Einträge von Klimawandel Global, die Tag “Energiesektor” enthalten:

Im Folgenden stellen wir Ihnen eine Seminararbeit eines Klimawandel-Global.de Lesers von der Ludwig-Maximialians-Universität (LMU) München vor. Um die Übersichtlichkeit zu wahren, haben wir die Seminararbeit in 5 Teile (Gliederung siehe unten) aufgeteilt.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf den Energiesektor - Ein Überblick aus ökonomischer Perspektive am Beispiel der Windenergie


1. Einleitung

„Die durch den Menschen herbeigeführten Klimaänderungen sind ein Jahrhundert- und Weltproblem." Das Klima auf der Erde ist ständiger Veränderung unterworfen. Sowohl natürliche Schwankungen als auch der durch den Menschen verursachte Klimawandel sind nicht mehr bloß wissenschaftliche Hypothesen sondern erwiesene Tatsachen. / Die seit dem Zeitalter der Industrialisierung eingesetzte globale Erderwärmung hängt zu großen Teilen mit dem Verbrennen fossiler Rohstoffe und der damit verbunden Freisetzung des Treibhausgases Kohlendioxid zusammen, die seit Jahrzehnten zur Energiegewinnung verbrannt werden. Der anthropogene - also vom Mensch geschaffene - Klimawandel wird durch das fortschreitende Verbrauchen fossiler Energieträger vorangetrieben, da nach wie vor ein Großteil der Energieversorgung weltweit auf diese Art und Weise gesichert wird. Somit ist der Energiesektor ein wesentlicher Mitverursacher des anthropogenen Klimawandels und wird von den zukünftigen Auswirkungen der globalen Erwärmung besonders stark betroffen sein.

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Dieser Artikel gehört zur Serie "Auswirkungen des Klimawandels auf den Energiesektor".

2.2 Aktueller Beitrag der Windenergie zur Stromerzeugung
In den letzten Jahren hat sich die Windenergiebranche rasant entwickelt. Diese Entwicklung, zu der Deutschland einen Großteil beisteuert, ist national als auch international zu beobachten. Windenergie ist aktuell die in Deutschland absolut am schnellsten wachsende Ressource erneuerbarer Energie. Der rasante Aufbau des entsprechenden Kraftwerksparks hat innerhalb der letzten 15 Jahre stattgefunden. Im Gegensatz zur Wasserkraft, die in modernen Industrieländern wie Deutschland kaum noch ausbaubar ist, sind die Potenziale der Windkraft noch nicht vollständig erschlossen.

Gerade Offshore-Windanlagen zeichnen sich als der Wachstumsmotor der erneuerbaren Energien in Deutschland ab. Auch global gesehen nimmt die Windenergie eine tragende Rolle beim Ausbau der regenerativen Energien ein.

Dieser Artikel gehört zur Serie "Auswirkungen des Klimawandels auf den Energiesektor".

2. Windenergie als Chance für den Energiesektor
Vor dem Hintergrund der tragenden Rolle des Energiesektors im Kontext des Klimawandels und der Komplexität der Thematik, soll im Folgenden lediglich auf die Auswirkungen des Klimawandels auf den Energiesektor am Beispiel der Windenergie eingegangen werden.

2.1 Einordnung und Formen von Windenergie
Die aktuell auftretenden und zukünftigen Energieprobleme könnten durch regenerative Energien abgeschwächt werden oder gar ganz der Vergangenheit angehören. Öl, Kohle, Gas und Uran sind nur begrenzt vorrätig und neigen sich langsam ihrem Ende entgegen. Denn die Nutzung dieser Ressourcen führt zwangsläufig zur Erschöpfung, da diese Energieträger in vertretbarer Zeit vom Menschen nicht erneuert werden können. Energie aus Sonne, Wind, Bioenergie, Wasserkraft und Erdwärme können zeitlich unbeschränkt genutzt werden.

Dieser Artikel gehört zur Serie "Auswirkungen des Klimawandels auf den Energiesektor".

2.3.3 Umweltschutz
Für die Nutzung von Windenergie spricht v.a. ihre CO2-Neutralität und Nicht-Erschöpfbarkeit. Windenergie ist gemessen an ihren Alternativen äußerst klimafreundlich. Selbst unter Einbeziehung des CO2-Ausstoßes bei der Produktion der Windkraftanlagen (Lebenszyklusanalyse) stellt sich Windenergie im Vergleich zu fossilen Energieträgern und der Photovoltaik als besonders emissionsarm dar (vgl. hierzu Anhang 4 für einen Überblick der Treibhausgasemissionen nach Energieträgern). Gemessen an den CO2-Vermeidungskosten ist die Windenergie jedoch nicht die günstigste Variante um die klimapolitischen Ziele zu erreichen. Die CO2-Vermeidungskosten von Windenergie liegen mit 60 bis 70 Euro je Tonne CO2 weit besser als die der Photovoltaik, können aber mit den Kosten für die Einsparung durch den Neubau oder der Modernisierung von Kohlekraftwerken nicht mithalten (vgl. hierzu Anhang 5 für einen Überblick der spezifischen CO2-Vermeidungskosten nach Energiequelle). Durch eine Automatisierung der Fertigungstechnik sowie Standardisierung von Windkraftanlagen werden diese Kosten durch Realisierung von Economies of Scales jedoch zukünftig weiter sinken.

Dieser Artikel gehört zur Serie "Auswirkungen des Klimawandels auf den Energiesektor".

3. Zusammenfassung und Ausblick
Der Klimawandel wirkt sich signifikant auf die Zukunft des Energiesektors aus. Ein Paradigmenwechsel weg von fossilen und damit endlichen Energieträgern hin zu regenerativen Energien zeichnet sich ab. Erneuerbare Energien werden in naher Zukunft weiterhin von klimapolitisch motivierten Förderprogrammen profitieren, wohingegen fossile Energieträger durch staatliche Maßnahmen tendenziell verteuert werden. Getrieben von Energieinnovationen in den Bereichen Energieeffizienz, Energieeinsparung und Nutzung erneuerbarer Energien hat sich die Windenergie mit 45 Prozent Anteil an den erneuerbaren Energien in 2007 zu einem Grundpfeiler der Energieversorgung entwickelt.

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