Erneuter CO2 Anstieg schockiert Experten – Finanzkrise rückt Klimawandel in den Hintergrund

Alle Anstrengungen und Hoffnungen, alle Appelle und Warnungen an die internationale Gemeinschaft haben sich zerschlagen: In den Jahren von 2009 bis 2010 ist der weltweite CO2-Ausstoß stärker gestiegen als bisher von Forschern prognostiziert. Das Ziel von maximal zwei Grad Erderwärmung gleicht heute einer Utopie. Und je mehr dieser Zustand zur Normalität verkommt, desto weniger Interesse an einem aktiven Klimaschutz besteht von Seiten der Politik.

Die Verwandschaft von Eisbär Knut, die noch in freier Wildbahn leben und auch andere Artengenossen müssen sich auf das schlimmste vorbereiten. In wenigen Jahren könnte ihr gesamter Lebensraum auf einen Bruchteil zusammenschrumpfen. Und auch die Nahrungssuche gestaltet sich schon jetzt von Tag zu Tag schwieriger.

Täglich müssen Klimaforscher und Wissenschaftler erneut gegen das Vorurteil ankämpfen, der Klimawandel sei nur eine Einbildung oder er sei doch gar nicht so schlimm. Für viele Politiker, deren Aufgabe es eigentlich ist sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, ist das Phänomen der globalen Erderwärmung oftmals nichts weiter als eben ein Hirngespinst und reine Phantasie. Deswegen werden Warnungen von Experten in den Wind geschlagen und einvernehmliche Einigungen auf Weltklimakonferenzen gehören zu seltenen Erscheinungen.

Ende November ist es dann einmal wieder soweit, die Weltklimakonferenz in Durban startet. Dort treffen sich ranghohe Politiker und allerlei Mitarbeiter aus wichtigen Ministerien, so wie Wissenschaftler und Forschungsgruppen um die neuesten Entwicklungen zum Thema Klimawandel zu besprechen.

Viele Experten hadern allerdings mit diesem Ereignis und machen sich schon längst keine Illusionen mehr. Die internationale Finanzkrise hat die Dringlichkeit des Klimawandels in den Hintergrund rücken lassen. Immer mehr Bürger wenden sich ab und somit besteht auch für Politiker kein dringender Handlungsbedarf.

Dabei lassen neueste Zahlen einen regelrecht erschaudern. Demnach steigt nach Berechnungen des US-Energieministeriums der CO2-Ausstieg rasant an. Allein im vergangenen Jahr gab es 1900 Millionen Tonnen mehr Treibhausgase.

Die Verhandlungen in Durban stehen schon jetzt unter keinem guten Stern. Die Klimapolitik der letzten 20 Jahre gilt allgemein hin als gescheitert. Beim ersten Klimatreffen 1992 in Rio de Janeiro lag die Konzentration des Treibhausgases CO2 in der Atmosphäre noch bei 360 parts per million (ppm). In den letzten zwei Jahrzehnten ist dieser Wert auf 390 ppm gestiegen und ein Ende des Anstiegs ist noch lange nicht in Sicht.

Zudem sollte eigentlich bis 2012 geregelt sein, in welchem Umfang die klassischen Industrieländer ihre Emissionen in den kommenden Jahren reduzieren. Dann endet nämlich die erste Periode des Kyoto-Vertrags. Allerdings sperren sich vor allem Länder wie Russland, Kanada und Japan neue Verpflichtungen einzugehen. Ihrer Meinung nach soll China, einer der weltgrößten Verursacher von Treibhausgasen, sich ebenfalls zu einer Verringerung der Treibhausgase verpflichten. Doch die chinesische Regierung weigert sich hier einzulenken und begründet ihre Verweigerung damit, dass China noch immer ein Entwicklungsland sein und der Hauptteil der weltweiten Verschmutzung der Atmosphäre wird von den Industrieländern verursacht.

Die nächste Klimakonferenz findet vom 28. November 2011 bis 9. Dezember 2011 in Durban (Südafrika) statt.

Klimawandel bedroht Weltfrieden – Kampf ums Wasser beginnt

Der Klimawandel verändert nicht nur das Wetter und die Temperaturen im Sommer oder Winter, sondern löst auch einen aggressiven Konkurrenzkampf der Milliardenvölker um die wertvollsten Ressourcen der Erde aus. Besonders Wasser könnte in den nächsten Jahrzehnten zu einem Streitpunkt mit unvorstellbaren Auswirkungen werden. Denn die Ressourcen neigen sich dem Ende zu. Nicht nur Kohle und Öl, sondern vor allem die Verknappung von Wasser könnte die Menschheit an den Rand eines globalen Krieges führen.

