Kritik an G8 Gipfel – Unzureichende Beschlüsse zur Reduktion der Emissionen

Wie auch schon vor zwölf Monaten beim letzten G8-Gipfel in Heiligendamm war beim diesjährigen Treffen der führenden acht Industrieländer der Klimawandel eines der wesentlichen Theman der Beratungen. Auch wenn uns Bundeskanzlerin Merkel die erzielten Ergebnisse medienwirksam als Erfolg verkaufen möchte, so sind die Resultate des G8-Gipfels aus der Perspektive des Klimaschutzes insgesamt als enttäuschend zu bewerten. Die grundsätzliche Vereinbarung der Halbierung der Emissionen von Treibhausgasen bis zum Jahr 2050 ist zwar an sich lobenswert, allerdings mangelt es bei dieser Übereinkunft an zwei wesentlichen Punkten.

Zum einen mangelt es an klaren Zwischenzielen, um auch heutige Regierungen zu effektiven Klimaschutz-Maßnahmen zu zwingen. Mit der Zielsetzung einer Reduktion der Treibhausgase, welche erst in über drei Jahrzehnten erreicht werden soll, macht man es den derzeitigen Machthabern leicht, beim Wähler unpopuläre Maßnahmen auf kommende Regierungen abzudrücken.

Zum anderen fehlt es an der konkreten Festlegung von Zielen, welche Staaten ihre Emissionen um wieviel Prozent reduzieren müssen. Industrieländer, Schwellenländer und Entwicklungsländer werden sich gegenseitig den schwarzen Peter beim Klimaschutz zuschieben. Am Trend der Zunahme der globalen Treibhausgasemissionen wird sich somit auf absehbare Zeit nichts verändern. Ob es mit einer solchen Entwicklung überhaupt möglich sein wird, den Klimawandel zu stoppen, darf stark bezweifelt werden.

Sehr schade, wieder wurde eine große Chance vertan, wirklich etwas für globale Initiativen für den Klimaschutz zu tun.

Dass man bei einer multinationalen Konferenz auch durchaus brauchbare Beschlüsse erarbeiten kann, zeigte sich übrigens in der parallel laufenden Konferenz der G5-Staaten (Brasilien, China, Indien Mexiko und Südafrika). Mehr dazu bei Klima der Gerechtigkeit.

Klimawandel machts möglich (?) – Lewis Gordon Pugh will mit dem Kajak zum Nordpol

Lewis Gordon Pugh hat sich als Extremsportler einen Namen gemacht, der immer wieder durch spektakuläre Aktionen für Aufsehen sorgt. Besondere Aufmerksamkeit erlangte er im vergangenen Jahr, als er fast 20 Minuten über eine Distanz von einem Kilometer zum Nordpol schwamm. Mit dieser Aktion wollte Pugh das öffentliche Interesse auf den Klimawandel lenken. Erst die globale Erwärmung und somit das Abschmelzen des Eisschildes im Nordpolarmeer ermöglichten diese Aktion.

Nun setzt Lewis Gordon Pugh zum nächsten PR-trächtigen Event an: mit einem Kajak möchte er Ende August von Spitzbergen (Norwegen) aus aufbrechen und die Fahrt von ca. 1.200 Kilometern in diesem Vehikel absolvieren. Er „hofft“ dabei allerdings auf sein eigenes Scheitern im Laufe der mindestens zwei Wochen dauernden Unternehmung, denn dies wäre ökologisch betrachtet ein gutes Zeichen.

Das als „Polar Defense Project“ bezeichnete Vorhaben soll den Menschen aufzeigen, welche Folgen die globale Erwärmung auf die Natur hat. Ein Befahren des Nordpolarmeeres bis zum Nordpol mit einem Kajak sollte eigentlich ganzjährig unmöglich sein.

Mehr zum Thema Eisschmelze im Nordpolarmeer:

 

Umwelttechnologie trifft auf IT – Fachtagung zum Thema Green IT und effizientem Energieeinsatz

Am 20. August 2008 findet in Frankfurt am Main die Fachtagung „Umwelttech meets IT – Green-IT und E-Energy in der Praxis“ statt. Mit dieser Veranstaltung möchten die beiden Aktionslinien Hessen-Umwelttech und Hessen-IT des Hessischen Wirtschaftsministeriums die großen Optimierungspotenziale an der Schnittstelle zwischen Umwelttechnologie und IT aufzeigen.

