Energiesparen im Internet – Verbrauchen Webseiten mit hellem Hintergrund mehr Energie?

Aufgrund der Ergebnisse einer Studie von Blackle.com wurde behauptet, dass Webseiten mit schwarzem Hintergrund den Monitor deutlich weniger Energie verbrauchen lassen als Seiten mit weissem Hintergrund. Laut Blackle würde die Suchmaschine Google mit schwarzem Hintergrund anstatt weissem deutlich weniger Energie benötigen. Somit könnten Millionen Nutzer täglich zusammen riesige Mengen an Strom einsparen.

Diese Studie konnte nun von Techlogg im Auftrag von Google größtenteils widerlegt werden. Die Energieeinsparung ist zwar wirklich festzustellen, aber deutlich geringer als von Blackle behauptet.

Umweltschutz durch intelligente Wassernutzung – Tipps zum Wasser sparen

Wasser kommt aus dem Wasserhahn, ist billig und in unbegrenzter Menge vorhanden. In Entwicklungsländern hat man dazu sicherlich eine andere Einstellung, aber zumindest in Deutschland war dies so seit der Einführung von fließendem Wasser in den privaten Haushalten. Doch mit diesem zur Normalität gewordenen Luxus kam auch das Phänomen der massenhaften Verschwendung von kostbarem Trinkwasser.

Selbst in einigen Industrieländern Europas hört man zuletzt vermehrt von Wasserknappheit, austrocknenden Flüssen oder sogar Wüstenbildung. Hintergrund ist nicht nur der oft verschwenderische Umgang mit Trinkwasser in der Landwirtschaft, sondern auch der maßlose und hemmungslose Umgang mit dem Wasser durch Privatpersonen. 2/3 des typischen Verbrauchs von Trinkwasser geht dabei auf Hygiene (Duschen, Baden, Körperpflege) und die Toilettenspülung zurück. Jeder Einzelne kann dabei mit sehr wenig Aufwand viel kostbares (und zunehmend teureres) Trinkwasser einsparen. Hier einige Beispiele aus verschiedenen Lebensbereichen:

  • Duschen statt Baden ist das wichtigste Prinzip. Ein Vollbad verbraucht ca. 160 Liter (Trink-)Wasser, beim Duschen werden hingegen nur 30-50 Liter benötigt. Ein sparsamer Duschkopf sichert geringe Verbrauchswerte.
  • Verwenden Sie wassersparende Armaturen. Dazu zählen z.B. Einhebelmischer oder Thermostatbatterien. Auch hier lassen sich durch ein schnelleres Einstellen der Temperatur bis zu 30% des Wasserverbrauchs einsparen.
  • Mischdüsen am Wasserhahn ersetzen Wasser zum Teil mit Luft, wodurch weniger Wasser pro Minute durch den Hahn läuft. Der Mensch spürt davon nichts.
  • WC-Spülkästen mit Wassersparautomatik sorgen für eine drastische Reduktion des Wasserverbrauchs beim täglichen „Geschäft“
  • Kontrollieren Sie Ihre Wasserhähne oder Toiletten-Spülungen auf Defekte. Ein tropfender Wasserhahn mit 10 Tropfen pro Minute verbraucht 2.500 Liter wertvolles Trinkwasser pro Jahr.
  • Achten Sie beim Erwerb einer neuen Spülmaschine oder Waschmaschine auf die Energieeffizienzklasse. Das Energielabel auf dem Gerät zeigt an, wie sparsam das Modell ist
  • Wasser, das nicht verschmutzt wird, muss nicht aufbereitet werden. Nutzen Sie also nicht verschwenderisch Haushaltsreiniger, Shampoos, etc.
  • Beim Zähneputzen den Wasserhahn nicht laufen lassen spart große Mengen an Wasser.
  • Den Garten kann mit auch mit Regenwasser bewässern. Wer die Möglichkeit hat, eine Regenwassertonne aufzustellen, sollte dies nutzen.

Die Vorteile dieser Maßnhamen liegen auf der Hand: Umweltschutz auf der einen Seite und geringe Kosten für Wasser auf der anderen Seite. Denn Wasser, das nicht verbraucht wird, braucht nicht wieder aufbereitet werden und bezahlen muss man dafür auch nichts.

