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Diskussion: Hilft ein Tempolimit von 130 im Kampf gegen den Klimawandel?


Seit ein paar Tagen ist es wieder im Gespräch: Die SPD fordert ein Tempolimit von 130 Stundenkilometern auf Deutschlands Strassen. Der Vorstoß wurde aber bereits von CDU und Bundeskanzlerin Angela Merkel entschieden abgewiesen.

Die Diskussion über ein generelles Tempolimit in Deutschland ist nicht neu. In periodischer Regelmäßigkeit wird ab und an über Sinn und Unsinn der Beschränkung debatiert. Und auch diesmal war recht schnell Schluss.
Ein Tempolimit von 130 soll deutlich zur CO2-Reduktion in Deutschland und somit zum Klimaschutz beitragen, begründen die Initiatoren der Debatte ihren Vorstoß. Ein überbewertetes Argument, meinen Experten, da der PKW-Verkehr ohnehin nur einen geringen Anteil am deutschlandweiten Kohlendioxid-Ausstoß hat und ein Tempolimit kaum weitere Reduktionen zur Folge hätte.

Weit effektiver wäre die Einführung einer Kraftfahrzeugsteuer, deren Höhe sich nach dem CO2-Ausstoß des Fahrzeugs richtet.

Was halten Sie von einem Tempolimit auf Deutschlands Strassen?





13 Lesermeinungen

MonsterTruckDriver meint:

Ich bin dagegen!
Das Tempolimit hätte eh nur den Zweck, mehr Geld in die Staatskassen zu pumpen. Die Bußgelder wurden ja erst kürzlich drastisch angehoben.

Es lässt sich leicht über Tempolimits auf Autobahnen reden, wenn man selbst nur per Flugzeug aus den Städten rauskommt.

Die Kanzlerin handelt mit Vernunft und Weitsicht, denn ein Tempolimit für Deutschland ist ein absolutes No-Go!

Chris meint:

Der private Verkehr macht doch eh nur einen Bruchteil des CO2 Ausstoßes aus. Was soll da ein generelles Tempolimit bringen? Da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Matthias B meint:

Alle Neuwagen sollten auf das Tempo gedrosselt sein, bei dem sie gerade noch mit 120 g CO2 Ausstoß pro Km auskommen. Dann würde der Neuwagenkäufer zum Ökofahrzeug greifen, weil das schneller fahren darf, als der schwere Geländewagen, der stark in der Endgeschwindigkeit gedrosselt wäre.
Die Freiheit würde dann NUR dort eingeschränkt, wo es der Umwelt schadet - das versteht der Wähler.

Matthias E. meint:

Mein Namensvetter und Vorredner hat eine interessante Idee. Allerdings würde mir das als Freiheitseinschränkung auch schon zu weit gehen.
Das Fordern eines Tempolimits ist nur eine populistische, nicht fundierte vorschnelle Aktion, die zeigen soll, man wolle handeln. Es ist, wie bereits mehrfach erwähnt, ein Tropfen auf dem heißen Stein. Politiker wollen sich mit solchen, relativ einfachen Instrumenten wie Verboten, die schnell verhängt sind, hervortun, anstatt sich um die wirklich großen Puntke kümmern zu wollen. Endlich die Industrie mit richtig effektiven Subventionen und Strafgeldern auf der anderen Seite wie z.B. für Hersteller von Geländewagen oder Fahrzeugen, die unnötig dem Klima schaden, sowie durch Förderung von mehr Infrastruktur bzgl. alternativer Antriebstechnologien (Tankstellen, etc.) oder ähnliches bei Kraftwerken, usw. dazu zu bewegen, etwas wirklich Effektives zu erreichen ist ihnen zu aufwendig.

Michael meint:

Die von der SPD aufgezeigten Argumente für ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen sind hauptsächlich der CO2-Ausstoß und ein möglicher Rückgang der Unfallzahlen.

