Strasse von Gibraltar zubetonieren – Kein Anstieg des Meeresspiegels im Mittelmeerraum

Der Klimawandel schreitet voran, das Eis taut, der Meeresspiegel steigt. Das Horrorszenario für alle Küstenstreifen und Inselstaaten könnte sich bereits in diesem Jahrhundert verwirklichen. Die Weltgemeinschaft ist jetzt gefordert, durch konsequentes Reduzieren von CO2 Emissionen Schlimmeres zu verhindern. Doch was tun wenn sich die Erderwärmung trotzdem nicht stoppen lässt und die Eismassen Grönlands sowie der antarktische Eisschild abtauen?

Zumindest für die Mittelmeer Anrainerstaaten gäbe es einen Weg aus dem Schlamassel: Die Strasse von Gibraltar, Meeresenge zwischen Spanien und Marokko, das Nadelöhr zwischen Atlantischem Ozean und Mittelmeer müsste mit einem Damm geschlossen werden. An der schmalsten Stelle nur 14km breit, könnte die Strasse von Gibraltar mit enormem Aufwand und Material zubetoniert werden, noch bevor der Meeresspiegel bedrohlich ansteigt.

Der geregelte Zufluss von Wasser aus dem Atlantischen Ozean (um der Verdunstung vorzubeugen) könnte zur Erzeugung von Energie genutzt werden.

Diese Spinnerei sollte selbstverständlich nicht ernst genommen werden.
Vielmehr entstand sie beim Lesen eines interessanten Artikels auf PatJe.de, welcher auf real existierende Pläne zur Schließung der Strasse von Gibraltar aus dem Jahr 1928 eingeht. Hintergrund damals war freilich nicht der Klimawandel sondern die Landgewinnung durch Verdunstung des Wassers.

Manchmal gibt es Visionen, die so verrückt klingen, dass sie schon wieder faszinierend sind. Und so ist es auch bei der Vision von Atlantropa, die 1928 geboren wurde.

Der deutsche Architekt Herman Sörgel hatte nämlich einen Gedanken, der heute mehr als abwegig erscheint: Durch ein gigantisches Staudammprojekt an der Straße von Gibraltar sollte das Mittelmeer, welches einen Großteil des Wassers aus dem Atlantik bezieht, langfristig austrocknen.

In den endgültigen Planungen sollte der Wasserspiegel um 100 Meter sinken, was ca. 576.000 km² neues Land freigesetzt hätte. Selbst Straßenverbindungen über Italien und Sizilien nach Afrika waren so bereits auf Karten geplant.


Quelle: PatJe.de

Ein derartiges Unterfangen könnte das Klima sogar noch mehr aus dem Gleichgewicht bringen. Zunehmende Versalzung im Mittelmeer würde das Überleben von Flora und Fauna gefährden, Warme und kalte Wasserströme zwischen den Meeren wären abgeschnitten und könnten den Golfstrom und weitere Strömungssysteme beeinflussen, usw …

Bleibt nun nur noch, den Gedanken ad acta zu legen. Eine Schließung der Strasse von Gibraltar hätte unvorhersehbare Folgen für das Ökosystem und wäre somit maximal als Aprilscherz geeignet. 😉

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