Hier die Pressemeldung:

Fachtagung: Dem Klimawandel mit energieeffizienten IT-Systemen begegnen
Die Aktionslinien Hessen-Umwelttech und Hessen-IT des Hessischen Wirtschaftsministeriums laden gemeinsam zur Fachtagung „Umwelttech meets IT – Green-IT und E-Energy in der Praxis“ ein. Am Mittwoch, 20. August, von 12.30 bis ca. 18 Uhr zeigen Experten Optimierungspotenziale an der Schnittstelle zwischen Umwelttechnologie und IT auf – von einer energieeffizienten Rechenzentrums-Infrastruktur bis zum E-Energy Marktplatz der Zukunft. Dabei geht es um die Fragestellungen: Welchen Beitrag kann die Umwelttechnologie für eine nachhaltige Gestaltung der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien leisten? Und wie kann die IT-Branche bei der Optimierung von energie- und umwelttechnischen Systemen helfen? Veranstaltungsort ist der e-shelter Campus in Frankfurt am Main – dem mit 60.000 Quadratmeter Rechenzentrums-Fläche größten Datacenter-Areal in Europa. Anmeldungen sind bis zum 08. August unter www.hessen-it.eu/umwelttechmöglich. Die Teilnahmegebühr beträgt 50 Euro pro Person.Die Veranstaltung „Umwelttech meets IT“ wird in einem Plenumsteil und zwei parallelen Workshops aktuelle Entwicklungen aufzeigen und Praxisbeispiele aus den Bereichen Green-IT und E-Energy präsentieren. Zielgruppe sind zum einen Anbieter und Betreiber von IT-Systemen, die ihre Produkte und Dienstleistungen ressourcen- und energieeffizienter gestalten wollen bzw. in der Kopplung mit umwelttechnologischen Anwendungen neue Geschäftsfelder sehen. Zum anderen sind Umwelttechnologieunternehmen angesprochen, die – etwa in den Bereichen Energieversorgung, Abfall- oder Wasserwirtschaft – mithilfe von IT-Lösungen ihre Systeme optimieren möchten oder aber Verfahren und Konzepte für eine nachhaltige Entwicklung der IT-Branche anbieten. Auch Interessierte aus dem europäischen Ausland sind bei der Fachtagung in einem der führenden Technologiemärkte willkommen. Alle Vorträge werden simultan ins Englische übersetzt.

Wann: Mittwoch, 20. August 2008, 12:30 Uhr
Wo: e-shelter facility services GmbH, Eschborner Landstraße 100, 60489 Frankfurt am Main

Das Programm im Überblick:

Moderation:

  • Prof. Dr. Stefan Gäth,
    Hessischer Umwelttechnologiebeauftragter

Begrüßung:

  • Rupprecht Rittweger, Gründer und Geschäftsführer e-shelter facility services GmbH
  • Staatssekretär Klaus-Peter Güttler, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

Vorträge:

  • Vertreter der Europäischen Kommission: „Smart Grid – Kooperationen auf europäischer Ebene
  • Heike Kueck, Power Transmission and Distribution, Siemens AG: „E-DeMa – Entwicklung und Demonstration dezentral vernetzter Energiesysteme hin zum E-Energy Marktplatz der Zukunft“
  • Klaus Rudolph, Geschäftsführer e-shelter facility services GmbH: „Energieeffiziente Rechenzentrums-Infrastruktur“

Anschließend gibt es zwei parallele Workshops mit Experten zu den Themen Green-IT und E-Energy. Das ausführliche Programm steht unter www.hessen-it.eu/umwelttech zum Download bereit.

„Umwelttech meets IT“ ist eine von zahlreichen Veranstaltungen, die im Rahmen des Internationalen Jahres 2008 der Aktionslinie Hessen-IT stattfinden, um die Internationalität Hessens in der Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) deutlich zu machen. Den Höhepunkt bildet der internationale ITK-Kongress „iTEC08″ am 06. und 07. November 2008 in Darmstadt, den Hessen-IT gemeinsam mit der Europäischen Kommission ausrichtet.