Schon heute kommt es in manchen Regionen Indiens und Pakistans zu kämpferischen Auseinandersetzungen wegen Wasser. Menschen können 3 bis 4 Tage ohne Nahrung auskommen, aber nicht einen einzigen Tag ohne Wasser. Um ihr Recht auf Wasser geltend zu machen werden die Menschen über kurz oder lang zu Waffen greifen. Das könnte besonders China Probleme bereiten. In den letzten Jahren hat China auf seinen Landgebieten viele Dämme errichtet und das haben auch die angrenzenden Länder zu spüren bekommen. Gemeinsam wären Indien und Pakistan in der Lage dem asiatischen Riesen immense Verluste zuzufügen.

Die einzige Lösung ist ein gemeinsamer Kampf gegen das verändernde Klima und die schmelzenden Gletscher. Aber während China das Schmelzwasser aus dem Himalaja mit Dämmen vor Indien ableitet, sperrt die indische Regierung die Menschen von Bangladesch mit einem neuen 3000 km langen Grenzzaun mit militärischer Bewachung in ihr flaches Land regelrecht ein.

Die Frage ist, wie lange kann man diese Menschen noch draußen halten und vom lebenserhaltenden Wasser abschotten? Was werden sie tun, wenn sie keine andere Wahl mehr haben? Und wie reagieren die Angegriffenen? Ein bewaffneter Rückschlag würde sich zu einem der größten kriegerischen Auseinandersetzungen der Menschheitsgeschichte entzünden.

Uns bleibt nun endlich nichts anderes mehr übrig, als den Klimawandel ernst zu nehmen. Der Rhythmus des Monsuns ist bereits aus dem Gleichgewicht geraten – im Winter herrscht extreme Trockenheit vor und im Sommer suchen erbarmungslose Sintfluten das ausgetrocknete Land heim. Der Klimawandel fordert nach jahrzehntelanger Nicht-Beachtung nun endlich seinen Tribut.

Wasser: Das wertvollste Gut der Welt! Droht ein Bürgerkrieg um Wasser?

Die USA, Europa China – alle haben mit dem Klimawandel zu kämpfen. Trockene Winter und Überschwemmungen im Sommer gehören ebenso zum Spektrum der Probleme, wie Waldrodungen, zweckentfremdete Ackerflächen zur Herstellung von Biosprit und steigender CO2-Ausstoß. Lange werden die Veränderungen nicht mehr vor Metropolen wie London, Paris, Rom und Berlin halt machen. In wenigen Jahren befinden sich unsere Großstädte und ihre Bewohner im Kampf ums Überleben.

Doch in anderen Regionen der Erde haben Großstädte schon heute Tag für Tag mit den Auswirkungen des veränderten Klimas und der globalen Erwärmung zu kämpfen.

In Südamerika sind die Veränderungen in der Natur durch den Klimawandel bereits unwiederbringlich da. Die Gletscher der Anden liegen nahe am Äquator und schmelzen daher noch viel schneller ab als andernorts.

Lima in Peru – Hier leben mehr als 8 Millionen Menschen. Ihr dringlichstes Problem ist, die die Aufrechterhaltung der Wasserversorgung. Derzeit macht sich die Stadtverwaltung ernsthafte Sorgen, dass für mehr als die Hälfte der Einwohner die Wasserversorgung endgültig zusammenbricht. Der Chef der Zivilverwaltung entwirft bereits Szenarien für den Fall, dass das Wasser eines Tages ausbleibt. Ob die Notfallpläne die tatsächlichen Auswirkungen greifen können ist allerdings fraglich. Deswegen sind die Warnungen des Chefs der Zivilverwaltung auch so dramatisch. Erst kommen extreme Überschwemmungen die von extremer Trockenheit abgelöst werden. Dann kommen die Lawinen aus dem Gebirge ins Tal und schließlich die Seuchen. Er geht davon aus, dass wenn die ersten kein Wasser mehr bekommen die Kämpfe los gehen. Ein Bürgerkrieg um Wasser ist hier nicht mehr auszuschließen. Ohne Wasser kann man nun mal nicht überleben.

