Der ehemalige US-Vizepräsidenten Al Gore gab in der vergangenen Woche eine wegweisende Rede mit Vorschlägen zu einer revolutionären Umstellung der Energieproduktion in den USA bis zum Jahr 2018. Hintergrund eines derartig radikalen Richtungswechsels unter dem Motto "We can solve it" sind die unzähligen Krisenherde, die sich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten im Laufe der letzten Monate und Jahre angesammelt haben: von der an mehreren Fronten siechenden Wirtschaft über die ökologische Krise bis hin zu Problemen in der nationalen Sicherheit.
Am 20. August 2008 findet in Frankfurt am Main die Fachtagung "Umwelttech meets IT - Green-IT und E-Energy in der Praxis" statt. Mit dieser Veranstaltung möchten die beiden Aktionslinien Hessen-Umwelttech und Hessen-IT des Hessischen Wirtschaftsministeriums die großen Optimierungspotenziale an der Schnittstelle zwischen Umwelttechnologie und IT aufzeigen.
Lewis Gordon Pugh hat sich als Extremsportler einen Namen gemacht, der immer wieder durch spektakuläre Aktionen für Aufsehen sorgt. Besondere Aufmerksamkeit erlangte er im vergangenen Jahr, als er fast 20 Minuten über eine Distanz von einem Kilometer zum Nordpol schwamm. Mit dieser Aktion wollte Pugh das öffentliche Interesse auf den Klimawandel lenken. Erst die globale Erwärmung und somit das Abschmelzen des Eisschildes im Nordpolarmeer ermöglichten diese Aktion.
Wie auch schon vor zwölf Monaten beim letzten G8-Gipfel in Heiligendamm war beim diesjährigen Treffen der führenden acht Industrieländer der Klimawandel eines der wesentlichen Theman der Beratungen. Auch wenn uns Bundeskanzlerin Merkel die erzielten Ergebnisse medienwirksam als Erfolg verkaufen möchte, so sind die Resultate des G8-Gipfels aus der Perspektive des Klimaschutzes insgesamt als enttäuschend zu bewerten. Die grundsätzliche Vereinbarung der Halbierung der Emissionen von Treibhausgasen bis zum Jahr 2050 ist zwar an sich lobenswert, allerdings mangelt es bei dieser Übereinkunft an zwei wesentlichen Punkten.
Spätestens mit dem großen Erfolg der Serie "Pimp my ride" erlangte das Auto Tuning den großen Durchbruch auch in Deutschland. Leider sind Auto Tuner im Allgemeinen nicht gerade für ihre herausragenden Aktivitäten in Sachen Klimaschutz bekannt. Das Aufbohren der Motorleistung zum Herauskitzeln zahlreicher PS oder für den Spritverbrauch schädliche Zusatzausstattungen wie dicke und schwere Soundsysteme dienen aus ökologischer Perspektive nur der Verschlechterung der Umweltbilanz.
In Zeiten von Klimawandel und explodierenden Benzinpreisen nimmt sich die Tuning-Branche jedoch einem Thema an, das in die komplett andere Richtung geht: Eco Tuning
Der Weg für einen Emissionshandel im Luftverkehr ist frei: das EU-Parlament segnete mit großer Mehrheit die in monatelangen Verhandlungen ausgearbeiteten Gesetzentwürfe für eine Deckelung der Kohlendioxid-Emissionen von Flugzeugen ab. Somit wird es den Fluggesellschaften nicht mehr möglich sein, ohne Rücksicht auf ökologische Verluste ihre Flugstreckennetze auszubauen.
Die Obergrenze wird auf Basis der durchschnittlichen CO2-Emissionen der Luftfahrt in den Jahren 2004 - 2006 festgesetzt. Ab 2012 dürfen die Airlines nur mehr 97% an Emissionen gegenüber diesem Richtwert ausstoßen, im folgenden Jahr bereits nur noch 95%. Weitere Absenkungen in den Jahren darauf sind angedacht.
Derzeit findet im japanischen Toyako der G8-Gipfel der führenden Industrienationen statt, bei dem unter anderem über die Zukunft der weltweiten Energiepolitik im Zuge von Klimawandel und Energiekostenexplosion gesprochen wird. Unter den G8-Staaten ist Deutschland das einzige Land, das weiterhin auf den Ausstieg aus der Kernenergie setzt.
Italien war das letzte Land aus der Gruppe der führenden Industrieländer, das nach dem kürzlichen Regierungswechsel aus der Riege der Atomkraftgegner ausscherte. Die energiepolitische Antwort auf den Klimawandel durch eine emissionsarme Erzeugung von Strom kann nur durch den Bau hunderter neuer Atomkraftwerke vonstatten gehen, so der einhellige Tenor. Nur Deutschland setzt weiter auf vornehmlich auf regenerative Energien, um die ehrgeizigen Klimaschutz-Ziele zu verfolgen.
Der Sommer hat begonnen. Endlich steht die Heizung still, nur das Brauchwasser bedarf zusätzlicher Erwärmung. Genau in diesen Tagen bietet sich die Erneuerung eines in die Jahre gekommenen Heizsystems oder die Zusatznutzung von Solarthermie zur Warmwasserbereitung an. So kann die Heizung in den heißen Monaten den Jahres sogar komplett aus bleiben, die über Solarkollektoren eingefangene Wärme reicht für das Brauchwasser meist aus.
