Aktuelle Beiträge zum Thema CO2-Emissionen
Wer kennt nicht das leidige Problem, dass das Email-Postfach mit Unzahl an Emails gefüllt ist, die mit Hinweisen zu Potenzsteigerungen, wundersamen Diätpillen und Online-Glücksspielen alles bieten, was an die niederen Instinkte des Internet-Users appellieren. Die Rede ist von Spam-Emails, die ebenso unerwünscht wie überflüssig Tag für Tag in milliardenfacher Ausführung rund um den Erdball geschickt werden. Nach Schätzungen sind vier von fünf Emails Spam. Der volkswirtschaftliche Schaden durch verlorene Arbeitszeit, unnötigen Ressourcenverbrauch oder auch Phishing-Attacken ist enorm.
In einer gestern veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung ICF International, in Auftrag gegeben des Herstellers von Antivirus- und Computersicherheitssoftware McAfee, wurde nun erstmals untersucht, welche Auswirkungen Spam-Emails auf die Umwelt haben.
Viele namhafte Forscher waren felsenfest der Meinung, dass mit einem wirtschaftichen Abschwung auch der Klimawandel eine Atempause bekommen würde. Wie nun aber die neuesten Erkenntnisse des Global Carbon Project (GCP) belegen, ist der CO2 Ausstoß auch im Jahr 2008 übermäßig stark gewesen - obwohl die Wirtschaftskrise dazu führte, dass weniger CO2 ausgestoßen wurde. Erklärung für dieses Phänomen könnte nun sein, dass die weltweiten Ozeane nicht mehr ausreichend viel Kohelstoffdioxid binden können.
Der jährliche Anstieg der CO2 Konzentration wird in ppm (parts per million) gemessen. Dieser betrug in den vergangenen Jahren im Mittel 2,0 ppm. In 2008 stieg die Kohlenstoffdioxidkonzentration jedoch um 2,3 auf nunmehr rund 385 ppm an. Eigentlich hätte aber der starke wirtschaftliche Abschwung in 2008 (2007: 3,2% Wachstum; 2008: 2,5% Wachstum) auch dafür sorgen müssen, dass weniger CO2 emitiert wird, da der Energieverbrauch zurück ging.
Eine Hiobsbotschaft für alle Klimaschützer durchzieht die weltweiten Medien: Der Klimawandel soll trotz aller Bemühungen für den Klimaschutz unaufhaltbar voranschreiten. Der weltweite CO2-Ausstoß ist im vergangenen Jahr weiter angestiegen.
Wissenschaftler des weltweit forschenden "Global Carbon Projects" (GCP) berichten, dass der CO2-Ausstoß seit Jahrtausendwende vier Mal schneller gestiegen ist als im Jahrzehnt davor. Damit liegt die Zuwachsrate weit über den negativsten Szenarien des Weltklimarats IPCC.
Es ist viel los auf Deutschlands Strassen. Trotz Einführung der LKW Maut und einer Zunahme des Schienentransports prägen LKW das Bild auf den bundesweiten Autobahnen und Landstrassen. Laut einer Prognose der EU-Kommission wird sich der LKW-Verkehr bis 2020 im Vergleich zum Jahr 2000 fast verdoppeln.
In Anbetracht der Klimaschutzziele der Bundesregierung, die CO2-Emissionen in Deutschland bis 2020 um 40 Prozent zu senken, muss auch der Güterverkehr einen entscheidenden Beitrag leisten. Anreize für die Nutzung effizienterer LKW müssen von der Regierung geschaffen werden.
Was sich seit Wochen angesichts der von den Fluggesellschaften veröffentlichten Rekordzahlen bereits angekündigte, nun hat es das Statistische Bundesamt bestätigt: Auch die Debatte um den Klimawandel hat die Deutschen 2007 nicht davon abgehalten, das Flugzeug als Transportmittel zu nutzen. Ganz im Gegenteil, denn im vergangenen Jahr stieg die Zahl der deutschen Fluggäste so stark wie seit über 10 Jahren nicht mehr.
