Einträge im August 2008

Im Folgenden stellen wir Ihnen eine Seminararbeit eines Klimawandel-Global.de Lesers von der Ludwig-Maximialians-Universität (LMU) München vor. Um die Übersichtlichkeit zu wahren, haben wir die Seminararbeit in 5 Teile (Gliederung siehe unten) aufgeteilt.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf den Energiesektor - Ein Überblick aus ökonomischer Perspektive am Beispiel der Windenergie


1. Einleitung

„Die durch den Menschen herbeigeführten Klimaänderungen sind ein Jahrhundert- und Weltproblem." Das Klima auf der Erde ist ständiger Veränderung unterworfen. Sowohl natürliche Schwankungen als auch der durch den Menschen verursachte Klimawandel sind nicht mehr bloß wissenschaftliche Hypothesen sondern erwiesene Tatsachen. / Die seit dem Zeitalter der Industrialisierung eingesetzte globale Erderwärmung hängt zu großen Teilen mit dem Verbrennen fossiler Rohstoffe und der damit verbunden Freisetzung des Treibhausgases Kohlendioxid zusammen, die seit Jahrzehnten zur Energiegewinnung verbrannt werden. Der anthropogene - also vom Mensch geschaffene - Klimawandel wird durch das fortschreitende Verbrauchen fossiler Energieträger vorangetrieben, da nach wie vor ein Großteil der Energieversorgung weltweit auf diese Art und Weise gesichert wird. Somit ist der Energiesektor ein wesentlicher Mitverursacher des anthropogenen Klimawandels und wird von den zukünftigen Auswirkungen der globalen Erwärmung besonders stark betroffen sein.

Von Christian am 29.08.2008, 11:47 | 2 Meinungen | Folgen | Windenergie

Dieser Artikel gehört zur Serie "Auswirkungen des Klimawandels auf den Energiesektor".

2.2 Aktueller Beitrag der Windenergie zur Stromerzeugung
In den letzten Jahren hat sich die Windenergiebranche rasant entwickelt. Diese Entwicklung, zu der Deutschland einen Großteil beisteuert, ist national als auch international zu beobachten. Windenergie ist aktuell die in Deutschland absolut am schnellsten wachsende Ressource erneuerbarer Energie. Der rasante Aufbau des entsprechenden Kraftwerksparks hat innerhalb der letzten 15 Jahre stattgefunden. Im Gegensatz zur Wasserkraft, die in modernen Industrieländern wie Deutschland kaum noch ausbaubar ist, sind die Potenziale der Windkraft noch nicht vollständig erschlossen.

Gerade Offshore-Windanlagen zeichnen sich als der Wachstumsmotor der erneuerbaren Energien in Deutschland ab. Auch global gesehen nimmt die Windenergie eine tragende Rolle beim Ausbau der regenerativen Energien ein.

Von Christian am 29.08.2008, 11:33 | 1 Meinungen | Erneuerbare Energien | Folgen | Windenergie

Dieser Artikel gehört zur Serie "Auswirkungen des Klimawandels auf den Energiesektor".

2. Windenergie als Chance für den Energiesektor
Vor dem Hintergrund der tragenden Rolle des Energiesektors im Kontext des Klimawandels und der Komplexität der Thematik, soll im Folgenden lediglich auf die Auswirkungen des Klimawandels auf den Energiesektor am Beispiel der Windenergie eingegangen werden.

2.1 Einordnung und Formen von Windenergie
Die aktuell auftretenden und zukünftigen Energieprobleme könnten durch regenerative Energien abgeschwächt werden oder gar ganz der Vergangenheit angehören. Öl, Kohle, Gas und Uran sind nur begrenzt vorrätig und neigen sich langsam ihrem Ende entgegen. Denn die Nutzung dieser Ressourcen führt zwangsläufig zur Erschöpfung, da diese Energieträger in vertretbarer Zeit vom Menschen nicht erneuert werden können. Energie aus Sonne, Wind, Bioenergie, Wasserkraft und Erdwärme können zeitlich unbeschränkt genutzt werden.

Von Christian am 29.08.2008, 11:05 | 0 Meinungen | Erneuerbare Energien | Folgen | Windenergie

Dieser Artikel gehört zur Serie "Auswirkungen des Klimawandels auf den Energiesektor".

2.3.3 Umweltschutz
Für die Nutzung von Windenergie spricht v.a. ihre CO2-Neutralität und Nicht-Erschöpfbarkeit. Windenergie ist gemessen an ihren Alternativen äußerst klimafreundlich. Selbst unter Einbeziehung des CO2-Ausstoßes bei der Produktion der Windkraftanlagen (Lebenszyklusanalyse) stellt sich Windenergie im Vergleich zu fossilen Energieträgern und der Photovoltaik als besonders emissionsarm dar (vgl. hierzu Anhang 4 für einen Überblick der Treibhausgasemissionen nach Energieträgern). Gemessen an den CO2-Vermeidungskosten ist die Windenergie jedoch nicht die günstigste Variante um die klimapolitischen Ziele zu erreichen. Die CO2-Vermeidungskosten von Windenergie liegen mit 60 bis 70 Euro je Tonne CO2 weit besser als die der Photovoltaik, können aber mit den Kosten für die Einsparung durch den Neubau oder der Modernisierung von Kohlekraftwerken nicht mithalten (vgl. hierzu Anhang 5 für einen Überblick der spezifischen CO2-Vermeidungskosten nach Energiequelle). Durch eine Automatisierung der Fertigungstechnik sowie Standardisierung von Windkraftanlagen werden diese Kosten durch Realisierung von Economies of Scales jedoch zukünftig weiter sinken.

