Oftmals werden Maßnahmen für den Klimaschutz ausschließlich als Kostentreiber und Arbeitsplatzvernichter dargestellt. Vornehmlich aus Industrien, deren Absatzpotenziale maßgeblich von den Energiekosten abhängen, werden politische Initiativen zum Erreichen ambitionierter Klimaschutzziele mit großer Ausdauer als Standortnachteil und Jobkiller diskreditiert. Am Ende werden diese Initiativen zumeist gar nicht mehr umgesetzt oder (wenn überhaupt) weichgespült und ihrer ursprünglich angedachten Wirkung beraubt verabschiedet.
Nach zähen Verhandlungen innerhalb der großen Koalition wurde nun doch noch der erste Teil des Klimaschutzpakets verabschiedet. Ziel des Gesetzespakets ist es, den Anteil vom Ökostrom am Energiemix bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln und gleichzeitig den Ausstoß von Kohlendioxid um 40 Prozent zu reduzieren.
Energiesparen ist nur etwas für Ökos und Müslifresser, so hat es sich jahrelang in die Gehirne eingefressen. Für Unternehmen ist somit ein Energiesparplan zunächst einmal lediglich eine schöne Sache für das Image. Um die Entscheidungsträger, die im Wesentlichen auf den Shareholder Value fokussiert sind, zum Energiekosten senken zu überzeugen, muss man andere Ziele kommunizieren. Es müssen vor allem konkrete Zahlen vorgelegt werden, die die Vorzüge in monetären Größenordnungen festhalten.
Ein groteskes Treiben spielt sich derzeit ab in Ilulissat, der drittgrößten Stadt Grönlands mit knapp 5.000 Einwohnern. Die fünf Nordpol-Anrainerstaaten Dänemark, Norwegen, Russland, Kanada und USA treffen sich zur Nordpolkonferenz und Hauptthema wird die Ausgestaltung der wirtschaftlichen Ausbeutung der Öl- und Gasvorräte der Arktis sein. Zugänglich werden große Teile dieser Ressourcen erst durch das Abschmelzen von Gletschern als Folge des Klimawandels.
Gute Nachrichten zum Thema Klimaschutz aus Japan? Das ist die Frage. Die Umweltminister der G-8 Mitgliedstaaten Deutschland, Japan, USA, Kanada, Großbritannien, Italien, Frankreich und Russland haben sich darauf geeinigt, den Ausstoß von Kohlendioxid und anderer klimaschädlicher Gase bis zum Jahr 2050 um mindestens 50 Prozent zu reduzieren zu wollen. Wirklich festgelegt hat sich niemand. Ein kleiner Schritt nach vorn, denn noch im vergangenen Jahr hieß es, man wird eine Halbierung des CO2-Ausstoßes lediglich "ernsthaft prüfen".
Eine Einigung auf mittelfristige Klimaschutz Ziele bis 2020 gab es nicht.
Nicht einmal ein Jahr ist es her, da lobte sich die Bundesregierung selbst in den höchsten Tönen angesichts des damals beschlossenen Klimaschutzpakets. Wer im Sommer 2007 zu denjenigen zählte, die an der tatsächlichen Umsetzung der Pläne und Zielsetzungen in konkrete gesetzgebende Beschlüsse zweifelte, darf sich heute mehr als bestätigt fühlen.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat für die geplante Reform der Kfz-Steuer jetzt ein eigenes Konzept vorgelegt. Es sieht vor, neue Pkw ganz von der Steuer zu befreien, wenn deren Kohlendioxid-Ausstoß unter 100 Gramm CO2 pro Kilometer liegt. Fahrzeuge, deren Emissionen über 100 Gramm liegen, sollen mit stufenweise erhöhten Steuersätzen belastet werden. Ab Zulassungsdatum 1.1.2008 sollen alle neuen Pkw in das vom 1.1.2009 an geltende CO2-basierte Berechnungssystem einbezogen werden. Für ältere Autos soll es nach dem BUND-Vorschlag keine Änderungen geben. Im Gegensatz zum Konzept der Bundesregierung für eine CO2-bezogene Kfz-Steuer wollen die Umweltschützer, dass die sparsamsten Neufahrzeuge stärker entlastet und weniger sparsame entsprechend dem steigenden Spritverbrauch höher besteuert werden. Die in der EU künftig geltenden Grenzwerte für den Stickoxidausstoß von Pkw sollen ebenfalls einbezogen werden.
Angesichts stetig steigender Öl- und Gaspreise und den damit verbundenen höheren Energiekosten rückt beim Bauen und Renovieren von Immobilien das Thema Energieeffizienz immer mehr in den Mittelpunkt. Wer weniger Strom durch eine energiesparsame Bauweise verbraucht, spürt dies am Ende des Jahres merklich im eigenen Geldbeutel.
Vor dem Energie sparen und vor allem auch dem Energiekosten sparen steht jedoch zunächst ein zum Teil beträchtlicher monetärer Mehraufwand im direkten Vergleich mit "herkömmlichen" Baumethoden an. Eine umweltfreundliche Immobilie ist gut für das ökologische Gewissen, fordert aber zum Teil deutlich höhere Investitionen. Immobilienunternehmen und -verbände fordern darum von der Politik, die Weichen für höhere staatliche Subventionen beim ökologischen Wohnungsbau zu stellen.