 

Ausführliches Programm der Veranstaltung & Anmeldung:
https://www.hessen-it.eu/umwelttech

We can solve it – Neue Kampagne von Al Gore für 100% erneuerbare Energien in den USA bis 2018

Der ehemalige US-Vizepräsidenten Al Gore gab in der vergangenen Woche eine wegweisende Rede mit Vorschlägen zu einer revolutionären Umstellung der Energieproduktion in den USA bis zum Jahr 2018. Hintergrund eines derartig radikalen Richtungswechsels unter dem Motto „We can solve it“ sind die unzähligen Krisenherde, die sich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten im Laufe der letzten Monate und Jahre angesammelt haben: von der an mehreren Fronten siechenden Wirtschaft über die ökologische Krise bis hin zu Problemen in der nationalen Sicherheit.

Hinter all diesen zunächst unabhängig voneinander erscheindenen Gebieten identifiziert Gore einen gemeinsamen Treiber: die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Als Lösung schlägt Gore vor, innerhalb der nächsten 10 Jahre die Energieversorgung der USA komplett auf erneuerbare Energien umzustellen. Ein kühner Plan, doch ähnlich visionär waren einst Kennedy’s Pläne bzgl. eines bemannten Flugs zum Mond innerhalb eines Jahrzehnts (wie auch von Gore angesprochen).

Sicherlich sind diese Pläne außerordentlich ambitioniert, aber nichts anderes ist nötig, um glaubhaft den Kampf gegen Klimawandel aufzunehmen. Beide US-Präsidentschaftskandidaten äußerten ihre grundsätzliche Sympathie für die Inhalte der Rede. Wieviel von den Plänen nach dem Einfluss der unzähligen Lobbyisten übrig bleiben wird, ist offen. Ein sehr positives Zeichen ist das fortwährende Engagement von Al Gore aber in jedem Fall.

Klima 2008 / Climate 2008 – Die umweltfreundliche Klimakonferenz, 3. – 7. November 2008

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) organisiert Anfang November die wissenschaftliche Konferenz „Klima 2008 / Climate 2008“. Die bilinguale (deutsch/englisch) Veranstaltung kann dabei mit einem besonderen „Feature“ aufwarten: sie findet Internet-basiert auf Servern statt, die zu 100% mit Strom aus regenerativen Energien versorgt werden. Die energieintensive Anreisen der Teilnehmer wie beispielsweise bei der letzten UN-Klimaschutzkonferenz auf Bali entfallen somit bei dieser wissenschaftlichen Veranstaltung.

Die Teilnehmer erwartet eine auf hohem Niveau geführte wissenschaftliche Diskussion über neueste Erkenntnisse zum Klimawandel sowie den daraus abzuleitenden Folgen in ökologischer, sozialer, wirtschaftlicher und politischer Hinsicht.

Ziele der Konferenz Klima 2008 / Climate 2008:

  • Vorstellung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in Bezug auf den Klimawandel, einschließlich von Elementen in Zusammenhang mit den diesbezüglichen ökologischen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Aspekten
  • Vorstellung von Projekten und sonstigen Initiativen, die sowohl in Industriestaaten als auch in Entwicklungsländern von Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen, staatlichen Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und anderen Interessenvertretern durchgeführt werden
  • Diskussion über die Probleme, Hindernisse, Herausforderungen, Chancen und Potenziale in Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsprojekten in Europa im Allgemeinen

Weitere Informationen zur Konferenz und zum Ablauf können auf der Website von Klima 2008 / Climate 2008 abgerufen werden. Dort ist auch die kostenlose Registrierung zur Veranstaltung möglich.

Basteln für den Klimaschutz – Anleitungen zum Thema Energie sparen (& mehr)

Der deutschsprachige Raum ist ein Gebiet der Bastler & Tüftler. Der Menschen, die im eigenen Haushalt gerne selber Hand anlegen, wenn es ums Renovieren oder Verschönern geht. Und der kreativen Köpfe, die auch einmal mit neuen Ideen glänzen. Das Heimwerken ist (wieder) in, das belegen zahlreiche TV-Shows mit dem Thema Do-It-Yourself (DIY).