Haben Sie noch weitere Tipps zum Wasser sparen? Dann nutzen Sie doch bitte die Kommentar-Funktion, um ihr Wissen mit anderen Lesern zu teilen!

Klimaschutz durch regionale Lebensmittel – Umweltschutz beim Einkaufen

Immer mehr Konsumenten legen nach aktuellen Umfragen verstärkt Wert auf heimische Produkte. Dem klimabewussten Kunden von heute ist es nicht mehr egal, woher die Güter stammen. Dieser Wunsch lässt sich mit Umwelt- und Klimaschutz begründen, da die lokalen Erzeugnisse aus der Region für klimafreundliche Lebensmittel und kurze Transportwege stehen. Klar, denn was nicht einmal um den halben Erdball geschickt wird, verbraucht auf diesem Weg auch keine Energie. Regionale Produkt und regionale Verarbeitung stellen somit überzeugende Argumente dar.

Worauf ist also zu achten? Den Einkauf von Obst und Gemüse kann man beispielsweise bevorzugt direkt beim Bauern oder auch auf dem lokalen Wochenmarkt erledigen, was als Nebeneffekt die Bauernhöfe aus der Region unterstützt. Auf Erdbeeren im Winter oder sonstige Produkte außerhalb der „normalen“ Erntezeit kann man ebenso verzichten. Und beim Gestalten der fleisch-lastigen Diät muss es ja auch nicht immer Straußenfleisch aus Südafrika oder Rumpsteak aus Argentinien sein – das direkt vor der Haustür produzierte Fleisch schmeckt genauso gut.

Natürlich darf es auch immer wieder mal exotischer sein. Allerdings sollte man bei der Auswahl der Konsumgüter beim Einkaufen nicht nur alleine den Magen und das Geiz-Gen entscheiden lassen, sondern auch den Herkunftsort als Entscheidungsfaktor in Betracht ziehen.

Die Regierung einigt sich auf Klimaschutzplan 2020

Gestern im Laufe des Tages haben sich die Ministerien für Umwelt und Wirtschaft auf einen Klimaschutzplan geeinigt. Ziel ist es, die Anzahl an Treibhausgasemissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 40% zu senken. Erreicht werden soll diese Reduktion unter anderem mit dem verstärkten Einsatz regenerativer Energiequellen zur Stromerzeugung.

Momentan ist der Ausstoss von Treibhausgasen in der Bundesrepublik im Vergleich zu 1990 bisher um 18% gesunken. Die restlichen 22% bis 2020 sollen mit Wind- und Sonnenenergie, aber auch mit strengeren Reglementierungen beim Hausbau erreicht werden.
Das Erneuerbare Energien Gesetz soll im Zuge des Klimaschutzpakets angepasst werden, um den Bau von Windkraft-, Solar- und Biomasseanlagen spezieller zu fördern. Nach den Plänen der Ministerien sollen nun auch „Kraft-Wärme-Kopplung“-Anlagen stärker unterstützt werden.
Beim Hausbau werden vorraussichtlich Vorschiften gelten, die einen gewissen Anteil von regenerativen Energien zur Wärmegewinnung als zwingend voraussetzen. Die Industrie soll laut dem Plan ebenso mit strengeren Regeln und eingeschränkten Rechten zur CO2-Reduktion animiert werden.

Das Klimaschutz-Paket der Bundesregierung – Liste der Maßnahmen

Die Bundesregierung hat ein großes Maßnahmenbündel geschnürt, um einen nationalen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Auch wenn Vertreter von Wirtschaftsverbänden, Opposition und Umweltaktivisten gleichermaßen auf das Kabinett einprügeln, sind doch die Ansätze des Paketes alle richtig. Einen guten Kompromiss erkennt man schließlich daran, dass am Ende die Gruppierungen mit teilweise konträren Interessen allesamt am Motzen sind.