Am Stadtrand von Lima erleben bereits jetzt viele Menschen, dass Wasser ein teures Gut ist. Private Unternehmer machen sich die katastrophale Lage zu nutze und verkaufen Wasser, dass mit Tanklastwagen aus der Stadt kommt, in den Slums. Die Menschen hier bezahlen schon jetzt mehr für Wasser, als die Menschen in der Stadt für welches aus dem Wasserhahn. Wie werden die Menschen auf solch unfaire Zustände reagieren?

Aber es ist nicht nur Peru, dass mit den Folgen des Klimawandels einen Kampf ohne Chancen auf einen Sieg austrägt. Der ganze südamerikanische Kontinent ist erschöpft. Die Urwälder des Amazonas werden auf rücksichtslose weise aus reiner Profitgier von Regierungsmitgliedern und ausländischen Investoren abgebrannt. Die Menschen verwandeln ihr Land in einen riesigen Acker. Doch die Ernte ist nicht einmal für die eigene hungernde Bevölkerung gedacht, sondern für den Export.

Nordöstlich von Rio de Janeiro wird bereits am Rotterdam von Brasilien gebaut. Hier entsteht einer der größten Import-Export-Umschlagplätze der Welt. Vor allem die Chinesen kaufen sich in die skrupellosen Unternehmungen des Kontinents ein. Der asiatische Riese hat mit Problemen von enormen Ausmaß zu kämpfen und mit mehr als 500 Millionen Menschen die bereits unter der Armutsgrenze leben viele, viele leere Mägen zu füllen.

Ackerland als Hoffnung für Millionen Menschen in Afrika

In Afrika gibt es Grund zur Hoffnung – aber nicht ohne seine Schattenseiten. Der Klimawandel hat Ackerland in Ostafrika noch wertvoller gemacht. Während in anderen Teilen der Erde Wüsten wachsen und Felder verschlingen wächst gleichzeitig der Bedarf nach Getreide und andren Grundnahrungsmitteln.

Die Menschen in Afrika haben die Hoffnung, dass ihr Stück fruchtbares Land ihnen zu einem besseren Leben verhilft. Familien die ihr eigenes Getreide und Gemüse anpflanzen und anschließend auf dem Markt verkaufen erhoffen sich eine Chance auf eine bessere Zukunft. Und für manche mag das auch wahr werden.

Aber es gibt auch Schattenseiten dieser neuen Entwicklung.

Äthiopien gilt als Afrikas wasserturm. Der blaue Nil und der weißer Nil ziehen von hier aus durch das Land, vereinigen sich und machen zum Beispiel Ägypten zu einem fruchtbaren Flecken Erde. So langsam begreift auch Äthiopien diesen Wert und möchte ihn natürlich in Zukunft nicht einfach mehr so davon fließen lassen ohne Gegenleistung.

Das kann eine große Chance für Afrika sein, aber weckt auch das Interesse von stärkeren Mächten und Institutionen, die hier Profit riechen.

Im abgelegenen Südwesten von Äthiopien entsteht gerade eines der größten Farmprojekte des Kontinents. Dort werden Versuchsanlagen für Reis angelegt – einem Grundnahrungsmittel, dass hier eigentlich nicht hergehört. Das geheimnisvolle Gigaprojekt schafft damit zwar Möglichkeiten für neue Arbeitsplätze, dennoch sollte man der industrialisierten Landwirtschaft die sich hier breit macht, skeptisch gegenüber bleiben. Denn wem dient es letztendlich? Der einheimischen Bevölkerung, den hungernden Kindern des Kontinents oder ausländischen Investoren?

Schon allein die Schicksale der Menschen, die für dieses landwirtschaftliche Versuchsmodel mit gigantischen Ausmaßen, von ihrem Besitz vertrieben wurden, werfen ein fahles Licht auf die Intentionen der Unternehmer.

Heute hausen die vertriebenen Landbesitzer in notdürftigen Hütten in der ganzen Umgebung verstreut. Laut eignen Aussagen, wurden sie nicht gefragt, sondern einfach verjagt. Und das ganz legal, denn in Äthiopien herrscht eine sozialistische Diktatur. Damals ist sind sie auf die Versprechungen der Regierung und Investoren hereingefallen und werden jetzt nur noch auf ihrem eigenen Land geduldet, aber besitzen tun sie es nicht mehr. Und das nur, weil ihr Land zu wertvoll in den Augen von anderen wurde.