„Ich hab da mal was vorbereitet.“

So erklang es gut drei Jahrzehnte lang, wenn der fast schon legendäre Moderator Jean Pütz in seiner DIY Sendung „Hobbythek“ mal wieder handwerkliche Meisterleistungen vorstellte. Die Idee des Selber-machens im Fernsehen ist also nicht als neu zu bezeichnen, dennoch hat sie im TV gerade in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen.

Gäbe es die Hobbythek noch heute, würde wohl auch das Thema Energie sparen im Haushalt früher oder später behandelt werden. Private Haushalte haben in Mitteleuropa schließlich einen Anteil von rund 40% am gesamten Stromverbrauch. Die Energie-Einsparpotenziale durch Renovierung und Modernisierung im Haushalt sind immens hoch. In den meisten Bereichen des täglichen Lebens sind die Einsparmöglichkeiten auch vom Laien durchführbar, wodurch es jedem möglich ist, mit einfachen Mitteln einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Simple Maßnahmen wie das Austauschen von Glühlampen durch Energiesparlampen bzw. LED-Lampen oder der Einsatz von Energiespargeräten ist kinderleicht. Was aber, wenn es etwas komplizierter wird? Welche Materialien müssen beim Basteln genommen werden? Wie sind bestimmte Probleme Schritt für Schritt zu lösen? Und woher überhaupt die Ideen und Methoden nehmen?

EXPLI Startseite
Screenshot von der Benutzeroberfläche von www.expli.de

 

Eine Antwort auf diese Frage liefern Internet Communities, die sich explizit mit dem Thema Do-It-Yourself (DIY) befassen. Mittels bebilderter Anleitungen wird interessierten Bastlern aufgezeigt, wie man selber Hand anlegen kann. Auf dem Portal Expli.de werden neben zahlreichen Tipps aus dem Alltag bereits auch einige Ratschläge zum Energiesparen gegeben.

Ein Beispiel ist die folgende Anleitung zum Reduzieren der Heizkosten, welches in wenigen Monaten angesichts hoher Ölpreise sicher wieder zu einem Top Thema wird:

Wer mehr von diesen Anleitungen (den so genannte Explis) sehen will, sollte einen Blick auf die Webseite www.expli.de werfen. Das Besondere an dieser Community ist, dass die Inhalte komplett von den Benutzern der Seite erstellt werden. Jeder kann also mitmachen und selber Anleitungen erstellen. Natürlich sind auch solche Themen erlaubt und erwünscht, die sich nicht explizit mit dem Thema Klimaschutz & Energiesparen befassen.

P.S.: Es würde uns sehr freuen, wenn sich einige Leser/innen von Klimawandel Global mit ihrer eigenen Webseite oder Blog an der Verbreitung dieser Nachricht beteiligen würden.

Standby Verbrauch von Elektrogeräten reduzieren – Tipps zum Energie sparen / Stromkosten senken

Ein Großteil elektronischer Geräte verbraucht auch im ausgeschalteten Zustand Energie. Bei manchen Elektrogeräten ist das durch ein leuchtendes Licht wie etwa beim Fernseher leicht ersichtlich, bei anderen Geräten wie Netzteilen oder Ladestationen eher weniger. Die Liste an Verbrauchern ist dabei endlos lang: Fernseher, DVD Player, Hifi-Geräte, Netzteile, Ladegeräte, PCs, Monitore, Drucker und andere Peripheriegeräte, Kaffeemaschinen, elektrische Zahnbürsten und Rasierer, usw.

Nach Schätzungen des Bundesumweltamtes verbrauchen Elektrogeräte in Deutschland pro Jahr rund 22 Milliarden Kilowattstunden … im Stand-by Betrieb! Um sich die Größenordnung mal bildlich vorzustellen: Dies entspricht in etwas der Jahresleistung von drei Kernkraftwerken.

Die Ursache dafür, dass Elektrogeräte überhaupt einen Stand-by-Modus besitzen, ist bei den meisten Geräten bei den Kosten zu suchen. Möglichst billig zu produzieren heißt auf einen 230-Volt-Netzschalter im Gerät zu verzichten und stattdessen Standby-Knöpfe plus zumeist unhandliche (standardisierte) Netzteile zu verwenden. Da die meisten Kunden beim Kauf nur auf den Preis schauen und der Stromverbrauch im Stand-by-Modus keinerlei Gewichtung bei der Kaufentscheidung hat, wird bei der Produktion eben versucht, auch kleinste Cent-Beträge einzusparen. Folgekosten durch höheren Stromverbrauch bleiben außen vor.

