft, die Rushhour dauert bereits seit Stunden an. Dennoch bleibt die Luft sauber, da aus den Autos nur heiße Luft anstatt tonnenweise Kohlendioxid entweicht.

Die Idee dazu ist nicht neu. Bereits vor zehn Jahren kam ein besonders forscher Forscher auf den Gedanken, Fahrzeuge anstatt mit Benzin mit Luft als einzige Energiequelle anzutreiben. Mittlerweile steht diese Technologie kurz vor der Marktreife. Erste Prototypen kurven bereits durch die Gegend und verschiedene Firmen sicherten sich die Lizenz der Technologie.

Autos mit reiner Luft betrieben, das klingt im ersten Moment eher ineffektiv. Wie groß kann schon die Reichweite sein, von der Leistung ganz zu schweigen. Tatsächlich erreichen momentane Prototypen pro Tankfüllung (mit ultahoch- komprimierter Luft) erstaunliche 200 Kilometer Reichweite mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 110 kmh.

Für Entwicklungsländer und transportbedürftige Nationen wie China oder Indien wären solche Fahrzeuge ein möglicher Weg aus dem Verkehrs-Supergau. Für den täglichen Stadtverkehr in den Millionenmetropolen sind die momentan erreichten Werte vollkommen ausreichend, bei keinerlei CO2 Emissionen.

Die Betankung funktioniert laut Angaben der Entwickler unkompliziert und schnell, vorausgesetzt die Tankstelle ist mit einem entsprechenden Kompressor ausgestattet. Die Kosten für eine Tankfüllung belaufen sich dann auf unschlagbare 1,5 Euro.

Die Preisspanne für ein Fahrzeug mit dieser Technologie beginnt bei 3.500 Euro, nach Tata Motors, Indiens größten Autohersteller und Lizenznehmer der Technologie. Bereits Ende dieses Jahres sollen die ersten Modelle für den Verkauf vom Fließband rollen. Des Weiteren ist ein Hybrid Model geplant, welches bei niedriger Geschwindigkeit mit komprimierter Luft, bei höherem Tempo dann mit Benzin angetrieben wird.

Die Zeit zur Verwirklichung neuer Ideen ist angebrochen. Hoffen wir, dass sich diese Technologie zumindest in den Entwicklungsländern durchsetzt. Das Klima hätte ein Problem weniger.

Klimaschutz im Schiffsverkehr – Mit SkySails Drachensegeln könnten Schiffe Treibstoff sparen

Der Schiffsverkehr trägt mit rund 900 Millionen Tonnen CO2 Emissionen pro Jahr maßgeblich zum Treibhauseffekt und Klimawandel bei. Das Wachstum der Weltwirtschaft sowie insbesondere von Volkswirtschaften wie China oder Indien sorgt zudem dafür, dass der Bedarf nach Transportkapazitäten für Konsumgüter zunimmt und somit auch die Emissionswerte weiter ansteigen.

Nicht zuletzt aus Kostengründen durch die Explosion der Rohölpreise an den Rohstoffmärkten setzt die Containerschifffahrt auf neue Wege, um in Zukunft die globalen Warenströme energieeffizienter zu gestalten. Zu nennen sind hier Low-Tech-Lösungen wie das so genannte Slowsteaming, bei dem durch eine geringere Transportgeschwindigkeit der Brennstoffverbrauch maßgeblich gesenkt wird.

Andererseits werden auch neue Methoden erprobt, um für mehr Energieeffizienz zu sorgen. Einer dieser Ansätze beruht auf der Nutzung der Kraft der Windenergie und kehrt somit zu den Anfängen der Schifffahrt zurück.

Vor der Entwicklung der Dampfmaschine und Dieselmotoren dominierten Segelschiffe die Weltmeere, sowohl für militärische Zwecke als auch zum Transport von Fracht zwischen Europa, Amerika und Asien. Die alten Holzschiffe trugen mit Hilfe von großen Segeln ihre Ladung CO2-neutral übers Wasser.

Jetzt wurde das Segel wiederentdeckt, zwar nicht als Alternative zum Schiffsdiesel, aber zumindest als treibstoffsparende Unterstützung des Antriebs.

Die in Hamburg ansässige Firma SkySails hat sich das Prinzip des Lenkdrachens zu Nutze gemacht und ein sogenanntes Drachensegel entwickelt, welches am Schiffsbug befestigt, das Schiff vorwärts zieht.