Hier die einzelnen Maßnahmen:

  • Erneuerbare Energien:
    – Ausbau des Anteils an der Stromproduktion auf >25%
    – Verstärkte Förderung der Windkraft
    – Erleichterung der Einspeisung von Ököstrom in die Stromnetze
  • Verkehr:
    – Umstellung der KfZ-Besteuerung von Hubraum auf Kohlenstoffdioxid-Emissionen
    – Höhere Steuersätze für Autos mit hohen Emissionswerten
    – Erhöhung des Anteils von Biokraftstoffen auf 10%
    – Einbeziehung des Flug- und Schiffverkehrs in den CO2-Handel
  • Kraft-Wärme-Kopplung:
    – Ausbau der gekoppelten Produktion von Strom und Wärme zu einem Stromanteil von 25%
    – Förderung des Neubaus und Modernisierung von Anlagen
  • Kohle:
    – Bau Kohlendioxid-armer Kraftwerke
    – Entwicklung von Maßnahmen zur unterirdischen Lagerung von CO2
  • Elektrogeräte
    Festlegung von strengen Standards zur drastischen Senkung des Stromverbauchs
  • Intelligente Messverfahren
    Zeitgenaue Verbrauchsmessungen und damit hohe CO2-Minderungen
  • Gebäude
    – Strengere Vorschriften bei Neubauten zum Einsatz erneuerbarer Heizenergie
    – Ersatz von Nachtspeicher-Heizsystemen durch effizientere Heizungen

Hört sich doch alles gut und sinnvoll an. Sicherlich könnte man an einigen Stellen noch viel weiter gehen, aber besser ein kleiner Fortschritt als gar keiner.

Finanzminister Steinbrück bremst das deutsche Klimaschutzprogramm aus – Doch keine 40% CO2-Reduktion?

Da haben sich wohl Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) zu früh gefreut. Wochenlang haben sie hart miteinander verhandelt und sich schließlich zu dem Maßnahmen durchgerungen, die im deutschen Klimaschutzprogramm gebündelt wurden. Doch nun wackelt das Paket, denn Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) stellt einige der wichtigsten punkte des Programms unter Finanzierungsvorbehalt.

Da Klimaschutz zunächst einmal Geld kostet, werdem die Einführung effizienterer und klimafreundlicher Technologien und auch die Steigerung der Energie-Effizienz in kleineren/mittleren Unternehmen vorerst blockiert. Geld für diese Maßnahmen wird es nur geben, wenn bei der Versteigerung von CO2-Rechten im Emissionshandel ab 2013 höhere Steuereinnahmen erzielt werden. Kommt es nicht zu den erhofften Mehreinnahmen, ist das gesteckte Ziel einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 40% nicht mehr zu realisieren.

So traurig es ist, aber man muss wohl akzeptieren, dass auch der Klimaschutz sich der Konsolidierung des Bundeshaushalts beugen muss. Für schwarze Zahlen in der Bilanz Deutschlands werden schwarze Abgaswolken in Kauf genommen.

Merkel auf Asien-Reise – Chinas Einstellung zum Klimaschutz

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist mal wieder u.a. im Dienste des Klimaschutzes auf Reisen. Dieses Mal geht es nach China und Japan. Erste Station ist China und wie man nicht anders erwarten konnte, stößt sie dort mit ihren Appellen für einen nachhaltigen Klimaschutz auf erheblichen Widerstand.

Während Merkel für Fair Play auf den Weltmärkten sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen weltweit plädierte, spielte Chinas Regierungschef Wen Jiabao mal wieder die Entwicklungsland-Karte. Die Volksrepublik hätte noch erheblichen Nachholbedarf in Sachen Wachstum und Wohlstand und müsse deshalb einen Sonderweg einfordern. Ob die Kanzlerin angesichts dieser Haltung Erfolg dabei haben wird, China auf die Bahn des Klimaschutzprozess der UNO zu bekommen, ist also mehr als fraglich.

Es ist schon interessant anzusehen, wie die Chinesen ihre Situation so darstellen, wie es ihnen gerade passt. Geht es um den Klimaschutz, sei Chinas Lage außergewöhnlich schwierig und noch nicht zu bewältigen. Geht es aber um wirtschaftliche und machtpolitische Interessen, dann will China natürlich an vorderster Front dabei sein und fordert schon heute mehr Mitspracherechte, als es einem an anderer Stelle selbsternannten Entwicklungsland/Schwellenland zustehen würde.

