Heißere Sommer, mildere Winter, mehr Niederschläge im Westen, stärkere Sturmfluten im Norden ... der Klimawandel wirft seine Schatten voraus. Jeder in Deutschland wird sich auch bei den größten Klimaschutz-Bemühungen auf die Folgen von Klimawandel & Co. einstellen müssen. Das Ziel ist es nicht mehr allein, den Klimawandel zu verhindern, sondern es geht jetzt vor allem um Schadensbegrenzung.
Das der Klimawandel auch in der Bevölkerung einen immer höheren Stellenwert einnimmt, zeugt eine aktuelle Umfrage des ZDF-Politbarometer. Eine große Mehrheit der Bundesbürger hat demnach große Sorge vor den unumkehrbaren Folgen des Klimawandels. Satte 83 Prozent der Befragten halten die Globale Erwärmung für ein ernstzunehmendes Problem. Dabei sehen gerade einmal16 Prozent ein weniger großes oder überhaupt kein Problem.
In der Diskussion über den Klimawandel werden nicht immer wissenschaftlich belegbare Fakten verwendet. Um möglichst reißerische Stories zu gewinnen, greifen selbst seriöse Redakteure oft auf weniger gut fundierte Aussagen zurück, sodass diese am Ende vom Medien-gläubigen Normalverbraucher auch als vermeintliche Fakten akzeptiert werden. Die Zeitschrift GEO versucht nun in ihrer aktuellen Ausgabe, mit zwölf populären Halbwahrheiten aufzuräumen.
Richtig rund ging es in den letzten Momenten der großen UN-Klimaschutzkonferenz auf Bali. Wie im besten Schmierentheater kam es zum Eklat: Wutausbrüche und Drohungen prägten die letzte Sitzung. Schliesslich erlitt der Leiter des UN-Klimasekretariats, Yvo de Boer, sogar einen kleinen Nervenzusammenbruch und musste kurz durchschnaufen.
Der Grund für das Gefetze war die Uneinigkeit über den Nachfolger des Kyoto-Protokolls. Das in der Nacht zum Samstag ausgehandelte Kompromisspapier wurde seitens China und Indien im letzten Moment doch noch abgelehnt, das Scheitern der Verhandlungen war zum Greifen nah.
Gegen Ende der Klimakonferenz auf Bali wurden noch einmal scharfe Töne gegen die Klimapolitik der Vereinigten Staaten angeschlagen.
Die Europäischen Staaten drohen damit, von den USA geführte Klimagespräche im nächsten Monat zu boykottieren, falls die Bush Administration keiner Ausarbeitung eines Fahrplans zur Verringerung der Treibhausgase zustimmen werde.
Am 30. und 31. Januar 2008 veranstalten die USA auf Honolulu einen eigenen kleinen Gipfel zur Klimaproblematik und haben zu den Gesprächen sechzehn der führenden Nationen weltweit eingeladen. Präsident Bush scheint seine eigene Klimakonferenz eher als Instrument zur Festlegung von Klimaschutzmaßnahmen geeignet.
Sofern es aber auf Bali zu keinen Ergebnissen kommen sollte, wird das Treffen dann wohl ohne die europäischen Nationen stattfinden.
Christian Stöcker hat auf Spiegel Online einen kritischen Artikel zur Rolle der USA in der weltweiten Anerkennung und Bekämpfung des Klimawandels geschrieben. Dabei geht er richtig zur Sache und unterstellt der Regierung Bush, dass sie seit Jahren systematisch Erkenntnisse über den Klimawandel und seine Folgen verzerrt, verfälscht und verschweigt. Dieser Artikel kommt natürlich passend zur aktuell tagenden Klimaschutzkonferenz in Indonesien.
Unterlegt wird diese These durch einen jüngst erschienenen Kongressbericht der dokumentiert, wie Forscher und Behörden kollektiv unter Druck gesetzt wurden. Eine maßgebliche Rolle in dieser großangelegten Vertuschungsaktion soll der Verhandlungsführer der USA auf Bali haben.
Quelle: Pixelio
Wenn es nach dem britischen Energieminister John Hutton geht, wird Deutschland die Vorreiter-Rolle auf dem Sektor der Erneuerbaren Energien bald los sein. Wo die deutsche Bundesregierung im Klimaschutzpaket "lediglich" einen Ausbau des Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion auf >25% beschlossen hat, möchte die britische Regierung den konsequentesten aller Schritte gehen: 100% Stromversorgung durch Windkraft bis zum Jahr 2020.
Vermutet hatten es ja schon viele von uns, doch die Zahl die nun bei der Klimaschutzkonferenz in Bali genannt wurde, wirkt nicht wirklich (ausreichend) groß: ein Fond zum Zwecke der Bekämpfung des Klimawandels soll bald 60 Milliarden Euro im Jahr kosten. Die Finanzierung soll über Emissionshandel erfolgen.