Das Drachensegel misst 160 Quadratmeter und wird mittels Teleskopmast in den Wind gebracht, die optimale Höhe mit den besten Windverhältnissen liegt zwischen 100 und 300 Metern. Eine Computersteuerung lässt das Drachensegel dann in der effizientesten Position im Wind pendeln. Durch diese Pendelbewegung erzeugt der Drachen einen bis zu dreimal größeren Vortrieb als ein herkömmliches Schiffssegel in vergleichbarer Größe.

Das Drachensegel funktioniert auch bei Abweichungen der Windrichtung um bis zu 50 Grad, bei Gegenwind wird das System dann automatisch eingeholt. Im Durchschnitt könnten damit ausgestattete Schiffe zwischen 10 und 35 Prozent an Treibstoff einsparen, bei guten Windverhältnissen auch deutlich mehr. Die Kosten des SkySails Systems für ein mittelgroßes Frachtschiff belaufen sich auf 500.000 Euro. Eine Amortisation der Aufwendungen soll bereits nach ein paar Jahren erreicht sein.

Das erste mit einem SkySails System ausgestattete Frachtschiff Beluga SkySails ist diese Woche von Bremen aus zu einer Jungfernfahrt nach Südamerika aufgebrochen. Jetzt muss das System beweisen, was es verspricht. Wichtig für eine Verbreitung ist die Rentabilität. Ohne greifbare Ersparnis werden sich die Reedereien vermutlich nicht am Klimaschutz beteiligen.

Sollte das Projekt gelingen, würde der Klimaschutz endlich auch im Schiffsverkehr Einzug halten. Ob dies dann wie bisher geplant bei Frachtern und Tankern oder vielleicht doch als besondere Attraktion für Kreuzfahrt Reisen sein wird… nun, wir erwarten gespannt die Auswertungen der Jungfernfahrt und werden dann auf Klimawandel Global darüber berichten.

CO2 Neutral – WWF Studie vergleicht Gütesiegel von CO2- Kompensationsangeboten

Anbieter für CO2-Kompensationszahlungen gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Mittels dieser Kompensationszahlungen können eigene CO2-verursachende Tätigkeiten quasi ausgeglichen werden (wir berichteten). Das gespendete Geld fließt dann in Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländer.

Verschiedene Qualitätssiegel bescheinigen diesen Projekten effektiven Klimaschutz, doch wie aussagekräftig sind diese Standards? Der WWF bringt mit einer aktuellen Studie nun Licht ins Dunkel.

„Die Studie hat eindeutig das beste Siegel identifiziert: den so genannten „Gold Standard.“, so WWF-Klimareferentin Juliette de Granbdpré. Das Siegel garantiere, dass die Projekte nur dank der zusätzlichen Gelder aus dem Kompensationsverfahren entstehen. Die lokale Bevölkerung ist stets eng in die Projektentwicklung eingebunden, so dass die Projekte auch der nachhaltigen Entwicklung dienen. Zudem akzeptiert der Gold Standard nur Projekte aus den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz, denn nur die tragen dazu bei, dass Entwicklungsländer in Zukunft weniger auf die Klimakiller Kohle, Öl und Gas setzen.
Bei den anderen untersuchten Standards sind diese Kriterien oft nicht erfüllt. So erfordern mehrere der untersuchten Standards, etwa das Voluntary Carbon Standard (VCS), Chicago Climate Exchange (CCX), oder VER+ nicht, dass das geförderte Projekt zur nachhaltigen Entwicklung beiträgt. Auch Technologien, die langfristig nicht zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft führen oder hohe negative Umweltauswirkungen haben wie z.B. Atomenergie oder große Wasserdämme sind in anderen Standards zugelassen. Auch Waldprojekte seien für Kompensationsprojekte bislang schwierig. Wenn eine Anpflanzung abbrenne, sei der Klimaschutzeffekt dahin. Ähnlich schwierig ist es, wenn Holzkonzerne zwar bestimmte Wälder verschonen stattdessen aber in anderen Gegenden abholzen. Auch das bringe für den Klimaschutz nichts. Trotzdem vergeben der Voluntary Carbon Standard (VCS) oder das Siegel Climate, Community and Biodiversity Standards (CCBS) Kompensations-Zertifikate, deren Dauerhaftigkeit nicht gesichert ist.Der Kompensationsmarkt leide insgesamt darunter, dass es kein einheitliches, sondern eine Reihe konkurrierender Angebote sehr unterschiedlicher Qualität gebe, heißt es im Vergleich des WWF. Wer z.B. die Emissionen seines Urlaubsflugs kompensieren wolle, sollte daher genau die Projektbeschreibungen des Anbieters studieren. Mindestens genauso wichtig wie die Auswahl eines seriösen Anbieters ist nach Meinung des WWF, dass Verbraucher CO2-Kompensation nur als Ergänzung nutzen. Kompensation dürfe nie eigene Reduktionsbemühungen ersetzen. „Erst vermeiden und verringern, dann kompensieren.“, betont Juliette de Grandpré. „Nur wer seinen Geländewagen durch einen kleineren Wagen ersetzt hat und möglichst oft auf das Fahrrad umsteigt, sollte ans Kompensieren unvermeidbarer Fahrten denken.“