Untersuchungen haben aber gezeigt, dass eine nennenswerte Reduzierung des CO2-Ausstoßes mit einem Tempolimit nicht zustande kommt. Auch die Unfallzahlen werden sich nicht reduzieren, da natürlich einige Fahrer die 130 km/h-Marke ignorieren werden, weshalb sie bei den so beliebten Geschwindigkeitsfanatikern auf Unverständnis stoßen, was zu Konflikten führt, da sich jeder im Recht fühlt. Ergebnis: Drängeleinen und anschließendes abgenervtes, aggressives und schnelles Fahren, was zu Unfällen führt. Das ist nicht der richtige Weg.

Besser wäre, jedenfalls aus meiner Sicht, tatsächlich eine Besteuerung der Fahrzeuge nach ihrem CO2-Ausstoß. Für sinkende Unfallzahlen wären Fahrzeuge ausgestattet mit Tagesfahrlicht und Xenonscheinwerfer ein guter Weg. So ließen sich besonders die Unfälle bei Nacht erheblich reduzieren, wie Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßenverkehr (BASt) gezeigt haben.

Der SPD ist es aber gar nicht wichtig, ob die Umwelt entlastet oder der Bürger geschützt wird, die wollen nur in die Schlagzeigen, über sich reden machen, denn es sind ja bald Wahlen!

Nadare meint:

Ich habe die Diskussion über ein Tempolimit unter dem Hintergrund des Schadstoffaustoßes und des Klimaschutzes erlebt, nicht unter dem der Unfallhäufigkeit.

Und da dürften die Argumente leider eindeutig sein...

Rational betrachtet kann ich kaum Argumente finden, die f ü r ein Tempolimit sprechen. Da ich aber auch gerne mal schnell fahre, müsste auch ich mich der emotionalen Argumente bedienen.

Unterstellt es gäbe diesen Zusammenhang von Tempolimit und gebremstem technischen Fortschritt, warum werden dann z.B. in Italien Ferrari, Lamborghini und Maserati, in Englang Aston Martin oder in den USA die Corvette und die Dodge Viper nicht "mit Blattfedern" gebaut?

Zitat: "Wo die Regeln einsetzen, hat das Hirn kapituliert." Stimmt, aber wer sich hier und auf unseren Straßen einmal umsieht, muss erkennen: Die Benutzung des Hirns ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.

Regeln mussten erst erstellt werden, weil erkannt wurde, dass der Mensch sein Hirn zu selten einsetzt!

Ich möchte nicht falsch verstanden werden, ich möchte auch kein Tempolimit. Aber wirklich durchschlagende Argumente finde ich dafür nicht.

Einen schönen Tag zusammen!

P.S.: Und bitte nicht das Argument "Freie Fahrt für freie Bürger"! Bitte nicht!!!

bnsndn meint:

Ein Tempolimit mit dem Kampf gegen den Klimawandel zu begründen ist absolut lächerlich und kommt natürlich von den Grünen(teilweise auch SPD), die auf gar keinen Fall wählbar sind. Über die Sicherheitsfrage lässt sich diskutieren, die Autobahnen sind trotzdem um ein Vielfaches sicherer als so manche Landstraßen.
Wenn schon Verbot dann: Überholverbot für LKWs

Auch so gut wie keinen Einfluss auf das Klima haben: Hybridfahrzeuge
Biokraftstoffe
Senkung des CO2-Ausstoßes bei Kraftfahrzeugen
Häuserdämmen

Das ist alles reine Ideologie von den Grünen und leider auch der SPD und CDU, die den dummen Bürger für sich gewinnen wollen.

Einen großen Waldbrand zu verhindern (oder Brandrodung) wäre durchaus angebrachter, als sich durch unsinnige nichtsbringende Verbote einzuschränken.