"Die Armen dieser Welt können nichts für die Erwärmung. Die Industrieländer haben die Krise heraufbeschworen, und sie müssen ihrer Verantwortung jetzt gerecht werden", wurde treffend auf der derzeit tagenden Klimaschutzkonferenz in Bali verkündet. Um hier einen Ausgleich zu schaffen, verpflichten sich die reichen Industrieländer bis spätestens 2015 pro Jahr 86 Milliarden Dollar (rund 60 Milliarden Euro) für die Folgen des Klimawandel aufzubringen.
Arnold Schwarzenegger - gemeinhin auch als Gouvernator bekannt - prescht in Sachen Klimaschutz vor und verärgert so die Regierung Bush. Dise wünscht jedoch keine Alleingänge beim Klimaschutz. Die Anträge des Bundesstaat Kalifornien und 16 andere US-Bundesstaaten, eigene Grenzwerte für den CO2 Ausstoß von Autos festlegen, wurde durch die amerikanische Umweltbehörde abgewiesen.
Die Begründung der Umweltschutzbehörde lautet es müsse Einheitlichkeit in Sachen Klimaschutz in den USA geben. Die Regierung rund um George W. Bush strebt einenationale Lösung an und will verhindern, dass ein Gesetztes-Flickenteppich einzelner Bundesstaaten entsteht.
Wie so oft haben solche Meldungen aus den USA einen sehr faden Beigeschmack. Die latente Angst etwas an Wohlstand zu Gunsten des Klimaschutzes einbüßen zu müssen, ist offensichtlich tief im amerikanischen Volk verankert.
Im alljährlichen Klimaschutz Ranking der Umweltorganisation Germanwatch konnte Deutschland in diesem Jahr zwei Plätze gut machen und landet nun hinter Schweden auf Platz zwei. Zu den Kriterien bei der Bewertung im Index zählen die Emissionsmengen der klimaschädigenden Treibhausgase sowie Trends bei der Klimapolitik.
Am 8. Dezember, dem Weltklimatag, zog es deutschlandweit tausende Menschen auf die Straßen, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Über 40 Organisationen hatten dazu aufgerufen, anlässlich der derzeit stattfindenden Klimaschutzkonferenz auf Bali Aktionen für den Klimaschutz durchzuführen. Durch die medienwirksame Verbreitung der Kampagnen (insbesondere der "Licht aus!"-Aktion) in den vergangenen Tagen konnte mit einer breiten Unterstützung der Aktionen gerechnet werden.
Die Gesellschaft für deutsche Sprache gab am heutigen Freitag das Wort des Jahres bekannt: "Klimakatastrophe". Als Begründung verlautete die GfdS: "Dieser Ausdruck kennzeichnet prägnant die bedrohliche Entwicklung, die der Klimawandel nimmt". Zu den Kriterien, zum Wort des Jahres gewählt zu werden, zählt eine bedeutende Thematik, die mit dem Wort verknüpft ist und die im Laufe des Jahres in den Fokus der Gesellschaft gerückt ist. "Klimakatastrophe" tritt somit das Erbe der Vorjahressieger Fanmeile, Bundeskanzlerin und Hartz IV an.
Die Zukunftsforschungsinstitut Sensonet sowie die Fachzeitschrift Marketing Morgen haben insgesamt 204 Personen aus dem deutschsprachigen Raum über deren Einstellung und Meinung zum Themenkomplex Nachhaltigkeit befragt. Neben der Frage, was für die Menschen eigentlich Nachhaltigkeit bedeutet, wurden auch die Beziehungen zum Klimawandel oder den immer bedeutender werdenden Themen LOHAS und LOVOS geknüpft.
Wer würde im Auto immer 100% Gas geben und zur Regulierung der Geschwindigkeit immer wieder mal bremsen? Vermutlich niemand, doch genau nach diesem Prinzip funktionieren gemäß einem Video des Pumpenherstellers Grundfos Heizanlagen mit ungeregelter Heizungspumpe / Umwälzpumpe im Haushalt. Dass dies nicht sonderlich effizient sein kann, dürfte jedem ersichtlich sein.
Die Kampagne "Licht aus! Für unser Klima." schlägt immer höhere Wellen. BILD und ProSieben nutzen wie erwartet ihre geballte Medienpräsenz zur Promotion der deutschlandweiten Aktion, bei der am 8. Dezember an zahlreichen Orten die Lichter als Zeichen für den Klimaschutz ausgeschaltet werden sollen. (Klimawandel Global berichtete). Abseits der Massenmedien bleibt die Aktion nicht von massiver Kritik verschont, da man bei genauerer Betrachtung keinen nennenswerten Nutzen erkennen kann.
Ein Zeichen wird gesetzt ... dabei bleibt es aber auch, wenn nach fünf Minuten die Lichter wieder angeschaltet werden, der Stromverbrauch den Status quo ante erreicht hat und die erneut erleuchteten Gebäude durch das Kontrastprogramm in noch imposanterem Glanz erstrahlen. Die Adressaten der Aktion, die Teilnehmer der Klimaschutzkonferenz auf Bali, liegen um diese Uhrzeit vermutlich eh im Bett, sofern sie sich nicht an der klimatisierten Hotelbar auf Kosten des jeweiligen Staates versumpft sind.