Von Christian am 29.08.2008, 11:04 | 0 Meinungen | Erneuerbare Energien | Folgen | Windenergie

Dieser Artikel gehört zur Serie "Auswirkungen des Klimawandels auf den Energiesektor".

3. Zusammenfassung und Ausblick
Der Klimawandel wirkt sich signifikant auf die Zukunft des Energiesektors aus. Ein Paradigmenwechsel weg von fossilen und damit endlichen Energieträgern hin zu regenerativen Energien zeichnet sich ab. Erneuerbare Energien werden in naher Zukunft weiterhin von klimapolitisch motivierten Förderprogrammen profitieren, wohingegen fossile Energieträger durch staatliche Maßnahmen tendenziell verteuert werden. Getrieben von Energieinnovationen in den Bereichen Energieeffizienz, Energieeinsparung und Nutzung erneuerbarer Energien hat sich die Windenergie mit 45 Prozent Anteil an den erneuerbaren Energien in 2007 zu einem Grundpfeiler der Energieversorgung entwickelt.

Von Christian am 29.08.2008, 11:03 | 0 Meinungen | Erneuerbare Energien | Folgen | Windenergie

Gastbeitrag von Josef Bordat

Der Klimawandel ist ein globales Problem und erfordert insoweit globale Lösungen. Das apokalyptische Bedrohungsszenario und die globale Dimension teilt der Klimawandel mit einer anderen Zeiterscheinung, dem Terrorismus. Beides verweist zurück auf dem Menschen, auf das von ihm verursachte malum morale, beides wird entsprechend im Rahmen einer neuen politischen Ethik zu lösen versucht und beides droht, als rhetorische Figur im Diskurs um Sicherheit, also um Einschränkungsmöglichkeiten von Freiheit und Freizügigkeit, zu eine Art "Argumentationsjoker" zu werden, den man immer ziehen kann, wenn es darum geht, unpopuläre Maßnahmen zu rechtfertigen und der alles andere aussticht; zu groß ist die Aufgabe der Befriedung der Welt sowie die, dafür zu sorgen, dass künftige Menschheitsgenerationen nicht nur in Frieden und gesicherter Freiheit leben können, sondern überhaupt überleben.

Ist dies im Zusammenhang mit dem Terrorismus als malum morale schlechthin unstreitig, so bedarf es bei dem in unterschiedlichen Ausprägungen von malum physicum (also etwa Hochwasser, aber auch das Gegenteil: Dürre) sich manifestierenden Klimawandel einer Rechtfertigung für die Zuschreibung menschlicher Schuld aus moralisch relevanten Verfehlungen. Diese wurde und wird durch Studien geleistet, welche die anthropogenen Ursachen der Erderwärmung über den vermehrten CO2-Ausstoß belegen (IPCC 2007).

Von Harald am 29.08.2008, 10:36 | 1 Meinungen | Klimawandel

Obwohl Themen wie Klimawandel und Klimaschutz in den Medien immer wieder angesprochen werden, mangelt es doch an vielen Stellen an der konkreten Umsetzung der Denkansätze in konkretes ökologisches und nachhaltiges Konsumieren. Ein gutes Beispiel aus dem Konsumgüterbereich hierfür liefert das Verhalten beim Möbelkauf.

Darum möchten wir zunächst Sie konkret fragen: Wann haben Sie beim letzten Besuch eines Einrichtungshauses an die ökologische Bilanz der ausgestellten Möbel gedacht? Macht es einen Unterschied, ob ein Möbelstück aus Holz oder Kunststoff ist? Ob die verarbeiteten Werkstoffe aus fossilen Rohstoffen oder aus nachwachsenden Rohstoffen stammen? Ob es aus Deutschland, Europa oder Übersee stammt? Oder ist das wesentliche Merkmal eines Produkts das Preisschild?

Von Harald am 28.08.2008, 14:12 | 0 Meinungen | Nachwachsende Rohstoffe

204 Nationen und damit so viele wie noch nie kämpfen noch einige Tage in Peking um olympische Medaillen. Weitere Rekorde bei der Zahl der teilnehmenden Nationen werden bei einem Fortschreiten des Klimawandels in absehbarer Zeit unmöglich sein, da zahlreiche Staaten in ihrer Existenz bedroht sind. Während in den Industrieländern die Folgen des Klimawandels vergleichsweise marginal sind, sieht die Realität für zahlreiche Kleinststaaten im Pazifik ganz anders aus.

