Klimawandel in der Arktis – Anteil an Altem Eis sinkt dramatisch

Das Eis der Arktis schmilzt und schmilzt. Nach der dramatischen Eisschmelze im vergangenen Sommer, bei dem u.a. zum ersten Mal die Nordwestpassage beschiffbar war, hat sich der arktische Eisschild zwar in diesem Winter auf den ersten Blick deutlich erholt. Eine genauere Betrachtung ergibt jedoch, dass es sich hierbei um nicht diesselbe „Qualität“ an Eis handelt.

Zwar ist die Gesamtfläche des Eises in der Arktis etwas größer als letztes Jahr, berichten die Nasa-Forscher. Doch sie maskiert einen dramatischen Wandel: das dicke, mehrjährig bestehende Eis schmilzt und wird durch dünnes Eis ersetzt. Dieses Eis ist dünner und enthält mehr Salz – was es weniger widerstandsfähig gegenüber den sommerlichen Temperaturen macht.


Quelle: spiegel.de

 

Der Anteil des alten Eises an der gesamten Menge an Eis hat sich dabei in den letzten 20 Jahren halbiert. Wiederholen sich die warmen Sommer in den kommenden Jahren, rechnen Klimaforscher bereits im Laufe des nächsten Jahrzehnts mit einer im Sommer quasi eisfreien Arktis. Für Tierarten oberhalb und unterhalb der Meeresoberfläche bedeutet dies gravierende Änderungen der Umweltbedingungen, was zu einem Aussterben vieler Tierarten führen wird.