Was kann man als Konsument also gegen den dauerhaften Stromverbrauch machen, der in einem Vier-Personen-Haushalt schnell einen dreistelligen Euro-Betrag pro Jahr an Stromkosten ausmachen kann?

1) Verwenden Sie eine Steckerleiste mit Schalter

Ganz sicher geht man mit einer Steckerleiste, die einen An/Aus-Schalter besitzt. Ist die Steckerleiste ausgeschaltet, sind auch alle daran angeschlossenen Elektrogeräte vollständig vom Strom getrennt. Gerade im Wohnzimmer oder Büro eignen sich die Steckerleisten im Praxiseinsatz, da hier traditionell mehrere Verbraucher zu finden sind.

2) Benutzen Sie den Hauptschalter oder ziehen Sie das Stromkabel

Nicht immer lohnt es sich, eine große Steckerleiste für einzelne Geräte einzusetzen. In einem solchen Fall stellt sich die Frage, ob ein Elektrogerät im ausgeschalteten Zustand Strom zieht oder nicht. Wenn ja, dann trennen Sie das Gerät vom Strom, indem Sie den Stecker aus der Steckdose ziehen. Auch wenn es praktisch ist, zum Beispiel Ladegeräte oder Netzteile dauerhaft an der Steckdose zu lassen, sollte dies vermieden werden, denn dies verbraucht zumeist Strom!

Mit diesen zwei einfachen Tipps lassen sich ohne großen Aufwand große Mengen an Energie sparen. Auch der Stromverbrauch im Standby Betrieb eines einzelnen Geräts gering erscheint, so macht die Summe der Maßnahmen einiges aus. Die einmaligen Anschaffungskosten für Steckerleisten oder Funkschalter amortisieren sich schnell. Ein gutes Gewissen gibts sowieso, denn Strom sparen heißt auch Klima schützen.

Prüfen Sie die Wirkung der Energiespar-Maßnahmen mit einem Wattmeter, d.h. einem Gerät zur Messung der Leistung, vor und nach Durcführung der Maßnahmen zum Energiesparen.

Klimawandel & Ernährung: Schlechte Klimabilanz von Fleisch

Überzeugte Carnivoren werden es sicherlich nicht gerne hören, aber ein hoher Fleischkonsum verschlechtert die persönliche Klimabilanz. Das Arbeitspapier „Treibhausgasemissionen durch Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln“ des Instituts für angewandte Ökologie in Freiburg deckt nämlich auf, wieviel Treibhausgas Emissionen die Produktion ausgewählter Lebensmittel verursacht. Dabei wurde auch quantiative Unterschiede bei den Emissionen zwischen konventionellen und ökologischen Anbaumethoden bzw. Haltungsmethoden identifizert und aufgezeigt.

Abstract des Arbeitspapiers:

Treibhausgasemissionen durch Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln Die gesamte Breite der Ernährungsdiskussion zu reflektieren – vom Lebens- und Futtermittelanbau mit seinen Umwelt- und Sozialfolgen über die Ernährungsgewohnheiten bis hin zu Fragen der Logistik und der Nahrungsmittelzubereitung – würde den Umfang dieses Arbeitspapiers sprengen.Der Schwerpunkt liegt daher auf der quantitativen Analyse der Treibhausgasemissionen ausgewählter Lebensmittel und dem Vergleich der Bereitstellung dieser Produkte aus konventionellem und ökologischem Anbau. Zudem werden Fragen der Bedeutung des Gütertransports von Lebensmitteln behandelt.

Quelle: Öko-Institut e.V. (PDF)

Sehr interessant ist die Gegenüberstellung der CO2-Äquivalente von verschiedenen Nahrungsmitteln auf Seite 5. Während Schweinefleisch und Geflügel mit rund 3,5 Kilo CO2 / Kilo Fleisch noch vergleichsweise moderat wegkommt, ist die Klimabilanz von Rindfleisch mit 13,3 Kilo CO2 / Kilo Fleisch geradezu verheerend. Eine ökologische Anbauweise verringert zwar diese Werte, kann jedoch die große Lücke nicht schließen.