Von Harald am 21.08.2008, 16:15 | 0 Meinungen | Folgen | Meer

Der World Wide Fund For Nature (WWF) zählt zu den größten international aktiv Naturschutzorganisationen. Das WWF-Logo mit dem Pandabär kennt wohl jeder. Die Schweizer Fraktion des WWF hat nun zu einer interessanten Aktion aufgerufen: Noch bis zum 18. September 2008 werden die faulsten Klima-Ausreden gesucht.

Die Ausreden folgen dabei einer sehr leicht einprägsamen Struktur mit zwei Sätzen. Der erste Satz muss beginnen mit "Ich würde ja sofort ...", der zweite Satz dann mit "Aber ...".

Von Harald am 21.08.2008, 12:04 | 0 Meinungen | Klimaschutz

In Stockholm findet momentan die Weltwasserwoche statt und verfolgt das Ziel, den nachhaltigen Umgang mit dieser wertvollen Ressource in die Köpfe der Menschheit einzubrennen. Ein schwieriges Unterfangen, bleiben Industrienationen, mal abgesehen von gelegentlicher Trockenheit, von merkbarer Wasserknappheit weitgehend verschont. Zumindest so weit, um weiterhin mit dem kostbaren Nass bedenkenlos um sich zu spritzen.

Momentan gibt es in Deutschland auch keinerlei Grund zur Sorge. Die Wasservorräte sind mehr als ausreichend, nur der im Ländervergleich relativ hohe Preis für Wasser sorgt für einen bewussteren Umgang (wir berichteten).

Dramatischer sieht es hingegen in den Schwellenländern aus. Über eine Milliarde Menschen fehlt der Zugang zu ausreichend Wasser, Tendenz stark steigend.

Hauptgrund ist die Erderwärmung, ausgelöst durch den Klimawandel. Regenfälle bleiben aus, Wichtige Brunnen versiegen, Hitzewellen werden länger und häufiger. Erste Wasserengpässe sind sogar bereits in den südlichen Ländern Europas aufgetreten.

An die 2500 Experten aus 140 Ländern diskutieren deshalb derzeit in Schweden Lösungsmöglichkeiten zur Sicherstellung einer ausreichenden Wasserversorgung weltweit.

Von Michael am 21.08.2008, 09:03 | 0 Meinungen | Folgen

Überzeugte Carnivoren werden es sicherlich nicht gerne hören, aber ein hoher Fleischkonsum verschlechtert die persönliche Klimabilanz. Das Arbeitspapier "Treibhausgasemissionen durch Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln" des Instituts für angewandte Ökologie in Freiburg deckt nämlich auf, wieviel Treibhausgas Emissionen die Produktion ausgewählter Lebensmittel verursacht. Dabei wurde auch quantiative Unterschiede bei den Emissionen zwischen konventionellen und ökologischen Anbaumethoden bzw. Haltungsmethoden identifizert und aufgezeigt.

Von Harald am 10.08.2008, 17:55 | 4 Meinungen | Klimawandel | Treibhauseffekt

Ein Großteil elektronischer Geräte verbraucht auch im ausgeschalteten Zustand Energie. Bei manchen Elektrogeräten ist das durch ein leuchtendes Licht wie etwa beim Fernseher leicht ersichtlich, bei anderen Geräten wie Netzteilen oder Ladestationen eher weniger. Die Liste an Verbrauchern ist dabei endlos lang: Fernseher, DVD Player, Hifi-Geräte, Netzteile, Ladegeräte, PCs, Monitore, Drucker und andere Peripheriegeräte, Kaffeemaschinen, elektrische Zahnbürsten und Rasierer, usw.

Nach Schätzungen des Bundesumweltamtes verbrauchen Elektrogeräte in Deutschland pro Jahr rund 22 Milliarden Kilowattstunden ... im Stand-by Betrieb! Um sich die Größenordnung mal bildlich vorzustellen: Dies entspricht in etwas der Jahresleistung von drei Kernkraftwerken.

Von Harald am 07.08.2008, 18:13 | 1 Meinungen | Energie sparen

Der deutschsprachige Raum ist ein Gebiet der Bastler & Tüftler. Der Menschen, die im eigenen Haushalt gerne selber Hand anlegen, wenn es ums Renovieren oder Verschönern geht. Und der kreativen Köpfe, die auch einmal mit neuen Ideen glänzen. Das Heimwerken ist (wieder) in, das belegen zahlreiche TV-Shows mit dem Thema Do-It-Yourself (DIY).

"Ich hab da mal was vorbereitet."

So erklang es gut drei Jahrzehnte lang, wenn der fast schon legendäre Moderator Jean Pütz in seiner DIY Sendung "Hobbythek" mal wieder handwerkliche Meisterleistungen vorstellte. Die Idee des Selber-machens im Fernsehen ist also nicht als neu zu bezeichnen, dennoch hat sie im TV gerade in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen.

Von Harald am 07.08.2008, 08:05 | 1 Meinungen | Energie sparen

Klimaschutz Tipp des Tages

Facebook, Twitter & Rss Feed



Über diese Seite

Diese Seite ist das Archiv der Artikel aus August 2008, absteigend sortiert.

Juli 2008 ist das vorangegangene Archiv.

September 2008 ist das nachfolgende Archiv.

Aktuelle Artikel befinden sich auf der Startseite.