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Gleichgültigkeit gegenüber Klimawandel - Wirtschaftliche Ausbeutung des Nordpols trotz Gletscherschmelze


Ein groteskes Treiben spielt sich derzeit ab in Ilulissat, der drittgrößten Stadt Grönlands mit knapp 5.000 Einwohnern. Die fünf Nordpol-Anrainerstaaten Dänemark, Norwegen, Russland, Kanada und USA treffen sich zur Nordpolkonferenz und Hauptthema wird die Ausgestaltung der wirtschaftlichen Ausbeutung der Öl- und Gasvorräte der Arktis sein. Zugänglich werden große Teile dieser Ressourcen erst durch das Abschmelzen von Gletschern als Folge des Klimawandels.

Während also in immer schnellerem Tempo Gletschereis abschmilzt und ins Meer treibt, startet das politische Kräftemessen und Tauziehen um die Rechte zur Erschließung von Öl und Gas, das dann in absehbarer Zeit nach der Verbrennung als Treibhausgas die globale Erwärmung weiter vorantreiben wird. Von einem Umdenken in den Industrieländern basierend auf den klar ersichtlichen Folgen des Klimawandels kann also keine Rede sein.

Die Gleichgültigkeit der führenden Köpfe hinsichtlich der ökologischen Folgen durch die Erschließung immer neuer Energiequellen (sei es Ölsand aus Alaska, die Abholzung des Regenwaldes oder eben die Ausbeutung der Arktis) ist absolut schockierend. Es scheint so, als ob man erst den letzten Tropfen Öl auf diesem Planeten verbrauchen muss, damit diese Personen aufschauen und feststellen, dass sie das Klima völlig ruiniert haben.




2 Lesermeinungen

Armand Rudolf von Rohr meint:

Danke für Ihre klare Sprache. Habgier und ehrgeizige Kurzsichtigkeit gepaart mit tierischer Rücksichtslosigkeit ist die Erklärung dieser Energiefieber befallenen Landesvertreter. - Nur wer die Gesetze der rächenden Natur kennt weiss, dass diese Herren die Rechnung ohne Wirt machen. Die Mutter Erde wird sich wehren und den Menschen weltweit arg zu schaffen machen. - Schon heute hat sich die Tagesschau zur "Tragesschau" verwandelt. - Naturkatasrophen nehmen an Hefitigkeit und Quantität zu. - Wasser wird knapp. Ernteausfälle haben sich in den letzten 20 Jahren verdreifacht. Und der CO2 Gehalt der Atmosphäre liegt mittlerweile bei 390 ppm. Wir Menschen haben der Mutter Erde arg zugesetzt. Sie liegt im Fieber aber letztendlich wird sich zeigen, dass sie ein Antibiotikum entwickelt und den lästigen Grippenvirus "Homos-Spezie" besiegen wird. - A. Rudolf von Rohr

Fabian Hofmann meint:

Ja man kann wohl sagen, dass der Mensch erst aufhören wird, wenn es nichts mehr zu hohlen gibt. Am liebsten würde man sich nicht vorstellen wie sich das alles auswirkt. Dabei sind die Folgen schon jetzt zu erkennen. Ich hab hier mal ein Link für Interessierte wie sich die Arktis so entwickelt. Interessante Sache.

www.wwf.de/themen/klimaschutz/voyage-for-the-future/

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Über diesen Artikel

Dieser Artikel stammt von Harald und wurde am 27.05.08 17:18 veröffentlicht.

Zusammenfassung

Ökologische Folgen der Erschließung von Öl- und Gasvorkommen in der Arktis werden von den führenden Köpfen der Politik hinter die ökonomischen Interessen gestellt

Stichwörter

Klimawandel Nordpol, Klimawandel Arktis, Gletscherschmelze Klimawandel, Klimawandel in der Arktis, Klimawandel am Nordpol, Nordpolkonferenz, Nordpolkonferenz Dänemark

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