MJ meint:

Wichtiger ist doch, was wirklich emittiert wird. Daher halte ich es für sinnvoll, den CO2-Ausstoß bei Höchstgeschwindigkeit zu beschränken, z.B. auf 240g/km.
So würde sich für einen SUV eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 110 km/h ergeben.
Eine aerodynamische ausgefeilte Limousine oder ein Sportwagen mit einem effizienten Motor käme so auf ca. 170 km/h.
Dies könnte auch dazu beitragen, eine unsinnige Fahrzeuggattung zum Aussterben zu behelfen.
Denn eine hohe Höchstgeschwindigkeit war schon immer ein ziehendes Kaufargument.

j.wilk meint:

@ Nadare
Ein Argument ist persönlicher Komfort.
Ich komme auf von mir gefahrerenen Langstrecken
deutlich früher an (Selber oft kontrolliert).
Wenn das für mich wichtig ist, warum will man mir das verbieten. Mit den gleichen Argumenten wie vorgebracht könnte man dann auch die Klimaanlage im Auto, oder das Heizen der Wohnung auf über 18°C verbieten.
Beides auch gut für Umwelt und Gesundheit.
Schlimme Unfälle auf Autobahnen passieren zu 99% Prozent bei Regen, Eis, Stau, Nebel. Dort wird eh langsamer gefahren und 130 ist immer noch viel zu schnell.
Die Richtgeschwindigkeit ist für viele Gruene ein rotes Tuch, die wären auch für ein Tempolimit wenn Autos aus Schaumstoff wären und nur Rosenduft aus dem Auspuff lassen würden. Ich wähle diese Rückwärtsdenker jedenfalls nicht nochmal.
@ MJ + Matthias B
Höchstgeschwindigkeit nach Verbrauch wäre eine
gute Idee, wenn dies nicht zur Blockade der
linken Spur führen würde, weil der Karren mit
128km/h Spitze von dem mit 130km/h überholt wird.

Rüdiger meint:

Tempolimit? ...Auf keinen Fall ...Wozu? Eine Kuh belastet die Umwelt im Jahr mehr als ein M5. Außerdem ...Autobahn - die sichterste Verkehrszone Deutschlands. Die wenigsten Autobahnen sind noch frei ...lasst doch wenigstens die so wie sie sind, man kommt schneller voran ...und als Mann braucht man ab und zu auch einfach mal den Spaß. Die dafür stimmen, sind wahrscheinlich die die nur öffentliche Verkehrsmittel benutzen, oder garkein Pfleppen haben und somit sowieso kein Plan -.-

Thomas Vogel meint:

Deutschlnad hat die sichersten Autos und Fahrer. Warum sollen die dann nicht auch am schnellsten fahren dürfen?? Und im lauf der Jahre werden die Autos bei höherer geschw. auch weniger Treibstoff verbrauchen!!!

Manuel meint:

Diese ganze Debatte um Klimaschutz durch Geschwindigkeitsbegrenzung ist doch (zumindestens teilweise) nicht haltbar! Aber ich habe einen Vorschlag: Deutschland bringt den Transport von Industriegütern wieder auf die Schienen und damit die LKW von der Straße. Was passiert dabei? Ganz einfach: DB wird gestärkt, Autobahnen werden entlastet, weniger Unfälle, weniger Umweltbelastung (da mögen mir die grünen Freunde aus dem Bundestag mal den Vergleich ansehen, was an CO2 aus einem PKW-Auspuff kommt und wieviel aus dem Auspuff eines LKW).

Jürgen meint:

Ich denke das es beim Tempolimit nur ums Tempolimt geht und nicht um irgentwelche Umweltgeschichten. Da die Fahrzeuge nur einen geringen Teil der Co2 Emissionen verursachen und die Schnellfahrer für einen noch geringeren Teil
Schuld sind binn Ich für Unbegrenzt.
Warscheinlich ist mal so ein "Grüner" mit seiner Ente versägt worden seitdem Haßt er die Schnellfahrer

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Über diesen Artikel

Dieser Artikel stammt von Michael und wurde am 29.10.07 21:34 veröffentlicht.

Zusammenfassung

Die SPD fordert ein Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen von 130 Kilometern pro Stunde. Effektiver Klimaschutz oder unnötige Beschränkung? Stimmen Sie ab!

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