Quelle: WWF.de

Die englischsprachige Studie kann hier auf der Webseite von WWF Deutschland angesehen und heruntergeladen werden. Ein deutschsprachiges Positionspapier zum Thema findet sich hier, ebenfalls auf der Webseite des WWF.

LKW müssen effizienter werden – Geplante Bemessung der LKW-Maut nach CO2-Ausstoß

Es ist viel los auf Deutschlands Strassen. Trotz Einführung der LKW Maut und einer Zunahme des Schienentransports prägen LKW das Bild auf den bundesweiten Autobahnen und Landstrassen. Laut einer Prognose der EU-Kommission wird sich der LKW-Verkehr bis 2020 im Vergleich zum Jahr 2000 fast verdoppeln.

In Anbetracht der Klimaschutzziele der Bundesregierung, die CO2-Emissionen in Deutschland bis 2020 um 40 Prozent zu senken, muss auch der Güterverkehr einen entscheidenden Beitrag leisten. Anreize für die Nutzung effizienterer LKW müssen von der Regierung geschaffen werden.

Wenn es nach den aktuellen Plänen geht, soll zukünftig die LKW-Maut am CO2-Ausstoß bemessen werden. Schadstoffarme LKW mit vier oder mehr Achsen werden wie bisher 11,6 Cent pro Kilometer zahlen, wohingegen Luftverpester mit bis zu 21,7 Cent pro Kilometer zur Kasse gebeten werden. Bei Zwei- oder Dreiachsern wird die Maut zwischen 10,6 Cent pro Kilometer und maximal 20,7 Cent pro Kilometer betragen.

Empfindliche Mehrkosten kommen dann auf viele LKW-Modelle zu. Ob sich das obige Modell letztendlich in dieser Form durchsetzt, muss erst noch geklärt werden. Fakt ist, dass der LKW-Verkehr als einer der Hauptemittenten von CO2 eine wesentliche Rolle bei der Reduktion der CO2-Emissionen spielen muss.

Klimaschutz Studie – Negative Umweltbilanz deutscher Dieselkraftstoffe

Die Umweltbilanz deutscher Dieselkraftstoffe fällt weitaus negativer aus als bisher angenommen. Eine aktuelle Analyse der Umweltschutzorganisation Greenpeace zeigt auf, dass der Biosprit-Anteil bei Diesel nicht nur aus heimischem Rapsöl, sondern zu fast 20 Prozent aus Sojaöl hergestellt wird.

Der Anbau von Sojabohnen weltweit gilt nicht nur energetisch als sehr bedenklich. In den Ländern Südamerikas werden gigantische Regenwaldflächen gerodet, um Anbauflächen zu erhalten. Somit gehen natürliche CO2-Speicher und wertvolle Lebensräume für immer verloren, gleichzeitig werden Unmengen an CO2 in die Atmosphäre freigesetzt.