Diese Schicksale werden kein Einzelfall bleiben. Für immer mehr Mächte wird fruchtbares Land zu einem immer wertvolleren Schatz. Die Erde wird regelrecht ausverkauft. Und im Selbstbedienungsladen der Welt ist China der gierigste Käufer. Andernorts werden riesige Flächen gekauft und die eigenen Rohstoffe werden gesichert abgebaut. Chinas will mit den eigenen hochwertigen Rohstoffen eigene hochwertige Produkte herzustellen. Und der ausländische Absatzmarkt wird ins Ziel genommen. Der rücksichtslosen Ausbeute stehen aber auch positive Entwicklungen entgegen. In der inneren Mongolei wurden in den letzten Jahren riesige Windgürtel errichtet. China möchte sich damit den Aufstieg zum größten Windmarkt der Welt sicher. Die so genannte grüne Energie ist zu einem Massenprodukt geworden.

Mit der industriellen Revolution unserer Vorfahren hat es begonnen und an unserer Generation liegt es nun, den von unseren Eltern und Großeltern geebneten Weg in ein ungewisses Zeitalter mit Mut und Tatendrang zu bestreiten. Noch ist es nicht zu spät. Aber die Uhr steht längst auf einer Minute vor 12!

UN-Klimakonferenz in Durban: Wirtschaftswachstum oder Schutz des Klimas?

Seit dem 28. Dezember 2011 schaut die ganze Welt nach Durban in Südafrika. Denn hier treffen sich in den nächsten 2 Wochen etwa 20.000 Experten und Politiker aus mehr als 190 Ländern der Erde, um über den fortschreitenden Klimawandel und seine Folgen zu diskutieren. Auf dem UN-Klimagipfel wird sich entscheiden, ob der Weltgemeinschaft der Wirtschaftswachstum oder der Schutz des Klimas wichtiger sind.

In den letzten Monaten ist der Klimawandel wegen der globalen Finanzkrise in den Hintergrund gerückt, doch die Probleme verschwinden dadurch nicht einfach. Die Erwärmung der Erde ist wohl kaum noch abzuwenden. Und alle Erdteile sind von den Auswirkungen betroffen.

Sinflutartige Regenfälle und Überschwemmungen in Australien, Indien und Thailand stehen extremer Trockenheit und langen Dürreperioden in Afrika und Mitteleuropa gegenüber. Ein unaufhörlich steigender Meeresspiegel und sinkende Südseeinseln, so wie die skrupellose Rodung des Amazonas und enorm hoher CO2-Ausstoß sind nur einige weitere Brennpunkte die seit Montag in Durban diskutiert werden.

Klimaschützer weltweit hoffen auf das „Wunder von Durban“. Die Hoffnungen liegen bei China und den USA und einer Einsicht, dass dringend etwas gegen den Klimawandel unternommen werden muss. Doch die Chancen auf eine Einigung stehen mehr als schlecht. China möchte seinen Wirtschaftswachstum nicht gefährden und auch andere Industriestaaten wollen hier nicht zurückstecken.

Dabei sollte die uneingeschränkte Bekämpfung des Klimawandels zur höchsten Priorität gehören, um die Menschen vor den langfristig drohenden negativen Folgen der Erderwärmung zu schützen.

Das Kyoto-Protokoll* läuft 2012 aus und noch gibt es kein neues offizielles und rechtlich verbindliches Abkommen. Nach dem Scheitern der Konferenz von Kopenhagen 2010 und der verpassten Chance in Cancún im Jahr darauf rechnet eigentlich niemand mit einem echten Durchbruch. Es wird weiter händeringend nach einer Lösung im Kampf gegen den Klimawandel gesucht.

* Das Kyoto-Protokoll wurde im Jahr 1997 ausgehandelt.

Machtspiele im Südpazifik

Seit mehr als 200 Jahren – dem Beginn der industriellen Revolution – wird die Erde umgegraben, zugebaut und schonungslos ausgebeutet. Das bleibt nicht ohne Folgen. Wir müssen uns schon heute auf die Konsequenzen einstellen. Denn auch die kommenden Generationen werden mit den Auswirkungen unseres Handelns oder Nicht-Handelns leben müssen.

