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Solarstrom aus der Sahara wird sich wirtschaftlich lohnen
Inzwischen dürften ziemlich viele unserer Leser vom Großprojekt der Solarstromgewinnung in der Sahara gelesen haben. Bislang wurde ein solches Großprojekt - das Sonnenenergie in der Sahara zu Strom wandeln soll, der dann nach Europa transportiert wird - als wahrscheinlich unrentabel angesehen. Mit der zunehmender Bedeutung erneuerbarer Energien, werden aber auch solche Mamutprojekte wie DESERTEC immer realistischer.
Hierzu äußert sich nun Greenpeace Manager Roland Hipp in einem Spiegel Probeabo Interview. Der Stromgewinnung aus Kohle will er eine Abfuhr erteilen und Staatshilfe für Sonnenstrom aus der Sahara fordern.
Ob Desertec tatsächlich die aufkommenden Energieprobleme Europas begegnen und die damit verbundenen Chancen für den Klimaschutz tatsächlich nutzen kann, wird wahrscheinlich erst in einigen Jahren abzusehen sein. Bis dahin wollen wir hoffen, dass das Desertec Konsortium auch ernsthaft an der Umsetzung der ambitionierten Pläne arbeitet.
5 Lesermeinungen
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Stehe auch der Sache etwas skeptisch gegenüber! Wenn aber eine Umsetzung tatsächlich möglich ist, dann sollte das Projekt wirklich mit allen zur Verfügung gestellten Mittel vorangetrieben werden. Mal sehen, wie sich das Ganze dann auch auf Europa und deren Energieversorger auswirkt.
Wenn ich von den 400 Milliarden höre, die im Zusammenhang mit Desertec immer wieder als Investitionsvolumen genannt werden, dann frage ich mich wie das ganze eigentlich finanziert werden soll.
Ausserdem sind für einen Erfolg von Desertec soviele Faktoren zu beachten, dass es heute kaum absehbar ist, ob Desertec jemals Realität wird. Man denke dabei nur an die politischen Rahmenbedingungen im Porjektgebiet.
Ich persönlich empfinde es jedoch trotzdem ziemlich interessant über die Dimensionen einer solchen Anlage nachzudenken. Ob da wohl viele Arbeitsplätze für Europa bei rauspringen werden?
liebe grüße
Christian Krannich
Desertec ist meiner Meinung nach großer Quatsch.
Es hört sich an wie wenn in einer Wüste ewig die Sonne scheint und Energie pur vom Himmel kommt. Die Temperatur ist viel höher als in Deutschland, die Energiedichte der Sonne nicht so sehr. In der Sahara gibt es oft Sandstürme! Wenn die vorbei sind, sind alle Spiegel/Module versandet und müssen gereinigt werden. Das Glas zerkratzt vom Sand. Viel mehr Wartungsaufwand. Der Aufbau und die Instandhaltung von Leitungen ( trotz Gleichstromtechnik ). Das ist dann nur eine Verlagerung der jetzigen Abhängigkeit an andere Länder und politische Systeme.
Würde dieses Geld in die breite Forschung und Entwicklung aller regenerativen Energien in Deutschland gesteckt, hätten wir ein vielfaches davon. Schon Morgen würde sich der Anteil regenerativer Energie erhöhen, und nicht erst in 30 Jahren.
Eigentlich ist jedes Wort über Desertec schon zuviel. Ich denke das ist eher ein politisches Ablenkungsmanöver.
viel Spass /Thomas
Es hört sich an wie wenn in einer Wüste ewig die Sonne scheint und Energie pur vom Himmel kommt. Die Temperatur ist viel höher als in Deutschland, die Energiedichte der Sonne nicht so sehr. In der Sahara gibt es oft Sandstürme! Wenn die vorbei sind, sind alle Spiegel/Module versandet und müssen gereinigt werden. Das Glas zerkratzt vom Sand. Viel mehr Wartungsaufwand. Der Aufbau und die Instandhaltung von Leitungen ( trotz Gleichstromtechnik ). Das ist dann nur eine Verlagerung der jetzigen Abhängigkeit an andere Länder und politische Systeme. Würde dieses Geld in die breite Forschung und Entwicklung aller regenerativen Energien in Deutschland gesteckt, hätten wir ein vielfaches davon. Schon Morgen würde sich der Anteil regenerativer Energie erhöhen, und nicht erst in 30 Jahren. Eigentlich ist jedes Wort über Desertec schon zuviel. Ich denke das ist eher ein politisches Ablenkungsmanöver. viel Spass
Europa, Europa, Europa. Arbeitsplätze? Stromlücken? Sicherheit?
Die ganze Debatte um Desertec ist symbolisch dafür wie fokussiert wir Europäer auf uns selber sind. Schaffen wir damit BEI UNS Arbeitsplätze? Kommt BEI UNS auch nachts Strom aus der Steckdose, wenn die Sonne nicht scheint? Ist das FÜR UNS kein Sicherheitsrisiko in einem muslimisch/arabisch geprägten Land unsere gesamte Energieversorgung unterzubringen?
Warum geht man Desertec nicht an als wäre es ein Entwicklungshilfeprojekt, welches vlt. nicht mit 300.000km² Solaranlangen anfängt sondern mit weniger Fläche. Zunächst so, dass mit dem dort erzeugten Strom Staaten versorgt werden können die in unmittelbarer Nähe sind. Diese Länder brauchen kaum Strom? Richtig aber nur weil sie über keine richtige Infrastruktur verfügen und viele moderne Möglichkeiten einfach nicht besitzen. Wäre nicht das ein Symbol, wenn Europa sich mit den Sorgen eines wachsenden Afrikas auseinandersetzt? Könnte man mit Desertec nicht ansatzweise versuchen wieder gut machen was europäische Kolonialmächte über Jahrhunderte in Afrika angerichtet haben?
Warum den Strom aus der Wüste holen? In Dtl. kann der Enegie Bedarf auch durch lokale "grüne" Energielieferanten gedeckt werden. Vielleicht nicht sofort aber auf dieser Webseite liegt ein Bericht für in dem 50% des Energiebedarfs bis 2020 durch Reg-Energien gedeckt werden kann. Wenn wir hoffentlich dann 2013 einen Machtwechsel erleben könnte ich mir vorstellen das diese 50% noch übertreffen werden könnten!
Mein Apell: Nicht nur an uns denken, an unsere Arbeitsplätze, an unsere Sicherheit und an unser Wohl, und auch nicht auf solche Science Fiction Zukunft Projekte bauen wenn die Lösung schon vor der Tür steht