Der von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und Landwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) gemeinsam vorgelegte Plan sieht vor, die Beimengung von Agro-Diesel bis 2020 auf 17 Prozent zu steigern. Da der Rapsanbau für Agro-Diesel an seine Grenze gestoßen ist, muss der prozentuale Anteil an Soja-Diesel entsprechend vergrößert werden.
Nach Berechnungen von Greenpeace bedeutet jedes Prozent mehr Beimischung von Agro-Diesel in Deutschland über 700.000 Hektar zusätzlichen Sojaanbau im Jahr. Sollen 17 Prozent Beimengung erreicht werden, müssten voraussichtlich 4,9 Milliarden Liter Soja-Diesel importiert werden. Die Sojaplantagen hierfür würden ein Ausmaß von fast 10 Millionen Hektar einnehmen und damit einer Fläche von Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zusammen entsprechen.Wer das Klima schützen will, muss die letzten Urwälder schützen, betont Alexander Hissting. Die Beimischungsquote ist ein Irrweg. So haben wissenschaftliche Untersuchungen, beispielsweise der renommierten Zeitschrift Science Magazin ergeben, dass es 319 Jahre dauern würde, bis der Einsatz von Soja-Diesel die Menge an Treibhausgasen eingespart hat, die durch eine Abholzung des Amazonas für die Sojaplantage zuvor freigesetzt wurde. Im argentinischen Chaco-Urwald würde es 176 Jahre dauern.


Quelle: Greenpeace.de

 

Ein Blick über den Tellerrand ist dringend anzuraten. Die Reduktionsziele der Bundesregierung sollten keinesfalls zu Lasten anderer Regionen gehen. Bundesumweltminister Gabriel hat vor einem Monat angekündigt, eine Art Gütesiegel für nachhaltig produzierten Biokraftstoff einzuführen. Hoffen wir, dass die nächste Studie dann positiver ausfällt.

Geld vom Staat für mehr Energieeffizienz – Staatliche Förderprogramme beim ökologischen Wohnungsbau

Angesichts stetig steigender Öl- und Gaspreise und den damit verbundenen höheren Energiekosten rückt beim Bauen und Renovieren von Immobilien das Thema Energieeffizienz immer mehr in den Mittelpunkt. Wer weniger Strom durch eine energiesparsame Bauweise verbraucht, spürt dies am Ende des Jahres merklich im eigenen Geldbeutel.

Vor dem Energie sparen und vor allem auch dem Energiekosten sparen steht jedoch zunächst ein zum Teil beträchtlicher monetärer Mehraufwand im direkten Vergleich mit „herkömmlichen“ Baumethoden an. Eine umweltfreundliche Immobilie ist gut für das ökologische Gewissen, fordert aber zum Teil deutlich höhere Investitionen. Immobilienunternehmen und -verbände fordern darum von der Politik, die Weichen für höhere staatliche Subventionen beim ökologischen Wohnungsbau zu stellen.

Durch die Regelungen in der Energieeinsparverordnung (EnEV) sind bereits heute Grenzwerte beschlossen, die den maximalen Primärenergiebedarf von Gebäuden für Heizung und Warmwasser festlegen. Geplant ist, den Schwellenwert im Laufe der nächsten Jahre laufend zu senken, um den Ziel der Einführung des sogenannten KfW-60 Standards im Immobilienbau sukzessive näher zu kommen. Der Begriff KfW-60 bedeutet, dass der Primärenergiebedarf nicht höher als 60 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter liegen darf.

Die immer strikter werdenden baulichen Verordnungen sorgen dabei für ebenso stetig ansteigende Baukosten. Da für den Endverbraucher die Energieeffizienz gegenüber dem Kaufpreis eine nachrangige Rolle spielt, müsse die staatliche Förderung deutlich ausgebaut werden, fordern nun Verbände von Immobilienunternehmen.

Von größer dimensionierten staatlichen Förderprogrammen würden dabei nicht nur die durch die Verbände vertretenen Unternehmen profitieren, sondern auch die politischen Lenker des Landes. Schließlich haben sich diese vor nicht allzu langer Zeit beim Weltklimagipfel auf Bali zu ehrgeizigen Klimaschutz-Zielen bekannt. Staatliche Anreize zur Erhöhung der Energieeffizienz beim Immobilienbau könnten einen wesentlichen Anteil zur Erreichung dieser Ziele leisten.

CO2-Reduktion – Seen speichern CO2 besser als erwartet

Nicht nur die Weltmeere absorbieren große Mengen an CO2 aus der Atmosphäre. Diese Eigenschaft lässt sich auch auf stehende Gewässer wie Seen, Weiher oder gar Teiche übertragen.

So hat ein amerikanisches Forscherteam um John Downing von der Iowa State University das CO2-Absorbitonspotential von Seen untersucht. Stehende Gewässer sollen demnach Kohlendioxid mit hoher Geschwindigkeit aufnehmen können.

Könnten also künstlich angelegte Seen einen ernstzunehmenden Beitrag zur CO2-Reduktion leisten?

Nach Downings Meinung können mehr als 300 Millionen Seen des Planeten mit einer Gesamtfläche von 4,2 Millionen Quadratkilometern doppelt so viel CO2 aufnehmen wie bisher vermutet. Damit, so sagt der Forscher, könnten sie den Ozeanen den Rang als wichtigster Klimagas-Speicher ablaufen – und das, obwohl 90 Prozent der Seen kleiner als ein Hektar sind.
Doch gerade im kleinen Maßstab könnte der Schlüssel liegen. „Kleine Gewässer sind als Kohlenstoffspeicher lange unterschätzt worden“, bestätigt Katrin Wendt-Potthoff vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Magdeburg im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Downings Ergebnisse nennt sie „plausibel“.Ökologen wissen, dass in kleinen Seen der Stoffumsatz besonders schnell abläuft. Das liegt daran, dass dort Nährstoffgehalt und Temperatur meist deutlich höher liegen als in den Ozeanen. „Auf diese Weise wird mehr CO2 gespeichert“, sagt Wendt-Potthoff. Besonders interessant sei, dass auch Kohlenstoff von außen in die Seen hineingetragen werde, etwa durch Wasserabfluss von Ackerflächen.


Quelle: SpOn.de

 

Interessant ist diese Studie allemal, doch wie realistisch ist eine Umsetzung? Künstliche Seen brauchen Grund, viel Aufwand und vor allem sehr viel Wasser und kommen somit für viele Regionen dieser Welt nicht in Frage.

Deutsche Grundbesitzer würden sich wohl dennoch über ein KfW-Gartenteich-Subventionsprogramm freuen!

1500 Sprühroboter Schiffe sollen Wolken manipulieren & Erderwärmung stoppen

Wenn es nach einem findigen britischen Wissenschaftler gehen soll, dann wird zukünftig eine Flotto von 1500 Sprühroboter-Schiffen die Erderwärmung stoppen. Die dazu notwendige Technik beruht ursprünglich auf der Idee eines deutschen Erfinders und soll kontinuierlich Meerwasser in Form von Tropfen in die Atmosspähre zerstäuben.

Sprühroboter

Die Salzwassertröpfchen die von den unbemannten Roboterschiffen in die Luft abgegeben werden sollen, dienen als Kondensationskeime, die die Wolken über den Ozeanen so hell wie möglich machen sollen. Durch die Aufhellung der Wolken soll sich ihr Reflektionsvermögen für Sonnenstrahlen erhöhen und so signifikant weniger Wärme durch Sonnenstrahlen an die Meeresoberfläche ankommen. Laut dem Forscherteam soll sich die Erde so langsamer aufheizen und der Klimawandel im Idealfall zum Stoppen gebracht. Was in der Theorie sehr vielversprechend klingt, könnte in der Praxis jedoch Probleme aufwerfen.

Die vollkommenden ohne Mannschaft auskommenden Schiffe sollen so in Zukunft abseits der Hauptschifffahrtsrouten zum Einsatz kommen, jedoch nicht nur regional sondernverteilt über die Weltmeere. Die globale Steuerung der Geisterschiffe soll zukünftig ein zentraler Steuercomputer übernehmen.

Bei all den vielsprechenden neuen Ansätzen sollte dennoch nicht vergessen werden, dass sich gewisse Gefahre ergeben könnten. Geo-Engineering – also der gesteuerte Eingriff in das komplexe System Erde – sollte nicht vorgenommen werden, ohne dass man absolut sicher ist es verstanden zu haben. Gerade deshalb müsse man Geo-Engineering ja intensiv erforschen.

Weitreichende Eingriffe ins Klima könnten auch ein gänzlich falsches Signal senden, dass wie eine Aufforderung zu riskantem Verhalten bzgl. des Klimaschutzes wirken könnten. Als Reaktion auf eine CO2-reduzierende Innovation wie sie die Sprühroboter sind, könnten Industrieländer ungeniert noch mehr CO2 in die Atmosphäre abgeben. Im Spiegel Online Interview fürchtet Ken Caldeira von der Carnegie Institution of Washington in Stanford etwa: „Am Ende landen wir bei viel CO2 und viel Geo-Engineering“.