Solarstrom auf dem Vormasch – Ausbau der Solarenergie in Deutschland größer als erwartet

Die Solarenergie in Deutschland setzt ihr Wachstum weiter fort. Nach Einschätzung von Experten aus der Branche wird das Wachstum die vom Umweltministerium formulierten Erwartungen weit übertreffen.

Das Ministerium unter Leitung von Sigmar Gabriel (SPD) schätzt in ihrer „Leitstudie 2007 – Ausbaustrategien Erneuerbare Energien“ eine erhöhte Kapazität des Solarstroms auf jährlich 560 bis 660 Megawatt pro Jahr in den Jahren 2007 bis 2010 (zum Vergleich: Die Leistung des geplanten hochmodernen Atomreaktors nähe Flamanville in Frankreich wird auf 1,6 Gigawatt geschätzt). Doch führende Analysten für Solaraktien prognostizieren ein deutlich höheres Wachstum jenseits der 1 Gigawatt Marke.

Doch ganz so schläfrig ist man im Umweltministerium auch nicht, denn im „Erfahrungsbericht 2007 zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)“ sind die Zahlen bereits wesentlich höher angesetzt. Für das Jahr 2006 geht man von ca. 950 Megawett an Mehrleistung aus und nichts deutet auf eine Reduktion dieses Wertes hin. Vielleicht will Herr Gabriel und seine Mitarbeiter dies nicht an die große Glocke hängen, da die Förderung der Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien große Mengen an Geld verschlingt und man somit mit weniger Öffentlichkeitsarbeit auch keine Lobbyisten aus seinen Löchern holt.

Einziger Wermutstropfen am Wachstum des Anteils der Solarenergie am Strommarkt ist der höhere Durchschnittspreis des Stroms, denn noch kostet die Produktion von Solarstrom deutlich mehr als z.B. die Gewinnung von Strom durch Atom- oder Kohlekraftwerke. Diese Mehrkosten muss trotz Förderung durch den Staat letzten Endes der Stromverbraucher stemmen.

Frankreich baut neuen Atomreaktor – Atomkraft auch in Deutschland bald wieder in?

Frankreich setzt seit Jahrzehnten auf die Atomkraft als zentrales Element im Energie-Mix des Landes. Derzeit betreibt Frankreich 19 Kernkraftwerke mit insgesamt 58 Atomreaktoren und erzeugt so ca. 80 Prozent der Elektrizität des Landes, was hinter Litauen Platz 2 weltweit bedeutet. Da die Reaktoren langsam in die Jahre kommen, wird an der Modernisierung der „Reaktorflotte“ gearbeitet. Dazu zählt auch das Ersetzen von Reaktoren mit veralteter Technik durch hochmoderne Atomkraftwerke der dritten Generation.

Der staatliche Stromkonzern Électrité de France (EDF) wird ab Ende dieses Jahres nahe dem Ort Flamanville in der Nähe der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague den ersten französischen Atommeiler des Druckwasserreaktor-Typs EPR (European Pressurized Water Reactor) bauen. Die Fertigstellung und Inbetribenahme ist ab 2011 geplant. Die Kosten dieses Projekts werden auf ca. 3 Milliarden Euro veranschlagt.

Ziel von EDF ist es, „die Unabhängigkeit Europas in den nächsten Jahrzehnten zu garantieren“, sagte der EDF-Präsident Pierre Gadonneix. Des weiteren ist der EPR-Prototyp nicht nur der erste unter vielen neuer französischer Reaktoren, sondern auch technologisches Aushängeschild des Landes, wodurch man sich Exporte dieser Technologie erhofft.

Die Leistung der kompletten Anlage wird auf 1600 Megawatt veranschlagt, was wesentlich höher als bei Atommeilern der früheren Generationen. Auch eine höhere Lebensdauer wird angestrebt: 60 Jahren gegenüber den bisherigen 40 Jahren bei heute üblichen Leichtwasserreaktoren.