In Zukunft werden wir uns mit boomende Märkten und versiegenden Quellen beschäftigen müssen. Die Szenerien der Zukunft sehen Kämpfe um die letzten Rohstoffe vor. Kämpf um die Aufteilung der letzten fruchtbaren Gegenden der Erde und geeigneten Lebensraum für Millionen von Menschen. Nicht alle werden zu den Gewinnern gehören. Viele werden als Verlierer ums sprichwörtliche überleben kämpfen müssen.

TONGA

Laut UN-Weltrisikobericht sind die Inseln des Südpazifiks, darunter Vanutatu und Tonga, am stärksten von Naturkatastrophen bedroht. Unter diesen Umständen und den immer düsterer erscheinenden Zukunftsaussichten suchen die Inselstaaten nach starken Partnern. Nie in ihrer Geschichte waren diese Inseln Kolonien, beherrscht und verwaltet von weit entfernt liegenden Kolonialmächten. Sie haben sich bis heute ihre Eigenständigkeit bewahrt. Bisher hatten die Inseln im Südpazifik eine starke Beziehung zu den USA, doch China macht den Amerikanern die Vormachtstellung im Pazifik streitig. Die Karten werden neu gemischt und dabei wird das Inselkönigreich Tonga eine entscheidende Rolle spielen. Fischerei, Öl, Mineralien, Grenzlinie

UN-Klimakonferenz in Durban: Merkel pessimistisch – China bewegt sich

Der UN-Klimagipfel tritt nun so langsam in die entscheidende Phase. Mit Beginn des sogenannten Ministersegments werden Verhandlungen aufgenommen, um schließlich die Verabschiedung eines Fahrplans für Verhandlungen über ein späteres globales Klimaschutzabkommen zu beschließen. Auch die Umsetzung des Green Climate Fund (GCF), der Entwicklungsländer beim Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel unterstützen soll.

Zuvor hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel unter Umweltschützern für Empörung gesorgt. Sie hatte erklärt, dass von den Schwellenländern beim Klimaschutz erst mal nichts zu erwarten sei.

Dabei setzt sich gerade etwas in Bewegung…

China ist bereit für Verpflichtungen – Aber stellt Bedingungen

Chinas Vertretung auf der Konferenz lässt andeuten, dass der asiatische Riese bereit wäre sich zu weniger Kohlendioxid-Ausstoß verpflichten könnte. Doch nur unter gewissen Bedingungen. Industriestaaten, die mit ihren Emissionen am stärksten zum Klimawandel beitragen sollen auch stärker für den Klimaschutz belastet werden. Schwellenländer – zu denen China sich selbst zählt – hingegen weniger, da diese sich noch entwickeln müssten. Zudem dürfe der Klimaschutz die einzelnen Staaten nicht überfordern. Und sollte es zu einem Abkommen kommen, dürfe es keine Schlupflöcher enthalten, die an anderer Stelle der Umwelt wieder schaden könnten. Umweltschützer zeigen sich erfreut über die Gradwende Chinas, denn viele Forderungen decken sich auch mit ihren eigenen.

Sah es auch vor Beginn der UN-Klimakonferenz nicht danach aus, so könnte am Ende doch noch ein Erfolg verbucht werden.

Nach der UN-Klimakonferenz ist vor der UN-Klimakonferenz: Wie es jetzt weitergeht

Viele haben auf ein „Wunder von Durban“ gehofft, doch am Ende herrscht nur noch ein Gefühl der Enttäuschung vor. Enttäuschung über das Ergebnis, wenn man es denn so nennen kann. Enttäuschung über die Politiker, deren Bemühungen wiedermal nicht zu erkennen sind.

Nach zwei Wochen intensiven Verhandlungen und Diskussionen konnten sich die Teilnehmer des UN-Klimagipfel auf nichts standhaftes und überzeugendes einigen. Am Ende muss man den Erfolg dieses Gipfels im südafrikanischen Durban daran messen, für wie viele Jahre ein Weltklimavertrag noch aufgeschoben werden kann. Dabei wächst die Dringlichkeit zur Lösung des anhaltenden Klimawandels von Tag zu Tag mehr.

Wie geht es jetzt weiter?

Zum Schluss der UN-Klimakonferenz in Durban wurde ein Fahrplan für ein neues globales Klimaschutzabkommen beschlossen. Dabei haben Delegierte aus mehr als 190 Staaten vereinbart, ein rechtliches Abkommen auszuhalten, dass frühestens 2020 wirksam werden soll. Und das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll soll fortgeschrieben werden.

