Bitte weiterempfehlen

Gastbeitrag von Josef Bordat

Der Klimawandel ist ein globales Problem und erfordert insoweit globale Lösungen. Das apokalyptische Bedrohungsszenario und die globale Dimension teilt der Klimawandel mit einer anderen Zeiterscheinung, dem Terrorismus. Beides verweist zurück auf dem Menschen, auf das von ihm verursachte malum morale, beides wird entsprechend im Rahmen einer neuen politischen Ethik zu lösen versucht und beides droht, als rhetorische Figur im Diskurs um Sicherheit, also um Einschränkungsmöglichkeiten von Freiheit und Freizügigkeit, zu eine Art "Argumentationsjoker" zu werden, den man immer ziehen kann, wenn es darum geht, unpopuläre Maßnahmen zu rechtfertigen und der alles andere aussticht; zu groß ist die Aufgabe der Befriedung der Welt sowie die, dafür zu sorgen, dass künftige Menschheitsgenerationen nicht nur in Frieden und gesicherter Freiheit leben können, sondern überhaupt überleben.

Ist dies im Zusammenhang mit dem Terrorismus als malum morale schlechthin unstreitig, so bedarf es bei dem in unterschiedlichen Ausprägungen von malum physicum (also etwa Hochwasser, aber auch das Gegenteil: Dürre) sich manifestierenden Klimawandel einer Rechtfertigung für die Zuschreibung menschlicher Schuld aus moralisch relevanten Verfehlungen. Diese wurde und wird durch Studien geleistet, welche die anthropogenen Ursachen der Erderwärmung über den vermehrten CO2-Ausstoß belegen (IPCC 2007).

Von Harald am 29.08.2008, 10:36 | 1 Meinungen | Klimawandel

Obwohl Themen wie Klimawandel und Klimaschutz in den Medien immer wieder angesprochen werden, mangelt es doch an vielen Stellen an der konkreten Umsetzung der Denkansätze in konkretes ökologisches und nachhaltiges Konsumieren. Ein gutes Beispiel aus dem Konsumgüterbereich hierfür liefert das Verhalten beim Möbelkauf.

Darum möchten wir zunächst Sie konkret fragen: Wann haben Sie beim letzten Besuch eines Einrichtungshauses an die ökologische Bilanz der ausgestellten Möbel gedacht? Macht es einen Unterschied, ob ein Möbelstück aus Holz oder Kunststoff ist? Ob die verarbeiteten Werkstoffe aus fossilen Rohstoffen oder aus nachwachsenden Rohstoffen stammen? Ob es aus Deutschland, Europa oder Übersee stammt? Oder ist das wesentliche Merkmal eines Produkts das Preisschild?

Von Harald am 28.08.2008, 14:12 | 0 Meinungen | Nachwachsende Rohstoffe

204 Nationen und damit so viele wie noch nie kämpfen noch einige Tage in Peking um olympische Medaillen. Weitere Rekorde bei der Zahl der teilnehmenden Nationen werden bei einem Fortschreiten des Klimawandels in absehbarer Zeit unmöglich sein, da zahlreiche Staaten in ihrer Existenz bedroht sind. Während in den Industrieländern die Folgen des Klimawandels vergleichsweise marginal sind, sieht die Realität für zahlreiche Kleinststaaten im Pazifik ganz anders aus.

Von Harald am 21.08.2008, 16:15 | 0 Meinungen | Folgen | Meer

Der World Wide Fund For Nature (WWF) zählt zu den größten international aktiv Naturschutzorganisationen. Das WWF-Logo mit dem Pandabär kennt wohl jeder. Die Schweizer Fraktion des WWF hat nun zu einer interessanten Aktion aufgerufen: Noch bis zum 18. September 2008 werden die faulsten Klima-Ausreden gesucht.

Die Ausreden folgen dabei einer sehr leicht einprägsamen Struktur mit zwei Sätzen. Der erste Satz muss beginnen mit "Ich würde ja sofort ...", der zweite Satz dann mit "Aber ...".

Von Harald am 21.08.2008, 12:04 | 0 Meinungen | Klimaschutz

In Stockholm findet momentan die Weltwasserwoche statt und verfolgt das Ziel, den nachhaltigen Umgang mit dieser wertvollen Ressource in die Köpfe der Menschheit einzubrennen. Ein schwieriges Unterfangen, bleiben Industrienationen, mal abgesehen von gelegentlicher Trockenheit, von merkbarer Wasserknappheit weitgehend verschont. Zumindest so weit, um weiterhin mit dem kostbaren Nass bedenkenlos um sich zu spritzen.

