Einträge im November 2008
Deutschland hat die im Kyoto-Protokoll festgelegten Ziele zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen vorzeitig erfüllt. Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge sind die CO2-Emissionen in Deutschland im Jahr 2007 im Vergleich zu 1990 um 22,4 Prozent gesunken. Das Blatt bezieht sich auf Daten aus dem "nationalen Treibhausgasinventar"-Bericht der Regierung.
Der Ausbau von erneuerbaren Energien spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Hauptgründe für diese vermeintlich positive Entwicklung sind vor allem der milde Winter 2006/2007 sowie statistische Effekte.
Laut aktuellen Berechnungen von Uno-Klimaexperten wird der Meeresspiegel in den nächsten 90 Jahren um bis zu 60 Zentimeter ansteigen. Grund ist das Abschmelzen der Eismassen in den Polarregionen verursacht durch den Klimawandel.
Diese besorgniserregende Situation lässt vor allem die kleinen Inselstaaten aufhorchen. Nachdem mehrere Inselstaaten bereits vergangenes Jahr die mangelnde Einsatzbereitschaft der Weltgemeinschaft im Kampf gegen den Klimawandel kritisierten (wir berichteten), geht die Angelegenheit in die nächste Runde. Der frisch gewählte Präsident des Inselstaates der Malediven hat sich zu Plänen zur Umsiedlung der gesamten Nation geäußert.
Der Living Planet Report des WWF wird alle zwei Jahre verüffentlicht und gilt als eine der bedeutendsten Studien über den Zustand unserer Erde. Seit der letzten Veröffentlichung im Jahr 2006 hat sich das Ergebnis dramatisch verschlechtert. Nach den Ergebnissen der Studie bräuchte die Menschheit bei gleichbleibendem Verbrauch der natürlichen Ressourcen bis zum Jahr 2035 zwei Erden, um den Bedarf der Menschheit an Nahrung, Energie und Fläche zu decken. Demzufolge hat sich der Zustand unseres Planeten verglichen mit den Ergebnissen des letzten Reports 2006 drastisch verschlechtert.
Hauptgründe dafür sind vor allem weiter ansteigender Ressourcenverbrauch, Umweltverschmutzung, Überfischung der Weltmeere, Abholzung von Waldflächen und der Klimawandel.