Das Abkommen von Durban

Das künftige globale Abkommen soll der „Durban Platform“ zufolge bis 2015 vereinbart und nach der Ratifikation durch die Mitgliedstaaten 2020 wirksam werden. Anders als das Kyoto-Protokoll soll es auch die USA und große Schwellenländer wie China und Indien einbeziehen.

Aber es ist wichtig, dass JETZT etwas unternommen wird. Mit dem rasanten Tempo, mit dem der globale Klimawandel voranschreitet ist es 2020 schon längst zu spät, um noch irgendetwas zu retten. Dann kann man sich eigentlich nur noch mit den Auswirkungen – langen Dürreperioden, starken Regenfällen und Überschwemmungen, einem gestiegenen Meeresspiegel, schrumpfenden Tropenwäldern, und verschobenen Jahreszeiten – auseinandersetzen und versuchen sich so gut wie möglich anzupassen. Den meisten Pflanzen- und Tierarten mag das gelingen, und auch der Mensch und seine fortschreitende Technik haben Chancen auf ein Weiterleben. Aber zu welchem Preis?

Das Kyoto-Protokoll

Das Kyoto-Protokoll ist ein am 11. Dezember 1997 beschlossenes Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen mit dem Ziel des Klimaschutzes. Am 16. Februar 2005 ist das Abkommen in Kraft getreten und legt erstmals völkerrechtlich verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern fest, welche die hauptsächliche Ursache der globalen Erwärmung sind.

Das Kyoto-Protokoll haben bis Dezember 2011 mehr als 190 Staaten sowie die EU ratifiziert. Die USA sind dem Protokoll nie beigetreten.

Kanada verabschiedet sich vorzeitig von Kyoto-Vereinbarungen

Am 13. Dezember 2011 hat Kanada offiziell seinen Ausstieg aus dem Abkommen bekanntgegeben. Nach Aussage des kanadischen Umweltministers Peter Kent sei das Abkommen eher ein Hindernis als der Weg nach vorn zu einer weltweiten Lösung des Klimawandels.

Bei dieser Aussage muss man aber auch hinter die Kulissen schauen.
Mit dem Kyoto-Protokoll hat sich Kanada dazu verpflichtet, bis 2012 den Ausstoß von klimaschädlichem CO2 um sechs Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 zu senken. Dieses Ziel hat das Land allerdings weit verfehlt. Gerade im letzten Jahr lag Kanada mit seinem Wert um mehr als 35 Prozent über dem von 1990. Mit dem Ausstieg aus dem Kyoto-Protokoll umgeht Kanada nun eine Strafzahlung in Milliardenhöhe für die nicht eingehaltenen Klimaziele.

Der Klimawandel und seine Folgen: Positives und Negatives

Wirtschaftlich gesehen ergeben sich durch den Klimawandel aber auch nützliche Seiten. Die Europäer waren für den Suezkanal verantwortlich. Die USA für den Panamakanal. Und nun könnte China neue Seewege schaffen. Mit dem abschmelzen er großen Gletscher und Eisflächen in der Arktis werden neue Seewege für die Schifffahrt frei. Anstatt um Indien und Afrika herum zu fahren, könnten chinesische Frachter in Zukunft direkt auf Kanada und New York zusteuern. Dadurch würden immense Kosten beim Transport eingespart werden.

RUSSLAND

Das ganz große Geld liegt aber im Boden unter dem Meer. Es werden 1/4 der weltweiten Ölreserven werden hier vermutet. Und Russland stellt schon jetzt territoriale Ansprüche. Das Ringen um die beste Ausgangsposition für eine gesicherte Zukunft hat begonnen. Jeder stellt seine Anforderungen in diesen Gebieten. Mit dem abschmelzen der Polarkappen werden entlegene Gebiete plötzlich zugänglich und für die Ölindustrie interessant. Und auch die bisher noch weitläufig umangezapften Ölreserven im Meeresboden versprechen lukrative Geschäfte.

Doch nicht nur Russland hat ein Auge auf die Bodenschätze geworfen. Auch Kanada sieht sich als legitime arktische Großmacht. Immer wieder demonstrieren sie, dass man ihren Anspruch ernst nehmen sollte.