Es ist Winter, die Leute sitzen leichtbekleidet im Cafe um die Ecke. Selbstverständlich sitzen sie aber nicht im Cafe sondern davor auf der Straße, es hat schließlich noch angenehme 2 Grad Außentemperatur. Sie werden auch noch auf der Straße sitzen, wenn die Gletscher wegtauen und Holland nur noch in Geschichtsbüchern auftauchen wird. Doch wird es ihnen wahrscheinlich gar nicht auffallen, da sie unter einem der tausenden Heizpilze in Deutschland sitze, die einen Kohlendioxid Ausstoß eines Kleinwagens haben.
Die aktuelle Diskussion zur Schädlichkeit von Heizpilzen (diese Heizstrahler, die bei kühlem bis kaltem Wetter zum Beheizen der Außenbereiche von Kaffees und Bars genutzt werden...) wird von den Gastwirten nicht gerne gesehen. Sie empfinden die kritischen Stimmen als Hysterie und meinen: "Und dann wird plötzlich diese Sau durchs Dorf getrieben". Über die Sinnhaftigkeit der Beheizung von offenen Außenflächen kann man natürlich vortrefflich streiten... gerade vor dem Hintergrund des bald kommenden Rauchverbots in Gaststätten. So werden sich sicherlich noch mehr Leute vor einer Bar unter einen Heizpilz stellen um ihrer Nikotinsucht nachzukommen.
Wie klimaschädlich ein solcher Heizpilz nun tatsächlich ist, vermag man nur schwer zu schätzen. Einerseits sind da recht reisserische Hochrechnungen von Klimaschützern und andererseits die Lobbyarbeit der Heizpilz Produzenten.
Vor einiger Zeit berichteten wir über die Länder mit den größten CO2-Emissionen. In der Statistik fanden sich vor allem populationsstarke Nationen auf den forderen Rängen. Eine aktuelle Statistik zeigt nun den CO2-Ausstoß pro Einwohner, was die Rangfolge der Länder durchaus ändert.
Jetzt kann sich jeder ein Bild über die Höhe der CO2-Emissionen von Kraftwerken rund um den Globus machen. In der umfangreichen und sehr detailierten Datenbank der "Carbon Monitoring for Action"-Initiative, kurz CARMA, finden alle Interessenten frei zugängliche Informationen zu den energieerzeugenden Dreckschleudern weltweit. Carma ist ein Projekt des "Center of Global Development" in Washington und verfolgt das Ziel, auf die weltweit größten CO2-Erzeuger aufmerksam zu machen.
Interessant sind vor allem die umfangreichen Sortiermöglichkeiten der Datenbank. So erhält man pro Kraftwerk beispielsweise Informationen zu CO2-Ausstoß, Energieproduktion, Standort oder Konzernzugehörigkeit. Die bereitgestellten Daten stammen weitgehend aus offiziellen Berichten, der Rest wurde anhand von Kraftwerks-Spezifikationen und anderen Kennzahlen möglichst genau geschätzt.
Glaubt man der Werbung dieser Tage "unserer" Automobilindustrie, können diese Zahlen gar nicht stimmen. BMW wirbt mit Efficient Dynamics, Daimler steht ganz im Zeichen der Farben blau und VW stellt ein 1-Liter-Auto in Aussicht. Da jedoch einige Programme noch Zukunftsmusik sind und die echten Öko-Modelle in mancher Modellpalette bestenfalls eine Nische besetzen, kommt es trotz aller Spritspartechniken und Effizienzsteigerungen dennoch zu höheren Emissionen.
Wie der SWR berichtet, werden in vielen Fällen die CO2 Austoß Angaben von den Automobilherstellern einfach beschönigt. Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und behaupten, dass die CO2 Werte bei Autos wissentlich gefäscht werden.
Die Herstellerangaben zum modellspezifischen CO2-Ausstoß sind von der Realität einfach zu weit entfernt.


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