Wer meint, Heizungsinstallateure haben im Sommer frei, irrt gewaltig. Deutschlandweit werden in den warmen Monaten tausende von Heizungsanlagen erneuert und/oder mit Solarthermie Systemen ergänzt. Hausbesitzer sollten jetzt über eine Heizungserneuerung entscheiden, der nächste Winter kommt bestimmt. Dann nämlich kann der Austausch von Brenner und anderen Heizkomponenten deutlich unangenehmer ausfallen.
Neben der Verbesserung der Energiebilanz leistet man zusätzlich einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.
Dem Winter in Süddeutschland geht es durch die fortschreitende Klimaerwärmung an den Kragen. Wärmere Winter mit wenig Schnee und dafür mehr Regen, mehr heiße Tage im Sommer, dazu eine größere Gefahr für Extremwetterereignisse wie Hochwasser oder lang andauernde Trockenperioden. Das sind die Ergebnisse der Studie "Klimawandel in Süddeutschland", die vom Kooperationsvorhaben KliWa (Klimaveränderung und Konsequenzen für die Wasserwirtschaft) durchgeführt wurde.
In der Studie wurden u.a. das Langzeitverhalten von Lufttemperatur, Gebietsniederschlägen, Starkniederschlägen und Hochwasserabflüssen im Raum Süddeutschland untersucht. Zu den wesentlichen Erkenntnissen zählen eine Beschleunigung des Ansteigens der mittleren Jahrestemperatur sowie eine Verschiebung des Aufkommens von Niederschlägen in die Wintermonate.
Den kompletten Bericht gibts hier zum Nachlesen.
Jetzt wird's ernst - ab 1. Juli 2008 wird der Energieausweis für Altbauten (Baujahr bis einschließlich1965) Pflicht. Der Energieausweis dient als Nachweis für die energetische Bilanz eines Gebäudes und muss potentiellen Käufern und Mietern der Immobilie vorgelegt werden. Bisher galt die Pflicht zur Vorlage des Energieausweises ausschließlich für Neubauten. Ab Januar 2009 rücken dann alle nach 1965 erstellten Häuser nach. Somit wird die Energiebilanz auf dem Immobilienmarkt zu einem wichtigen Kaufkriterium.
Die Glühbirne hat schon bessere Zeiten erlebt. Die Regierung von Neuseeland will die traditionelle künstliche Lichtquelle ab Oktober nächsten Jahres aus den landesweiten Fassungen verbannen und durch Energiesparlampen ersetzen. Ziel ist es, den CO2 Ausstoß landesweit zu verringern und Stromkosten zu sparen.
Die Entscheidung von Neuseeland ist kein Einzelfall. In Australien wurde bereits im vergangenen Jahr die Verwendung von herkömmlichen Glühlampen verboten. Im US-Staat Kalifornien wird ab 2012 Schluss sein. Auch EU-weit wird über ein Verbot von Glühlampen nachgedacht.
Vor einigen Jahren berichtete die Presse zum ersten Mal von Asiatischen Tigermücken in Südeuropa. Mittlerweile hat sich diese Insektenart über die meisten Länder im mediterranen Raum ausgebreitet und auch nördlich der Alpen wurden die ersten Exemplare gesichtet. Zunehmend mildere Winter durch den Klimawandel in Europa ermöglichen das Überleben der Insekten auch in den kälteren Monaten. Die auch in Zeiten von Spritpreisen jenseits von 1,50 Euro / Liter ungebremste Reiselust sowie das stetig steigende Transportaufkommen begünstigen zudem eine schnelle Verbreitung.
Der Ökostromanbieter Lichtblick hat eingeräumt, an der European Energy Exchange (EEX) zusätzlichen Strom eingekauft zu haben. Pikant ist diese Vorgehensweise, da an der Strombörse EEX vor allem Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken gehandelt wird. Von einem Anbieter, der von sich selber behauptet, 100% seines Energiemixes aus regenerativen Energien zusammenzustellen, sollte man ein solches Handeln eigentlich nicht erwarten. Nachdem seit einiger Zeit Anschuldigungen gegenüber Lichtblick bzgl. eines solchen Vorgehens seitens des Unternehmens abgestritten wurden, hat man sich bei Lichtblick nun entschlossen, doch reinen Tisch zu machen.
Noch redet man fast ausschließlich von Peak Oil, von Peak Water dagegen nicht. Doch angesichts dessen, dass im Jahr 2020 jeder dritte Mensch auf der Erde an Wassermangel leiden wird, ist es dringend an der Zeit, auch dieses Thema in den Fokus zu rücken. Öl braucht niemand zum überleben, Trinkwasser dagegen sehr wohl.
Vom 07. - 09. Juli findet im japanischen Toyako, Hokkaido, der G8-Gipfel statt, bei dem sich die führenden Köpfe der größten achten Industrienationen unter anderem über die Zukunft der globalen Energieversorgung beraten werden. Einen Monat vor Beginn des G8-Gipfels bringen sich Politik, Wirtschaft und Verbände in Position, um die öffentliche Meinung in ihrem Interesse zu verändern und daraus resultierend politischen Druck aufzubauen.


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