Momentan gibt es in Deutschland auch keinerlei Grund zur Sorge. Die Wasservorräte sind mehr als ausreichend, nur der im Ländervergleich relativ hohe Preis für Wasser sorgt für einen bewussteren Umgang (wir berichteten).

Dramatischer sieht es hingegen in den Schwellenländern aus. Über eine Milliarde Menschen fehlt der Zugang zu ausreichend Wasser, Tendenz stark steigend.

Hauptgrund ist die Erderwärmung, ausgelöst durch den Klimawandel. Regenfälle bleiben aus, Wichtige Brunnen versiegen, Hitzewellen werden länger und häufiger. Erste Wasserengpässe sind sogar bereits in den südlichen Ländern Europas aufgetreten.

An die 2500 Experten aus 140 Ländern diskutieren deshalb derzeit in Schweden Lösungsmöglichkeiten zur Sicherstellung einer ausreichenden Wasserversorgung weltweit.

Von Michael am 21.08.2008, 09:03 | 0 Meinungen | Folgen

Überzeugte Carnivoren werden es sicherlich nicht gerne hören, aber ein hoher Fleischkonsum verschlechtert die persönliche Klimabilanz. Das Arbeitspapier "Treibhausgasemissionen durch Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln" des Instituts für angewandte Ökologie in Freiburg deckt nämlich auf, wieviel Treibhausgas Emissionen die Produktion ausgewählter Lebensmittel verursacht. Dabei wurde auch quantiative Unterschiede bei den Emissionen zwischen konventionellen und ökologischen Anbaumethoden bzw. Haltungsmethoden identifizert und aufgezeigt.

Von Harald am 10.08.2008, 17:55 | 4 Meinungen | Klimawandel | Treibhauseffekt

Ein Großteil elektronischer Geräte verbraucht auch im ausgeschalteten Zustand Energie. Bei manchen Elektrogeräten ist das durch ein leuchtendes Licht wie etwa beim Fernseher leicht ersichtlich, bei anderen Geräten wie Netzteilen oder Ladestationen eher weniger. Die Liste an Verbrauchern ist dabei endlos lang: Fernseher, DVD Player, Hifi-Geräte, Netzteile, Ladegeräte, PCs, Monitore, Drucker und andere Peripheriegeräte, Kaffeemaschinen, elektrische Zahnbürsten und Rasierer, usw.

Nach Schätzungen des Bundesumweltamtes verbrauchen Elektrogeräte in Deutschland pro Jahr rund 22 Milliarden Kilowattstunden ... im Stand-by Betrieb! Um sich die Größenordnung mal bildlich vorzustellen: Dies entspricht in etwas der Jahresleistung von drei Kernkraftwerken.

Von Harald am 07.08.2008, 18:13 | 1 Meinungen | Energie sparen

Der deutschsprachige Raum ist ein Gebiet der Bastler & Tüftler. Der Menschen, die im eigenen Haushalt gerne selber Hand anlegen, wenn es ums Renovieren oder Verschönern geht. Und der kreativen Köpfe, die auch einmal mit neuen Ideen glänzen. Das Heimwerken ist (wieder) in, das belegen zahlreiche TV-Shows mit dem Thema Do-It-Yourself (DIY).

"Ich hab da mal was vorbereitet."

So erklang es gut drei Jahrzehnte lang, wenn der fast schon legendäre Moderator Jean Pütz in seiner DIY Sendung "Hobbythek" mal wieder handwerkliche Meisterleistungen vorstellte. Die Idee des Selber-machens im Fernsehen ist also nicht als neu zu bezeichnen, dennoch hat sie im TV gerade in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen.

Von Harald am 07.08.2008, 08:05 | 1 Meinungen | Energie sparen

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) organisiert Anfang November die wissenschaftliche Konferenz "Klima 2008 / Climate 2008". Die bilinguale (deutsch/englisch) Veranstaltung kann dabei mit einem besonderen "Feature" aufwarten: sie findet Internet-basiert auf Servern statt, die zu 100% mit Strom aus regenerativen Energien versorgt werden. Die energieintensive Anreisen der Teilnehmer wie beispielsweise bei der letzten UN-Klimaschutzkonferenz auf Bali entfallen somit bei dieser wissenschaftlichen Veranstaltung.