Wie kommt es zu dieser großen Differenz zwischen Rindfleisch und Schweinefleisch? Die Antwort liegt unter anderem in den großen Mengen an Methan und Lachgas, die von Rindern produziert werden. Diese Gase weisen ein Vielfaches der Wirkung von CO2 auf den Treibhauseffekt von CO2 auf.

Wesentlich besser schneidet dagegen frisches Gemüse aus ökologischem Anbau ab, dessen Klimabilanz gerade einmal ein Hundertstel an CO2-Äquivalenten gegenüber Rindfleisch aufweist.

Für den klimabewussten Verbraucher kann die Devise also nur lauten, den Konsum von Fleisch auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren. Wer einen vollständigen Verzicht auf Fleisch aus rein klimatechnischen Gründen in Betracht zieht, sollte die Ökobilanz alternativer Lebensmittel im Auge behalten. Zudem sollte darauf geachtet werden, Lebensmittel aus ökologischem Anbau zu verzehren und auf Tiefkühlkost zu verzichten, da dies ein positiven Effekt auf die persönliche Klimabilanz hat.

Auf blinden Aktionismus solle darüber hinaus verzichtet werden: Wer mit dem Auto quer durch die Stadt oder über das Land fährt, nur um im Bio-Laden oder auf dem Wochenmarkt Öko-Lebensmittel zu erwerben, erreicht nur das Gegenteil.

Weltwasserwoche – Wasserknappheit als globales Problem, virtuelles Wasser

In Stockholm findet momentan die Weltwasserwoche statt und verfolgt das Ziel, den nachhaltigen Umgang mit dieser wertvollen Ressource in die Köpfe der Menschheit einzubrennen. Ein schwieriges Unterfangen, bleiben Industrienationen, mal abgesehen von gelegentlicher Trockenheit, von merkbarer Wasserknappheit weitgehend verschont. Zumindest so weit, um weiterhin mit dem kostbaren Nass bedenkenlos um sich zu spritzen.

Momentan gibt es in Deutschland auch keinerlei Grund zur Sorge. Die Wasservorräte sind mehr als ausreichend, nur der im Ländervergleich relativ hohe Preis für Wasser sorgt für einen bewussteren Umgang (wir berichteten).

Dramatischer sieht es hingegen in den Schwellenländern aus. Über eine Milliarde Menschen fehlt der Zugang zu ausreichend Wasser, Tendenz stark steigend.

Hauptgrund ist die Erderwärmung, ausgelöst durch den Klimawandel. Regenfälle bleiben aus, Wichtige Brunnen versiegen, Hitzewellen werden länger und häufiger. Erste Wasserengpässe sind sogar bereits in den südlichen Ländern Europas aufgetreten.

An die 2500 Experten aus 140 Ländern diskutieren deshalb derzeit in Schweden Lösungsmöglichkeiten zur Sicherstellung einer ausreichenden Wasserversorgung weltweit.

Heute wird im Laufe des Tages ein Brite für ein Konzept ausgezeichnet, welches den bei der Herstellung angefallenen Wasserverbrauch von Verbrauchsgütern errechnet. Man spricht in diesem Zusammenhang von virtuellem Wasser. Eine dazu veröffentlichte Tabelle zeigt beispielsweise auf, dass zum Genuss einer Tasse Kaffee, 140 Liter Wasser für die Herstellung verbraucht wurden. Diese Menge beinhaltet sowohl das für die Aufzucht der Kaffeepflanze notwendige Wasser, als auch den Wasserverbrauch bei Herstellung und Transport.

Nachfolgend auszugsweise weitere Verbrauchswerte für virtuelles Wasser:

  • 1 Scheibe Brot: 40 Liter
  • 1 Ei: 135 Liter
  • 1 Flasche Bier: 150 Liter
  • 1 Hamburger: 2400 Liter
  • 1 kg Reis: 3000 Liter
  • 1 T-Shirt: 4100 Liter
  • 1 kg Rindfleisch: 15500 Liter

Ziel dieses Konzepts ist es, Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, Waren bewusster zu wählen, um Wasserressourcen in den Herstellungsländern langfristig zu schonen.