Da beim Thema Atomkraft auch immer der Super-GAU von Tschernobyl und somit erhebliche Sicherheitsbedenken hervorgerufen werden, soll der EPR auch neue Maßstäbe in Punkto Sicherheit setzen. Einedoppelte Außenhülle und ein Keramikbecken, das im Notfall eine Kernschmelze im Gehäuse halten soll, soll nach Einschätzung von Experten die Unfallgefahr um das Zehnfache verringern.

Während also in Ländern wie Deutschland verstärkt durch den Ausbau erneuerbarer Energien Zeichen gegen den Klimawandel gesetzt werden, geht Frankreich einen anderen Weg. Solange alles gut geht, spricht auch nichts dagegen. Es wird sich vermutlich spätestens bei der Bundestagswahl 2009 abzeichnen, ob Deutschland ebenso auf den Pfaden Frankreichs wandeln wird oder weiterhin „nur“ auf EEGs setzt.

Investieren in Erneuerbare Energien – Geld verdienen mit dem Klimawandel

Auf dem Nachrichtensender N-TV kommt man derzeit selten durch einen Werbeblock, ohne einen Werbespot von der Bank ABN Amro zu sehen. Angepriesen wird einem dabei die Möglichkeit, an der Wertentwicklung von Aktien der Unternehmen aus dem Sektor der erneuerbaren Energien mit zu verdienen. Anleger sollen also am Wachstumspotenzial von Unternehmen partizipieren. Leistet man damit auch einen Beitrag zum Klimawandel?

Betrachten wir zunächst einmal zwei der verfügbaren Zertifikate:

Im „Solar Energy Open End Zertifikat“ wird beispielsweise das Who is Who der Solarstromanbieter zusammengefasst. Steigt oder sinkt eine Aktie eines der Unternehmen, so bildet das Zertifikat diese Entwicklung gemäß der Gewichtung der jeweiligen Unternehmens ab. Man setzt also darauf, dass es der Branche an sich gut geht und somit die Gesamt-Wertentwicklung positiv verläuft.

Das Risiko des Wertverlustes auf Grund eines Versagens eines einzelnen Unternehmens wird somit weitgehend eliminiert. Geht es einem Unternehmen entgegen dem Branchentrand schlecht (durch Mismanagement, Veruntreuung, etc.), so wird dies durch die anderen Unternehmen aufgefangen. Einen Risikoausgleich für einen generellen Abwärtstrend für die gesamte Branche kann solch ein Zertifikat also nicht leisten. Der Crash vor einigen Jahren auf dem Sektor der Biotech-Branche hat gezeigt, dass dies möglich ist.

Ein anderes Beispiel ist der „ABN AMRO Total Return Climate Change & Environment Index“. Hier sind nicht nur Unternehmen aus einer Branche in einen Topf geworfen. Stattdessen werden solche Unternehmen selektiert, die sich für die Reduktion der CO2-Produktion einsetzen, effiziente Wasser- und Abfallwirtschaft betreiben oder an der Entwicklung von Katalysatoren zur Verminderung von Treibhausgasen arbeiten.

Somit entsteht ein branchenübergreifender Mix aus Unternehmen, wobei auch darauf geachtet wird, dass die Marktkapitalisierung hoch genug ist. Der Index setzt sich aus derzeit 30 Unternehmen aus den Sektoren Abfallwirtschaft, Alternative Treibstoffe, Geothermik, Rohstoffe, Wasser, Solarenergie, Wasserkraft und Windenenergie zusammen. Das Risiko wird also weitaus breiter gestreut als bei einem Branchenindex.

Abschließend kommt man unweigerlich zurück auf die Frage, welchen Beitrag für den Klimaschutz man als Privatanleger damit leistet, eind solche Geldanlage zu kaufen. Tja, eine gute und schwierige Frage, die wohl nur absolute Börsenprofis hinreichend beantworten können. Vielleicht können ja unsere Leser eine gute Anwort geben?

P.s.: Als eine Art Disclaimer, wie man ihn auf zahlreichen Finanzseiten sieht *g*:
Hier wurden keine Empfehlungen für die Geldanlage ausgesprochen! Wer mit dem Gedanken eines Investments spielt, sollte sich weiter genauer infomieren bzw. professionell beraten lassen.