Von Harald am 30.07.2008, 16:05 | 0 Meinungen | Klimaschutz

Der ehemalige US-Vizepräsidenten Al Gore gab in der vergangenen Woche eine wegweisende Rede mit Vorschlägen zu einer revolutionären Umstellung der Energieproduktion in den USA bis zum Jahr 2018. Hintergrund eines derartig radikalen Richtungswechsels unter dem Motto "We can solve it" sind die unzähligen Krisenherde, die sich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten im Laufe der letzten Monate und Jahre angesammelt haben: von der an mehreren Fronten siechenden Wirtschaft über die ökologische Krise bis hin zu Problemen in der nationalen Sicherheit.

Von Harald am 21.07.2008, 16:08 | 2 Meinungen | Erneuerbare Energien

Am 20. August 2008 findet in Frankfurt am Main die Fachtagung "Umwelttech meets IT - Green-IT und E-Energy in der Praxis" statt. Mit dieser Veranstaltung möchten die beiden Aktionslinien Hessen-Umwelttech und Hessen-IT des Hessischen Wirtschaftsministeriums die großen Optimierungspotenziale an der Schnittstelle zwischen Umwelttechnologie und IT aufzeigen.

Von Harald am 17.07.2008, 19:24 | 0 Meinungen | Energie sparen

Lewis Gordon Pugh hat sich als Extremsportler einen Namen gemacht, der immer wieder durch spektakuläre Aktionen für Aufsehen sorgt. Besondere Aufmerksamkeit erlangte er im vergangenen Jahr, als er fast 20 Minuten über eine Distanz von einem Kilometer zum Nordpol schwamm. Mit dieser Aktion wollte Pugh das öffentliche Interesse auf den Klimawandel lenken. Erst die globale Erwärmung und somit das Abschmelzen des Eisschildes im Nordpolarmeer ermöglichten diese Aktion.

Von Harald am 16.07.2008, 17:04 | 0 Meinungen | Folgen

Wie auch schon vor zwölf Monaten beim letzten G8-Gipfel in Heiligendamm war beim diesjährigen Treffen der führenden acht Industrieländer der Klimawandel eines der wesentlichen Theman der Beratungen. Auch wenn uns Bundeskanzlerin Merkel die erzielten Ergebnisse medienwirksam als Erfolg verkaufen möchte, so sind die Resultate des G8-Gipfels aus der Perspektive des Klimaschutzes insgesamt als enttäuschend zu bewerten. Die grundsätzliche Vereinbarung der Halbierung der Emissionen von Treibhausgasen bis zum Jahr 2050 ist zwar an sich lobenswert, allerdings mangelt es bei dieser Übereinkunft an zwei wesentlichen Punkten.

Von Harald am 13.07.2008, 11:31 | 0 Meinungen | Klimaschutz

Spätestens mit dem großen Erfolg der Serie "Pimp my ride" erlangte das Auto Tuning den großen Durchbruch auch in Deutschland. Leider sind Auto Tuner im Allgemeinen nicht gerade für ihre herausragenden Aktivitäten in Sachen Klimaschutz bekannt. Das Aufbohren der Motorleistung zum Herauskitzeln zahlreicher PS oder für den Spritverbrauch schädliche Zusatzausstattungen wie dicke und schwere Soundsysteme dienen aus ökologischer Perspektive nur der Verschlechterung der Umweltbilanz.

In Zeiten von Klimawandel und explodierenden Benzinpreisen nimmt sich die Tuning-Branche jedoch einem Thema an, das in die komplett andere Richtung geht: Eco Tuning

Von Harald am 13.07.2008, 11:01 | 0 Meinungen | Klimaschutz

Der Weg für einen Emissionshandel im Luftverkehr ist frei: das EU-Parlament segnete mit großer Mehrheit die in monatelangen Verhandlungen ausgearbeiteten Gesetzentwürfe für eine Deckelung der Kohlendioxid-Emissionen von Flugzeugen ab. Somit wird es den Fluggesellschaften nicht mehr möglich sein, ohne Rücksicht auf ökologische Verluste ihre Flugstreckennetze auszubauen.

Die Obergrenze wird auf Basis der durchschnittlichen CO2-Emissionen der Luftfahrt in den Jahren 2004 - 2006 festgesetzt. Ab 2012 dürfen die Airlines nur mehr 97% an Emissionen gegenüber diesem Richtwert ausstoßen, im folgenden Jahr bereits nur noch 95%. Weitere Absenkungen in den Jahren darauf sind angedacht.

Von Harald am 09.07.2008, 11:56 | 0 Meinungen | Klimaschutz

Seite 14/20
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

Anzeigen