Dennoch sind diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen. In Ländern mit ausreichend Regenfällen beispielsweise fällt der Wasserverbrauch zur Aufzucht von Nutzpflanzen kaum ins Gewicht.

Standby Verbrauch von Elektrogeräten reduzieren – Tipps zum Energie sparen / Stromkosten senken

Ein Großteil elektronischer Geräte verbraucht auch im ausgeschalteten Zustand Energie. Bei manchen Elektrogeräten ist das durch ein leuchtendes Licht wie etwa beim Fernseher leicht ersichtlich, bei anderen Geräten wie Netzteilen oder Ladestationen eher weniger. Die Liste an Verbrauchern ist dabei endlos lang: Fernseher, DVD Player, Hifi-Geräte, Netzteile, Ladegeräte, PCs, Monitore, Drucker und andere Peripheriegeräte, Kaffeemaschinen, elektrische Zahnbürsten und Rasierer, usw.

Nach Schätzungen des Bundesumweltamtes verbrauchen Elektrogeräte in Deutschland pro Jahr rund 22 Milliarden Kilowattstunden … im Stand-by Betrieb! Um sich die Größenordnung mal bildlich vorzustellen: Dies entspricht in etwas der Jahresleistung von drei Kernkraftwerken.

Die Ursache dafür, dass Elektrogeräte überhaupt einen Stand-by-Modus besitzen, ist bei den meisten Geräten bei den Kosten zu suchen. Möglichst billig zu produzieren heißt auf einen 230-Volt-Netzschalter im Gerät zu verzichten und stattdessen Standby-Knöpfe plus zumeist unhandliche (standardisierte) Netzteile zu verwenden. Da die meisten Kunden beim Kauf nur auf den Preis schauen und der Stromverbrauch im Stand-by-Modus keinerlei Gewichtung bei der Kaufentscheidung hat, wird bei der Produktion eben versucht, auch kleinste Cent-Beträge einzusparen. Folgekosten durch höheren Stromverbrauch bleiben außen vor.

Was kann man als Konsument also gegen den dauerhaften Stromverbrauch machen, der in einem Vier-Personen-Haushalt schnell einen dreistelligen Euro-Betrag pro Jahr an Stromkosten ausmachen kann?

1) Verwenden Sie eine Steckerleiste mit Schalter

Ganz sicher geht man mit einer Steckerleiste, die einen An/Aus-Schalter besitzt. Ist die Steckerleiste ausgeschaltet, sind auch alle daran angeschlossenen Elektrogeräte vollständig vom Strom getrennt. Gerade im Wohnzimmer oder Büro eignen sich die Steckerleisten im Praxiseinsatz, da hier traditionell mehrere Verbraucher zu finden sind.

2) Benutzen Sie den Hauptschalter oder ziehen Sie das Stromkabel

Nicht immer lohnt es sich, eine große Steckerleiste für einzelne Geräte einzusetzen. In einem solchen Fall stellt sich die Frage, ob ein Elektrogerät im ausgeschalteten Zustand Strom zieht oder nicht. Wenn ja, dann trennen Sie das Gerät vom Strom, indem Sie den Stecker aus der Steckdose ziehen. Auch wenn es praktisch ist, zum Beispiel Ladegeräte oder Netzteile dauerhaft an der Steckdose zu lassen, sollte dies vermieden werden, denn dies verbraucht zumeist Strom!

Mit diesen zwei einfachen Tipps lassen sich ohne großen Aufwand große Mengen an Energie sparen. Auch der Stromverbrauch im Standby Betrieb eines einzelnen Geräts gering erscheint, so macht die Summe der Maßnahmen einiges aus. Die einmaligen Anschaffungskosten für Steckerleisten oder Funkschalter amortisieren sich schnell. Ein gutes Gewissen gibts sowieso, denn Strom sparen heißt auch Klima schützen.

Prüfen Sie die Wirkung der Energiespar-Maßnahmen mit einem Wattmeter, d.h. einem Gerät zur Messung der Leistung, vor und nach Durcführung der Maßnahmen zum Energiesparen.