Nicht nur die Weltmeere absorbieren große Mengen an CO2 aus der Atmosphäre. Diese Eigenschaft lässt sich auch auf stehende Gewässer wie Seen, Weiher oder gar Teiche übertragen.
So hat ein amerikanisches Forscherteam um John Downing von der Iowa State University das CO2-Absorbitonspotential von Seen untersucht. Stehende Gewässer sollen demnach Kohlendioxid mit hoher Geschwindigkeit aufnehmen können.
Könnten also künstlich angelegte Seen einen ernstzunehmenden Beitrag zur CO2-Reduktion leisten?
Klimaschutz fängt in den eigenen vier Wänden an. Hausbesitzer sind ab dem 01. Juli 2008 gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV) dazu verpflichtet, neuen Eigentümern und Mietern vom Hausbesitzer einen Energieausweis vorzulegen, um diesen einen Einblick in den Energieverbrauch eines Gebäudes zu ermöglichen. Der Energieausweis enthält u.a. den Wert für den Energiebedarf des Gebäudes, eine wichtige Kenngröße zur Einstufung der Energieeffizienz. Die durchaus sinnvolle Regelung zur Erhöhung der Transparenz beim Energieverbrauch von Gebäuden besitzt für Käufer und Mieter jedoch auch eine Schwachstelle.
Der Großteil unserers „Blauen Planeten" ist von Wasser bedeckt und trotzdem machen wir uns zumeist nur Gedanken über das Leben auf der wesentlich kelineren Teil, der von Land bedeckt ist. Im Besonderen gilt dies bei der Erforschung und Diskussion der Folgen des Klimawandels für die Meere unserer Erde: eine jüngst in der Fachzeitschrift „Science" veröffentlichte Studie zeigt, dass sich Wüsten in Folge der globalen Erwärmung nicht nur an Land ausbreten, sondern sehr wohl auch unter Wasser.
Was zuerst etwas paradox klingen mag, hat einen ganz einfachen Grund: durch den Klimawandel heizen sich auch die Wassermassen der Ozeane auf, wodurch im entsprechend warmen Wasser nicht mehr ausreichend Sauerstoff gebunden werden kann (ein simples physikalisches Gesetz: kaltes Wasser kann mehr Sauerstoff absorbieren als Warmes).
Am Mittwoch, 07. Mai 2008, strahlt das ZDF eine neue Ausgabe von Abenteuer Wissen aus. Unter dem Titel "Bienen in Gefahr" führt Karsten Schwanke durch die Sendung, die sich mit dem drohenden massenhaften Sterben von Bienen oder sogar dem Aussterben ganzer Bienenvölker befasst. Das Artensterben zählt mit zu den gravierendsten Folgen des Klimawandels und betrifft auch den Menschen. Auch wenn man nicht sofort daran denkt, aber die Biene ist nach Rind und Schwein das bedeutendste Nutztier für den Menschen.
Die Wintersportler unter uns können es bestätigen: Im Vergleich zum Vorjahr war dieser Winter einigermaßen schneereich. Während 2007 einige Liftbetreiber aufgrund der ausbleibenden Schneefälle und milden Temperaturen noch um ihre Existenz bangen mussten, zogen die Wintersportverbände für dieses Jahr eine positive Bilanz.
Auch der April machte wieder „was er will" und war regenreich und durchwachsen. 2007 drohte in manchen Regionen wegen der über Wochen ausbleibenden Regenfälle sogar Wasserknappheit.
Man könnte meinen, der Klimawandel hat in unseren Breiten eine kleine Pause eingelegt.
Laut eines australischen Forschers könnte dies für Europa und den Nordatlantik wirklich zuzutreffen. Demnach sollen die warmen Ozeanströmungen (u.a. Golfstrom, Nordatlantischer Strom) Richtung Nordatlantik etwas nachlassen und für Abkühlung auch auf dem Festland sorgen.
Ob die Fahrt mit dem Sprit fressenden Oberklasse-Auto zum Bäcker oder der Spaß bringende Wochenendtripp mit dem Billigflieger in eine europäische Großstadt ... der Mensch hat über die Jahre viele Gewohnheiten liebgewonnen, die alles andere als klimafreundlich zu bezeichnen sind. Diesen Bequemlichkeiten zu entsagen fällt vielen Menschen trotz des sich anbahnenden Klimawandels sichtlich schwer.
Unsere Umfrage zum Thema "Menschen verursachter Klimawandel oder Klimaschwindel? Befinden wir uns mitten in einem Klimawandel?" ist beendet und wir wollen Sie in gewohnter Manier über den Ausgang dieser Befragung informieren. Teilgenommen haben an dieser Befragung insgesamt 274 unserer Leser.
Der Großteil der Befragten (45 Prozent) sieht es als erwiesen an, dass der aktuelle Klimawandel vom Menschen verursacht ist. Eine ähnliche, wenngleich nicht ganz so eindeutige Meinung vertreten weitere 19 Prozent unserer Leser: Sie halten die obige These für wahrscheinlich richtig - allerdings denken sie, dass bei uns die Folgen relativ mild ausfallen und die Entwicklungsländer am stärksten betroffen sein werden.


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