AFRIKA

Ein erstzunehmendes Konfliktthema ist Wassermangel. Sollte die Quelle des Lebens eines Tages versiegen oder der Zugang zu sauberem Trinkwasser unmöglich werden, dann besteht die Gefahr von kriegerischen Auseinandersetzungen. Die Konfliktherde werden erst im Kleinen zünden und sich dann flächendeckend ausbreiten. Warum sollte es fair sein, dass die einen an Wasser kommen und die anderen nicht? Der Zugang zu Wasser und Nahrung und der globale Frieden hängen unzertrennbar zusammen.

Klimaflüchtlinge gibt es schon jetzt. Eine Massenwanderung in den nächsten Jahrzehnten ist nicht mehr auszuschließen. Die Menschen werden dem Ruf des Wassers folgen. Was wie ausgemachte Fantasien aus dystopischen Erzählungen klingt kann schon bald Realität werden. Die Menschen werden ihr trockenes Land verlassen und sich mit dem wenigen Hab und Gut, dass sie tragen könne auf machen zu neuen Orten. Dort werden sie sich mit dem nötigsten einrichten und auf Regen warten. Alle hoffen sie darauf in fruchtbaren Flussebenen eine Platz zu finden. Doch wie lange kann das gut gehen? Und flussabwärts wächst die Angst bei den Menschen, dass sie nicht mehr genug abbekommen werden. Viele Länder sind abhängig von der blauen Lebensader.

Die Erde – unsere Heimat – ist unter Druck wie noch nie zuvor. Der Klimawandel und seine Folgen stellen eine gewaltige Herausforderung für die kommenden Jahre dar. Und nur gemeinsam können wir dem erfolgreich entgegenwirken.

Ist ein klimaschonendes Weihnachten möglich?

In Amerika ist aus der Vorweihnachtlichen Tradition das Haus und den Garten mit bunten Lichterketten und Lichtinstallationen zu schmücken längst ein Wettstreit unter Nachbarn geworden. Wer hat die meisten Lichter angebracht? Wer hat die schönste und größte leuchtende Deko auf dem Dach? Und auch in Deutschland ist dieser Lichter Deko Trend seit Jahren auf dem Vormarsch. Dem Einfallsreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt. Manche begnügen sich mit einer Lichterkette am Küchenfenster, andere statten bis auf den letzten freien Zentimeter Ihr Haus von Außen mit Lichtern aus. Das Ergebnis ist beeindruckend wie überwältigend.

Doch die Lichterketten entpuppen sich auch als wahre Stromfresser.

Wenn man weiße Weihnachten nicht nur noch aus der Erinnerung oder aus Filmen kennen möchte, dann muss auch aktiv dazu beigetragen werden.

Die globalen Erwärmung und der fortschreitende Klimawandel lassen sich vielleicht nicht mehr abwenden, aber es gibt die Möglichkeit auch in der Adventszeit ein Beispiel zu setzen und ein klimaschonendes Weihnachten zu feiern.

Mit diesen hilfreichen Tipps kann man zu Weihnachten das Klima schonen:

– Auf das Auto verzichten.
Mit Freunden oder Nachbarn eine Fahrgemeinschaften gründen, um zu dieser Jahreszeit etwas zu besorgen oder zu erledigen.
– Lebensmittel ohne Verpackung.
Am besten Lebensmittel unverarbeitet oder ohne Verpackung kaufen. Industriell hergestellte Fertigprodukte benötigen sehr viel Energie und Ressourcen.
– Stromverbrauch prüfen.
Auch wenn es schön aussieht, sollte man auf zu viele Lichterketten und Lichtinstallationen zu Weihnachten verzichten. Viele Lichterketten sind ungeheuere Stromfresser. Den Jahreswechsel kann man auch dazu nutzen, von Atomstrom auf Ökostrom umzusteigen.
– Schlau heizen.
Jeder mag es im Winter kuschelig warm in der Wohnung, doch übertriebenes heizen treibt nicht nur die Heizkosten in die Höhe. Auch beim Kochen und Backen so wie Kerzenlicht können einen Raum schnell erwärmen.
– Energiesparende Geräte anschaffen.
Verschenken Sie zu Weihnachten keine unnötig stromfressenden Geräte. Anstelle dessen gibt es nützliche mechanische Geräte, die oft bereits in Vergessenheit geraten sind. Z. B. anstelle einer elektrischer Zitruspresse eine hübsche und langlebige mechanische Zitruspresse.
– Kreative Geschenkideen.
Anstatt der üblichen CDs oder Bücher eignen sich auch z. B. Energiespar-Gutscheine super als Geschenk zu Weihnachten.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr!