Klimaschutz: mehr Fahrradfahren, weniger Autofahren – jeder km zählt

Heute morgen stand ich vor der Entscheidung, ob ich mit dem Auto oder dem Fahrrad zur Videothek fahre um meine entliehene DVD zurückzugeben. Die Videothek ist gerade mal 800 Meter entfernt, dennoch hatte ich in Erwägung gezogen den Wagen aus der Garage zu fahren und die eine Minute die Umwelt unnötig zu verschmutzen.

So wie mir geht es wahrscheinlich sehr vielen Menschen. Aus Faulheit wählt man den gemütlichsten Weg um von A nach B zu kommen, mag er auch noch so kurz sein. Dabei rechnet sich eine kurze Strecke auch rein wirtschaftlich nicht. Gerade bei Kurzstrecken und kaltem Motor ist der Verbrauch des Verbrennungsmotors überdurchschnittlich hoch.

 

Deswegen tut euch, eurem Gewissen und eurer Gesundheit etwas Gutes und fahrt mehr mit dem Fahrrad und weniger mit dem Auto. Unsere Umwelt wird es euch danken!

Warum Versicherungen häufig Elementarschäden ausschließen – Elementarversicherung

Als Elementarschaden wird in der Versicherungsbranche ein Schaden bezeichnet, die durch eines der vier Elemente (Erde, Feuer, Luft, Wasser) an Menschen oder Gütern verursacht wird. Typische Ursachen sind Überschwemmungen, Stürme/Orkane, Hagel oder Erdbeben. Wegen den Schwierigkeiten bei der Kalkulation von Versicherungsprämien sind Elementarschäden bei den meisten Hausratsversicherungen und Gebäudeversicherungen in den Versicherungs-AGBs von der Leistung ausgeschlossen.

Das Konzept der Versicherung baut auf den Ausgleich im Kollektiv und/oder in der Zeit. Dies funktioniert z.B. in einer Kraftfahrt-Versicherung sehr gut, bei der Elementarversicherung jedoch nicht. Denn ein Großereignis passiert nur selten und wenn es dann einmal kracht, dann sind gleich richtig viele Personen bzw. versicherte Objekte im Versicherungs-Kollektiv betroffen. Für Versicherungsunternehmen heißt dies, dass sie keinen dem Risiko angemessenen Tarif kalkulieren können und das Risiko somit aus dem Versicherungsvertrag herausgestrichen werden muss.

Typische Beispiele hierfür sind die Ausschlussklauseln für Überschwemmungen in der Region um Passau oder die (temporäre) Nicht-Versicherbarkeit einer Sachversicherung gegen Sturmschäden in Florida & Louisiana im Anschluss an Hurricane Katrina.

Für Erst- und Rückversicherer wird das Risiko eines riesigen Schadens durch Elementarereignisse somit nur schwer kalkulierbar. Will man dennoch Versicherungsschutz bieten, muss der Kunde enorme Risikoaufschläge zahlen, die die Versicherung trotz hoher Selbstbeteiligungen und langen Wartezeiten oft prohibitiv teuer machen.

Das Risiko von Elementarschäden ist in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen. Insbesondere kommen zunehmend häufiger sehr große Stürme vor, die durch höhere Erdtemperaturen stärker sind und über dem Meer höhere Flutwellen erzeugen. Welchen Beitrag der Klimawandel dazu leistet, ist derzeit Gegenstand von vielen Untersuchungen. Bis Versicherungen die Gefahren der veränderten Elementarschäden nicht komplett „neu“ verstanden haben, werden auch Elementarversicherungen weiter rar verfügbar sein.

Die Arktis ohne Eis? – Eisfreier Nordpol in 15 Jahren möglich

Laut einem Artikel in der dänischen Zeitung Jyllands-Posten haben Auswertungen von Satellitenfotos ergeben, dass die Fläche des Eises am Nordpol weniger als 3 Millionen Quadratkilometer beträgt. Dies ist insbesondere die niedrigste jemals gemessene Ausdehnung des Polareises. Damit ist in den letzten zehn Jahren die Eisfläche um etwa die Hälfte geschrumpt, was in etwa der Fläche Westeuropas entspricht.

Die Messergebnisse werden von Meteorologen als erschreckend bezeichnet, da sie dem entsprechen, was in Worst Case Szenarien prognostiziert wurde. Geht die Entwicklung des Schmelzens des arktischen Eises so weiter, könnte es nur noch 15 Jahre dauern, bis die Arktis im Sommer eisfrei ist. Dies ist ein weiteres Alarmsignal der globalen Erwärmung durch Treibhausgase wie CO2 oder Methan.

Die Folgen eines vollständigen Abschmelzen des Polareises wären gravierend. Der Meeresspiegel würde weiter ansteigen und durch die verminderte Reflektion des Sonnenlichtes würde sich der Treibhauseffekt verstärken. Eine weitere Erwärmung des Wassers am Nordpol könnte außerdem zur Freisetzung von riesigen Mengen an momentan im Boden gebundenen Mengen Methan führen, was die globale Erwärmung weiter verstärken würde.

Ein verwandtes ist Thema ist das <a href=“https://www.klimawandel-global.de/klimawandel/klimaveranderung-in-der-arktis-klimaerwarmung-bedroht-gronlandischen-eisschild/“ target=“_blank“>Abschmelzen des grönländischen Eisschildes</a> mit ebenso verheerenden Folgen für die gesamte Erde.

Veränderung der Ökosysteme unter Wasser – Folgen des Klimawandels für die Meere

Welche Folgen starke Klimaschwankungen auf Flora und Fauna haben können, hat man vor ca. 65 Millionen Jahren gesehen. Gemäß der Meteroitentheorie sorgte ein riesiger Meteor für gewaltige Staubaufwirbelungen, deren populärstes Opfer die Dinosaurier waren. Das Klima veränderte sich schlagartig auf unnatürliche Weise und alle Tierarten, die sich nicht den neuen Bedingungen schnell genug anpassen konnten, waren zum Aussterben verdammt.

Ähnliches wird nun heutzutage für die Weltmeere befürchtet. Viele Pflanzen und Tiere sind schon heute mit der Geschwindigkeit des Klimawandels überfordert. Als Ursachen werden der Anstieg der Säurehaltigkeit und der Temperatur des Wassers genannt. Die Versauerung des Wassers ist dabei auf den vermehrten CO2-Anteil im Wasser zurückzuführen. Dies wird zu völlig veränderten Ökosystemen führen, falls sich die Umweltbedingungen weiter so rasch verändern.

Als eines der Beispiele wird häufig die Erhöhung der Oberflächentemperatur der Meere benannt. In der Nord- und Ostsee ist diese in den letzten 20 Jahren im Mittel um ca. 1,5 Grad Celsisu gestiegen. Dies mag nicht viel erscheinen, reicht aber aus, um bestehende Arten zur Flucht zu zwingen und neue vormals im Mittelmeer heimische Fische eine Ansiedlung zu ermöglichen. Solche Tierarten, die nicht flüchten können (z.B. Korallen), sterben ab bzw. aus, da sie sich nicht schnell genug auf die veränderten Bedingungen einstellen können.

Würden wir nicht von Pflanzen und Tieren, sondern von Menschen sprechen, würde man von einem systematischen Genozid sprechen. Da viele der betroffenen Pflanzen am Anfang der Nahrungskette stehen, muss sich auch der Mensch Gedanken machen, welche Folgen die Veränderung der Weltmeere durch den Klimawandel für ihn hat. Eine wirkungsvolle Maßnahme wäre eine starke und schnelle Reduzierung des Ausstoßes der Treibhausgase, um die angestoßenen Umweltänderungen zumindest zu bremsen.

Klimaskeptiker und Medien am Pranger – Gezielte Desinformation über den Klimawandel

In einem sehr informativen und gut geschriebenen Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) schildert der Klimaforscher Stefan Rahmstorf, wie sogenannte Klimaskeptiker durch gezielte Desinformation der Bevölkerung und Vernebelungs-Taktiken effektiven Klimaschutz behindern bzw. blockieren.

Des weiteren werden die Verfehlungen der führenden Politiker in der Klimapolitik in den letzten 15 Jahren angeprangert. Durch die Lobbyarbeit der Skeptiker im Namen der Wirtschaft wird gezielt auf die Bremse beim Klimaschutz gedrückt. Außerdem stellt Rahmstorf die Frage, warum die Medien auf diese Zug ständig aufspringen und die bezahlten Skeptiker auch noch als Klima-Experten vorstellen. Von einer Qualitätskontrolle bei den Medien kann da keine Rede sein.

Den ganzen Artikel gibts hier in der Online-Ausgabe der FAZ.

The 11th hour – Klimaschutz Dokumentarfilm von Leonardo DiCaprio – Kino DVD

„The 11th hour“ ist ein von Leonardo DiCaprio produzierter Dokumentarfilm über den akuten Verfall unserer Umweltsysteme. Mit dem Begriff „11th hour“ wird im Englischen im Allgemeinen eine ablaufende Frist bezeichnet. Im Deutschen wird dies widerum oft als Deadline anglifiziert oder bildlich gesprochen wird oft die Bezeichnung „5 vor 12“ verwendet.

DiCaprio wandelt nicht nur als Produzent auf den Spuren von Al Gore (siehe dazu der Eintrag über An Inconvenient Truth), sondern übernimmt auch die Erzählerstimme und führt thematisch über die Möglichkeiten zur Rettung des Ökosystems der Erde und die Herausforderungen des Klimawandels. Zahlreiche prominente Wissenschaftler und Politiker wie Stephen Hawking oder Michail Gorbatschow kommen ebenfalls zu Wort.

Im Film werden eine Vielzahl der heutigen Umweltprobleme behandelt: die Globale Erwärmung, großflächige Abholzungen, massenhafte Ausrottung von Tierarten oder auch der Verlust von Lebensräumen in den Ozeanen. Neben der Darstellung dieser Probleme wird auch versucht, Hoffnung und mögliche Lösungen anzubieten: Regenerative Maßnahmen, ein Umdenken in der Nutzung der natürlichen Ressourcen durch den Menschen und in der sozialen Verantwortung. Zusätzlich wird von Wissenschaftlern und Öko-Aktivisten eine radikale Zukunft skizziert, wie man als Mensch in Einklang mit der Natur leben könnte anstatt fortwährend eine dominierende Rolle spielen zu müssen.

Seine Weltpremiere feierte der Film auf den Filmfestspielen in Cannes 2007 und wurde dort mit Begeisterung aufgenommen. In Amerika lief der Film in den Kinos bereits an, in Deutschland müssen wir auf „The 11th hour“ noch bis zum 15. November 2007 warten. Bis dahin muss als Vorgeschmack der Trailer reichen.

Mangel an Fachkräften im Bereich Erneuerbare Energien – Kommt das Wachstum ins Stocken?

Fast täglich liest man in den Medien über die Boombranche Erneuerbare Energien. Zweistellige Wachstumsraten bei den Umsätzen, neue Förderprogramme oder auch 6-stellige Zahlen an möglichen neuen Arbeitsplätzen in den nächsten Jahren sind nur einige der ständigen positiven Botschaften. Doch gerade letzter Punkt bringt Fachleute zum Grübeln, denn für das Besetzen der Positionen stehen gar nicht genügend Fachkräfte zur Verfügung.

Seit Jahren sind technische Ausbildungen und Ingenieursstudiengänge beim Nachwuchs eher unbeliebt. Dies hat dazu geführt, dass es heute zu wenig gut ausgebildete Ingenieure, Techniker und Mechatroniker gibt. Dies wird in Zukunftsbranchen wie Erneuerbare Energien bereits mittelfristig zu vermindertem Wachstum führen, sofern nicht schnell Abhilfe geschaffen wird.

Erste Maßnahmen zur Gegensteuerung existieren bereits. Im November 2006 starteten beispielsweise Unternehmen und Verbände aus den Bereichen Umweltschutz und Erneuerbare Energien zusammen mit Umweltminister Sigmar Gabriel die Ausbildungsinitiative „Umwelt schafft Perspektiven“. Unter anderem wurden von den beteiligten Unternehmen 5.100 zuästzliche Ausbildungsplätze zugesagt. Diese sind auch dringend notwendig, wenn man Studien glauben darf, die in den nächsten beiden Jahrzehnten jeweils ca. 250.000 neue Arbeitsplätze auf dem Sektor der Erneuerbaren Energien erwarten.

Klimaforscher Rahmstorf in der Kritik – Klimaskeptiker und Lobbyisten schlagen zurück

Gestern haben wir noch über einen Artikel des Klimaforschers Stefan Rahmstorf berichtet, in welchem er zahlreiche Angriffe gegen Klimaskeptiker und Lobbyisten fuhr. Nun schlagen genau diese zurück, passenderweise ebenso mit einem Artikel in der FAZ.

„Richtigstellungen“ der Aussagen Rahmstorfs werden ebenso vorgenommen wie auch der Vorwurf, Rahmstorf betreibe einen Dschihad-ähnlichen religiös anmutenden Feldzug gegen alle, die auch nur ansatzweise einen Zweifel am Klimawandel äußern.

Nachzulesen gibts das Ganze hier in der Online-Ausgabe der FAZ

Klimawandel direkt vor unserer Haustür – Veränderungen des Klimas in Deutschland

Wer glaubt, der Klimawandel beträfe nur abgelegene Regionen in der Arktis oder Südseeinseln, der irrt sich. Es mag trivial klingen, aber hinter der globalen Erwärmung steckt nicht nur eine Phrase, sondern dies ist ein globales Problem. Deutschland wird auch davon betroffen sein, wenn nicht heute Maßnahmen für den Klimaschutz getroffen werden.

Ein kleiner Auszug aus den möglichen Veränderungen durch den Klimawandel in Deutschland:

  • Häufigere und schlimmere Überschwemmungen durch Hochwasser
  • Höhere Zahl der Sommer- und Tropentage
  • Wärmere Winter mit weniger Schnee und dafür mehr Regen
  • Zusätzliche Ernten durch höhere Temperaturen
  • Höhere Frequenz und Intensität von Winterstürmen mit größeren Schäden an Wäldern und Gebäuden
  • Ansiedlung neuer Tierarten, Verdrängung existierender Flora und Fauna
  • Krankheiten, die bislang nur in den (Sub-)Tropen existieren

Hoffen wir, dass es jedem in Kürze von selber klar wird, dass auch Deutschland vom Klimawandel massiv betroffen sein wird … und nicht erst dann, wenn es Jahr für Jahr ein neues „Jahrhunderthochwasser“ an der Oder am Rhein gibt, sich die Anopheles-Mücke (Überträger der Malaria) in Deutschland einnistet oder verheerendere Wintersturm à la Kyrill zur Gewohnheit werden.

In diesem Sinne… packen wir den Klimaschutz an! Für ein Klima im gesunden Gleichgewicht!

P.s.: Österreicher und Schweizer dürfen sich natürlich ebenso angesprochen fühlen. 🙂

Treibhaus Deutschland – Ein Buch zum Thema Klimawandel in Deutschland

In dem 380-seitigen Buch behandelt der Autor Dr. Karsten Brandt den Klimawandel in Deutschland und seine Auswirkungen. In sachlicher Weise schreibt Brandt über die bevorstehenden Klimaveränderungen in Deutschland. Themen sind dabei u.a. die Auswirkungen des Anstieg des Meeresspigels und die Veränderungen in der Land- und Forstwirtschaft. Anhand aktueller Klimadaten aus allen Regionen Deutschlands werden die Trends bei Temperatur, Niederschlag, Stürmen und Frosttagen präsentiert.

So oder so ähnlich lesen sich die Pressemitteilungen über das neue Buch von Karsten Brandt „Treibhaus Deutschland. Der Klimawandel in Deutschland und seine Auswirkungen“. Ob das Buch dem Hype gerecht wird und es zu einem Standardwerk im Themengebiet Klimawandel wird, wird sich ab dem offiziellen Verkaufsstart am 7. September zeigen.

Vorbestellen bzw. kaufen kann man das Buch im Buchhandel oder online z.B. bei Amazon.

„Treibhaus Deutschland. Der Klimawandel in Deutschland und seine Auswirkungen“ versandkostenfrei bestellen.Mehr Literatur zum Thema Klimawandel finden Sie in unserer Sektion Bücher & DVD..